Razer Manowar - Kabelloses Oberklasse-Headset im Test
Das Razer Manowar ist ein kabelloses Headset mit einem großen Funktionsumfang, praktischer und intuitiver Bedienung und einfacher Konnektivität. Trotz großer Ausmaße ist der Komfort zudem hoch und das Manowar ist auch nach stundenlangen Spiele-Sessions sehr angenehm zu tragen. In diesem Einzeltest gehen wir ausführlich auf das Gerät ein.
Auf dieser Seite
Ob das martialisch benannte Razer Manowar uns nominell eher an ein englisches Kriegsschiff, eine Heavy Metal Band, ein Rennpferd oder eine Qualle erinnern soll, konnten wir bislang nicht zweifelsfrei klären, im Test zeigen sich aber einige durchaus bemerkenswerte Qualitäten des kabellos betriebenen Razer-Flaggschiffs.
Razer Manowar - Design, Verarbeitung und Komfort
Alles an dem Razer-Headset wirkt groß - die riesigen, üppig mit weichem Memory-Foam gefütterten Ohrpolster aus Kunstleder lassen sich dank eines cleveren Befestigungssystems einfach abnehmen und geben dann den Blick auf die großen 50-mm-Neodym-Treiber frei. Die runden und mit jeweils einem farbig beleuchteten Razer-Logo versehenen Hörermuscheln im halboffenen Design bieten dabei auch Lauschern im Prinz-Charles-Format reichlich Platz. Der breite Kopfbügel ist segmentiert und erhält durch diese Bauform eine gewisse Flexibilität, allerdings wirkt das Headset an Bügel und Höreraufhängung trotz des generell großzügigen Materialeinsatzes filigran und unseres Erachtens bruchgefährdet, sollte das Manowar ein wenig hemdsärmlig behandelt werden. Der Hinweis aus dem Handbuch, das Headset nicht übermäßig zu belasten und bei der Handhabung ein wenig mit Bedacht vorzugehen, erscheint uns durchaus beachtenswert.
Quelle: PC Games Hardware
Die Beleuchtung kann in der Razer Synapse Software nach Belieben angepasst oder auch ausgeschaltet werden.
Dank der üppigen Dimensionierung des Bügels, der Ohrpolster und Hörermuscheln sitzt das Razer Manowar trotz des nicht ganz unbeträchtlichen Gewichts von 375 Gramm sehr bequem auf dem Kopf, das Gewicht verteilt sich gut, das Headset schließt die Ohren des Nutzers mit sanften Druck ein und wird selbst bei längerem Tragen nicht störend. Auch Brillenträger können das Razer Manowar bei Gefallen in Betracht ziehen, die sehr weichen Ohrpolster und der geringe Anpressdruck erlauben trotz der häufig problematischen Brillenbügel einen hohen Komfort. Das halboffene Design der Hörmuscheln lässt zudem etwas Luftzirkulation zu, somit dringen einige gedämpfte Außengeräusche ins Innere, ganz abgeschottet sind Sie beim Tragen des Headsets also nicht. Zudem erlaubt die halboffene Bauweise einen Temperaturaustausch, allzu heiße Ohren sind trotz der üppigen Kunstlederpolster also nicht zu erwarten.
Bildergalerie
Razer Manowar - Bedienelemente und Software-Features
An der rechten Hörermuschel befindet sich der kleine 2,4-GHz-USB-Funkdongle in einer Aussparung - das mag für den Transport des Headsets ganz praktisch sein, für alle anderen Umstände erscheint uns diese Funktion etwas befremdlich, schließlich steckt der Dongle im Normalfall wohl eher im USB-Anschluss des PCs beziehungsweise in der beiliegenden USB-Verlängerung, der Steckplatz bleibt frei und dient nun wohl am ehesten als Sammelplatz für diversen Schmutz. Aber über diesen Punkt lässt sich ohne allzu viel Mühe hinwegsehen, denn das Setup des Razer Manowar ist erfreulich unkompliziert und die Bedienelemente, die sich ebenfalls an den Hörermuscheln befinden, machen die Handhabung des Geräts spielend einfach. Für den einfachen Stereo-Betrieb an PC oder Playstation 4 genügt es, den Dongle in einem freien USB-Steckplatz zu platzieren und dann in den Windows Audioeigenschaften die Wiedergabe auf das Headset zu legen. An der rechten Hörmuschel des Headsets befindet sich der Ein-/Ausschalter, hier können Sie mit einem Drehregler die Lautstärke des versenkbaren Mikrofons steuern oder es mit einem Klick auf den Drehschieber stummschalten. Hier ist außerdem ein Mini-USB-Anschluss zum Laden des integrierten Akkus angebracht, wobei ein Betrieb mit Kabel nicht vorgesehen ist, das Headset schaltet sich beim Laden ab. An der rechten Hörermuschel befindet sich ein weiterer Drehregler für die Wiedergabelautstärke. Die Kontrollelemente sind intuitiv zu bedienen und in alltäglichen Gebrauch sehr praktisch. Wenn Sie die zusätzlichen Features des Razer Manowar nutzen wollen, müssen Sie das Gerät am PC angeschlossen haben sowie die Software Razer Synapse nutzen - an der Playstation 4 ist das nicht möglich, hier können nur die Standard-Einstellungen sowie reiner Stereoklang ohne virtuellen Surround genutzt werden.
