Intel Xe: 7-nm-Grafikchips haben einen Codenamen
Intel hat seiner ersten Xe-GPU in 7 nm einen Codenamen verpasst: Ponte Vecchio heißt der Grafikchip und ist damit nach einer mittelalterlichen Brücke in Florenz benannt. Die Karten werden in Project Aurora eingesetzt werden und sind keine Produkte, die man als Spielebeschleuniger in Endkundensystemen sehen wird.
Intel hat dem ersten 7-nm-Grafikchip unter der Marke Xe einen Codenamen verpasst. Wenn in Zukunft von Ponte Vecchio die Rede ist, wissen informierte Leser, dass es sich hierbei auch nicht um Spielegrafikkarten handelt, sondern um Beschleuniger für Exascale Computing. Die Einheiten kommunizieren mittels CXL (Compute Express Link), der bei der Bandbreite in etwa mit PCI Express 4.0 vergleichbar ist, aber bessere Skalierungsfunktionen bietet, die bei PCI Express erst für die Zukunft absehbar sind. Eingesetzt werden die Ponte-Vecchio-Einheiten auf Geräten mit dem Codenamen Project Aurora.
In Project Aurora sind sechs Xe-Beschleuniger vom Typ Ponte Vecchio installiert und dazu zwei Xeon-Prozessoren vom Typ Sapphire Rapids, ebenfalls in 7 nm. Angesteuert wird alles mit der One-API, die das adressieren von CPU und GPU in Project Aurora vereinfachen soll. Ein Alleinstellungsmerkmal des Systems wird sein, dass x86-Befehlscode auf GPU und CPU berechnet werden kann. Man vermutet, dass Intel den Markt auch und insbesondere über die Kosten für Software attackiert, die mit Project Aurora sinken könnten.
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Und wer noch was für die Allgemeinbildung tun will: Ponte Vecchio "ist die älteste Brücke über den Arno in der italienischen Stadt Florenz. Das Bauwerk gilt als eine der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt." So stehts in der Wikipedia und man darf annehmen, dass Intel Grafikbeschleuniger künftig nach Brücken in Italien benennen wird. Wäre zumindest naheliegend.
Im Quartalsbericht an die US-Börsenaufsichtsbehörde warnt AMD vor dem Wettbewerb mit Intel. So verfüge der Konkurrent über jahrelang gewachsene Partnerschaften mit OEMs und habe den CPU-Markt dominiert. AMD muss sich daher auf einen harten Konkurrenzkampf einstellen und auch damit rechnen, eventuell weniger umzusetzen.

x86 Code auf der Grafikkarte berechnen, da liegt der Wert dieser Entwicklung. Die Zukunft gehört Grafikkarten die ihre CPU gleich mitbringen wie das eine Konsole jetzt schon tut.
interessanten Artikel gefunden. Die Herstellung wird in in Hillsboro, Oregon stattfinden. Dort ist Intel bereits ansässig und es wird,wenig überraschend, mit EUV produziert.
Der CXL-Interconnect setzt auf PCIe 5.0 auf, das Sapphire Rapids-SP Anfang 2021 einführen wird, genauer auf dessen Physical Layer. CXL ist als Äquivalent zu NVLink und dem Infinity Fabric zu verstehen und Intel plant die Spec an die PCI-SIG zurückzuspielen. Mittlerweile hat auch AMD seine Unterstützung bekundet.
Beispielsweise auch Intels 10nm-FPGAs der Agilex-Serie setzen auf PCIe 5.0, CXL und das One-API.
@pipin:
Am Ende spielt es wohl keine Rolle, ob der Frontier oder Aurora zuerst in Betrieb gehen wird. *) Letzterer wurde auf 2021 verschoben, da Intel den Xeon Phi mit der Xe-Architektur ersetzt hat. Nach aktuellem Stand hat der Frontier ein etwas höheres Budget und wird etwa 1,5 Exaflops anpeilen. Ob das Intel-System diesbezüglich nach oben korrigiert wurde, weiß ich nicht. Am Ende werden beide Systeme von Cray (HPE) gebaut und beide gehören zum DoE bzw. genauer zum NNSA, stehen also nur auf dem Papier in Konkurrenz zueinander. Und bereits im Folgejahr folgt mit dem El Capitan das nächstgrößere System zur Ergänzung dieser beiden.
*) Im best case wird man prestigeträchtig sehen, dass ein System zum Juni '21 laufen wird, im worst case hat man Zeit bis November'21. Beim Intel-System gehe ich vom Juni aus, da Sapphire Rapids-SP bereits für Anfanf 2021 angekündigt ist und die Xe-GPGPU für 4Q21 (jew. offizielle/allgemeine Verfügbarkeit). Der Aurora wird bereits vorab mit Hardware versorgt werden, d. h. Intel fertigt bereits grob 2Q21 in 7nm. (Ebenso wurden bspw. auch einige Großkunden vorab mit Cascade Lake-SP beliefert, bevor die CPU allgemein verfügbar wurde.)
Bezüglich AMD ist der Sachverhalt schwerer abzuschätzen, da weniger Informationen vorliegen. Der Frontier wird laut F.Norrod customized-Milan-CPUs verwenden (also ein modifiziertes Zen3-Design) und hinzu kommt ein neues NextGen-Instinct-Design. Dabei ist jedoch unklar, ob das das ist, das derzeit entwickelt wird oder ob die Frontier-Variante auf einer darauf aufbauenden nachfolgenden Iteration basieren wird. Für das AMD-basierte System kämen also vorerst beide Termine infrage.