Retro-RTS DORF: Crowdfunding erfolgreich - mit 3D-Sprites und zerstörbarer Umgebung
Das Retro-RTS-Spiel DORF begleitet PCGH seit 2023, nun hat das kleine Entwicklerteam seine Crowdfunding-Kampagne über Kickstarter ins Leben gerufen und ist damit bereits erfolgreich.
Toller Erfolg für die Entwickler von DORF Real-Time Strategic Conflict auf Kickstarter: In weniger als einem Tag ist das Basisspiel, für das 85.000 US-Dollar an Einnahmen benötigt wurden, bereits Realität. Unterstützt wird das klassische RTS vor allem von Spielern aus den USA und Deutschland.
Aufbau und Zerstörung als Konzept
Das PC-Spiel (GoG und Steam) nimmt klassische RTS-Spiele aus den 90er-Jahren zum Vorbild, erweitert diese aber um neue Mechanismen wie den Aufbau einer Ressourcenlogistik bis hin zur Verformung und Zerstörung des Geländes durch Waffen und Bauwerke. Der RTS-Titel bietet Land-, Luft- und Seekämpfe sowie drei einzigartige Fraktionen. Man schlüpft dabei in die Rolle eines von drei Kommandanten: "der unterdrückerischen und autoritären Union der Imperialen Staaten, der hochtechnisierten, weltraumgestützten Streitkräfte des Kollektivs oder der unnachgiebigen Ödlandkämpfer der Warbands".
Das Herzstück des Gameplays von DORF sei "die Dualität von Aufbau und Zerstörung". Man errichtet eine Basis, erweitert die Rohstoffgewinnung, motiviert die lokale Bevölkerung und stellt mehr Truppen und Kriegsmaschinen auf, um die Feinde zu vernichten, so die Entwickler. Neben einer storybasierten Einzelspieler-Kampagne für jede spielbare Fraktion gibt es einen Online-Multiplayer gegen bis zu acht Freunde oder Fremde bzw. gegen den Computer.
Screenshots zum Retro-RTS DORF
Verrückte Einheiten und 3D-Sprites
Weitere Elemente von DORF umfassen eine Vielzahl "verrückter Einheiten", von Panzern mit mehreren Geschütztürmen über riesige Zeppelin-Bomber bis hin zu flammenspeienden Schrottkarren und psionischen Kriegern. Schlachtfelder seien nicht nur statische Levels, sondern "lebendige Orte, die dazu da sind, zerstört zu werden". Nahezu jedes einzelne Objekt lasse sich zerstören oder abbauen. Versprochen werden auch ein benutzerfreundlicher Karteneditor, Tools zur Level-Programmierung und die Veröffentlichung des Quellcodes der Engine.
Grafisch besonders sind die verwendeten 3D-Sprites. Isometrische 2D-Grafik habe für die Entwickler schon immer eine gewisse Faszination ausgeübt, da sie eine Art Diorama-Charakter habe. Um die technischen Einschränkungen, die eine solche Engine mit sich bringt, zu umgehen, habe man Sprites entwickelt, die sich drehen können, "als wären sie 3D-Objekte, und die mit Echtzeit-Lichtquellen interagieren können". Mithilfe eines speziellen Shader-Systems benötige das Spiel nur eine relativ geringe Anzahl vorgerenderter Sprites für jeden Winkel und könne die Zwischenbilder on the fly berechnen. Möglich seien auch komplexe dynamische Licht- und Schatteneffekte sowie Nebel und Dunst.
Die Kampagne auf Kickstarter geht noch bis Mitte April, diverse weitere Ziele umfassen Lokalisierungen, eine Koop-Kampagne oder spezielle Stimmen für alle Einheiten. Man hoffe, das Spiel eventuell schon 2027 final veröffentlichen zu können. Das Spiel an sich kostet in der Basisversion 25 US-Dollar.
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