Die Razer-Software vereint neben der ordentlich funktionierenden und auch für herstellerfremde Geräte nutzbaren, virtuellen 7.1-Simulation via Razer Surround auch eine Bassverstärkung, eine Normalisierung, die auf Wunsch den Dynamikumfang und damit starke Lautstärkeschwankungen reduziert, eine Sprachverbesserung sowie eine Lautstärkeanpassung für den eingehenden Chat-Verkehr und diverse Mikrofoneinstellungen. Diese beinhalten eine praktische Monitorfunktion, mit dem sich die eigene Stimme abhören lässt und so das Aufspüren der passenden Einstellungen bei Lautstärke, Empfindlichkeit sowie der Rauschunterdrückung vereinfacht. Im Lautstärke-Mixer kann jede laufende Anwendung, welche Ton ausgibt, für sich gesondert gepegelt werden, zudem kann hier zwischen der Stereo-Ausgabe und dem virtuellen 7.1-Surround-Sound gewechselt werden, ebenfalls für jede Anwendung separat. Somit können Sie beispielsweise ein Spiel für Surround-Sound und ihren Medienplayer für die Stereoausgabe konfigurieren - praktisch! Einen ordentlich funktionierender Equalizer samt einiger gut konfigurierter Voreinstellungen gibt es obendrauf, außerdem können Sie die Beleuchtung der Razerlogos Ihren Wünschen nach anpassen (oder diese auch abschalten) und eine zusätzliche Bildschirmanzeige für Lautstärke und Mikrofon per OSD einblenden lassen.
Razer Manowar - Klang bei Spiel und Musik
Klanglich kann sich Razers Manowar durchaus hören lassen. Zwar ist das Headset kein echter Feingeist und spielt eher etwas gemütlich den hochdetailliert auf, dennoch wirkt das Klangbild angenehm voll. Der Bassbereich ist etwas hervorgehoben und lässt bei tiefen Frequenzen ein wenig Präzision vermissen, jedoch ist der Kickbass ausreichend knackig. Die Mitten gefallen durch eine natürliche Stimmwiedergabe und eine gute Räumlichkeit, allerdings mangelt es dem Manowar ein wenig an Spritzigkeit und Auflösung. Bei der Musikwiedergabe wirkt das Headset daher ein wenig zu zurückhaltend und verschlafen, um wirklich mitreißen zu können - Wenn Sie aber hauptsächlich Populärmusik mit relativ geringem Dynamikumfang hören, sind die musikalischen Fähigkeiten des Razer Manowar zufriedenstellend. Die namensverwandte Metalband hingegen klingt aufgrund der Bassbetonung und der zurückhaltenden Höhen im Bassbereich überfettet und träge, Becken und Snaredrums gehen im Klangbild etwas unter und die Gitarren lassen ein Quäntchen ihres rauen Charmes vermissen. Das Handanlegen beim Equalizer hilft etwas, doch so richtig spielfreudig wollen sich die großen 50-mm-Treiber einfach nicht einstellen lassen.
Beim Spielen kann das Manowar dank der recht hohen Räumlichkeit, dem voluminösen Tiefton sowie den leicht zurückgenommenen Höhen punkten. Letzterer Punkt kommt zwar der Ortung nicht entgegen, aber ein wenig mehr Lebendigkeit und Detail wäre durchaus nützlich, um Geräusche präziser zu orten. Dafür werden scharfen Zischlaute, lästig näselnde Mitspieler oder in Spielen nicht selten überbetonte Höhen entschärft, der Surround-Sound via Razer Surround funktioniert zudem gut, wenngleich wir für ein überzeugendes Mittendrin-Gefühl ein wenig an der Abstimmung herumspielen mussten. Generell überzeugt das Razer Manowar aber.
Razer Manowar - Fazit
Die große Stärke des Razer Manowar ist die Bequemlichkeit - kein Kabel nervt, der Anschluss via Dongle ist kinderleicht, die Beweglichkeit hoch, ebenso wie der Komfort beim Tragen des Geräts. Die angenehm weiche und großzügige Polsterung macht auch stundenlanges Tragen möglich, absetzen muss man das Headset nur in seltenen Fällen oder zum Laden des Geräts. Klanglich ist das Razer Manowar weder Feingeist noch Dynamiker, ist zum Spielen, Filmeschauen oder Hören von Populärmusik aber mehr als brauchbar. Das Design des Headsets ist zudem durchdacht, allerdings halten wir einige Elemente für etwas zu filigran gestaltet und dem harten Gaming-Alltag nur bei bedachtsamer Handhabung gewachsen. Etwas weniger Plastik wäre beim Preis von 200 Euro außerdem nett gewesen, auch wenn die meisten Kunststoffe eine ordentliche Qualitätsanmutung haben.
