Intel Arc: Treiber-Update sorgt für hundertfache Raytracing-Performance

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Intel Arc: Treiber-Update sorgt für hundertfache Raytracing-Performance
Quelle: Intel

Durch ein Updates des freien Grafiktreibers Mesa sollen Intels Arc-Grafikkarten ihre Raytracing-Performance vervielfachen. Hintergrund ist ein gelöstes Problem mit der Speicherverwaltung.

Insbesondere letztes Jahr waren die Hoffnungen groß, dass sich mit dem Release von Intels Arc-Grafikkarten die Situation am überlasteten Grafikkarten-Markt entspannt, sodass diese wieder zu vernünftigen Preisen verkauft werden. Jetzt, kurz vor dem offiziellen Release der ersten Arc-Desktop-Modelle, hat sich die Situation aber stark verändert. Die Bestände an RTX-3000-Grafikkarten sind inzwischen derart hoch, dass sie angeblich schon eine Bedrohung für den Release der RTX-4000-Grafikkarten sein könnten, und dementsprechend fallen auch die Preise.

Intel und das Treiber-Problem

Obendrein bleiben die Arc-Grafikkarten laut bisherigen Tests wohl hinter ihren Erwartungen zurück, wie beispielsweise ein kürzlicher Test von Golem zeigte. Das Hauptproblem ist dabei offenbar Intels Grafiktreiber, der bei der Stabilität hinter der Konkurrenz zurückbleibt und offenbar auch nicht das volle Leistungspotential der Grafikkarten ausschöpft.

Ein Beispiel für die Treiberprobleme liefert dabei derzeit der freie Linux-Grafiktreiber Mesa, in dem kürzlich ein gewaltiges Performance-Problem bei der Nutzung von Raytracing behoben wurde. Zwar arbeitet Intel bereits seit Oktober 2020 an einem Raytracing-Support für Mesa, doch erst vor zwei Tagen veröffentlichte der Intel-Mitarbeiter Lionel Landwerlin einen Patch, durch den sich die Raytracing-Performance der Arc-Grafikkarten grob verhundertfachen soll.

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Die Ursache für das behobene, gewaltige Performance-Problem ist dabei einfach nachzuvollziehen: Offenbar wurden die Raytracing-Daten der Grafikkarten nicht im Arbeitsspeicher der Grafikkarte behalten, sondern im RAM der CPU gespeichert. Dadurch mussten Arc-Grafikkarten bisher jedes Mal die entsprechenden Daten einzeln anfordern, was zu einer erheblichen Latenz führt und damit die Performance schmälert.

Linux-Nutzer, die bereits eine Intel-Arc-Grafikkarte und Raytracing nutzen, dürfen sich mit der neuen Mesa-Version 22.2 daher auf einen deutlichen Leistungsbonus freuen, sobald der Treiber Ende August erscheint. Und auch bei den anderen Treibern und Plattformen dürfte es in Zukunft wohl noch zu deutlichen Verbesserungen kommen. Schließlich gibt es dafür bei Intel offenbar leider noch deutliches Potential.

Quelle: Freedesktop via Phoronix / Tom's Hardware

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Da hat der Programmierer lediglich beim Routing lediglich ein D vergessen, RAM statt DRAM...
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Da hat der Programmierer lediglich beim Routing lediglich ein D vergessen, RAM statt DRAM...
      • Von Gast1754557804
        Das hundertfache an Leistung? Boah, warum war die Software da so mies? Da hat Intel entweder kein Plan gehabt oder beim Testen / Review komplett gepennt. Beides nicht gut und wenig vertrauenswürdig...
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        "Offenbar wurden die Raytracing-Daten der Grafikkarten nicht im Arbeitsspeicher der Grafikkarte behalten, sondern im RAM der CPU gespeichert."

        Nicht gerade ein Beweis dafür, das Intel seine Treiber besonders viel testet, oder einer Kontrolle unterzieht.
        Sorry, aber sowas muss einem bei der Treiberentwicklung doch sofort auffallen, bzw. eine der ersten Stellen sein, an der man bei Performance-Problemen nachschaut, bevor Treiber veröffentlicht werden.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BxBender
        Wer setzt sich denn freiwillig dieser Doppelselbstgeißelung aus?
        Spielen unter Linux ist noch immer von Treiberproblemen heimgesucht, und dann will man es echt sogar mit einer Intel karte ausprobieren, die nicht einmal unter Windows auch nur ansatzweise ein Niveau erreicht, wie es dank Proton udn Co. mittlerweile zumindest mit erhältlichen Karten unter Linux möglich gemacht worden ist?
        Igor hat schon recht: man sollte sich unter keinen Umständen eine Intel Karte holen - erst Recht dann aber auch nicht für Linux!
        Lieber ein halbes Jahr abwarten, ob es sich ein wenig bessert.
        Aber selbst dann dürften dei Hardwareprobleme ja nicht beseitigt worden sein, es sei denn, bei den kommenden Karten zwingt Intel den Herstellern dann ein entsprechendes Boardlayout mit passenden Komponenten auf.
        Derzeit funktionieren Intel Karten nur auf aktuellen Intel Mainboards.
        Ältere Intel Mainboards und alle AMD Kisten laufen nicht mit Intel ARC!
        Dort kann kein rBar aktiviert werden, auch wenn AMD es "erfunden" hat (also die Nutzung).
        Die Karten sind nämlich nicht alleine lauffähig, siehe Igors 50 minütiges Beweisvideo.
        Auch wenn Igor nur ein langweiliger Schwafler ist , gebe ich dir in dem Punkt mit dem Abwarten recht .

        Jeder mit ein wenig Verstand hat nicht erwartet das Intel eine Grafikarte bringt die sofort rund läuft , und Nvidia oder Amd ernsthaft Konkurrenz macht .

        Intel wird weiter an Hardware und Software feilen die Ressourcen dazu haben sie .

        Kann mir gut vorstellen das in ein bis zwei Jahren Intel nicht weit weg ist , zumindest von Amd
      • Von Firestar81 Software-Overclocker(in)
        Damit sollte Intel endlich mit der 3090Ti gleichziehen! Gut gemacht Raja!!!
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