Arrow Lake soll heißer werden: TjMax bei Core 200 angeblich erhöht
Laut Gerüchten erhöht Intel für Arrow Lake und Panther Lake die TjMax (Thermal Junction) um 5 Grad. Damit dürfen die Prozessoren etwas heißer laufen als Raptor Lake, bevor das Management eingreift.
Gerüchten zufolge hat Intel bei Arrow Lake (Intel Core 200) die TjMax um 5 Grad Celsius auf 105 Grad Celsius erhöht. Die Prozessoren können also wärmer werden als Raptor Lake, bevor eine mögliche Drosselung eingreift. Die "Thermal Junction" gilt wohl auch für Panther Lake, aber nicht für Lunar Lake. Bestimmte Mainboards bieten sogar an, die TjMax anzupassen. MSI hat etwa eine Funktion namens "CPU Fast Throttle Threshold", die auf bis zu 115 Grad Celsius gestellt werden kann.
Wieso macht Intel das: Die Antwort wird auch in Form von Spannungen mitgeliefert und die liegen allesamt einen Hauch höher als bisher. Arrow Lake wird demnach eine VCC Core von 1,77 Volt haben (plus 2,9 Prozent) und eine VCC GT von 1,52 Volt (plus 1,30 Prozent). Da die IGP kleiner ausfällt, wird das weniger ins Budget schlagen, aber beim Compute-Die ändert sich die Konfiguration zu Raptor Lake nicht wirklich.
| CPU SPEC | FAMILY | VOLTAGE (VCCCORE) | ICCMAX (VCCCORE) | ICCMAX.APP (VCCCORE) | VOLTAGE (VCCGT) | ICCMAX (VCCGT) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 8+16 (125W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 347 (+13.0%) | 245 (+0.00%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 8+12 (125W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 347 (+13.0%) | 245 (+0.00%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 6+8 (125W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 242 (+21.0%) | 174 (+2.35%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 8+16 (65W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 294 (+5.37%) | 210 (-9.00%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 8+12 (65W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 294 (+5.37%) | 210 (-9.00%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 6+8 (65W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 188 (+17.5%) | 140 (+0.00%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 6+4 (65W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 188 (+34.2%) | 140 (+0.00%) | 1.52V (+1.30%) | 30 (+0.00%) |
| 8+16 (35W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 194 (+17.5%) | 140 (+0.00%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 8+12 (35W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 194 (+17.5%) | 140 (+0.00%) | 1.52V (+1.30%) | 40 (+33.3%) |
| 6+8 (35W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 179 (+49.1%) | 131 (+9.16%) | 1.52V (+1.30%) | 30 (+0.00%) |
| 6+4 (35W) | ARL-S | 1.77V (+2.9%) | 179 (+79.0%) | 131 (+31.0%) | 1.52V (+1.30%) | 30 (+0.00%) |
Ein Novum ist das alles nicht: Intel hatte schon Prozessoren mit maximaler Thermal Junction von 110 Grad Celsius. Die Ryzen 7000 haben eine TjMax von 95 Grad Celsius und es sieht so aus, als würde sich daran für Ryzen 9000 nichts ändern. AMD hatte allerdings auch von Ryzen 5000 auf Ryzen 7000 um 5 Grad Celsius erhöht, um mehr Spielraum bei der Taktfreude der Kerne zu haben.
Im Rahmen dessen wurden auch noch einmal konkret Konfigurationen für Intels Arrow Lake genannt, die aber so zu erwarten waren und auch schon in der Gerüchteküche besprochen wurden. Für das Topmodell sieht es also nach 8P/16E/4Xe aus. Hyper Threading soll es keines mehr geben. Damit wären es 24 Threads. Beachtenswert sind möglicherweise die B0 und C0 Steppings.
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Es geht hier um CPUs!
Wie kann hier bitte eine, mittlerweile ausgeblendete, Diskussion über Grafikkarten entstehen?
This. Sofern keine anderen Fehler gemacht wurden verringert Temperatur zwar Haltbarkeit, aber in einem Rahmen und Bereich wo es in der Praxis nicht relevant ist. Siehe Laptop-CPUs die lockere 10 Jahre bei 100+°C kleben und immer noch ganz normal funktionieren.
10 Jahre ist so die undokumentierte Aussage unterm Tresen von allen CPU Herstellern, was eine CPU mindestens schaffen sollte. Und bisher haben das bis auf ganz wenige Ausnahmen in der Geschichte (die aber größere probleme hatten als nur die reine Temperatur) auch alle geschafft - auch die, die temperatur- und laufzeitmäßig wirklich stramm gequält wurden. Dass ein bestimmter Pentium4 spontan den Elektromigrationstod gestorben ist und manche Raptorlakes nach einiger Zeit Stabilitätsprobleme bekommen wird zwar sicher durch hohe Temperaturen begünstigt, letztere sind aber nie die Ursache der Probleme gewesen.
