Gaming-Headsets 2026: Die Mittelklasse von 70 bis 150 Euro
Headsets für Gamer im Test - Wie viel Geld geben Sie für Ihre Ohrschmeichler aus? Wenn es zwischen 70 und 150 Euro sind, dann sind Sie hier richtig.
In diesem Artikel
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Gaming-Headsets 2026: Die Einstiegsklasse bis 70 Euro
- 1.1 Cooler Master CH331
- 1.2 Sharkoon B2
- 1.3 AOC GH200
- 1.4 Sharkoon Skiller SGH50
- 1.5 Surefire Harrier 360
- 1.6 Turtle Beach Recon 500
- 1.7 Asus Strix Go Core
- 1.8 Roccat Elo X
- 1.9 Corsair HS35
- 1.10 Turtle Beach Battle Buds In-Ear Headset
- 1.11 Turtle Beach Earforce Atlas One
- 1.12 Sharkoon Skiller SGH2
- 1.13 Logitech G231 Prodigy
- 1.14 Patriot Viper V360
- 1.15 Sharkoon Skiller SGH1
- 1.16 Lioncast LX50
- 1.17 Roccat Renga
- 1.18 Sharkoon H10 Headset
- 1.19 Bitfenix Flo
- 1.20 Asus Cerberus
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Gaming-Headsets 2026: Die Mittelklasse von 70 bis 150 Euro
- 2.1 Hama Urage Soundz 900 DAC
- 2.2 JBL Quantum 610 Wireless
- 2.3 Corsair HS65 Surround
- 2.4 HyperX Cloud II Wireless
- 2.5 Corsair HS80 RGB Wireless
- 2.6 Epos H3 Hybrid
- 2.7 Beyerdynamic MMX 150
- 2.8 Audio-Technica ATH-GDL3
- 2.9 Roccat Syn Pro Air
- 2.10 Microsoft Xbox Wireless Headset
- 2.11 MSI Immerse GH50
- 2.12 Cooler Master MH751
- 2.13 Qpad QH-92
- 2.14 Roccat Elo 7.1 Air
- 2.15 Qpad QH-700
- 2.16 Cooler Master MH670
- 2.17 Asus ROG Cetra
- 2.18 Hörluchs HL 1012
- 2.19 HyperX Cloud Stinger Wireless
- 2.20 Steelseries Arctis 1 Wireless
- 2.21 HyperX Cloud Alpha
- 2.22 Turtle Beach Earforce Atlas Elite
- 2.23 Roccat Khan Pro
- 2.24 Logitech Pro Gaming Headset
- 2.25 Corsair HS70 Wireless
- 2.26 Corsair Void RGB Wireless
- 2.27 Creative Sound Blaster X H7 Tournament Edition
- 2.28 Teufel Cage (altes Modell, End of Line)
- 2.29 Logitech G533 Wireless
- 2.30 Steelseries Arctis 5
- 2.31 Epos | Sennheiser GSP 350
- 2.32 Roccat Cross
- 2.33 Asus Strix Wireless
- 2.34 Creative Sound Blaster X H5
- 2.35 HyperX Cloud 2
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Gaming-Headsets 2026: Produkte für Anspruchsvolle ab 150 Euro
- 3.1 Steelseries Arctis Nova Pro
- 3.2 JBL Quantum 910 Wireless
- 3.3 Nacon RIG 800 Pro HD Wireless
- 3.4 Razer Barracuda Pro
- 3.5 Asus ROG Delta Wireless
- 3.6 HyperX Cloud Alpha Wireless
- 3.7 Audeze Penrose
- 3.8 Master & Dynamic MG20
- 3.9 Ultrasone Meteor One
- 3.10 Hyper X Orbit S
- 3.11 Epos H6 Pro
- 3.12 Asus ROG Fusion II 500
- 3.13 Razer Kraken V3 Pro
- 3.14 Corsair Virtuoso XT RGB Wireless
- 3.15 Qpad QH-900
- 3.16 Asus ROG Delta S
- 3.17 Razer Blackshark V2
- 3.18 Steelseries Arctis Pro Wireless
- 3.19 Steelseries Arctis 9 Wireless
- 3.20 Steelseries Arctis Pro + Game DAC
- 3.21 JBL Quantum One
- 3.22 Astro A50 Wireless mit Basestation
- 3.23 Logitech G Pro X Wireless
- 3.24 HyperX Cloud Mix
- 3.25 Epos | Sennheiser GSP 670 Wireless
- 3.26 Audio-Technica ATH-G1
- 3.27 Corsair Virtuoso RGB Wireless SE
- 3.28 Logitech G935 Wireless
- 3.29 Asus ROG Delta
- 3.30 Epos | Sennheiser GSP 500 & 600
- 3.31 Beyerdynamic Custom Game
- 3.32 Beyerdynamic MMX 300 (Generation 2)
- Seite 4 Gaming-Headsets 2026: Kaufberatung, Kaufkriterien
- Seite 5 Bildergalerie
In dieser Preisklasse tummeln sich viele der typischen Gaming-Headsets bekannter Hersteller wie Razer, Steelseries oder Turtle Beach, die größtenteils mit USB-Soundkarte, Zusatz-Features wie wählbarer Beleuchtung und häufig auch virtuellem Surround ausgestattet sind. Trotz höherem Preis ist allerdings nicht garantiert, dass diese Headsets besser klingen als beispielsweise das deutlich günstigere Bitfenix Flo. Denn häufig haben diese Headsets eine sehr ausgeprägte, ausgesprochen basslastige Abstimmung. Das mag für Spiele in Ordnung gehen, wer jedoch mit dem Headset auch Musik hören will, sollte ein weniger stark verfärbendes Klangbild bevorzugen. Wir haben Empfehlungen für beide Geschmäcker.
Hama Urage Soundz 900 DAC
(Abnehmbare USB-A-Soundkarte, 3,5 mm Klinke)
Das Urage Soundz 900 DAC ist ein angenehm leichtes Gaming-Headset mit Klinke und USB-Soundkarte, aber etwas veralteter Philosophie. Unter der Gaming-Marke Urage bietet Hama eine Reihe Headsets an, darunter das Top-Modell Soundz 900 DAC. Dieses kommt mit zusätzlicher USB-Soundkarte, die an das feste Klinkenkabel des Headsets angesteckt werden kann. Innerhalb sitzt ein kleiner C-Media-Soundchip, der dem Headset außerdem eine ganze Fülle Software-Features auf Basis des Xear Audio Centers beschert: Neben einem 10-Band-Equalizer etwa virtuellen Surround, Sprachverbesserungen für einkommendes Audio sowie das Mikrofon. An der USB-Soundkarte können auf Knopfdruck drei weitere EQ-Profile gewählt werden. Das "Music"-Profil ist das ausgewogenste, "Game" hebt insbesondere die Höhen, das Film-Preset den Bass stark an. Letzteres ist höchstens bei niedrigen Lautstärken zu gebrauchen, da das Headset sonst zu Verzerrungen bzw. Kompression im Bassbereich und somit Störgeräuschen neigt. Der Sound ist "typisch" Gaming-Headset, allerdings nach Altvater Sitte und betont Bass und Höhen stark, während die Mitten etwas schwächeln. Der Bass ist erfreulich kräftig und verfügt über einen satten Punch, klanglich gibt es in der Preisklasse allerdings Besseres. Auch die Materialanmutung wirkt angesichts der Konkurrenz teils billig, insbesondere die haptisch mäßigen und nicht immer sauber abschließenden Plastikteile der Hörer. Gut dagegen ist die Aufhängung aus Alu und der dank geringem Gewicht und luftdurchlässigen Polster hohe Komfort. Vor einigen Jahren wäre das Soundz 900 wohl attraktiver gewesen. Angesichts der Qualitäten, der etwas veralteten Software und klapprigen Plastikteilen wirkt der Preis im aktuellen Vergleich etwas zu hoch.
Quelle: PC Games Hardware
Hama Urage Soundz 900 DAC
JBL Quantum 610 Wireless
(2,4 GHz Funk, USB-C auf -A (zum Laden), 3,5-mm-Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Beim Thema Gaming-Headsets ist Kopfhörer-Spezialist JBL (bzw. Mutterkonzern Harman) ein noch relativ junger Kandidat. Doch natürlich können die Audio-Techniker und Designer aus einem großen Erfahrungsfundus schöpfen. Das JBL Quantum 610 Wireless kann merklich von diesem Umstand profitieren und bietet für die Preisklasse unter Berücksichtigung der kabellosen Verbindung eine Vielzahl von Qualitäten. Das Funk-Headset ist trotz üppiger Ausmaße sehr bequem, während die dicken, weichen Polster sauber abschließen und eine hohe passive Isolation bieten. Der Anpressdruck ist allerdings recht hoch, was insbesondere Brillenträger stören könnte - der größere Bruder, das Quantum 910 Wireless, sitzt trotz höherem Gewicht weniger straff.
Der Sound des Quantum 610 Wireless unterscheidet sich ebenfalls ein wenig vom größeren Bruder und ist etwas basslastiger und mehr auf Unterhaltung abgestimmt. Die unteren und oberen Frequenzen sind etwas betont, was dem Headset zu einem satten, doch erfreulich dynamischen und ob der geschlossenen Bauweise bemerkenswert räumlichen Klang verhilft und die Ortung in Spielen erleichtert. Das Quantum 610 bietet mit DTS und Quantum Surround zwei unterschiedliche Surround-Modi, jedoch keine Erstellung von Custom-HRTF-Profilen oder Headtracking wie die Topmodelle. Der Quantum Surround unterstützt die Ortung und Räumlichkeit in Spielen nochmals und kann generell gefallen. Sehr praktisch ist außerdem der Regler für den Chat-Mix, das Mikrofon verrichtet ebenfalls eine gute Arbeit und zeichnet gar etwas klarer als jenes des Quantum 910 auf, störende Echo-, Plosivlaute und scharfe Sibilanten werden zudem effektiv unterdrückt. Neben Gaming eignet sich das Quantum 610 Wireless dank des dynamischen, fülligen Sounds auch für den gehobenen Musikgenuss, kann mit dem knackigen, straffen Bass und reichlich EQ-Reserven auch Bassheads unterhalten und gefällt obendrein mit hoher Reichweite. Etwas lästig: Die Software JBL Quantum Engine verursacht auf dem Desktop eine recht hohe GPU-Last, welche für merkliche Takt- und Temperaturanstiege bei der Grafikkarte sorgt. Allerdings ist dies nur bei nicht minimiertem Fenster der Fall.
Quelle: PC Games Hardware
JBL Quantum 610 Wireless (2)
Corsair HS65 Surround
(USB-A, 3,5-mm-Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Cosairs jüngster Streich ist das auch äußerlich eher gediegen auftretende, per USB oder optional Klinke verbundene, schlicht HS65 getaufte Mittelklasse-Headset. In diesem Preissegment ist die Konkurrenz vielfältig und es gibt für Interessenten eine große Auswahl unterschiedlichster Geräte, doch kann das HS65 einige Akzente setzen. Zum einen wäre da die auffallend gute Verarbeitung und die Qualität der genutzten Materialien, zum anderen kann das günstige USB-Headset mit hohem Komfort, einem recht geringen Gewicht von etwa 280 Gramm und auch dem Sound punkten - mit einigen kleineren Abstrichen.
Das für ein üppig dimensioniertes USB-Headset erfreulich leichte HS65 sitzt angenehm auf dem Schädel, der breite, weich mit Kunstleder ummantelte und gepolsterte Bügel liegt gut auf und stützt das geringe Gewicht mit guter Anpassung an die Kopfform ab. Die ebenfalls üppig dimensionierten und an der Innenseite mit Microsuede ("Kunstwildleder") versehenen Kunstlederpolster legen sich großzügig um die Ohren und verhindern allzu schwitzigen Kontakt, der Anpressdruck ist ebenfalls gemäßigt. Die Aufhängung ist aus Aluminium-Druckguss und macht einen sehr stabilen, und durchaus hochwertigen Eindruck, der Bügel ist dank Federstahlkern elastisch und verträgt auch eine recht grobe Handhabung. Die beiliegende USB-Soundkarte kann abgenommen werden, etwa um das HS65 mobil und/oder am Smartphone, Steam Deck oder Tablet zu betreiben. Das hochklappbare Mikrofon ist indes fest, was den Einsatz unterwegs ein wenig torpediert. Die Ohrpolster lassen sich dank praktischer Arretierung einfach abnehmen (bzw. abdrehen), darunter verbergen sich die leicht angewinkelt stehenden 50-mm-Treiber.
Diese liefern - mit USB-Soundkarte und Standard-Equalizer - einen recht ansprechenden und noch relativ ausgewogenen Sound. Allerdings stehen Oberbass und die unteren Mitten, die für Stimmen und Ortung wichtigen oberen Mitten sowie die Höhen etwas im Vordergrund, wohingegen die Mitten generell und der Bass etwas zurückstehen. Ein Teil dieses Klangbilds geht offenbar auf die beiliegende USB-Soundkarte zurück, denn wenn wir das HS65 mittels Klinke an eine Soundkarte oder ein besseres Onboard-Audio samt Kopfhörerverstärker anschließen, so tönt das HS65 nicht nur lauter, sondern auch eine ganze Ecke fülliger - obendrein ist der Bass wesentlich voluminöser und verfügt über einen deutlich satteren Punch. Eventuell ist tatsächlich die Verstärkung der USB-Soundkarte ein wenig gering für das HS65, gerade der Tiefton benötigt vergleichsweise viel Leistung, während die oberen Frequenzen weniger energieintensiv ausfallen - ein Teil des etwas unbalancierten wirkenden Sounds geht Zulasten der USB-Soundkarte, nicht dem Headset oder den Treibern selbst.
Die USB-Soundkarte bringt allerdings virtuellen Surround via Dolby und einige durchaus interessante Features mit sich. So lässt sich für das Mikrofon eine nochmalige Verstärkung sowie eine regelbare Monitorfunktion nutzen, obendrein können Sie auf einen 10-Band-Equalizer sowie einige vorgefertigte Profile zurückgreifen oder Ihre eigenen erstellen. Für letzteres Unterfangen bietet die für das HS65 zum Einsatz kommende iCUE-4-Software ein weiteres, im Grunde sehr interessantes und nützliches Feature: Per SoundID können Sie den Klang des Headsets mithilfe einer Art Multiple-Choice-Quiz Ihren eigenen Wünschen anpassen. Zuerst wählen Sie aus einer Auswahl Musikschnipsel jenen, der am ehesten Ihren Musikgeschmack trifft. Daraufhin ändert SoundID nacheinander einzelne Frequenzen und lässt Sie darauf aus zwei Varianten wählen. Nach und nach entsteht so Ihr eigenes SoundID-Klangprofil. Ganz so viel Flexibilität wie der Equalizer, der beim Einsatz der SoundID deaktiviert wird, bietet Corsairs praktisches neues Feature allerdings nicht.
