Hitman 3 im Benchmark-Test: Die wohl besten Non-Raytracing-Spiegelungen

Mit Hitman 3 steht seit dem 21. Januar das furiose Finale der Killer-Simulation im Handel - ein Jahr exklusiv bei Epic Games. PCGH hat sich erneut auf Weltreise begeben und Technik-Impressionen mitgebracht, natürlich inklusive zahlreicher Benchmark-Souvenirs. Vorweg: Schöner, flüssiger und vielseitiger war das Hitman-Handwerk noch nie, technisch gibt es nur wenig Anlass für Kritik.

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Hitman 3 im Benchmark-Test: Die wohl besten Non-Raytracing-Spiegelungen
Quelle: PC Games Hardware

Hitman 3 aus dem Hause IO Interactive markiert den Abschluss der 2016 neu gestarteten "Killerspiel"-Trilogie. Erneut verschlägt es Agent 47 an internationale, sehr abwechslungsreiche Schauplätze, welche eine fantastische und an James Bond erinnernde Atmosphäre versprühen. Welche Hardware für Hitman 3 genügt, prüft PCGH im Benchmark-Test. Einen Test des eigentlichen Spiels mit ausführlichen Abhandlungen zum Gameplay und dessen Unterschieden im Vergleich zu den Vorgängern lesen Sie bei den Kollegen der PC Games.

Hitman 3 im Technik-Test: Jetzt ausschließlich mit DirectX 12

Für Hitman 3 setzen die dänischen Entwickler von IO Interactive erneut auf ihre hauseigene Glacier-Engine. Diese kam unter anderem bereits bei Hitman 1 (2016) und Hitman 2 (2018) zum Einsatz - und beherrschte schon beim ersten Teil den Umgang mit der Lower-Level-Schnittstelle DirectX 12. Das heißt, fast, denn der Hitman war an seinen Anfangstagen mit DX12 sehr wacklig auf den Beinen. Die stetige Weiterentwicklung mit neu veröffentlichten Episoden brachte fast nur Gutes, darunter eine gewaltige Prozessor-Entlastung, welche zu Fps-Gewinnen von bis zu 60 Prozent führte. Dennoch entschied man sich bei IOI dazu, Hitman 2 zunächst ohne DX12-Support antreten zu lassen. Niedrige Bildraten bei komplexen Szenen mit großen Menschenansammlungen, für die das Spiel bekannt ist, waren unumgänglich. Auch hier folgten Updates und eine Rückkehr von DirectX 12 - ohne die großen Probleme, aber auch ohne durchgängige Leistungsverbesserungen. Die Hardware-nähere Programmierung hilft in Hitman 2 primär schwachen Prozessoren auf die Beine, eine GPU-Entlastung durch Asynchronous Compute ist nur bei wenigen Grafikchips messbar.

Seit Hitman 2 waren die Dänen nicht untätig, die Glacier-Engine erfuhr eine deutliche Überarbeitung. Das Ergebnis kann nun in Hitman 3 bestaunt werden: DirectX 11 ist endgültig Geschichte, das Finale um den kahlköpfigen Agenten läuft nunmehr ausschließlich unter DirectX 12. Man ist sich seiner Sache offenbar sicher und tatsächlich ist auch PCGH von der virtuellen Weltreise sehr angetan. Hitman 3 sieht gut bis sehr gut aus, geht trotz schmucker Texturen effizient mit dem Grafikspeicher um, läuft bereits auf Vierkern-Prozessoren gut, kann jedoch auch moderne 16-Kern-Boliden auslasten. Dazu gleich mehr in den Benchmarks.

Der Wechsel auf DirectX 12 ermöglicht auch fortschrittliche Funktionen wie Raytracing und Variable Rate Shading. Während sich Ersteres noch in der Mache befindet, können Besitzer einer kompatiblen Grafikkarte bereits Variable Rate Shading (VRS) in zwei Stufen aktivieren, um die Bildrate zu erhöhen. Nutzbar ist VRS auf Radeon-Grafikkarten der RX-6000-Reihe sowie auf allen Geforce-Modellen seit GTX 16 und RTX 20. Die Idee dahinter ist, dass farblich unauffällige Bildbereiche (etwa eine schwarze Wand) nicht mit voller Auflösung berechnet wird, sondern beispielsweise nur jedes vierte Pixel. Bislang gibt es nicht ein Spiel, das VRS überzeugend umsetzt. Ob es Hitman 3 gelingt, offenbart der folgende Vergleich, einmal an einer hellen Szene, einmal in einem dunklen Areal:

Der aggressivste Modus "Leistung" (Performance) steigert die Bildrate zwar um zweistellige Prozentwerte, allerdings ist der Schwund klar sichtbar. Der Modus "Qualität" (Quality) hingegen fällt optisch nicht ins Gewicht, steigert die Bildrate aber auch nur minimal. Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als den Sinn von Variable Rate Shading weiter infrage zu stellen. Das Verfahren eignet sich nicht, um detaillierte Spiele zu beschleunigen, der Qualitätsverlust ist zu groß. Sinnvoll erscheint uns VRS hingegen bei Rennspielen, in denen Randbereiche schnell und mit einem Unschärfeeffekt am Spieler vorbeirauschen, sodass hier beinahe unsichtbar Einsparungen vorgenommen werden können.