Wer würde in eine CPU, die für 1,4 bis 1,5 V vorgesehen ist (also Spannungen, die bis heute im Turbo-Modus üblich sind), 1,8 bis über 2,0 V reinprügeln? Dauerhaft, 24/7? Das haben Übertakter mit hinreichend potenter Kühlung seinerzeit mit den Pentium 4 gemacht, denn Northwood hat sehr gut mit Spannung skaliert.* Vorher war Elektromigration nämlich nie ein Thema gewesen. Danach hat man sich so einen Betrieb nie wieder getraut.
*: Der Weltrekord laut HWBot.org liegt bei 5,3 GHz für einen Northwood C, der regulär mit maximal 3,4 GHz verkauft wurde. Bekannt wurde SNDS aber zu Northwood-B-Zeiten, als Intel maximal 2,8 GHz verkaufte, die OC-Rekorde aber ebenfalls reihenweise über 5 GHz liegen. Das sind +80 Prozent und käme dem Versuch gleich, einen Ryzen 7000 auf 10 GHz zu prügeln. Warnung: Könnte neben Elektromigration auch zu Elektroschweißen führen.^^ (An dieser Stelle die Anmerkung, dass die ALUs eines >5-GHz-Northwoods tatsächlich mit über 10 GHz takten.)
Da, wo die Wärme entsteht, kann naturgemäß kein Sensor sein, denn dort sitzen dicht gepackt rechnende Transistoren. Die Temperaturfühler geben immer einen Wert aus, der unter dem eigentlichen Hotspot liegt – und wie weit darunter, hängt vom Chip-Layout ab. Wenn Intel es geschafft hat, den Sensor einen halben Millimeter näher ranzuschieben, dann entsprechenn 105 °C Tjunc bei Arrow Lake ggf. schlicht der gleichen kritischen Temperatur wie 100 °C Tjunc bei Raptor Lake.
Umgekehrt hatte z.B. AMD vor Ryzen lange Zeit sehr viel niedrigere Grenztemperaturen im 70er-Bereich, weil es gar keine Sensoren nah den Wärmequellen gab, als Intel schon lange mit 90-110 °C Tjunc unterwegs war. Das bedeutete aber nicht, dass die Intel-CPUs hätten heißer werden dürfen (sodass sie beispielsweise bei gleicher Heizleistung mit einem viel kleineren Kühlkörper ausgekommen wären), sondern dass die real in beiden Fällen existierende Hitze in einem Chip besser erfasst wurde als im anderen. Bei gleichmäßiger Last macht das gar keinen Unterschied, aber dynamische Turbos kann man natürlich umso präziser regeln, je näher die Messtechnik am Geschehen ist.
Das ist ein extrem schlechter Vergleich. Halbe Last (oder weniger) liegt bei den meisten Motoren über die Lebensdauer an. Wer drückt bitte das Gaspedal immer(!) zu mehr als 50% durch? Das geht garnicht.
"Ein deutscher motor"... Was soll das sein?
Ein hochgezüchteter 2L Turbomotor mit >300ps (z.b. Golf R) wird keine 200tkm halten.
Ein ruhiger, gelassener 4,4L V8 mit 286 ps (z.b. aus'm E39) lacht sich bei 500tkm ins fäustchen.
kommt immer auf die fahrweise an wie lang nen teil hält, das ist das maßgebende. von kostenoptimierten sachen z.b. steuerkette oder sonstige verschleißteile/wartung/elektronik abgesehen.
der golf r würde "halten" wenn man den wie ein stück scheiße behandelt. auf der anderen seite, wer kauft ein hoch-ps mit wenig gewicht und fährt den wie ein rentner? naklar dreht man den hoch und gibt gas wie ein bekloppter (mal).
zum thema ironie und satire, was ich hier schon gelesen hab, was manch einer ernsthaft meint, oje oje.
"Ein deutscher motor"... Was soll das sein?
Ein hochgezüchteter 2L Turbomotor mit >300ps (z.b. Golf R) wird keine 200tkm halten.
Ein ruhiger, gelassener 4,4L V8 mit 286 ps (z.b. aus'm E39) lacht sich bei 500tkm ins fäustchen.
Witzigerweise habe ich es mit keinen Einstellungen geschafft auf 4,5 zu gehen, irgendwann kam ein Fehler.
War zu seiner Zeit aber ne sehr flotte Gaming-CPU, dank HT und OC hat sie bei mir auch 8 Jahre durchgehalten.
Die läuft heute übrigens noch, ich WOLLTE allerdings damals den 5900X
Gruß