Kuiper gegen Starlink: Amazons Satelliteninternet auch in Deutschland

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Kuiper gegen Starlink: Amazons Satelliteninternet auch in Deutschland
Quelle: SpaceX

Amazon möchte einen eigenen Internet-Service in Deutschland einrichten, der Starlink Konkurrenz machen könnte. Bislang ist Starlink der einzige Anbieter für privates Satelliteninternet. Das möchte Amazon mit Projekt Kuiper ändern.

Versandriese Amazon möchte einen eigenen Internet-Service anbieten, der Internetzugang über Satellit ermöglicht. Damit würde Amazon in direkte Konkurrenz zu Starlink treten, das diesen Service seit 2020 in Deutschland anbietet. Der Vorteil von Amazons Einstieg wäre, dass auch Menschen in abgelegeneren Gegenden schnelleres Internet nutzen können. Wie das Finanzmagazin Bloomberg berichtet, soll das Projekt Kuiper bereits Anfang 2026 in Deutschland starten.

Das ist bislang über Projekt Kuiper bekannt

Deutschland wird nicht das einzige Land sein, das Amazons Internet-Service nutzen kann. Kuiper soll unter anderem auch in den USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich vertreten sein. Um das Projekt zu ermöglichen, werden rund 200 Satelliten von Amazon in die nahe Erdumlaufbahn geschickt, um das Kuiper-Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Die Hälfte davon befindet sich bereits im Orbit. Die Satelliten wurden mithilfe von SpaceX-Raketen ins All gebracht. Mit dieser hohen Anzahl setzt Amazon ein deutliches Statement, da die größte Konkurrenz Starlink ursprünglich nur mit 60 Satelliten startete. Mittlerweile verfügt Starlink jedoch über 8.000 solcher Satelliten. Um auf diese Anzahl zu kommen, wird es Jahre brauchen.

Einen weiteren Punkt, den Amazon gegenüber der Konkurrenz setzen möchte, ist das Highspeed-Internet. Kuiper soll in ersten Tests eine Übertragungsrate zwischen 1 und 1,2 Gigabit pro Sekunde erreicht haben. Beim Upload sollen es an die 400 Mbit pro Sekunde werden, was Starlink ernsthafte Konkurrenz machen würde. Um das aufrechtzuerhalten, müsste Amazon gewährleisten können, dass die Internetverbindung stabil bleibt und nicht ausfällt. Starlink ist derzeit sehr störanfällig. An dieser Stelle könnte Amazon Starlink gefährlich werden. Ein weiterer interessanter Aspekt dürfte der Preis werden. Starlink ist aktuell der einzige Anbieter für Privatnutzer, mit knapp 700 Euro Anschaffungskosten jedoch auch relativ teuer. Amazon könnte diesen Preis unterbieten, um attraktiver für seine Kunden zu sein. Die Preise für Kuiper, die die Endnutzer tragen müssten, sind noch nicht bekannt. Die Gesamtkosten für das Projekt sollen sich aber auf bis zu zehn Milliarden Dollar belaufen.

Quelle: via LinkedIn

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von narcosubs Freizeitschrauber(in)
        Naja, Amazon oder Starlink - das ist in etwa so wie Pest oder Cholera, nicht?
      • Von narcosubs Freizeitschrauber(in)
        Naja, Amazon oder Starlink - das ist in etwa so wie Pest oder Cholera, nicht?
      • Von Ishe Freizeitschrauber(in)
        Nennt mich paranoid, aber Amazon als ISP würde ich nur nehmen, wenn er der letzte verfügbare ISP wäre.

        Amazon sammelt dann offiziell natürlich keine Daten über das Surf- und Kaufverhaltenverhalten, right? 🤪
      • Von wanderfalke1988 PC-Selbstbauer(in)
        "mit knapp 700 Euro Anschaffungskosten jedoch auch relativ teuer."
        Das Stimmt so nicht, je nach Paket belaufen sich die Anschaffungskosten von 299, 349 oder sogar kostenlos!

        Ich hatte überlegt ob ich mir Starlink für unterwegs hole, allerdings sind mir die Tarife für den Mobielen einsatz zu teuer und die Antenne zu Groß.
        Da ist 4/5g zu mindestens Aktuell noch die bessere Wahl.
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