Neues aus der Bundesrepublik der 1970er-Jahre: Deduktionsspiel über Terror und Konflikte
Im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung arbeitet ein Berliner Indie-Studio an "Soko 1977: Anti-Terror Task Force", welches die gesellschaftspolitischen Konflikte der 1970er-Jahre in der Bundesrepublik Deutschland thematisiert.
Wer die gesellschaftspolitische Vergangenheit Deutschlands in Videospielen erleben möchte, findet bei Paintbucket Games womöglich das, was er sucht. Das Berliner Indiestudio, gegründet von zwei ehemaligen AAA-Entwicklern, macht in seinem neuesten Werk "Soko 1977: Anti-Terror Task Force" die schwierige gesellschaftspolitische und durch Terror geprägte Lage der 1970er-Jahre zum Thema. Das Projekt wurde im Auftrag der bpb, der Bundeszentrale für politische Bildung, in Auftrag gegeben. Auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, geht es in dem Spiel um die Terrorakte der Roten Armee Fraktion.
Die turbulenten 1970er-Jahre der BRD im Spiel verarbeitet
Die Nichterwähnung der Rote-Armee-Fraktion hat aber einen Grund, denn das "historisch-politische" Deduktionsspiel ist rein fiktiv. "Es ist keine Nacherzählung der realen Geschichte, sondern nutzt fiktionalisierte, historisch plausibel gestaltete Szenarien, um zur Auseinandersetzung mit staatlichem Handeln, Demokratie und Extremismus anzuregen", erklären die Verantwortlichen zu Soko 1977: Anti-Terror Task Force.
Laut Paintbucket Games übernehmen Spieler in dem mit Roguelike-Elementen gespickten Titel die Leitung einer Polizei-Sonderkommission (Soko) in der BRD der 1970er-Jahre. Spieler müssen dabei diverse polizeiliche Aufgaben ausführen. Dazu sollen das Aufdecken terroristischer Strukturen, das Identifizieren von Verdächtigen und das Koordinieren von Einsätzen zählen. Zeitdruck, begrenzte Informationen und das Abwägen von Risiken sollen diese Arbeit erschweren.
Soko 1977 setzt dabei auf das Konzept der prozeduralen Generierung; jeder Spieldurchlauf bringe demnach eine neue Ermittlungsgeschichte mit unterschiedlichen Herausforderungen. Wie Paintbucket Games erklärt, werfe das Spiel zudem zentrale moralische Fragen auf:
- Wie weit darf der Staat zur Wahrung der Sicherheit der Bürger gehen?
- Welche Maßnahmen sind legitim?
- Und wo verlaufen die Grenzen rechtsstaatlichen Handelns?
Nach Through the Darkest Times, The Darkest Files und Beholder 3 kommt aus der Feder von Paintbucket Games also das nächste historische und hochpolitische Spiel, welches auf Steam verfügbar werden soll. Der Release ist derzeit für Anfang 2027 geplant.
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Quelle: Paintbucket Games / bpb

Es steht im übrigen jeden Frei das Land zu verlassen.
Klingt für mich nicht nach einem Privatverein/unternehmen...
Demokratie gibt es hier nur noch einseitig vom Staat vorgeschrieben, der Bürger muus nur funktionieren.
Vergangenheit bezüglich unseres Hobbys an Weisheiten erlaubt hat, erwarte ich Null, Nada, Nikese, Nüschts....
Vergangenheit bezüglich unseres Hobbys an Weisheiten erlaubt hat, erwarte ich Null, Nada, Nikese, Nüschts....