Quelle: PC Games Hardware
Corsair HS65
HyperX Cloud II Wireless
(Funk, USB-A-Dongle, USB-C-auf-A zum Laden, ohrumschließend, geschlossen)
Das HyperX Cloud II Wireless ist die Funk-Variante des außerordentlich beliebten HyperX-Headsets Cloud II. Die Gaming-Marke HyperX ging zwischenzeitlich von Kingston in den Besitz von Hewlett Packard über, allerdings vornehmlich, um HP mit der HyperX-Peripherie, darunter Mäuse, Tastaturen und eben Headsets, einen Zugang zur lukrativen Gaming-Sparte und einschränkend dem Konsolenmarkt zu gewähren, denn einige der Headsets, darunter auch das Cloud II Wireless, sind auch für Konsolenspieler interessant. An den eigentlichen Geräten - oder präziser, dem gesamten bisherigen HyperX-Line-up - ändert sich bislang abseits einiger Aufdrucke nichts. Die gewohnte HyperX-Qualität bleibt also auch nach der Übernahme erhalten. Und diese Qualität ist insbesondere bei einigen Headsets des Herstellers gut bekannt.
Selbst wenn Sie bislang noch keins der beliebten Cloud-Headsets von HyperX besessen haben, so sind Sie diesen mit einiger Gewissheit bereits begegnet. Cloud II und Cloud Alpha (insbesondere die kabelgebundenen Varianten) werden von vielen Spielern für Bequemlichkeit, saubere und qualitativ ansprechende Verarbeitung und den guten, volltönenden und kräftigen Sound gelobt, häufig in Foren - wie etwa unserem Sound-Unterforum - empfohlen und zieren obendrein viele Häupter von Youtubern und Streamern. Außerdem haben sich unter anderem Cloud II und Cloud Alpha natürlich in unabhängigen Tests behaupten können, nicht zuletzt bei der PCGH (siehe die kabelgebundenen Varianten des Cloud II und Cloud Alpha in dieser Marktübersicht).
Quelle: HyperX
Hyper Cloud II Wireless
Diese von den kabelgebundenen Versionen bekannten Qualitäten übernimmt auch das Cloud II Wireless. Cloud II und Cloud Alpha Wireless unterscheiden sich dabei trotz des auf den ersten Blick fast identisch wirkenden Äußeren. Bei genauerem Blick sind allerdings eine ganze Reihe Unterschiede festzustellen, insbesondere die Hörer und deren Aufhängungen sind beim Cloud Alpha etwas anders geformt und beim Alpha aufwendiger gefertigt. Die wahren Unterschiede verbergen sich allerdings unter der Haube. Die Treiber, wie diese verbaut wurden, die Abstimmung und die Technik unterscheiden sich beim Cloud II und Cloud Alpha. So nutzt das Cloud II etwas weniger detailliert, dafür "spaßiger", also weniger neutral und etwas bass- und höhen-betonte aufspielende 53-mm-Treiber, die zentral in einer einzelnen Resonanz-Kammer verbaut wurden. Das Cloud Alpha nutzt etwas hochwertigere, schräg verbaute 50-mm-Treiber, die zudem eine Doppelkammer nutzen, um die Frequenzen für Tief- und Mittelton getrennt zu tunen, während der Hochton auf direktem Wege in die Ohren des Nutzers dringen. Das Alpha bietet also den etwas ausgewogeneren Sound und spielt etwas detaillierter und klarer auf, der Klang des Cloud II ist dagegen etwas mehr auf Spiel und Spaß ausgelegt, das Headset ist zudem ein wenig günstiger gefertigt.
Weitere Unterschiede finden sich bei den Wireless-Modellen. Die Technik im Inneren unterscheidet sich - zumindest teilweise. Der sowohl im Cloud Alpha und Cloud II Wireless verbaute Polymer-Lithium-Ionen-Akku ist der gleiche und bietet 1.500 mAh bei 5.55 Volt. Indes unterscheidet sich der verbaute System-on-a-Chip, der beim Cloud Alpha deutlich moderner ausfällt und zu der weitaus längeren Betriebszeit von laut Hersteller 300 Stunden gegenüber den 30 des Cloud II sowie einer höheren Reichweite und Audioqualität beiträgt. Das Cloud II verbaut einen AV6302, einen im Grunde bereits rund ein Jahrzehnt alten SoC von Avnera, der unter anderem einen Prozessor, Low-Impedance-Verstärker, DSP (Audioprozessor etwa für einen Equalizer), USB-Controller und Batterie-Lade-System inkludiert und explizit für Wireless Gaming Headsets sowie den Betrieb an PC und Konsole optimiert wurde. Beide Geräte unterscheiden sich trotz des ähnlich wirkenden Äußeren also durchaus deutlich. Das HyperX Cloud II ist indes bereits ab rund 120 Euro erhältlich, ein noch erträglicher Aufpreis gegenüber dem Klinkenmodell. Nervig wie beim Cloud Alpha: Das mit knapp unter 60 cm beinahe lachhaft kurze Ladekabel, das (den technisch möglichen) Einsatz beim Laden Out-of-the-Box nahezu komplett unmöglich macht.
Corsair HS80 RGB Wireless
(Funk, USB-A auf -C, ohrumschließend, geschlossen)
Corsairs vergleichsweise unauffälliges und günstig bepreistes Funk-Headset HS80 verzichtet zwar auf edle Aluminium-Kleider und die Bluetooth-Verbindung, technisch sind sich HS80 und das Virtuoso aber relativ ähnlich. So verbaut das HS80 die gleichen (allerdings nicht handverlesenen) 40-mm-Treiber des High-End-Geschwisterchens, nutzt die gleiche, von Corsair patentierte Slipstream-Funk-Technologie und den gleichen Funk-Dongle (allerdings für das jeweilige Headset codiert). Auch Feature-seitig ähnelt das knapp 370 Gramm schwere HS80 dem Virtuoso stark. Ebenso wie dem XT-Modell spendiert der Hersteller dem HS80 außerdem eine lebenslange Lizenz für den objektbasierten Surround-Sound Dolby Atmos for Headphones (Windows 10 vorausgesetzt). Das Design ist jedoch grundverschieden und betonter auf Gaming ausgelegt als das life-stylische Virtuoso XT. Statt über den Kopfbügel liegt das HS80 mit einem anpassbaren, elastischen Kopfband auf, die Ohrpolster sind oval geformt, den menschlichen Lauschern nachempfunden, mit klassischem Schaumstoff statt Memory-Foam gepolstert und mit weichem Velour ummantelt. Der Bügel ist ob seiner Robustheit sehr flexibel, die belasteten Gelenke und Aufhängungen sind aus Aluminium - das HS80 ist sehr gut und stabil gefertigt. Das Headset kann statt Funk auch via USB betrieben werden, eine Klinkenverbindung bietet das HS80 dagegen nicht. Der Sound ist detailliert, voll und warm, basskräftiger und "spaßiger" als das etwas neutraler, klarer aufspielende Virtuoso XT. Das Mikrofon ist ebenfalls nicht ganz so optimal wie das des großen Bruders, der Wireless-Konkurrenz im Preisrahmen ist das HS80 aber mehr als gewachsen.
Quelle: PC Games
Corsair HS 80
Epos H3 Hybrid
(3,5 mm Klinke, Bluetooth - auch simultan, USB-C zum Laden, ohrumschließend, geschlossen)
Das Klinken-Headset Epos H3 hat uns bereits mit kräftigem Klang, hohem Komfort, einem guten Mikrofon und sauberer, stabiler Verarbeitung überzeugt. Das H3 Hybrid bietet neben Klinke eine USB-Verbindung, darüber hinaus kann sowohl separat als auch zugleich ein Audio-Stream via Bluetooth wiedergegeben werden. Das durch Hochklappen stumm schaltbare Mikrofon kann beim H3 Hybrid obendrein abgenommen werden; eine Abdeckung für die Magnet-Arretierung liegt bei, so kann das Headset unterwegs auch als Kopfhörer dienen. Ein weiteres, kleines, in der rechten Hörermuschel verbautes Mikrofon dient zur Telefonie unterwegs. Das H3 Hybrid präsentiert einen sehr klangstarken, kräftigen Sound, der die unteren Frequenzen relativ stark in den Vordergrund stellt, dabei aber ein sauberes, detailliertes und volles Klangbild liefert, in dem auch feinere Details nicht untergehen. Die Bluetooth-Verbindung überraschte uns beim Test durch einen sehr hohen maximalen Pegel sowie eine bemerkenswerte Reichweite von rund 30 Metern. Das Mikrofon zeichnet die Stimme gut verständlich, allerdings mit merklicher Kompression und einigen Artefakten auf. Dank USB-Verbindung und der Software Epos Gaming Suite können Sie neben dem Sound auch den Klang des Mikrofons beeinflussen, für welches Epos einen zweiten 10-Band-Equalizer sowie mehrere Profile anbietet - ein recht ungewöhnliches, aber durchaus nützliches Feature. Eine Monitor-Funktion wird außerdem angeboten. Weiterhin kann 7.1-Surround zugeschaltet werden, die Bluetooth-Taste mit einer zweiten Funktion belegt werden, etwa um Surround zu- oder abzuschalten.
Quelle: PC Games Hardware
Epos H3 Hybrid
Beyerdynamic MMX 150
(USB, ohrumschließend, geschlossen)
Auch der in erster Linie für Hifi-Kopfhörer bekannte Hersteller Beyerdynamic hat neue Headsets im Angebot. Die neuen MMX-Geräte um das Klinkengerät MMX 100 und die von uns an dieser Stelle getestete USB-Variante MMX 150 sind in erster Linie für Spieler entwickelt - und etwas weniger auf Hifi-Audiogenuss wie der große Bruder MMX 300 respektive die bekannten Kopfhörer des Heilbronner Audiospezialisten. Anders als das MMX 300 werden MMX 100 und 150 außerdem nicht in Handarbeit in Deutschland, sondern in China gefertigt. Die beiden neuen, rund 280 Gramm leichten und sehr bequemen MMX-Headsets ähneln sich abseits der Anschlussart stark, auch die USB-Version kommt ohne zusätzliche Software beziehungsweise dickem Feature-Paket. Das MMX 150 bietet gegenüber der Klinkenversion allerdings einen "Augmented Mode", der zwei in den jeweiligen Hörern integrierte Mikrofone nutzt, um dem Sound Außengeräusche beizumischen. Dies lässt Sie beim Chatten Ihre eigene Stimme hören und verhindert allzu ausdrückliches und lauthals engagiertes Reden in das Mikrofon. Die Klangqualität ist sehr ansprechend, der Sound generell warm und voll, detailliert und sauber. Der Bass ist kräftig und steht relativ deutlich im Vordergrund, die Mitten sind voll, eine leichte Betonung bei den oberen Mitten hebt Stimmen und deren Feinheiten hervor. Die beiden MMX-Neulinge kommen obendrein mit der berühmt-berüchtigten Beyer-Spitze: Eine schmale, eng begrenzte, aber merkliche Betonung der Höhen bei rund 10 KHz - dies hebt Details hervor, für einige Personen kann die Höhenspitze jedoch auch anstrengend auf das Gehör wirken. Das Mikrofon zeichnet gut verständlich, aber recht dumpf auf und neigt bei Plosivlauten etwas zum Rumpeln.
Quelle: PC Games Hardware
Beyerdynamic MMX 150
Audio-Technica ATH-GDL3
(Klinke, ohrumschließend, offen)
Kopfhörer von Audio-Technica haben eine lange Tradition - in Vergangenheit konnte der japanische Hersteller obendrein mit einigen Gaming-Headsets überzeugen. Die beiden Neuzugänge kommen in zwei Varianten. Einmal in Form des ATH-GL3 in geschlossenem Design, einmal als ATH-GDL3 in der für Gaming-Headsets eher untypischen offenen Bauweise. Wir entscheiden uns in diesem Test für die seltene, offene Form. Das Design des ATH-GDL3 ist rigoros auf Leichtbau getrimmt, das Headset bringt gerade einmal 230 Gramm auf die Waage und zählt zu den leichtesten Over-Ear-Headsets überhaupt. Der Komfort ist sehr hoch - deutlich höher, als es die etwas rustikale Bügelkonstruktion samt Gummi-Kopfband anmuten ließe. Das Design ist sehr simplistisch, allerdings auch hochfunktional. Die Bügelgestaltung des ATH-GDL3 ist tatsächlich ein effektiver Beleg, dass einfach ist nicht zwangsweise eine Einschränkung des Wohlbefindens bedeuten muss. Die weichen Polster mit Microsuede-Bezug sind anschmiegsam und lassen das ATH-GDL3 dank geringem Anpressdruck und großer Ohraussparung auch nach Stunden kaum merklich auf dem Kopf verweilen - diesem hohen Komfort ist auch die offene Bauweise sehr zuträglich, der Isolation dagegen überhaupt nicht. Luft zirkuliert ebenso frei, wie Töne von innen nach Außen und Außengeräusche nach Innen dringen. Klanglich ist das sehr angenehm zu tragende ATH-GDL3 etwas weniger überzeugend, was insbesondere an der Abstimmung der unteren Frequenzen liegt, die den Bass, aber auch die unteren Mitten hervorhebt und den Sound der 45-mm-Treiber voluminös, aber auch verfettet und etwas träge wirken lässt - das geschlossene Geschwisterchen hat einen etwas differenzierteren Klang. Das Mikrofon kann wie Kabel und Polster abgenommen werden und bietet eine erfreulich volle, natürliche Sprachwiedergabe.
Roccat Syn Pro Air
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Das Syn Pro Air offeriert eine etwas andere Design-Philosophie als viele andere Funk-Headsets. Statt gewichtiger Bauweise, Kunstleder- oder schwerer Velour-Polster bespannt das dezent RGB-beleuchtete Roccat Syn Pro Air die dicke, weiche Memory-Foam-Polsterung an Bügel und Hören mit einer luftdurchlässigen Kunstfaser. Diese fällt erfreulicherweise wenig kratzig aus und das zwecks Gewichtsreduzierung zu weiten Teilen aus Kunststoff gefertigte, lassen das gerade einmal 310 Gramm leichte Funk-Headset bequem und luftig auch über mehrere Stunden auf dem Kopf verweilen, unterstützt wird der gute Sitz durch die drehbare Aufhängung. Durch den gut anschließenden, doch luftigem Sitz ist die Isolation nur mittelmäßig, dafür wird es unter den Kunstfaserpolstern nicht übergebührlich warm. Der Klang des Syn Pro Air ist ebenfalls gefällig, die 50-mm-Nanoclear-Treiber aus dem Hause Turtle Beach liefern einen recht hochauflösenden, sauberen Sound - allerdings stehen die oberen Mitten ein wenig im Vordergrund, den Höhen fehlt darauf etwas Ausdruckskraft und die unteren Mitten sowie der Bassbereich könnten mit dem Standard-Profil ebenfalls ein wenig mehr Schmiss vertragen.
