Hunt: Showdown auf der E3 - Cryteks letzte Hoffnung?

Noch immer jagen wir in Cryteks Online-Shooter Hunt: Showdown Zombies und fiese Monster - doch jetzt müssen wir auch aufpassen, dass uns vier andere Teams nicht erwischen und uns um unsere Beute erleichtern.

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 26,99 €
Hunt: Showdown auf der E3 - Cryteks letzte Hoffnung?
Quelle: Crytek

Vor drei Jahren hieß Hunt: Showdown noch Hunt: Horrors of the Gilded Age. Damals arbeitete noch das Crytek-Studio im US-Bundesstaat Texas an dem Shooter, den wir in unserem damaligen E3-Bericht "eine B-Movie-Fassung von Left 4 Dead" nannten. Doch dann geriet Crytek in finanzielle Schieflage, schloss unter anderem auch den texanischen Außenposten und holte das Spiel zurück ins Mutterschiff nach Deutschland. Wir sahen uns auf der E3 2017 in Los Angeles an, was sich außer dem Namen noch alles geändert hat.

Fünf gegen fünf

Suchten 2014 noch vier Freunde in den Sümpfen von Louisiana nach einer Hexe, sind es heute sogar zehn Spieler. Allerdings sind sie in fünf Zweierteams aufgesplittet, jagen aber nach wie vor in den Gebieten der Welt nach Monstern, die nicht mal ein Anbieter von Pauschalurlauben in sein Reiseprogramm aufnehmen würde. Touristische Sehenswürdigkeiten müssen Sie in anderen Spielen ansteuern.

Die Hatz nach kleinen und großen Unholden lohnt sich dennoch, weil diese wertvolle Beute zurücklassen, die sich in klingende Münze verwandeln lässt. Der minimale Haken an der Sache: Im Extremfall sind alle fünf Teams Konkurrenten und wollen den maximalen Ertrag aus ihren Beutezügen einfahren - und können sich nicht nur gegenseitig die Monster abjagen, sondern auch auf der Lauer liegen, um ein erfolgreiches Duo auszuschalten und denen ihre Schätze abnehmen.

Nur kein Aufsehen erregen

In der uns auf dem E3-Stand von Crytek vorgespielten Demo schleichen wir uns mit einem Kollegen durch einen Sumpf und hören in der Ferne, wie ein anderes Team auf Zombies ballert. Gut - dann haben wir vor den beiden nichts zu befürchten. Wir nehmen eine Handvoll Gegner auseinander, die sich uns in den Weg stellen, aber huschen rasch weiter. Schließlich gibt es noch vier andere Teams, die unsere Schüsse gehört haben könnten.

Noch wissen wir nicht, wo sich unser Ziel befindet - hier hilft die Fähigkeit "Dark Vision", mit der wir die Umgebung nach Hinweisen absuchen können. Sie führt uns zu einem verlassenen Haus, in das wir zunächst eine Brandgranate schleudern, um die dort versammelten Monster geräuscharm auszuschalten. Im Haus bekommen wir eine weitere Vision unseres Ziels: eine Riesenspinne, die auf einem Dachboden herumwuselt.

Pfui Spinne!

Vor dem Generalangriff rüsten unser Kollege und wir uns noch mit Munition und anderen hilfreichen Gegenständen aus. Dabei können wir eins der anderen vier Teams jetzt nicht nur hören, sondern auch sehen. Aber auch diese beiden Beutejäger sind in einen Kampf verwickelt - mit einem anderen Team. "Wenn sie sich gegenseitig bekriegen, dann können wir ohne großes Aufsehen weiter", kommentiert unser Begleiter, bevor er damit beginnt, einige tollwütige Hunde zu erledigen.

Wir kümmern uns um ein paar Zombies und einen Zombie-Boss, dann sehen wir die Riesenspinne mit eigenen Augen. Nach kurzem, wilden Kampf ist sie besiegt - jetzt können wir sie bannen, wodurch wir ihre Beute an uns nehmen. Das dauert etliche Sekunden, und von nun an können uns die anderen Teams auf ihrer Übersichtskarte sehen und uns angreifen. Mit durchgreifenden Folgen, denn in Hunt: Showdown gibt es derzeit Permadeath: Wenn wir nach dem Ableben nicht rechtzeitig wiederbelebt werden, schließt unser Charakter für immer die Augen. Unser nächster Held erbt dann zwar Erfahrungsstufe und freigeschaltete Fähigkeiten, Waffen und Ausrüstungsgegenstände müssen jedoch neu gekauft werden.

