Core Ultra 7 254V: Neue Lunar-Lake-CPU taucht in Leaks auf - und sackt im Single-Core-Parcours ab
Intel bereitet wohl eine weitere CPU aus der Lunar-Lake-Generation vor. Der Core Ultra 7 254V kann im Benchmark-Leak aber nur in Multi-Core-Anwendungen Schritt halten.
Intel hat in den vergangenen Jahren kein allzu überzeugendes Bild abgegeben. Inmitten zahlreicher Krisen gab es allerdings auch einen kleinen Lichtblick: Mit der "Lunar Lake" getauften Generation konnte der Hersteller immerhin eine CPU-Serie herausbringen, die wohlwollend vom Markt aufgenommen wurde. Etwas überraschend taucht rund ein Jahr nach dem ursprünglichen Release nun ein neues Modell in Benchmark-Leaks auf.
Core Ultra 7 254V: Passmark-Leak gibt Hinweise auf neue Abstufung
Auf der Passmark-Webseite ist seit vergangenem Samstag ein "Core Ultra 7 254V"-Prozessor zu sehen, der seitens Intel nicht bestätigt wurde. Wie bei allen weiteren Lunar-Lake-Chips handelt es sich auch hier um einen Achtkerner (8 Threads); als Teil der Ultra-7-Reihe sind 12 MB L3-Cache an Bord. Bei allen weiteren technischen Daten hüllt sich der Leak indes noch in Schweigen.
- Die letzte Ziffer der Modellbezeichnung gibt immerhin noch einen Hinweis auf eine mögliche RAM-Konfiguration. Lunar-Lake-CPUs, die auf eine 8 enden, sind mit 32 GiB Arbeitsspeicher ausgestattet, während eine 6 am Ende auf 16 GiB RAM hinweist.
- Der geleakte Prozessor hingegen wäre die erste CPU aus der Generation, die mit einer 4 im Namen aufhört - folglich liegt der Schluss nahe, dass hier weiter am RAM gekürzt wird. Denkbar wäre etwa eine Konfiguration mit 8 GiB.
Angesichts fehlender Vergleichs-CPUs innerhalb von Lunar Lake ist das bis zu einer Intel-Bestätigung natürlich nur Spekulation, doch könnte das auch eine Erklärung für die gezeigten Passmark-Ergebnisse sein. Denn während sich der Core Ultra 7 254V mit 4.089 Single-Core-Punkten - rund ein Prozent mehr als der Core Ultra 7 256V/258V - durchaus achtbar schlägt, hinkt die geleakte CPU im Multi-Core-Parcours deutlich hinterher.
- Mit 17.327 Punkten ist man hier etwa 13 Prozent hinter dem Core Ultra 7 256V, der zumindest nominell die nächsthöhere CPU darstellt.
- Dieser Wert wird selbst von dem Core Ultra 5 226V mit 18.490 Punkten geschlagen, der den schwächsten Prozessor im gesamten Lunar-Lake-Portfolio darstellt.
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Somit darf man doch schon die "Sinnhaftigkeit" dieser CPU hinterfragen, oder ?!?
Solange man die weiteren Specs nicht kennt, sind Fragen müßig und Antworten pure Spekulation. Kleiner RAM (falls es stimmt) und eine stark gesenkte TDP bei anhaltend hohem Single-Core-Boost (ST- vs. MT-Leistung) würden zum Beispiel einige Anwendungsbereiche nahelegen, in denen LNL bislang kaum eine Rolle spielt (Tablets, Embedded,...)
Das Problem ist, dass brauchbar nicht genug ist, wenn es etwas wesentlich besseres für weniger Geld gibt. Ich habe für 349€ ein Elitebook 7 gekauft. Das hat einen Ryzen 4750U Pro, 32GB RAM (die ich auf 64GB aufrüste), 512GB SSD und einen DP 1.4 Anschluß (ich hoffe 8K60 geht mit DSC). Von Dingen, wie dem Metallgehäuse mal ganz abgesehen.
Aber die RAM-Anforderungen sind in all diesen Bereichen und, ohne Wechsel auf Linux gar nicht und selbst damit nur eingeschränkt vermeidbar, zwangsweise auch beim Betriebssystem immer weiter angestiegen. Wer da zu wenig nimmt, limitiert ganz schnell künstlich die Lebensdauer so eines Geräts. Ich habe bis vor ein paar Jahren noch regelmäßig ein Netbook aus der zweiten Atom-Generation als mobile Schreibmaschine genutzt, also eine CPU-Leistung von nahe null. (100 Prozent Spectre-Safe, da gar nicht in der Lage, spekulativ zu arbeiten.^^) Solche Geräte wurden seinerzeit teilweise mit 0,5 GiB RAM verkauft und dann mutmaßlich schnell entsorgt, aber mit 2 GiB (und Umstellung auf SSD) war es auch 10 Jahre später noch brauchbar. 16 GiB wären für mich das Minimum bei einer Neuanschaffung außerhalb des absoluten Billig-Segments, 32 GiB klar vorzuziehen.