Doch hier kann Roccats neue, für das Syn Pro Air zum Einsatz kommende Software Neon genutzt werden, diese bietet einen Equalizer, einen erfreulich guten Surround-Sound via der lizenzierten Waves NX-Software. Mit Surround wirkt der Sound des Syn Pro Air ein ganzes Stück spritziger, der räumliche Eindruck steigt deutlich, ohne dabei störend durch Hallen oder allzu heftige Betonung der oberen Frequenzen aufzufallen. Wer's mag, kann allerdings mit dem "Game Spatializer" einen zusätzlichen, eher subtilen Halleffekt zuschalten, welcher den räumlichen Eindruck nochmals etwas verstärkt, ohne dass Ihr Spiel gleich klingt, als spielten Sie in einer mit Badezimmerfliesen gekachelten Kathedrale. Viele Geräusche und Stimmen, insbesondere von Frauen erhalten durch ein Zuschalten des Surround-Sounds obendrein eine zusätzliche Akzentuierung und treten gut hörbar und klar aus dem Klangbild heraus. Die Software bietet weiterhin mit "Superhuman-Hearing", ein Feature, welches die Frequenzen zwecks besserer Ortbarkeit tunt, Bass und untere Mitten zurücknimmt und dafür die oberen, zur Ortung wichtigen Frequenzen hervorhebt. In der neuen Neon-Software werden obendrein Möglichkeiten zur Anpassung der dezenten, durch die im Inneren der halbtransparenten Hörer aufgetragene Wabenstruktur aufgepeppte RGB-Beleuchtung angeboten, Sie können mittels Roccats AIMO außerdem andere RGB-Hardware des Herstellers mit dem Headset synchronisieren. Das Angebot an Einstellungen hält sich indes stark in Grenzen, Sie können zwei Farben definieren und deren Leuchtstärke regeln, das war's.
Auch die Mikrofon-Einstellungen in der Neon-Software enttäuschen, abseits eines Chat-Mixes und einem Regler für die Aufnahmelautstärke sowie mit "Noise Gate" eine automatische Pegelsteuerung zwecks Minderung von Zisch- und Plosivlauten bietet die neue, sich noch im Beta-Stadium befindende Neon-Software leider (zumindest bislang) keine weiteren Stellschrauben für die Sprachaufzeichnung. Eine einstellbare Monitorfunktion etwa wäre in der Preisklasse um 150 Euro beispielsweise gut, eine solche ist zwar vorhanden, lässt sich allerdings nicht in ihrer Lautstärke regeln oder deaktivieren. Das Mikrofon selbst kann abgenommen werden, ein Gummistopfen verdeckt in diesem Fall den Anschluss. Dieser ist interessant gestaltet, das Mikrofon rastet dort in einer speziellen Buchse ein und wird mit einer 2,5-mm-Klinke elektrisch verbunden, der im Inneren verbaute Mechanismus lässt dann nach dem Anschließen des Mikrofons ein Abschalten durch Hochklappen zu. Das Mikrofon zeichnet die Stimme gut verständlich, deutlich und recht sauber, aber mit einem hörbaren Frequenz-Schnitt auf, die Stimme klingt ein wenig metallisch und unnatürlich, das Mikrofon zeichnet obendrein gerne Außengeräusche mit auf, etwa das Tippen auf einer mechanischen Tastatur, welches Sie dann "dank" der nicht deaktivierbaren Monitor-Funktion auch selbst zu Ohren bekommen.
Im Gesamten betrachtet ist das Roccat Syn Pro Air sehr ansprechend. Gut gefallen hat uns der durch die Kunstfaserpolsterung und dem geringen Gewicht hohe und luftige Komfort, der gefällige und recht kräftige Klang sowie die sehr gute Laufleistung des Headsets. Die von Roccat angegebenen 24 Stunden Dauerbetrieb wirken zumindest bei gemäßigter Lautstärke und reduzierter RGB-Helligkeit nicht unrealistisch, wir konnten mit einer vollen Akkuladung über mehrere Spielesessions rund 20 Stunden bei hoher Lautstärke samt maximaler RGB-Intensität ansammeln, bevor und das Headset zum Laden des Akkus ermahnte. Dieses Laden geht dank USB-C sehr geschwind, laut Hersteller reichen 15 Minuten an der Strippe, um dem Headset zu 5 Stunden Kabelfreiheit zu verhelfen. Die lange Akkulaufzeit wurde allerdings offenbar zu Teilen durch eine eingeschränkte Reichweite erkauft, bereits bei einer Entfernung von knapp unter 10 Metern traten beim Testen in unseren Redaktionshallen erste Störungen auf.
Das Roccat Syn Pro Air ist ein gelungenes, funkbetriebenes Gaming-Headset mit langer Laufzeit, hohem Komfort und gutem Klang sowie einigen, weniger netten Features wie der gelungene Surround-Sound. In der Preisklasse um 150 Euro hat das Wireless-Headset allerdings starke Konkurrenz, die teilweise mit besserem Sound, üppigeren Features oder edlerer Bauweise punkten können und dem Roccat-Headset das Leben schwer machen dürften. Wenn Sie allerdings insbesondere nach einem leichten, luftigen und wenig durch einen hohen Anpressdruck und schwitzige Ohren störendes Headset suchen, dann sei Ihnen Roccats Syn Pro Air für die nähere Auswahl empfohlen.
Quelle: PC Games Hardware
Roccat Syn Pro Air
Microsoft Xbox Wireless Headset
(Funk/Bluetooth 4.2, ohrumschließend, geschlossen)
Xbox Wireless Headset ist für die neuen Microsoft-Konsolen ausgelegt, wird aber auch für PC-Gamer beworben und macht vieles richtig. Microsofts neuer Klangkünstler lässt sich angenehm intuitiv bedienen und sitzt auch nach langem Tragen sehr bequem auf dem Kopf. Ersteres geht auf die eingängige Bedienung via drehbaren Seitendeckeln zurück - am rechten verändern Sie die Lautstärke, zwirbeln Sie am linken, steuern Sie mittels Chat-Mix den Pegel Ihrer Mitspieler im Verhältnis zum Spiele-Audio. Der hohe Komfort geht auf die ausgewählten Materialien, das gelungene Design und das geringe Gewicht zurück. Zumindest anfangs ist der Anpressdruck ein wenig hoch, was allerdings auch der Isolation zugutekommt und sich über Wochen und Monate des Tragens außerdem etwas lösen sollte. Der Sound ist recht stark basslastig und nicht allzu hochauflösend und detailliert. Doch beim Spielen und Genuss von Medien sowie nicht allzu feingeistiger Musik kann das Xbox Wireless Headset durchaus Laune bereiten. Die Sprachwiedergabe und -aufzeichnung ist ebenfalls gut, der bewegliche Hals des Mikros allerdings etwas kurz. Das Xbox Wireless Headset wird für den PC-Gebrauch mit Bluetooth beworben, alternativ können Sie mittels Xbox-Wireless-Dongle auf Microsofts proprietäre 2,4-GHz-Funktechnologie zurückgreifen, die auch an der Konsole verwendet wird. Ärgerlich: Weder BT- noch Funk-Dongle finden sich in der Verpackung, anders als bei praktisch allen PC-Headsets wird für den Betrieb am heimischen Rechner also vorausgesetzt, dass Sie entweder Bluetooth-fähige Hardware besitzen oder einen Dongle zukaufen. Es wäre gut, wenn Microsoft PC-Nutzer klar und deutlich darauf hinweisen würde, noch besser wäre eine gesonderte PC-Edition des Headsets mit inkludiertem Xbox-Wireless-Dongle.
Quelle: PC Games Hardware
Microsoft Xbox Wireless Headset (2)
MSI Immerse GH50
(USB, ohrumschließend, geschlossen)
MSI ist insbesondere für Mainboards und Grafikkarten bekannt, der in Taiwan ansässige Hardware-Hersteller mit Schwerpunkt PC-Gaming bietet aber auch Gaming-Peripherie und obendrein Headsets an. Das rund 70 Euro günstige Immerse GH50 gehört zu den mittelpreisigen Angeboten und bietet neben einem USB-Anschluss samt -Soundkarte optionalen 7.1-Surround-Sound RGB-Beleuchtung sowie einen Vibrationsmotor, der bei tiefen Frequenzen das Headset zum Schwingen bringt und so für einen "immersiven" Bass sorgen soll. Über den Sinn und Zweck dieses Effekts lässt sich sicherlich streiten, obendrein wird zusammen mit dem "immersiven" Bass eine kräftige Bassbetonung aktiviert. Neben einem auf dem Kopf vibrierenden Headset hat dies den Nebeneffekt, dass die eigentlich recht knackigen Bässe schwammig werden, sehr stark hervortreten - wer's mag. Über den regulären Klang des GH50 braucht man indes nicht zu streiten. Die 40-mm-Treiber liefern einen guten, recht ausgewogenen und verhältnismäßig sauberen Sound. Dieser hebt die unteren Mitten und die für Sprache zuständigen Frequenzen ein wenig hervor. Der Klang ist warm, Stimmen sind gut und klar verständlich, die restlichen Frequenzen treten indes ein wenig zurück. Der 7.1-Modus bringt ein wenig Räumlichkeit, betont jedoch vor allem merklich die oberen Frequenzen, was wiederum bei der Ortung hilfreich ist. Das Mikrofon liefert für die Preisklasse eine gute Performance. Mit der Software können obendrein einige Anpassungen vorgenommen werden. Verarbeitung und Materialanmutung sind für die Preisklasse gar sehr gefällig, das mit rund 320 Gramm wiegende Headset sitzt auch dank der angenehmen Haptik bequem.
Cooler Master MH751
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Nicht immer ist selbstgemacht automatisch besser. Das dachte sich augenscheinlich auch Cooler Master und holte sich offenbar für das Klinken-Headset MH751 Hilfe in Form des chinesischen Audio-Herstellers Takstar ein. Jedenfalls erscheint diese Annahme realistisch, denn das MH751 erinnert frappierend an den Takstar Pro 82, einen für Studio- und Hifi-Anwendungen konzipierten Kopfhörer. Es gibt kleinere Unterschiede, so fehlt dem MH751 der mechanische Bassreflex-Regler des Pro 82, welcher wiederum an jene erinnert, die Beyerdynamic bei ihren Kopfhörern der Custom-Reihe verbaut. Bis auf dieses Detail, den farblichen Anstrich, das Mikrofon und leichte Abweichungen bei den technischen Daten der in beiden Geräten verbauten 40-mm-Treibern gleichen sich das MH751 und der Pro 82 aber bis zur kleinsten Verschraubung. Wäre es ein Kritikpunkt, wenn Cooler Master tatsächlich so gehandelt hätte? Mitnichten. Der Takstar Pro 82 ist ein sehr beliebter Low-Cost-Kopfhörer, der auch von preisbewussten Hifi-Fans genutzt und empfohlen wird. Und von diesem Kopfhörer erbt das MH751 mutmaßlich nicht nur den guten Klang, sondern auch den hohen Komfort. Mit 270 Gramm ist das Headset noch auf der leichten Seite, die großen, sehr weichen Kunstlederpolster verteilen die verhältnismäßig geringe Masse zudem effektiv und sorgen mit sattem Abschluss für guten Sitz, festen Halt und gute Isolation ohne dabei ungebührlich zu drücken - unter den Polstern wird es allerdings recht warm. Der Sound ist für die Preisklasse ausgesprochen gut, bietet volle Mitten und lebendige Höhen. Der etwas im Vordergrund stehende Bass ist allerdings ein wenig auf der schwammigen Seite und lässt etwas knackigen Punch vermissen. Trotzdem ist das Cooler-Master-Headset klanglich für den aufgerufenen Preis eine kleine Offenbarung und eine ausdrückliche Empfehlung wert.
Quelle: PC Games Hardware
Cooler Master MH751
Qpad QH-92
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Treuen Lesern und PCGH-Foren-Crawlern ist Qpad wohl schon bekannt: Die Schweden bieten häufig gute Hardware zum günstigen Preis. Und gerade Audio-Fans, die auf der Suche nach einem guten und günstigen Headset sind, haben wahrscheinlich schon einmal das Qpad QH-85 ans Herz gelegt bekommen. Das QH-92 ist prinzipiell der Nachfolger des sehr empfehlenswerten Stereo-Headsets, welches wir im Artikel "Headsets bis 80 Euro" in der Ausgabe 09/2013 mit dem Top-Award auszeichneten. Wie schon damals und vergleichbar mit dem Cooler Master MH751, greifen auch die Schweden auf Expertise aus dem Hifi-Markt zurück - das QH-92 basiert offenbar wie das QH-85 auf dem HI 2050 Hifi-Kopfhörer des chinesischen Herstellers Takstar und nutzt deren Technik und Design. Anders als das QH-85 oder der Kopfhörer ist das QH-92 ein geschlossener Hörer, Klänge dringen also nur sehr begrenzt von Außen nach Innen und umgekehrt. Das QH-92 klingt dank Hifi-Basis sehr ausgewogen und neutral, die Mitten sind voll, Stimmen natürlich und ausdrucksstark, die Höhen feinauflösend und klar. "Brings Hifi to the Game" verkündet der Karton des Qpad QH-92 selbstbewusst - es ist tatsächlich keine Übertreibung. Der für die Preisklasse ausgesprochen gute, saubere und alles andere als langweilige Klang kann dabei vom Träger stundenlang genossen werden, denn das Headset ist außerdem sehr bequem. Die anschmiegsamen, sehr weich gefütterten Kunstlederpolster schmiegen sich angenehm an und sorgen für satten, nicht zu festen Sitz und eine gute Isolation. Das mittlere Gewicht von rund 300 Gramm ist dabei kaum zu spüren. Die Materialien, deren Optik und Haptik, sind ebenfalls sehr gefällig. Tatsächlich leistet sich das QH-92 mit den auffällig bedruckten Alu-Seitendeckeln gar ein wenig Luxus. Und auch das Mikrofon verrichtet eine sehr überzeugende Arbeit. Es gibt fast nichts, was man an dem Qpad QH-92 angesichts des günstigen Preises ernsthaft kritisieren könnte, außer vielleicht die sehr klapprig wirkende Kabelfernbedienung.