Hitman 3 im Technik-Test: Tolle Grafik, sehr tolle Spiegelungen

Grafisch entspricht Hitman 3 einer nochmals verbesserten Version des bereits sehr ansehnlichen Hitman 2. Details zu den Technik-Innereien haben die Entwickler nicht veröffentlicht, daher verlassen wir uns einstweilen auf unsere Augen. Zu den Highlights zählt im wahrsten Sinne des Wortes die Beleuchtung mit einem sehr deutlichen globalen Ansatz (GI) und glaubhafter Materialdarstellung dank Physically Based Rendering (PBR). Außerdem punktet die Hitman-Reihe seit Teil 2 mit durchaus beeindruckenden Echtzeit-Spiegelungen, die auch Auswirkungen auf das Gameplay haben. So lassen sich beispielsweise Feinde in Fensterscheiben erkennen, welche hinter der Spielfigur patrouillieren. IO Interactive setzt dazu keineswegs auf modernes Raytracing, sondern eine clevere und zu jeder DX12-Grafikkarte kompatible Eigenbau-Lösung: Wie in Hitman 2 kommt auch in Hitman 3 eine - laut unserem Kenntnisstand - Render-To-Texture-Methode zum Einsatz, bei der die komplette Szene nochmals berechnet und dann auf eine Textur projiziert wird. Dieses Abbild ist aus Performance-Gründen nicht so hochauflösend wie der Rest der Szene, doch das ist beim Echtzeit-Raytracing genauso. Tatsächlich bietet die Lösung in Hitman 3 die Immersionsvorteile von Raytracing, ohne temporale Schmier-Artefakte zu zeigen. Ergänzt werden die Spiegelungen durch günstige Screenspace Reflections (SSR), etwa auf Wasseroberflächen, sowie Planar Reflections, unter anderem bei frisch gewienerten Böden.

<strong>Hitman 3 im Techniktest (</strong>Bilder: DCI-4K, maximale Details, downsampled @ 1440p) (7) Quelle: PC Games Hardware

Hitman 3 im Technik-Test: Impressionen aus dem Spiel

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Hitman 3 - Technik und Hintergründe
  2. Seite 2 Hitman 3 - CPU- und GPU-Benchmarks
    • Kommentare (119)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Chronik Freizeitschrauber(in)
        Hey hey und guten Abend,
        danke für deine Antwort, lohnt sich der Umstieg auf einen Ryzen 9 5900X zu einen Ryzen 7 5800X? In diesem Game vermutlich nicht aber wie siehts in der Zukunft aus (also bei anderen Games )?
      • Von Chronik Freizeitschrauber(in)
        Hey hey und guten Abend,
        danke für deine Antwort, lohnt sich der Umstieg auf einen Ryzen 9 5900X zu einen Ryzen 7 5800X? In diesem Game vermutlich nicht aber wie siehts in der Zukunft aus (also bei anderen Games )?
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Was verstehst du daran denn nicht? Zwischen dem 5600X und dem 5900X liegen gerade einmal 14% bei den min.fps. Der 5800X wird dazwischen liegen, also vermutlich bei ca. 106 - 110 fps.
      • Von Chronik Freizeitschrauber(in)
        Huhu, ich stehle mir gerade einen neuen Rechner zusammen und habe als CPU den Ryzen 7 5800X und Rxzen 9 5900 X zur Auswahl! Irgendwie verstehe ich die Frametimes von HItman 3 - Tabelle (AMD) nicht so ganz. Kann mir die mal jemand erklären! Irgendwie fehlt mir da auch der Ryzen 7 5800X, und war nicht der Ryzen 7 5800X zugar früher auf den Markt als der Ryzen 9 5900X?
      • Von Xzellenz Software-Overclocker(in)
        Die Glacier-Engine muss sich auch heute noch nicht verstecken. Sehr schön und imposant in Szene gesetzt, dafür dass das Grafikgerüst trotzdem schon etwas in die Jahre gekommen ist, hat ja bald fünf Jahre auf dem Buckel. Ich hoffe IOI zeigt mit dem Spiel um James Bond wo die grafische Reise mit Hitman hingeht.
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Die Platzierung der RX 5700XT ist recht überraschend
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