Nichts wie weg!

Ein gegnerischer Angriff passiert in der Tat: Zwei Spieler greifen unseren Begleiter an, der vor dem Haus Wache hält, und schicken ihn auf die Bretter der Veranda. Wir eilen hinab und holen ihn zurück ins Leben, dann revanchieren wir uns bei einem der Angreifer, der nun seinerseits hilflos am Boden liegt. Natürlich kommt dessen Teamkollege ihm zu Hilfe, doch achtet nicht auf uns und unsere Gefährten - im Nu werden aus einem zwei besiegte Gegner.

Die ganze Ballerei lässt uns indes die Haare zu Berge stehen, denn noch sind mindestens zwei weitere Teams in der Nähe. Wir rennen daher nach abgeschlossener Bann-Aktion des Spinnenmonsters zum rettenden Ausgang. Der übrigens bei jeder Runde wie auch die Position der Monster und Gegner zufällig bestimmt wird, damit andere Spielern nicht einfach dort kampieren und auf Beute warten können. Wir hätten natürlich auch noch nach weiteren Zielen suchen und sie bannen beziehungsweise Jagd auf andere Teams machen können.

Bildergalerie

Fazit

Wer schon einmal in der Dark Zone von The Division unterwegs war, kennt das Gefühl von permanentem Verfolgungswahn: Kommen die Geräusche um die Ecke von anderen Spielern? Werden meine Teamkollegen ihre Waffen ziehen, mich umnieten und dann meine Beute an sich nehmen?

Dieses Gefühl stellt sich auch in Hunt: Showdown ein, wenn es zu einem lautstarken Schusswechsel kommt. Auch, wenn es für die Hunt-Designer aus Texas kein Happy End gab: Die neue Ausrichtung des Spiels hat es noch packender gemacht. Bleibt zu hoffen, dass es auch tatsächlich erscheint - und noch vor dem Jahr 2020.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SphinxBased
        Crytek steht für geile Grafik was sie auch wieder bietet. Das Gameplay passt auch und der Sound ist auch genial aber leider gibt's mal wieder überall Camper die dich gnadenlos aus nem fiesen Hinterhalt abknallen.Und das nicht nur einmal.Das macht keinen Spass!!!!Ein Game mit ner vernünftigen SP-Kampagne wäre mal wieder gut aber die Zeiten werden wir wohl nicht mehr erleben seit dem Crytek ja quasi Amazon gehört.
      • Von SphinxBased
        Crytek steht für geile Grafik was sie auch wieder bietet. Das Gameplay passt auch und der Sound ist auch genial aber leider gibt's mal wieder überall Camper die dich gnadenlos aus nem fiesen Hinterhalt abknallen.Und das nicht nur einmal.Das macht keinen Spass!!!!Ein Game mit ner vernünftigen SP-Kampagne wäre mal wieder gut aber die Zeiten werden wir wohl nicht mehr erleben seit dem Crytek ja quasi Amazon gehört.
      • Von Julian1303 BIOS-Overclocker(in)
        Naja, das Spielprinzip scheint recht interessant zu sein, wenn man sich da Gameplayvideo anschaut. Muß sagen haut mich jetzt aber nicht unbedingt vom Hocker. Insgeheim hätte ich gehofft das Crytek mit einem Crysis Reboot daher kommt, um an deren größter Erfolgsgeschichte anzuknüpfen. Zumal ein weiteres Crysis von sehr vielen Fans erbeten wurde, was Crytek ja gut und gerne ignoriert hat. Ich hätte mich auch gefreut, mag alle 3+1 Teile von Crysis und besitze auch alle. Ebenso wie Cryteks erstes erfolgreiches Spiel Far Cry, meiner Meinung anch kam kein weiteres Far Cry jemals da heran. Aber ist ja eben auch alles Geschmackssache. Werd auf alle Fälle Hunt:Showdown eine Chance geben, wenn es wirklich gut wird warum nicht.
      • Von Placebo BIOS-Overclocker(in)
        Das klingt ja nach dem ersten mechanisch interessanten Spiel von Crytek seit der Erfindung des Nanosuits.. und der feiert dieses Jahr den 10. Geburtstag
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