Quelle: PC Games Hardware
Qpad QH-92
Roccat Elo 7.1 Air
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Auch nach dem Kauf durch den US-Konzern Turtle Beach bietet Roccat weiterhin Headsets an. Dies liegt wohl unter anderem daran, dass es Turtle Beach bislang noch nicht so recht gelungen ist, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Zusammen mit Roccat soll nun mit der brandneuen Elo-Reihe ein neuer Vorstoß gewagt werden. Wir testen das rund 100 Euro günstige Elo 7.1 Air, eine USB- und Klinkenversion stehen ebenfalls zur Verfügung. Das Elo 7.1 Air ist ein gefälliges und bequemes Headset, dem man den für Wireless-Gerät recht günstigen Preis nur bedingt anmerkt: Der optische und haptische Eindruck der Materialien ist nicht auf dem gleichen Level der deutlich höherpreisigen Headsets in diesem Test, doch ist der Komfort dennoch sehr hoch, obendrein kommt das Elo 7.1 Air mit einer ganzen Reihe nützlicher Features und praktischen Kontrollen, darunter etwa getrennte Chat- und Volumen-Regler direkt am Hörer, in der Software finden zudem umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und einen guten Equalizer. Der Sound des Elo 7.1 Air ist mit Standard-EQ recht basslastig, die Mitten lassen ein wenig Ausdruckskraft vermissen, der für die Ortung und Stimmverständlichkeit wichtige Präsenzbereich ist jedoch gut, ohne dass die darüber liegenden Frequenzen hervorstechen oder gar durch scharfe oder zischende Sibilanten nerven. Generell ist der Klang durchaus gut, insbesondere in Anbetracht der Preisklasse und des qualitativen Handicaps der verlustbehafteten Funk-Übertragung. Das Mikrofon verrichtet unter Berücksichtigung dieser Umstände ebenfalls eine gute Arbeit. Das Elo 7.1 Air ist eine gute Empfehlung für preisbewusste Gamer, die auf ein Kabel verzichten möchten.
Quelle: PC Games Hardware
Roccat Elo 7.1 Air
Qpad QH-700
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Die in Stockholm ansässige Firma Qpad bietet neben Tastaturen und Mäusen sowie qualitativ hochwertigen Gamer-Mauspads (der ursprüngliche Fokus der Firma, daher der Name) gute und fair bepreiste Headsets an. Zuletzt haben wir das Qpad QH-92 getestet, das brandneue QH-700 basiert technisch auf diesem. Beim Design des QH-700 hat Qpad allerdings behutsam Hand angelegt und einige Details verbessert. So bietet das neue Headset an der Höreraufhängung ein zusätzliches, verstärktes Gelenk. Dies erlaubt es, die Hörer um bis zu 90° zu drehen. Dies ist nicht nur zur Lagerung und Aufbewahrung nützlich, sondern kommt auch dem Komfort zugute, da sich die Hörer nun besser an die jeweils individuelle Kopfform anpassen können. Auch die Ohrpolster wurden minimal abgewandelt. Obgleich die Materialien offenbar die gleichen sind, der Schnitt der Polster wurde geändert. Sie liegen nun großflächiger auf, als jene des QH-92 und erscheinen damit ein wenig üppiger bemessen als eigentlich der Fall. An der linken Hörerseite finden Sie beim QH-700 obendrein einen Lautstärkeregler sowie eine Mikrofonstummschaltung. Die neuen Seitendeckel tragen zur Zier ein mit schwarzem (und sehr fingerabdruckfreudigem) Hochglanz hinterlegtes Logo sowie einen Schriftzug, ansonsten gibt sich das Äußere des QH-700 nordisch-kühl und funktional. Die Technik im Inneren sowie im neu gestalteten Mikrofon bleibt identisch. Die 53-mm-Treiber liefern einen klaren, detaillierten und neutralen Klang ohne merkliche Betonung, der für diese Preisklasse bemerkenswert feingeistig und zugleich lebendig ausfällt. Erst Headsets oder Hifi-Kopfhörer aus dem gehobenen Preisbereich klingen nochmals deutlich feiner und substanzieller.
Quelle: PC Games Hardware
Qpad QH-700
Cooler Master MH670
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Den Hersteller Cooler Master haben wohl nicht viele Gamer auf dem Schirm, wenn es um gut klingende, fair bepreiste Headsets geht. Das ist durchaus schade, denn neben dem in der PCGH 12/2019 getesteten MH751 und dessen Varianten sowie dem unter 50 Euro günstigen CH321 bietet der Hersteller außerdem das kabellose MH670 sowie Klinken- und USB-Varianten dieses Modells an. Die knapp 100 Euro günstige Funk-Version beeindruckt ob des für ein Wireless-Headset recht geringen Preises schon beim Auspacken mit vornehm zurückhaltendem Design sowie relativ hochwertiger Optik und Haptik der genutzten Materialien - für den Preis wirkt das MH670 auffallend gut gefertigt. Und auch beim Tragen gefällt das Headset von Cooler Master: Der Komfort ist trotz der selbst für ein kabelloses Gerät nicht leichten 375 Gramm hoch, nicht zuletzt dank der sehr weichen, üppig gefütterten Kunstlederpolster. Allerdings kann es den Ohren unter diesen etwas warm werden, der Kopfbügel ist obendrein verhältnismäßig schmal und macht sich beim längeren Tragen etwas bemerkbar. Die Isolation ist gut, der Anpressdruck eher gering, Menschen mit kleinem Kopf könnten das MH670 aber als ein wenig groß empfinden. Klanglich ist das MH670 ebenfalls gefällig. Der generelle Sound ist warm und voll, begünstigt durch die relativ ausgeprägte Betonung der unteren Frequenzen. Der Hochton ist ein wenig zurückhaltend, insbesondere, wenn Sie sehr feingeistige Musik präferieren. Die Ortung in Spielen gelingt dennoch gut, auch dank des virtuellen 7.1-Surround-Sounds. Das Mikrofon zeichnet etwas zu leise und dumpf auf und benötigt für klar verständlichen Chat Eingriffe in der Software und muss nahe dem Mund platziert werden.
Quelle: PC Games Hardware
Cooler Master MH670
Asus ROG Cetra
(USB-C, In-Ear, Inline-Mikrofon, Voice-Through, Active Noise Cancellation)
Obwohl primär für mobiles Spielen und Musikhören unterwegs gedacht, können Asus' schicke In-Ear-Hörer auch am PC eingesetzt werden - vorausgesetzt, Ihr Rechner bietet einen modernden USB-C-Anschluss, denn die von uns getestete Variante bietet einzig diesen Anschluss. Die Cetra sind indes in Form der Cetra Core auch als Klinkenversion erhältlich, dann allerdings ohne Voice-Through-Funktion und Active Noise Cancellation. Obendrein bietet Asus außerdem eine weitere USB-C-Variante mit RGB-Beleuchtung sowie Unterstützung für Asus Aura Sync, diese sind allerdings beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht lieferbar. Die von uns getestete Standard-Variante der Cetra In-Ears (also weder Core- noch RGB-Modell) kostet rund 100 Euro. Kein allzu hoher Prein angesichts der nützlichen Features, des üppigen Zubehörs sowie dem gelungenen Klang.
Die Cetra können neben dem Smartphone und PC (Android, eine unvollständige Kompatiblitätsliste findet sich auf der Homepage) außerdem an Nintendos Switch oder dem Mac eingesetzt werden. Eine Treiberinstallation ist nicht nötig, allerdings können Sie optional die Asus Armory-2-Software installieren, dann haben Sie am PC Zugriff auf unter anderem einen Equalizer, Bass-Boost, virtuellen 7.1-Surround-Sound sowie Stimm- und Mikrofon-Verbesserungen. Das RGB-Modell können Sie die Beleuchtung obendrein via Asus Armory Crate Software konfigurieren und Asus Sync mit anderer RGB-Hardware des Herstellers synchronisieren.
Quelle: Asus
Asus ROG Cetra
Asus legt dem Cetra eine kleine Transporttasche, einen praktischen Kabelclip aus Aluminium, zwei zusätzliche Silicon-Aufsätze (klein, groß, die mittlere Größe ist vormontiert) sowie ein paar Ohrstöpsel aus Memory Foam bei (groß), die einen besonders satten Sitz und eine noch bessere Isolation bieten (natürlich vorausgesetzt, die Größe passt Ihnen überhaupt). Des Weiteren können sogenannte Ohrflügel (Earwings) angebracht werden - diese Kunststoff-Aufsätze kommen in drei Größen und sollen dazu dienen, sich an der Ohrmuschel abzustützen/einzuhaken, um ein Herausfallen der Hörer zu vermeiden. Häufig werden Earwings oder Ohrflügel auch unter dem Begriff Ohrhaken gehandelt, allerdings ist diese Bezeichnung inkorrekt, denn sie bezieht sich In-Ears mit einem Bügel, den Sie außen und über dem Ohr tragen - nicht ganz unähnlich einem Brillenbügel - und so einen besonders sicheren und festen Halt bieten. Eine solche Konstruktion bieten Asus' Cetra nicht, wohl aber die ebenfalls getesteten In-Ears von Hörluchs, die über einen simplen, drahtverstärkten Bügel verfügen. Ein korrekter Sitz vorausgesetzt, passen die knapp 30 Gramm leichten Hörer trotzdem gut und bieten sicheren Halt.
Der im Gerät verbaute DAC bietet eine maximale Bit- und Abtastrate von 24 Bit/96 kHz, jeweils zwei 10,8-mm-Treiber sorgen für ausreichend Punch und ein flottes Ansprechverhalten. Die Soundqualität der Cetra ist für die Preisklasse angemessen, der recht saubere Klang ist auch zum Musikhören geeignet. Allerdings tönen die Cetra nicht direkt neutral, der Bass steht recht deutlich im Vordergrund, während die Höhen ein wenig zurückstehen - ein angenehmes, wenn auch nicht übermäßig detailliertes Klangbild. Die Soundstage ist außerdem relativ klein, ein wirklich luftiges Hörerlebnis bieten die Cetra - auch ein wenig bauartbedingt - nicht. Doch machen die In-Ears viel Spaß, insbesondere bei Pop, Hip-Hop und elektronischer Musik machen die Cetra eine sehr überzeugende Figur. Und auch zum Spielen sind Asus' In-Ears gut geeignet, allerdings fällt das Kabel mit rund 120 cm Länge sehr kurz für diesen Einsatzzweck aus, ein Anschluss an der Rückseite des Gehäuses ist somit nur in seltenen Fällen möglich, etwa wenn der Tower direkt neben Ihnen auf dem Schreibtisch steht. Während der Klang der Cetra überzeugt, fällt das am Kabel angebrachte In-Line-Mikrofon allerdings eher in die Kategorie "zweckmäßig": Es dient seinem Zweck, doch das eher mäßig. Für längere Unterhaltungen oder Spiele-Chat sollten Sie auf eine andere Lösung zurückgreifen.
Das wirklich coole Feature der via USB-C betriebenen Cetra-Modelle ist aber natürlich die Active Noise Cancellation (ANC), eine Seltenheit bei Kopfhörern und In-Ears in dieser Preisklasse und bei Headsets generell. Es ist tatsächlich ein wenig unverständlich, dass insbesondere USB-Gaming-Headsets eine ANC-Funktion in praktisch allen Fällen vermissen lassen. Die Funktion lässt sich bequem per Kabelfernbedienung zuschalten, bietet zwei Modi (Noise Cancelling und Voice-Through, bei letzterem werden die Außengeräusche und Sprache Ihnen also zugespielt - praktisch etwa, wenn Sie sich unterhalten wollen, ohne die Hörer zu entfernen oder im Straßenverkehr unterwegs sind und nicht von einem lautstark hupenden doch dank der guten Isolation der In-Ears unhörbaren LKW überrollt werden wollen) und arbeitet in der Praxis vorbildhaft. Selbst kräftiges Hacken auf mechanischen Keyboards, Baustellenlärm und Nachbars Schlagbohrmaschine, Rasenmäher oder Laubbläser werden effektiv ausgelöscht - klasse!
Hörluchs HL 1012
(Klinke, In-Ear, Schwanenhalsmikrofon)
Die deutsche Firme Hörluchs ist insbesondere für Hörgeräte sowie professionellen Gehörschutz bekannt, die Ohrstöpsel-Spezialisten bieten indes auch In-Ear-Hörer an, zumeist in höheren Preisklassen. Die HL1-Serie, zu denen auch das In-Ear-Headset HL 1012 zählt, ist indes mit rund 100 bis 300 Euro die mit Abstand günstigste - wer mag, kann bei Hörluchs auch deutlich mehr als 1.000 Euro für In-Ear-Hörer ausgeben. Das HL 1012 basieren auf dem In-Ear-Modell HL 1010 und bieten für den Gaming-Einsatz eine bassbetonte Abstimmung. Darüber gibt es außerdem das HL 1202 für rund 300 Euro, welches auf den In-Ears HL 1200 basiert (die HL 1200 bieten statt des einzelnen Treibers der HL 1010 ein Zweiwege-System). Dank abnehmbarem Kabel (das Mikro ist fest an diesem angebracht) beziehungsweise, der Möglichkeit, sämtliche In-Ear-Modelle des Herstellers sowie Kabel sowohl mit und ohne Mikrofon auch gesondert zu beziehen, können Sie sich ein Headset aber auch selbst zusammenstellen - die Einzelpreise sind im Vergleich zu den Headset-Bundeln (Hörer plus Kabel inklusive Schwanenhals-Mikrofon) allerdings eine ganze Ecke höher. Der Preis von rund 140 Euro für das HL 1012 wirken insbesondere im Vergleich zu den Preisen der einzelnen Komponenten sehr fair.
Quelle: Hörluchs
Hörluchs HL 1012
Das HL 1012 werden per Klinke verbunden - entweder mittels Vierpol oder mithilfe des 2× 3,5-mm-Y-Adapters, der zwei reguläre Dreipol-Klinkenstecker für Lautsprecher und Mikrofon bietet. Das Kabel kann wie schon beschrieben abgenommen werden, falls Sie die Hörer auch zum Musikhören unterwegs einsetzen und nicht beständig das Mikrofon vor der Nase haben wollen, können Sie natürlich auch ein zweites Kabel ohne Mikrofon ordern (Kostenpunkt ca. 30 Euro). Bei dem beigelegten Kabel samt Mikrofon ist der oberste Teil mit Draht verstärkt, sodass Sie dieses Ende als Ohrhaken nutzen und in Bügelform über Ihre Ohren hängen können, was insbesondere mit dem Mikrofon für einen besseren Halt sorgt. Sie können den Draht indes auch gerade ziehen und die In-Ears wie gewohnt einsetzen. Das Kabel ohne Mikrofon ist optional auch ohne Drahtbügel erhältlich. Die am Kabel angebrachte Fernbedienung bietet ein Lautstärkerädchen und eine Mikrofon-Stummschaltung, allerdings kein In-Line-Mikrofon. Wollen Sie die HL 1010 also zum Telefonieren benutzen, müssen Sie auch das Schwanenhalsmikrofon nutzen - oder Sie kaufen bei Hörluchs ein Smartphone-Kabel hinzu, mit knapp über 130 Euro ist dieses aber nicht gerade günstig.