Razer Manowar - Testtabelle
| Produkt | Manowar |
|---|---|
| Hersteller | Razer (http://www.razerzone.com/de-de) |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | ca. € 200 / Ausreichend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1433439 |
| Art | Halboffen, ohrumschließend |
| Gewicht | ca. 375 Gramm |
| Abmessungen Ohrmuschel (HxBxT) | 10,5 × 10,5 × 2 cm |
| Impedanz | 32 Ohm |
| Ausstattung (20 %) | 1,8 |
| Anschlüsse | 2,4-GHz-Funk-Dongle (USB) |
| Bedienelemente | Mikrofon- und Laustärkeregler am Gerät, Stummschaltung, umfangreiche Software |
| Zubehör/Soundkarte | Soundkarte integriert, USB-Lade- und Verlängerungskabel |
| Eigenschaften (20 %) | 1,62 |
| Auffälligkeiten | Generell üppig dimensioniert, wirkt aber durch Materialaussparungen an belasteten Stellen bruchgefährdet. Angenehmes Kunstleder, sehr viel Plastik, anpassbare RGB-Beleuchtung |
| Ergonomie | Relativ schwer, sitzt aber sehr bequem, sehr gute Wireless-Reichweite |
| Verarbeitung | Keine Mängel |
| Leistung (60 %) | 1,91 |
| Spiele | Gut geeignet zum Spielen, Bass etwas zu dominant, einige Details zu stark im Hintergrund, Gute Ortung und Räumlichkeit |
| Musik | Für anspruchsvollere Musik etwas zu träge und detailarm, gute Eignung für Populärmusik |
| Filme | Gute Stimmwiedergabe und substanzielles, etwas detailarmes Klangbild mit guter Räumlichkeit |
| Klang | Recht starke Betonung des Tieftonbereichs mit Schwächen bei Präzision und Ansprechgeschwindigkeit. Ordentliche, etwas detailarme Mitten und zurückhaltende Höhen |
| Pegel | Pegelfest bis maximale Lautstärke |
| Stereo-Seperation/Surround | Gute Räumlichkeit und ansprechender Surround-Sound via Razer Surround |
| Aufnahmefunktion Mikrofon | Gutes Mikrofon samt optionaler Rauschunterdrückung und kräftiger Verstärkung |
| Endnote | 1,83 |
| F A Z I T | (+) Trotz Größe und Gewicht sehr angenehm zu tragen |
| (+) Viele Features und guter Spieleklang… | |
| (-) … mit Schwächen bei Dynamik und Detailabbildung |

habe ein ziemlich nerviges Problem. Wenn der akku meines Wireless Razer ManO'War Kopfhörer bei 20% ist, bringt mich die anzeige während des spielens auf den Desktop. Total nervig. Bei Synaps gibt es nirgendwo eine Option für die Akkuanzeige.
Hat jemand auch so ein problem
Nur der Markt gibt wirklich nix her.
Ich meine, halbwegs gescheite Kabelgebundene Kopfhörer fangen so bei 180€ an,
Mikrofone für bissel besseres TS tut's was ab 50,- aufwärts. (Außer sie werden größer, aber das fällt für Gaming ja raus)
Das ganze noch Wireless in guter Qualität müsste im Bereich 300€ aufwärts liegen.
Und was gibt's da? Nix. Schade.
Wenn dann nur im Intercomm Bereich, da habe ich aber wieder weitere Hardware unterm'm Tisch stehen und muss 4-Stellig ausgeben,
für die Arbeit ok, für's Gaming too much.
So entschied ich mich damals für die Creative Tactics für weit unter 100,- EUR. (Die Teureren Modell haben identische Technik, ergo Unsinn)
Für bissel Spielen tut's das. für bissel "Hauptsache-man-versteht-was-TS" mit Kollegen auch geraaade so. Aber das war's dann auch schon.
Durch eine Türe in den 2ten Raum, kann ich circa eine Strecke von 10m überbrücken, also Kaffee holen geht noch
Nope. Ich gehöre noch nicht zu den Leuten, die alles von Razer grundsätzlich verdammen (z.B. schätze ich die Razer Deathadder sehr, kann man vor allem auch problemlos ohne Synapse-Schrott nutzen
kann man erfahren welche Samplingrate (und Bittiefe) das Mikrofon, bzw Sender/Empfänger maximal unterstützt?
Das Mikro des günstigen Creative-Headsets (Tactics) ist auch net sooo schlecht, jedoch wird es massiv beschnitten, da der Sender nur maximal 8kHz unterstützt.