Summa Summarum und verglichen mit den anderen Modellen sowie den Einzelpreisen ist das HL 1012 mit rund 140 Euro also ein günstiges Angebot, insbesondere wenn man die sehr ansprechende Qualität der Hörer berücksichtigt. Die Hörer sind aus robustem ABS-Kunststoff gefertigt und sehr kompakt, selbst mit dem Mikrofon und inklusive Kabel und Kabelfernbedienung wiegen das HL 1012 gerade einmal 26 Gramm. Das geringe Gewicht kommt auch dem Tragekomfort zugute, selbst mit dem schwerpunktmäßig suboptimalen Mikrofon überzeugt der federleichte Komfort.
Auch der Klang kann überzeugen. Der betonte Bass des HL 1012 sorgt für satten Punch, trotz der Klangabstimmung ist der Kickbass straff und übertönt außerdem umliegende Frequenzen nicht. Die Mitten sind angenehm voll, die Höhen spritzig, ohne harsch zu wirken. Die Hörluchs-In-Ears sind auch für anspruchsvollere Spieler und Musikfreunde geeignet, und selbst für die gehobene Preisklasse ist der Sound sehr überzeugend. Das Schwanenhalsmikrofon verrichtet ob seiner geringen Größe und relativ kurzem, doch flexiblen Hals eine gute, wenn auch nicht überragende Sprachqualität. Die Stimme ist sehr gut verständlich, wirkt aber minimal verfärbt. Störimpulse sowie Nebengeräusche können außerdem einige leichte Unsauberkeiten mit sich bringen, doch generell ist die Mikrofon-Performance - auch angesichts der filigranen Technik - sehr gefällig und ist auch für redselige Spielesessions oder längere Chats geeignet.
Als Zubehör legt Hörluchs dem HL 1012 ein Paar rote Endcaps bei, die den eigentlich unauffälligen Hörern zusammen mit dem roten Popschutz des Mikrofons ein wenig zusätzlichen Pep verleihen. Obendrein enthält der Karton insgesamt 6 Paar Ohrstöpsel in drei verschiedenen Größen, jeweils drei Paar der Cones sind aus durchsichtigem Silikon, die anderen aus Memory Foam. Dazu gibt Ihnen Hörluchs ein schickes Tragetäschchen aus Jeans-Stoff dazu, in der Sie Ihre Hörer sicher transportieren können - fein.
HyperX Cloud Stinger Wireless
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Neben dem gut klingenden und preis-leistungs-technisch sehr attraktiven Cloud Alpha und dem teureren, auch auf den hippen Mobile-Markt abzielenden Cloud Mix bietet der Hersteller unter dem HyperX-Label außerdem das Cloud Stinger an. Dieses Headset gibt es in drei Ausführungen: Die beiden Klinkenvarianten Stinger und Stinger Core - letzteres wurde für primär für die PS4 konzipiert und ist technisch etwas abgespeckt (u.a. 40- statt 50-mm-Treiber) sowie das Funk-Headset Stinger Wireless, welches wir für unseren Test auserkoren haben. Dem Headset merkt man die Preis-Leistungs-Orientierung der Basis an, die Materialien machen weder optisch noch haptisch besonders Eindruck und wirken etwas billig. Auf der anderen Seite ist das Stinger Wireless für ein kabelloses Funk-Headset mit rund 80 Euro wirklich sehr günstig. Das Stinger Wireless muss via Funk verbunden werden, es verfügt über keine Klinkenverbindung und der USB-Anschluss dient nur zum Laden des Akkus. Betrieb und Ladung kann allerdings simultan vorgenommen werden.
Klanglich schlägt sich das Headset durchaus sehr ordentlich, vor allem in Anbetracht der noch günstigeren Basis. Der Klang ist verhältnismäßig voll und klar, allerdings schwächeln die Mitten ein wenig und der betonte, leider etwas schwammige Bass steht klar im Vordergrund des Geschehens. Das Klangbild ist aber sauber und unverfälscht genug, um dem Headset auch eine gewisse Musiktauglichkeit zu bescheren, allerdings sollten sich ihre Vorlieben auf Populär- oder elektrische Musik, Hip-Hop oder nicht allzu schnellen Metal beschränken. Der Komfort des Headsets ist trotz der merklich günstigen Materialien hoch, wozu auch das geringe Gewicht von rund 270 Gramm beiträgt. Die Fertigung des Headsets aus kräftig dimensioniertem Hartplastik und stabilem, verwindungssteifen Nylon wirkt obendrein sehr robust, das Cloud Stinger Wireless sollte also auch einen etwas robusteren Einsatz klaglos überstehen.
Quelle: PC Games Hardware
Kingston Hyper X Cloud Stinger
Teufel Cage (neue und verbesserte 2020er-Variante)
(USB, ohrumschließend, geschlossen)
Als Teufel 2017 erstmals ein Headset für Spieler veröffentlichte, waren wir von der Qualitäten des Cage sehr angetan. Sound, Komfort und Feature-Angebot wie etwa der Surround-Sound des USB-Headsets beeindruckten uns beim Test Ende Mai 2017 auch im Vergleich zur teils hochpreisigen Konkurrenz. Wir vergaben die Note 1,73 und unseren Top-Produkt-Award (siehe auch Online-Test).
Fast genau zwei Jahre später präsentieren uns die Berliner ein Update des Teufel Cage. Auf den ersten Blick ähnelt das neue Cage dem alten stark: Die Hörer mit 40-mm-Neodym-Treibern sind weiterhin mit den aparten und in Gunmetal-Grau eloxierten Aluminium-Aufhängungen befestigt, die ebenso wie der mit flexiblem Nylon ummantelte Federstahl-Bügel sowie die aluminiumverstärkten Arretierungen außerordentlich robust wirken. Die weichen Kunstlederpolster sind anschmiegsam und bequem. Beim genaueren Hinsehen und beim eigentlichen Tragen, Hören und Vergleichen wird indes offenkundig, dass Teufel praktisch jeden Aspekt verbessert, die Bedienung erleichtert und das komplette Design verfeinert hat. Der Kopfbügel ist runder geformt und sitzt dank dickerem Polster noch bequemer auf dem Kopf, das Mikrofon wurde überarbeitet, erhält einen Pop-Schutz und wandert an eine tiefere Position - kann nun aber anders als beim gleichnamigen Vorgängermodell nur noch an einer Seite angebracht werden. Die Klangabstimmung ist lebendiger, was dem zuvor und ohne Equalizer-Eingriffe etwas flach wirkenden Sound zu mehr Ausdruckskraft verhilft, die Bässe sind weiterhin knackig, nun aber außerdem etwas kräftiger. Obendrein wurde die Software überarbeitet, das Headset nutzt dazu weiterhin das lizenzierte Xear Audio Center, dieses präsentiert sich nun jedoch dank einer frischen (Teufel-)Skin übersichtlich und deutlich ansprechender. Das neue Cage macht alles ein wenig besser als der Vorgänger. Der weiter verbesserte Komfort, lebendigerer Klang und die Features lassen das Cage auch 2020 sehr gut dastehen und verdienen außerdem eine Erneuerung unseres Awards.
Quelle: PC Games Hardware
Teufel Cage (2020 Update)
Steelseries Arctis 1 Wireless
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Mit dem Arctis 1 Wireless erweitert Steelseries das aktuelle Arctis-Line-Up mit einem kabellosen Funk-Headset. Dabei hat der Hersteller schon einige Wireless-Varianten im Angebot, darunter das hochpreisige und sowohl Bluetooth- als auch 2,4-GHz-Funk-Technik nutzende Arctis Pro Wireless (ca. 270 Euro, UVP 349,99 Euro), das Arctis 7 Funk-Headset mit virtuellem 7.1-DTS-Headphone-Support (ca. 140 Euro, UVP 179,99 Euro) oder das Arctis 3 Bluetooth (ca. 120 Euro, 129,99 Euro UVP) das ähnlich dem HyperX Cloud Mix auf Bluetooth sowie Kabel setzt. Es wirkt auf den ersten Blick ein wenig schwierig, in den schmalen Lücken des Steelseries-Angebots noch zusätzlichen Platz für weiteres Wireless-Headset zu finden. Doch das Arctis 1 (ca. 120 Euro, 129,99 UVP) hat einige Merkmale, die es von den anderen Geräten differenzieren: Das neue Steelseries-Headset verfügt über eine 2,4-GHz-Funkverbindung, die mit einem USB-C-Dongle realisiert wird. Dieser kann mittels USB-A-Kabelverlängerung mit PC oder Playstation verbunden werden (Xbox nur via Klinke). Die Besonderheit ist indes, dass der Dongle auch an Nintendos Switch im Handheld-Modus funktioniert - laut Steelseries ist es das erste kabellose Headset, das diesen Support bietet (auch wenn andere schon länger Switch-Support im Dock-Modus anbieten). Obendrein kann das Headset auch an anderen Android-Geräten mit USB-C-Anschluss betrieben werden. Für PC-Spieler, die sowohl daheim als auch unterwegs zocken wollen, ist das Headset also besonders interessant. Das Arctis bietet dank des geringen Gewichts von ca. 265 Gramm und der weichen Polsterung einen hohen Komfort und einige nützliche Software-Features, darunter einen 5-Band-Equalizer, einen Kompressor, um die Dynamikreichweite zu reduzieren und damit leise Geräusche aus dem Klangbild herauszuheben sowie eine Monitor-Funktion für das Mikrofon - jedoch keinen virtuellen Surround. Der Sound ist gut, wirkt ohne Equalizer-Eingriff allerdings etwas fad und flach.
Quelle: PC Games Hardware
Steelseries Arctis 1 Wireless
HyperX Cloud Alpha
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Die mittlerweile zu HP gehörige Gaming-Marke HyperX hat sich in den letzten Jahren unter audiobegeisterten Spielern einen guten Ruf erarbeiten können. Die Headsets der HyperX-Cloud-Reihe des Herstellers gehören zu den meist empfohlenen Spieler-Headsets in diversen Foren, darunter auch unserem technisch anspruchsvollen PCGH-Sound-Forum. Angefangen hat alles mit dem HyperX Cloud, einem guten und günstigen Stereo-Headset, dessen nächste Evolutionsstufe das HyperX Cloud Alpha darstellt. Wie das ursprüngliche Cloud ist auch das Cloud Alpha ein Klinken-Headset, das Wert auf das Wesentliche legt: Wichtig sind guter Sound bei Wiedergabe und Aufnahme, ein hoher Komfort dank ausgeklügeltem Design sowie haptisch angenehmen Materialien und eine stabile Bauweise und saubere Fertigung. Bei all diesen Punkten auf der Checkliste setzt das Cloud Alpha einen dicken Hacken, es ist ein erstklassiges Allround-Headset, das nicht nur zum Eintauchen in atmosphärische Spielwelten oder kompetitive Shooter-Wettkämpfe taugt, sondern auch beim Musikhören sehr viel Freude bereitet und auch als Kopfhörer-Ersatz taugt. Der Sound ist klar, hochauflösend und trägt eine Menge auch feinerer Details. Das Klangbild ist ausgewogen und natürlich, ohne dabei durch pedantisch-akkurate Kühle zu langweilen. Und das Mikrofon verrichtet ebenfalls einen für die Preisklasse erstklassigen Job: Die Stimme wird volltönend und sauber aufgezeichnet, der Low-Cut greift erst relativ tief im Frequenzband, sodass die Stimme gegenüber vielen anderen Headsets wärmer und tiefer wirkt, die Verständlichkeit und Natürlichkeit sind dabei sehr hoch, Nebengeräusche dagegen kaum ein Faktor. Das mit 320 Gramm mittelschwere Cloud Alpha sitzt dabei dank der mit weichen Memory-Foam gefütterten, sehr anschmiegsamen Kunstlederpolster ausgesprochen bequem auf dem Kopf und fällt auch nach stundenlangem Tragen nicht durch ungebührlichen Druck oder durch das Gewicht verursachte Ermüdungserscheinungen auf - topp!
Quelle: PC Games Hardware
Kingston Hyper X Cloud Alpha
Turtle Beach Earforce Atlas Elite
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Das obere Ende der drei primär für den PC konzipierten Headsets markiert das Atlas Elite. Dieses orientiert sich stark am Elite Pro, ist in einigen Design-Aspekten aber etwas simplifiziert. So wurde beispielsweise die Anpassungsmechanik für das Kopfband eingespart. Die aus schwarzem Plastik in Klavierlackoptik gefertigten Seitendeckel können nun dank einer Magnetbefestigung abgenommen und auf Wunsch gegen bedruckte aus dem Turtle-Beach-Sortiment ausgetauscht werden. Auch das Mikrofon des Atlas Elite ist neu und die in beiden Geräten verbauten 50-mm-"Nanoclear"-Treiber unterscheiden sich untereinander ein wenig. Die beiden Elite-Varianten sind also ähnlich, aber nicht baugleich. Viel bedeutender ist unseres Erachtens aber, dass das Atlas Elite mit knapp 100 Euro nur rund die Hälfte des Elite Pro kostet, aber beinahe alle Tugenden des Pro beibehält.
Quelle: PC Games Hardware
Turtle Beach Atlas Elite
Das Atlas Elite sitzt dank der sehr weichen, dick mit Memory-Foam gefütterten und mit Kunstleder veredelten Polster und der guten Balance sehr bequem, das Kopfband passt sich auch ohne Einstellungsmöglichkeiten sauber der Kopfform an. Brillenträger freuen sich über eine in den Polstern verbaute Mechanik, mit der eine Aussparung für die Bügel freigegeben und angepasst werden kann (siehe Bild). Um die Mechanik zu erreichen, können die Polster dank einer praktischen Magnetbefestigung einfach abgenommen werden, was auch zum Reinigen sehr gelegen kommt. Die Isolation ist gut, dank der teils mit Faser ummantelten Polster wird auch ein wenig Luftzirkulation zugelassen. Das Tragen des Headsets ist also angenehm. Und auch klanglich kann das Atlas Elite voll überzeugen. Eine leichte Betonung der unteren Frequenzen sorgt für einen angenehm warmen Grundton, ansonsten ist der Sound ausgewogen und neutral. Die Detailabbildung und Tiefenstaffelung ist erfreulich hoch und erlaubt es, Klänge klar auszumachen und zu orten, Stimmen klingen natürlich, der Bass ist flott und straff. Damit eignet sich das Atlas Elite nicht nur gut zum Spielen, sondern auch für die Musikwiedergabe. Das flexible, gut platzierbare und abnehmbare Mikrofon ist ebenfalls sehr überzeugend und zeichnet die Stimme ohne störende Nebengeräusche natürlich und klar verständlich auf.
Roccat Khan Pro
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Das Khan Pro ist jüngst erschienen und ein neuerliches Engagement des Herstellers, im Headset-Markt Fuß zu fassen. Das Khan Pro gehört mit rund 90 Euro zu den Mittelklasse-Headsets und ausgerechnet in dieser Klasse tummeln sich sehr viele gut klingende Geräte, beispielsweise das Creative-Headset H7 Tournament Edition oder das kabellose Corsair Void Pro RGB. Roccat preist das Khan Pro mit einem "High-Res Audio"-Logo als besonders gut klingend an, wobei wir an dieser Stelle darauf hinweisen müssen, dass für diese "Auszeichnung" einzig der Umstand erfüllt werden muss, dass das Gerät 96 Hz bei 16 Bit wiedergeben kann - dies würde im Grund auch auf jedes andere Analog-Headset zutreffen.
Klanglich ist das Khan Pro aber dennoch gefällig und das bislang beste Roccat-Headset. Der Bass ist Gaming-typisch betont, allerdings nicht in dem Maße, dass umliegende Frequenzen in Mitleidenschaft gezogen werden oder das Klangbild allzu schwammig oder träge wirkt. Tatsächlich ist die Klangqualität erfreulich und unterhaltsam, das Khan Pro bildet genügend Details ab, um auch etwas feinere Geräusche hören zu können, die Ortung und Tiefenstaffelung ist ebenfalls ordentlich.
Quelle: PC Games Hardware
Roccat Khan Pro
Mehr als ordentlich ist das Design, die Materialanmutung und die sehr saubere Verarbeitung des Headsets. Zwar kommt viel Kunststoff zum Einsatz, doch macht dieser optisch wie haptisch einen sehr guten Eindruck. Das Khan Pro ist zudem mit nur 240 Gramm ausgesprochen leicht und sitzt dank der angenehmen Polsterung auch nach vielen Stunden sehr bequem. Die Konkurrenz in der Preisklasse ist stark, das Khan Pro muss sich aber nicht verstecken
Logitech Pro Gaming Headset
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Das aus Logitechs G-Reihe stammende Pro Gaming Headset ist jüngst erschienen und unterscheidet sich von vielen anderen Geräten des Herstellers. Es ist äußerlich auffällig unauffällig gestaltet. Das matte Schwarz, kaum vorhandene Zierelemente, der robust wirkende, sauber verarbeitete Nylon-Kunststoff von Bügel und Aufhängung, kräftig verstärkte Gelenke und die mit einer haptisch angenehmen Beschichtung versehenen Hörer lassen das Pro Gaming solide, gediegen und sachlich nüchtern wirken. Nichts lenkt vom eigentlichen Einsatzzweck ab, es gibt keine unnötigen Features oder Funktionen; alles ist auf das Wesentliche reduziert.
Das knapp 280 Gramm leichte Pro Gaming Headset wird per Klinke verbunden, die zwei Meter lange Strippe verfügt über eine Kabelfernbedienung samt Lautstärkeregler und Mikrofonstummschaltung sowie einen Vierpol-Anschluss. Für den Betrieb am PC steht ein Y-Adapter mit 2 × 3,5 mm zur Verfügung. Als Dreingabe ist im Lieferumfang außerdem ein paar Ohrpolster zum Wechseln enthalten, die statt des Kunstleders mit Microsuede überzogen sind. Das ist ein dem Wildleder nachempfundenes Synthetikmaterial, das Mikrofaser ähnelt. Die gut isolierenden Kunstlederpolser sind indes an den Innenseiten perforiert, die Ohren haben reichlich Platz - unter dem Logitech-Headset ist es dann auch nicht ganz so warm wie bei einigen anderen Vertretern in diesem Testfeld. Der Komfort beim Tragen des Pro Gaming ist generell erfreulich hoch, auch beim längerfristigen Tragen. Der schmale Kopfbügel macht sich zwar ein wenig bemerkbar, dank des verhältnismäßig geringen Gewichts, der guten Balance und der weichen, angenehmen Polster sitzt das Headset aber ohne zu drücken, belasten oder verrutschen sicher und bequem. Dazu nervt die Aufhängung nicht mit schlackernden Hörern, das Plastik knarzt und klappert nicht und der gut gewählte Schwerpunkt des Pro Gaming lässt das Headset bei Kopfbewegungen nicht plötzlich vom Schädel gleiten, wie es bei anderen Logitech-Headsets oft der Fall war, das war neben der Materialanmutung und Verarbeitung schon mehrfach unser Hauptkritikpunkt in vergangenen Tests. Beim Pro Gaming stört keine Ärgerlichkeit solcherart.
Quelle: PC Games Hardware
Logitech Pro Gaming Headset
Logitech verbaut im Pro Gaming Headset die Pro G getauften 40-mm-Hybrid-Mesh-Treiber, die schon in anderen Logitech-Headsets Verwendung finden (z. B. G233, G433, G533, G933). Deren erhöhte Steifigkeit gegenüber konventionellen Membranen soll die Wiedergabepräzision erhöhen und sowohl kräftige Bässe als auch spritzige Höhen erlauben. Dazu nutzt Logitech ein Zwei-Kammer-System, bei dem zwei unterschiedliche Resonanzkammern für unterschiedliche Frequenzen genutzt werden können. Diese Technik soll verhindern, dass eine Eigenheit des menschlichen Hörens den wahrgenommenen Sound beeinflusst: Das Ohr ist auf laute Geräusche konditioniert. Ist eine Frequenz sehr leise, kann eine andere, lautere sie für die menschliche Wahrnehmung verdecken, obwohl sie eigentlich Einfluss auf das Klangbild hat. So verdeckt ein überbordender, heftig betonter Bass beispielsweise nebenliegende Frequenzen im Mitteltonbereich - ein klassischer Kritikpunkt bei Gaming-Headsets. Das Zweikammer-System soll diesen "Maskierungseffekt" genannten Umstand unterbinden. Allerdings scheint das System nicht immer wie angedacht zu funktionieren: Ist der prinzipiell straffe, recht präzise und grundsätzlich nicht zu stark im Vordergrund stehende Bass sehr tief, überträgt sich ein Rumpeln und Brummen auch in höhere Frequenzen und bringt diese hörbar aus dem Tritt.
Trotzdem ist das Klangbild durchaus angenehm. Es ist ungeachtet des beim Einsatz alles übertönenden Tiefbasses noch auf der ausgewogenen Seite und weist keine groben Unzulänglichkeiten auf. Im Vergleich mit höherwertigen Headsets oder Kopfhörern könnte das Logitech Pro Gaming ein wenig voller und detaillierter aufspielen. Für den aufgerufenen Preis und den hauptsächlichen Einsatzzweck sind Sound und Abstimmung indes gut geeignet. Beim Spielen sind Gegner gut anhand ihrer Schrittgeräusche zu orten, die Räumlichkeit ist ordentlich, die Stimmwiedergabe recht natürlich. Das Pro Gaming ist somit durchaus auch zum Musikhören geeignet, allerdings sollten Ihre Ansprüche nicht zu hoch ausfallen. Die Mitten lassen ein wenig Präsenz vermissen und das Klangbild ein wenig hohl wirken, die Tontrennung könnte sauberer sein, ausdrucksstarken Stimmen mangelt es etwas an Charakter und den Höhen fehlt das letzte bisschen Spritzigkeit. Doch für ein 100-Euro-Gaming-Headset, das mit dem "Pro"-Zusatz das spielerische Konzept nochmals betont, schlägt sich das Logitech G Pro Gaming Headset beim Thema Musikwiedergabe noch gut. Gut funktioniert außerdem das Mikrofon, welches die Stimme gut verständlich aufzeichnet, nervige Pop-Geräusche unterbindet und nur wenige Nebengeräusche aufzeichnet.
Corsair HS70 Wireless
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Neben der Void-Reihe (siehe unten) bietet Corsair mit dem HS70 nun ein weiteres Funk-Headset für rund 100 Euro an. Das HS70 steht laut Corsair nicht in Konkurrenz mit dem Void RGB, welches eher die Gaming-Sparte bedienen soll. Statt mit RGB-Beleuchtung und einem auffälligen Design kommt das HS70 eher gediegen und mit einem sehr gepflegt wirkenden Äußeren daher. Das Design erinnert dabei ein wenig an eine Kreuzung aus einem Beyerdynamic- (DT-Reihe) und Sennheiser-Kopfhörer (HD 600). Die ovalen Hörermuscheln sind mit einem schicken Drahtgitter samt Corsair-Logo veredelt, die dicke Polsterung des Kopfbügels ist mit schicken Ziernähten versehen, beinahe alle Kunststoffteile sind mit haptisch angenehmen Kunstleder überzogen, die Kabel sauber in Aussparungen in der Aufhängung verborgen und geschützt. Der Bügel ist metallverstärkt und flexibel, belastete Elemente sind mit zusätzlichen Verstärkungen gesichert. Das HS70 wirkt beinahe schon edel und sehr robust.
Quelle: PC Games Hardware
Corsair HS70 Wireless
Die Verbindung mit einem PC wird via USB-Dongle hergestellt, zudem ist der Anschluss an eine PS4 möglich. Das Headset kann per USB-Kabel geladen werden, dies funktioniert auch während des Betriebs. Die Wiedergabe via USB ohne den Funk-Dongle ist indes nicht möglich. Außerdem fehlt dem HS70 ein Klinkenanschluss. Das HS70 eignet sich somit nur für den kabellosen Einsatz an einem PC oder einer PS4, nicht aber für den mobilen Einsatz. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt: Aus unverständlichen Gründen lassen sich die Ohrpolster nicht ohne Weiteres abnehmen, etwa um sie zu säubern oder auszutauschen.
Das HS70 wiegt rund 330 Gramm und gehört damit zu den leichteren kabellosen Headsets. Zum Vergleich: Das Corsair Void Pro wiegt 380 Gramm. Zur Herstellung der Verbindung mit dem Zuspieler reicht ein Klick auf den Power-Knopf am Headsets, danach muss das Gerät lediglich in die Nähe des eingesteckten Funk-Dongles gebracht werden. Während unserer Tests - und auch beim nun längerfristigen Einsatz - funktionierte die Funkübertragung tadellos. Die Reichweite gibt Corsair mit 12 Metern an, was wir gar ein wenig überschreiten lässt, bevor die Verbindung merklich gestört wurde. Hindernisse wie Möbel, Glasscheiben oder Wände schränken die 2,4-GHz-Funkübertragung aber natürlich mehr oder minder stark ein. Der Akku ist nicht wechselbar, hält aber auch über lange Gaming-Sessions hinweg. Laut Herstellerangabe liegt die Laufzeit bei 16 Stunden, bei hohem Pegel wird dies aber deutlich geringer ausfallen.
Die Funkverbindung ergänzt den generell schon hohen Komfort des HS70. Die Polsterung ist üppig und bequem, das Gewicht wird gut verteilt und selbst die für den kabellosen Einsatz nötigen Komponenten, darunter ein schwerer Akku, bringen das Gerät nicht aus dem Gleichgewicht. Sämtliche wichtigen Funktionen können direkt am Headset vornehmen, neben dem Knopf zum Ein- und Ausschalten an der rechten Hörerseite ist auf der linken ein weiterer angebracht, mit dem sich das Mikrofon stumm schalten lässt. Darüber ist das Lautstärkerädchen angebracht, darunter signalisiert eine LED den Betriebszustand. Weitere Einstellungen lassen sich über Corsairs Utility Engine vornehmen. Dazu zählt eine Option für virtuellen 7.1-Surroundsound, außerdem lässt sich eine Abhörfunktion für das gut funktionierende, recht natürlich klingende Mikrofon zuschalten und ein 10-Band-Equalizer samt 5 vordefinierten Profilen nutzen. Letztere können Sie außerdem durch eigene erweitern.
Das HS70 kann aber nicht nur bei Komfort, Bedienung und der Bewegungsfreiheit punkten, sondern auch beim Klang. Im Vergleich zum Void Pro spielt das HS70 nochmals ausgewogener, trotz großer 50-mm-Treiber ist der Bass straff und direkt und sticht nicht im - für diese Preisklasse - erfreulich detaillierten Klangbild hervor. Bei sehr tiefen Frequenzen wird der Bass etwas unpräzise und brummig, die Höhen könnten noch etwas klarer ausfallen, um Auflösung und Präzision zu verbessern, die Mitten etwas mehr Körper vermitteln - doch dies ist wirklich Meckern auf hohem Niveau und von einem Headset der 100-Euro-Preisklasse nicht wirklich zu erwarten. Tatsächlich schlägt sich das HS70 in diesem Bereich ausgezeichnet und kann sich mit vielen anderen empfehlenswerten Geräten messen - auch was das Mikrofon betrifft, auch wenn es nicht zu den herausragendsten Vertretern in diesem Preisrahmen zählt. Die zusätzliche Bewegungsfreiheit gibt es beim HS70 ohne deutlichen Aufpreis obendrauf. Die aufgerufenen 110 Euro sind ein ausgesprochen faires Angebot.
Corsair Void RGB Wireless
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Corsair bietet mit der Void-Reihe schon seit geraumer Zeit bequeme und günstige Spieler-Headsets, die nun mit den Pro-Versionen eine größere Überarbeitung erhalten haben. Es stehen drei Varianten zur Verfügung, wir wählen an dieser Stelle das per Funk verbundene Topmodell. Überarbeitet wurden unter anderem die Polster, die nun deutlich weicher und luftiger ausfallen sowie die klangliche Abstimmung. Das Void Pro RGB Wireless klingt gegenüber dem Vorgänger aufgeweckter, präziser und etwas detaillierter, was insbesondere auf die nun eher in den Hintergrund getretene Tieftonwiedergabe zurückfällt. Der Bass ist straff und recht präzise, allerdings lässt das Void Pro ein wenig satten Punch vermissen. Dazu sind die Höhen wie bei den Vorgängern ein wenig verhangen, was zu einem etwas trägen, gemütlichen Klangbild führt. Das Void Pro ist eher kein detailversessener Spielkamerad, wohl aber ein praktischer. Und dies fällt natürlich auf die ungebundene Freiheit zurück, welche die 2,4-GHz-Funkverbindung ermöglicht. Ein USB-Dongle übernimmt die Verbindung mit dem PC, die angegebene Reichweite von 12 Metern konnten wir gar relativ deutlich überschreiten. Außerdem stehen via Corsair Utility Engine rudimentäre Soundkarten-Funktionen samt Dolby Surround, Equalizer und Bassboost zur Verfügung. Wer mag, kann außerdem die RGB-Beleuchtung konfigurieren, mit einer Corsair-RGB-Tastatur kombinieren oder das blinkende Logo abschalten.
Ganz neu ist zudem das Mikrofon, welches beim Vorgänger Kritik aufgrund des zu kurzen Halses und eher mäßiger Qualität einstecken musste. Nun lässt sich das leider immer noch etwas wackelig wirkende Mikro deutlich besser vor dem Mund platzieren, die Aufnahme klingt deutlich natürlicher.
Creative Sound Blaster X H7 Tournament Edition
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Das Sound Blaster X H7 ist der große Bruder des H5 und dessen Überarbeitung, dem H5Tournament Edition (Einzeltest) und ist in Form der Tournament Edition nun ebenfalls in einer überarbeiteten Form verfügbar. Die Verbesserungen betreffen die Treiber und deren Abstimmung, sowie das Mikrofon, welches nun eine wesentlich bessere Aufnahmequalität bietet. Das H7 TE kommt gegenüber dem kleineren Bruder aus gleichem Hause mit einer USB-Soundkarte daher. Diese bietet prinzipiell alle Features, über welche auch Creatives hauseigene USB-Soundkarte G1 verfügt, der Aufpreis gegenüber dem H5 TE beträgt rund 30 Euro, die von Creative empfohlene G1 kostet etwa 30 - der USB-Aufpreis wirkt fair.
Die zusätzlichen Features umfassen die Unterstützung für 7.1-Surround-Sound samt SBX-Virtualisierung, den Scout-Modus, mehrere Klangprofile, einen sehr guten Equalizer, sowie Mikrofon-Verbesserung inklusive optionaler Stimmmodulation. Ein Großteil dieser Features lässt sich umfangreich über die optionale Software Sound Blaster Acoutstic Engine konfigurieren.
Quelle: PC Games Hardware
Creative Sound Blaster X H7 Tournament Edition
Der Sound des H7 TE fällt gegenüber der sehr neutralen Non-TE-Version etwas unterhaltsamer aus, der Bass ist nun etwas präsenter und gefällt mit sattem, doch präzisen Punch. Die Mitten sind erfreulich sauber, die leicht betonten Höhen erlauben einen sehr detaillierten Klang und verleihen dem Sound etwas mehr Spritzigkeit. Das H7 ist wie die Geschwister dank der aus voll musiktauglich und macht auch beim Spielen mit sehr guter Ortung und sauberer Tiefenstaffelung eine ausgesprochen gute Figur. Der Komfort ist dank der flauschig-weichen Polsterung, dem geringen Gewicht sowie der guten Verteilung desselben und des nachgiebigen, sich der Kopfform anpassenden Bügel, sehr hoch. Auf Seiten der Verarbeitung und Materialanmutung gibt es kaum etwas zu kritisieren: Das H7 ist wie der H5 auch in der Tournament Edition dank des Federstahlbügels extrem flexibel, Halterungen, Plastikteile und Kabel wirken, als könnten sie selbst mutwillige Gewalteinwirkung überstehen. Für 100 Euro ist das H7 TE ein tolles Angebot, insbesondere, falls Sie über keine Soundkarte und nur mäßig klingendes Onboard-Audio verfügen. Andernfalls lohnt sich eher der Griff zum günstigeren H5 ohne USB-Soundkarte.
Teufel Cage (altes Modell, End of Line)
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Schon seit geraumer Zeit arbeitet die Berliner Lautsprecher-Schmiede Teufel an einem Spieler-Headset. Erste Prototypen bekamen wir schon vor Monaten zu Gesicht. Doch Teufel wollte nichts überstürzen, sondern ein von Beginn an überzeugendes Gerät liefern. Offenbar war das die richtige Herangehensweise: Teufels erstes Spieler-Headset ist sehr gelungen und kann sich selbst im stark umkämpften Markt herausstellen und gegenüber Mitstreitern auch etablierter Hersteller behaupten. Die Überzeugungsarbeit des Cage beginnt schon beim Auspacken des Headsets: Der Name "Cage" entstammt der auffälligen und hochwertig anmutenden Aluminium-Aufhängung der Hörer. Diese ist sauber aus einem einzelnen Teil gefräst, Gunmetal-Grau eloxiert und mittels kräftig dimensionierter Schrauben mit dem flexiblen, doch ebenfalls sehr robust wirkenden Kopfbügel verbunden. Die Kunststoffe sind haptisch wie optisch sehr gefällig, die Polster aus anschmiegsamem Kunstleder gefertigt. Das Mikrofon sowie die Verkabelung via Klinke können beidseitig angeschlossen werden, das Headset kennt also prinzipiell kein links oder rechts, sondern wählt die Polung automatisch.
Außerdem kann neben dem Spiele-Signal gleichzeitig eine Verbindung mit mobilen Geräten genutzt werden und so etwa zur selben Zeit gespielt und telefoniert werden - ein Mikrofonschalter am Headset sorgt dabei für Privatsphäre, auch beim gleichzeitigen Spiele-Chat via USB. Unter den wechselbaren Ohrpolstern verbirgt sich auf jeder Seite ein kräftiger 40-mm-Treiber. Diese sorgen für einen angenehm hochauflösenden und ausgewogenen Sound - das Cage ist kein Bassbomber, sondern drückt den Tiefton straff und mit viel Punch in die Gehörgänge. Per USB angebunden liefert der im Gerät verbaute C-Media-Chip indes mit einer Soundkarte vergleichbare und nützliche Features, darunter Mikrofonverbesserungen, virtueller Surround, Bass-Boost oder Equalizer. Das Teufel Cage wird im Juli ausgeliefert, der Preis soll laut Teufel bei etwa 170 Euro liegen - Vorbesteller erhalten das Cage ab dem 30. Mai für 149,99 Euro. Unseren kompletten Online-Test lesen Sie hier.
Logitech G533 Wireless
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Das Logitech G533 Wireless ist prinzipiell ein recht ausgewogenes Gaming-Headset ohne großen Schnickschnack, wäre da nicht die kabellose 2,4-GHz-Funkverbindung. Diese erlaubt einen relativ großen Freiraum, Logitech beziffert 15 Meter als Maximalreichweite, was unseren Tests nach realistisch ist. Der für den Betrieb nötige Akku verbirgt sich in der (minimal schwereren) rechten Hörermuschel unter einer Kappe und kann gewechselt werden. Doch reicht die Laufzeit von 16 Stunden bei gemäßigter Lautstärke (Angabe von Logitech, ebenfalls realistisch) prinzipiell für einen sehr erfüllten Spiele-Tag aus,mnotfalls kann das G533 aber auch mit dem beiliegenden USB-Kabel während dem Spielen aufgeladen werden. Der Sender ist eine kleine USB-Einheit, verbunden wird das G533 mittels einfachem Knopfdruck. Das Headset bietet alle wirklich notwendigen Kontrollen direkt am Gerät, darunter den Lautstärkeregler und eine Mikrofonstummschaltung, die entweder standardmäßig mittels programmierbarer G-Taste oder dem Hochklappen des Mikrofonarms aktiviert werden kann. Alle weiteren Features, darunter auch eine gut funktionierende 7.1-Surround-Simulation via DTS Headphone X, einem Equalizer sowie eine Vielzahl verschiedener Profile, machen den Nutzen der Logitech-Gaming-Software notwendig. Diese gibt außerdem Auskunft über die korrekte Verbindung sowie den Akkustand und die (geschätzte) verbleibende Laufzeit.
Der Klang des G533 ist sehr gefällig, insbesondere bei Spielen und Filmen hinterlässt das kabellose Headset einen guten Eindruck. Die angewinkelten 40-mm-Treiber im Inneren des Geräts liefern einen sehr prägnanten Tiefbass und verleihen beispielsweise Explosionen eine hohe Ausdruckskraft, ansonsten gibt sich das G533 relativ ausgewogen, wenn auch nicht linear oder gar analytisch. Damit ist das kabellose Logitech-Headset auch zum Musikhören geeignet, allerdings mit gewissen Einschränkungen - eine allzu hohe Klangtreue ist nicht zu erwarten. Es zählt in dieser Disziplin und Preisklasse jedoch zu den überzeugendsten Vertretern der Wireless-Headsets. Der zuschaltbare virtuelle Surround via DTS Headphone X kann ebenfalls gefallen und in mehreren Optionen angepasst werden, darunter findet sich auch eine Feinjustierung der einzelnen (virtuellen) Kanäle. Im Gesamten betrachtet klang der Surround-Sound für unser Empfinden ein wenig "hohl", was sich jedoch mit etwas Tuning am Equalizer größtenteils ausbügeln ließ.
Für den aktuellen Preis von rund 120 Euro bekommen Sie mit dem Logitech G533 ein sehr gefälliges kabelloses Headset, das prinzipiell für alle Lebenslagen geeignet ist. Den überzeugendsten Eindruck indes beim Spielen hinterlässt - worauf es offensichtlich auch ausgelegt wurde. Die drahtlose Verbindung funktionierte während unseres Tests tadellos, die Bedienung des Headsets an sich ist intuitiv und simpel, die komplexeren Features via Software sind üppig. Das Mikrofon liefert bei der Kommunikation mit Mitspielern eine gute Verständlichkeit und recht hohe Stimmtreue. Bei Störungen der Funkverbindung oder höheren Entfernungen kann es gemäß unseren Tests auch mal zu Rauschen kommen, was diesen Umstand betreffend allerdings nur begrenzt kritisierbar ist. Der hohe Plastikanteil und das teils filigran wirkende Design von Elementen, die beim täglichen und eventuell unbehutsamem Gebrauch auch mal höhere Belastungen wegstecken sollten, ist das schon eher. Wir raten zum sorgsamen Umgang mit dem G533. Freiheitsliebenden Spielern sei das kabellose Logitech-Headset indes ans Herz gelegt, zumindest für den aktuell günstigen Preis. Der größere Bruder, das G933 Artemis Spectrum, ist momentan allerdings nur wenig teurer.
Steelseries Arctis 5
(USB, ohraufliegend, geschlossen)
Das Steelseries Arctis 5 ist ein überzeugendes USB-Headset der Mittelklasse um 100 Euro und bildet außerdem das Zentrum von Steelseries' neuer Headset-Reihe. Diese umfasst neben dem Arctis 5 das Klinken-Headset Arctis 3 und das kabellose Arctis 7. Beim Arctis 5 handelt es sich prinzipiell um ein typisches Gaming-Headset samt farbiger LED-Beleuchtung und optionalem Surround-Sound, allerdings weist das Steelseries-Headset neben diesen Features praktisch keine der häufig vertretenen Schwächen typischer Gaming-Headsets auf. Da wäre beispielsweise die gute Verarbeitung zu nennen: Das Arctis 5 ist zwar beinahe komplett aus Kunststoff gefertigt, wirkt jedoch außerordentlich stabil. So ist der Bügel sehr großzügig dimensioniert und bei dennoch flexibel, Aufhängungen und Gelenke sind metallverstärkt. Bei den Plastikteilen fällt hier und dort eine kleine Unsauberkeit auf, etwa durch Bearbeitungsrückstände oder Grate, generell sind Optik und Haptik jedoch überzeugend.
Quelle: PC Games Hardware
Steelseries Arctis 5
Am Tragekomfort gibt es wenig zu kritisieren: Die knapp über 300 Gramm des Arctis 5 verteilen sich auch aufgrund des Kopfbandes sehr gleichmäßig, die weichen, mit Kunststoffgeflecht überzogenen Polster nehmen die Ohren angenehm auf und schirmen Außengeräusche effektiv ab. Darunter ist pro Seite ein angeschrägter 40-mm-Treiber verbaut. Diese spielen sauber und detailreich auf, eine recht kräftige Bassbetonung stellt den Tiefton im ansonsten angenehm ausgewogenen Klangbild ein wenig in den Vordergrund. Das Arctis 5 kann mittels der Software Steelseries Engine 3 zudem in Sachen Klang mittels Equalizer angepasst werden, außerdem lässt sich hier die LED-Beleuchtung konfigurieren und der gelungene Surround-Sound via DTS Headphone X und Mikrofonverbesserungen zugeschaltet werden. Praktisch: Direkt am Kabel ist eine winzige Tischfernbedienung angebracht, welche die stufenlose Abmischung zwischen Chat- und Audiolautstärke zulässt. Der klassische Lautstärkeregler befindet sich direkt am Headset, hier kann außerdem das versenkbare und gut klingende Mikrofon stumm geschaltet werden. Optional kann das Arctis 5 auch per Klinke an einer Analogquelle betrieben werden, beispielsweise für den mobilen Einsatz.
Epos | Sennheiser GSP 350
(USB, ohrumschließend, geschlossen)
Wenn Sie ein sehr bequemes USB-Headset suchen, welches neben einem hohen Komfort außerdem durch einen bassstarken dabei jedoch detaillierten, sauberen und voluminösen Klang und ein tolles Mikrofon bestechen kann, dann könnten Sie sich eventuell für das rund 140 Euro kostende Sennheiser GSP 350 interessieren. Das Headset ist mit 275 Gramm angenehm leicht und bietet dank eines breiten, zweigeteilten Kopfbügel sowie dicken Kunstlederpolster an den Hörern einen hohen Komfort - auch wenn das Headset anfangs ein wenig straff auf dem Kopf sitzt. Die Ohrpolster sind mit anschmiegsamen Memory-Foam gefüttert und bieten trotz der schmalen Gestaltung viel Platz für die Lauscher und schotten Geräusche von außen und innen ausgesprochen gut ab. Das GSP 350 wird per USB verbunden, eine kleine Soundkarte ist in die Kabelfernbedienung integriert und unterstützt optional virtuellen Surround-Sound. Standardmäßig geben die zwei 40-mm-Treiber geben den warmen, vollen Klang in Stereo aus. Das Sennheiser-Headset hat einen kräftigen Tiefton-Fokus und bläst die Bässe mit vehementem Druck in die Gehörgänge. Dabei werden die restlichen Frequenzen erfreulicherweise nur sehr begrenzt durch diese Betonung in Mitleidenschaft gezogen, das GSP 350 leistet sich klanglich kaum Schwächen. Auch der Detailgrad fällt hoch aus, auch feinere Geräusche gehen in dem kraftvollen Klangbild nicht unter.
Quelle: PC Games Hardware
Sennheiser GSP 350
Der intuitiv zu bedienende Lautstärkeregler befindet sich indes direkt am Gerät, das Mikrofon wird durch Herunterklappen des Arms aktiviert. Und an dieser Stelle merkt man, dass Sennheiser auch bei Mikrofonen auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen kann, das Mikrofon des GSP 350 gehört zu den besten in dieser Preisklasse und nimmt nicht nur Stimmen sauber und natürlich auf, sondern unterdrückt außerdem Störgeräusche effektiv. Leider kann das GSP 350 nicht so einfach per Klinke verbunden werden, obwohl dies prinzipiell kein Problem darstellen sollte: Das Kabel des Headsets wird am Gerät mit einem vierpoligen 1,5-mm-Klinkenadapter angeschlossen und dann per USB verbunden. Ein zweites Kabel, das auf 3,5-mm-Klinke endet und damit den Betrieb an Smartphone oder MP3-Player erlauben würde, fehlt im Lieferumfang leider. Soll das Headset aber nur am PC genutzt werden, ist das GSP 350 ein guter Allrounder - insbesondere, wenn Sie einen eher bassbetonten Sound bevorzugen.
Roccat Cross
(Klinke, ohraufliegend, geschlossen)
Das Roccat Cross ist ein schlicht gestaltetes, sehr leichtes und kompaktes Stereo-Headset, das neben Spielen auch für den mobilen Einsatz unterwegs herhalten soll - daher wohl auch der Name Cross, der eine Verbindung dieser beiden Konzepte aufzeigt. Das Cross ist mit knapp unter 190 Gramm sehr leicht, die Polsterung der Bügel und Hörer fällt eher schmal aus, doch dank weichem Memory-Foam, mit dem die Polster dick gefüttert wurde, und dem Fliegengewicht des Geräts sitzt das Cross bequem auf dem Kopf. Die Aufhängung der Hörer ist aus Plastik gefertigt und wirkt stabil, allerdings sollte bei der Handhabung darauf geachtet werden, die Aufhängung nicht überzustrapazieren. Der Bügel ist aus Federstahl gefertigt und entsprechend biegsam. Für den mobilen Einsatz an Smartphone oder Tablet kann das Kabel des Roccat Cross an der linken Seite des Hörers gewechselt werden. Das für den Gaming-Einsatz gedachte, 2,35 Meter lange Kabel endet in zwei dreipoligen Klinkenadaptern, die direkt mit Soundkarte oder Onboard-Audio verbunden werden können, am oberen Ende befindet sich eine Mikrofonstummschaltung, am anderen Ende des Kabels ist das Mikrofon befestigt. Dieses wird wiederum zusammen mit dem Kabel am Hörer eingesteckt. Das Kabel für den mobilen Einsatz ist mit 1,2 Metern ein ganzes Stück kürzer und verzichtet auf das Standard-Boom-Mikrofon. Stattdessen wurde ein Kabelmikrofon verbaut, außerdem verzichtete Roccat auf die Nylon-Ummantelung des Kabels, wohl um Schleifgeräusche bei Bewegung zu vermeiden. Eine Lautstärkereglung findet sich etwas versteckt direkt am linken Hörer.
Das Roccat Cross ist ein Headset mit geschlossenem Design, einige winzige Löcher bei der Aufhängung lassen allerdings ein wenig Luftzirkulation zu. Die Isolation ist gut, schottet den Hörer aber nicht komplett ab - hilfreich, um beim Alltagseinsatz in öffentlichen Verkehrsmitteln keinen Aufstand der musikgeschädigten Mitreisenden zu riskieren und gleichsam beim Aussteigen nicht von dem geräuschlos rollenden und hupenden Kleintransporter überrollt zu werden. Die Ohrpolster des kompakten Headsets liegen zudem auf den Ohren auf; einen Faktor, den Brillenträger eventuell genauer beachten sollten, wenngleich wir beim Tragen mit Brille nur gemäßigten Druck auf deren Bügel bemerkten. Das Roccat Cross ist sehr leicht anzutreiben und hat einen hohen Wirkungsgrad, kann trotz der für die Kompaktheit ziemlich großen 50-mm-Treibern daher auch an eher leistungsschwachen Zuspielern betrieben werden. Klanglich ist das Cross allerdings kein allzu feingeistiger Geselle: Die Betonung liegt klar auf den unteren und oberen Frequenzen, während die Mitten in den Hintergrund treten - die klassische Badewannen-Abstimmung. Allerdings ist diese beim Cross längst nicht so ausgeprägt wie bei anderen Spieler-Headsets, zudem ist das Klangbild sonst relativ ausgewogen. Trotzdem stören der nicht sonderlich präzise Bass und die zischelnden Höhen etwas. Darüber hinaus ist das Cross kein Freund feinerer Details, denn diese werden zu weiten Teilen unter den Klangteppich gekehrt. Wechseln wir vom Cross auf einen Hifi-Kopfhörer, ist das Fehlen von Teilen des gerade laufenden Songs offensichtlich. Wobei das Cross natürlich auch kein HiFi-Kopfhörer ist und sicherlich nicht jeder gerne und ständig komplexe Musik hört. Für Populärmusik ist das Cross durchaus brauchbar, Ähnliches gilt auch für den Einsatz beim Spielen: Bei Spielen, bei denen es nicht stark auf das Heraushören von Feinheiten ankommt, macht das Cross eine ordentliche Figur, auch dank der Tatsache, dass es Stimmen gut wiedergibt und so beispielsweise bei dialoglastigen Rollenspielen gefallen kann. Sollten Sie allerdings viel mit Ihren Ohren "arbeiten" müssen, um beispielsweise den hinter herumstehenden Kisten herumschleichenden Bombenleger zu orten, und zudem das brauchbare, aber nicht voll überzeugende Mikrofon beständig zur Kommunikation benötigen, gibt es überzeugendere Geräte zum ähnlichen Preis. Wer einen günstigen Allrounder sucht und einen hohen Wert auf Mobilität legt, kann das rund 70 Euro günstige Roccat Cross aber in die engere Wahl einbeziehen.
Asus Strix Wireless
(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Mit dem Strix Wireless hat Asus eine Variante ihres Strix-Headsets im Angebot, das für jene Spieler konzipiert wurde, die ihre Beweglichkeit nicht durch lästige Kabel einschränken lassen wollen. Das Strix Wireless unterscheidet sich optisch durch ein paar Akzente, so sind die "Eulenaugen" (Strix: Lat. für Ohreneule) an den Hörern des Headsets nun beleuchtet, auf der linken Seite befinden sich außerdem Lautstärkeregler. Mikrofonstummschaltung sowie Ein-/und Ausschalter. Die unter anderem von dem nahen Verwandten Asus Strix DSP bekannte Steuerungsbox entfällt. Das Headset wir mit einem USB-Funk-Dongle mit dem PC verbunden, zudem können auch mobile Geräte verbunden werden. Der 900 mA-Akku hält laut Hersteller für rund 10 Stunden. Als "optimal für unterwegs" bewirbt Asus das Strix Wireless, wobei das Headset auch ohne Kabel 300 Gramm auf die Waage bringt und recht üppig dimensioniert ausfällt. Das auffällige Design würde in Buss und Bahn sicherlich einige Blicke auf sich ziehen, ob man sich diese denn nun wünscht oder nicht. Allerdings wäre das Strix Wireless dank guter Abschirmung prinzipiell sehr gut für den Außeneinsatz geeignet. Die Isolation ist sehr gut, es dringen kaum Geräusche nach innen und noch weniger nach innen. Die riesigen, sehr weichen und angenehm anschmiegsamen Kunstlederpolster der Hörer sowie das freischwingende, ebenfalls sehr dick gepolsterte Kopfband verteilen das Gewicht sehr gut, der Anpressdruck ist anfangs jedoch recht stark ausgeprägt. Der massive Bügel des Headsets verliert aber nach einer Weile ein wenig seiner Spannung. Federleicht und unspürbar ist das Strix Wireless beim Tragen zu keiner Zeit, es ist jedoch durchaus bequem, wozu die zugewonnene Freiheit dank der kabellosen Verbindung natürlich noch beiträgt. Die Angabe von 10 Metern Reichweite ist realistisch, Türen, Wände oder große Hindernisse zwischen Sender und Empfänger schränken die Funkverbindung aber natürlich stark ein.
Da die schon angesprochene Tischbox beim Strix Wireless entfällt, müssen Sie zur vollen Kontrolle des Headsets die Software installieren und das Sonic Studio nutzen. Dieses bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, darunter auch Surround-Sound, Halleffekte, einen gut funktionierenden Equalizer, Bass Boost und Mikrofon- und Sprachverbesserungen für ein- und ausgehende Gespräche. Ein Blick in die Software lohnt sich, denn die Voreinstellungen passen nicht zwangsläufig gut für jedes Szenario, beispielsweise für Musikwiedergabe oder zum Spielen. Sie können natürlich auch ein Preset nutzen, von denen einige vordefinierte existieren, oder eigene anlegen und nutzen. Ist das Headset korrekt für den jeweiligen Einsatzzweck eingerichtet, klingt das Asus Strix Wireless durchaus spaßig. Die gewaltigen 60-mm-Treiber sind zu massiven Bässen fähig, allerdings kommt die Größe auch mit einer gewissen Trägheit einher. Eine hohe Präzision sollten Sie ebenfalls nicht erwarten, die kabellose Variante des Strix hat ganz ähnlich wie die USB-Version DSP eine eigene Klangfarbe. Die Strix-Headsets sind ganz klar nicht für Freunde des reinen Klangs konzeptioniert, sondern sollen vor allem Spaß machen. Und wenn Sie sich auf das Spielchen einlassen, funktioniert dies auch sehr gut. Laut Asus sollte das Strix Wireless seit Anfang Juli für 139,99 Euro erhältlich sein, bislang ist es in unserem Preisvergleich jedoch nicht gelistet.
Creative Sound Blaster X H5
(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Mit dem Sound Blaster H5 bietet Creative ein sehr überzeugendes Headset in der Mittelklasse an. Offenbar hat der Soundspezialist eine eher anspruchsvollere Klientel im Visier, denn Creative setzt beim H5 weniger auf effektvolle optische wie technische Spielereien und Bombast-Sound, sondern legt spürbar Wert auf ein funktionales Design, eine sehr gute Materialanmutung sowie Verarbeitung und wählte bei dem Abstimmen einen für Gaming-Headsets eher untypischen Klang aus. In etwa vergleichbar mit dem Einstiegskopfhörer QPad QH-90 oder dem darauf basierenden HyperX Cloud zeichnet sich das Creative-Headset durch einen sehr ausgewogenen Sound aus. Tatsächlich klingt das H5 sogar beinahe analytisch linear, keine Frequenz sticht besonders aus dem Klangbild hervor und der Bass ist eher zurückhaltender Natur. Dafür spricht dieser sehr direkt und angenehm trocken auf. Wem dies nicht ausreicht, der kann sich mit der kostenlosen, jedoch registrierungspflichtigen Sound Blaster X Acoutics Engine Lite eine Software herunterladen, mit sich einige vordefinierte Profile sowie Surround-Sound aktivieren lassen - ungewöhnlich für ein analoges Headset. Die Einstellungsmöglichkeiten sind rudimentär, im Gegenzug funktioniert die Software allerdings auch mit herstellerfremden Geräten. Sie können diese Software also auch nutzen, wenn Sie keine Creative-Hardware gekauft oder verbaut haben. Auch ohne Equalizer oder Möglichkeiten, den Surround-Sound, Crystalizer oder die Basswiedergabe zu optimieren bietet die Software einige Vorteile. Viel Leistung benötigt das H5 nicht, es lässt sich anstandslos über Onboard-Audio oder Smartphone betreiben. Für mobile Geräte beisitzt das H5 eine 3,5-mm-Vierpol-Klinke. Bestenfalls treiben Sie das H5 aber mit einer Soundkarte inklusive vernünftigem Equalizer an, denn es bietet einige Reserven, die sich mit entsprechender Hardware besser ausschöpfen lassen. So kann den Treibern beispielsweise eine deutliche Betonung der unteren Frequenzen zugemutet werden, ohne dass diese ihre Contenance verlieren. Eine ordentliche Verstärkung zwischen 30 und 100 Hz verhilft dem H5 zu sehr viel Druck, das ausgeglichene, dynamische Klangbild bleibt dabei beinahe komplett erhalten. Somit könnten auch Bassfreunde auf ihre Kosten kommen.
Das Sound Blaster X H5 wiegt nur 250 Gramm und ist ausgesprochen angenehm zu tragen. Die großen bequemen Ohrpolster schließen sauber ab, der sehr flexible Bügel übt dabei nur einen geringen Anpressdruck aus. Trotzdem sitzt das H5 sicher auf dem Schädel und verrutscht erst, wenn der Kopf sehr energisch bewegt wird. Beide Umstände erlauben es, das Headset auch über Stunden zu tragen, ohne dass es unangenehm auffällt oder gar drückt. Das ist sehr vorteilhaft, denn es gibt nur selten Gründe dafür, das Headset abzunehmen - sowohl beim Spielen, Filme schauen oder Musikhören kann das H5 punkten, der differenzierte, klare und ausgeglichene Sound macht es zu einem echten Allrounder. Das Mikrofon funktioniert ebenfalls sehr ordentlich: Es gibt Stimmen ausreichend laut und recht natürlich wieder und zeichnet nur relativ wenige Störgeräusche auf. Mit einer zusätzlichen Mikrofonsteuerung beispielsweise über die Soundkarte, lässt sich das Mikrofon beinahe rauschfrei betreiben. Es lässt sich auf Wunsch abnehmen oder mittels gut bedienbarer Kabelfernbedienung stummschalten. Hier finden sich außerdem Lautstärkeregler und ein zusätzlicher Knopf für Wiedergabe/Pause für Multimediaanwendungen oder mobilen Einsatz. Nehmen wir die sehr gute Verarbeitung, die Materialanmutung und die Klangreserven in die Gleichung mit auf, erscheint der dafür aufgerufene Preis von mittlerweile nur rund 110 Euro sehr fair. Suchen Sie ein bequemes Headset mit Allround-Fähigkeiten sowie einem Klang, der sich mit so manch Einsteiger-Kopfhörer aus dem Hifi-Bereich messen kann, so sind Sie mit dem Sound Blaster X H5 sehr gut bedient.
HyperX Cloud 2
(USB - abtrennbar, virtueller Surround, ohrumschließend, geschlossen)
Das HyperX Cloud 2 ist ein sehr empfehlenswertes Headset unter der magischen 100-Euro-Grenze. Es basiert auf dem ebenfalls sehr guten QH-90 des schwedischen Herstellers Qpad, welches wiederum auf dem Kopfhörer Tekstar HI 2050 basiert. Die Zusammenarbeit von HyperX und Qpad ist offenbar erfolgreich: Der Hersteller ließ uns gegenüber verlauten, in diese Richtung weiter zu arbeiten. Das geschlossene Cloud 2 unterscheidet sich technisch von dem Vorgänger nur durch die neu hinzugekommene USB-Soundkarte, die zudem über eine 7.1-Surround-Virtuallisierung verfügt. An dem gut verarbeitetem und haptisch angenehmen Gehäuse des USB-Klangwandlers sind zudem gut zugänglich und bedienbar Kontrollen für (Mikrofon-) Lautstärke, Surround sowie eine Mikrofonstummschaltung verbaut.
Klanglich ist die USB-Lösung in etwa auf dem Level einer ordentlichen Einsteigersoundkarte. Wenn Sie schon eine bessere Soundkarte daheim haben, können Sie die USB-Soundkarte praktischerweise aber auch abnehmen. Oder Sie greifen zu dem etwa 10 - 15 Euro günstigeren Vorgängermodell. Das Cloud 2 wird von zwei massiven 53-mm-Treibern befeuert, spielt trotz deren Größe aber recht ausgewogen und besitzt keine übertriebene Bassbetonung, es wirkt gegenüber anderen Headsets im Tieftonbereich fast schon zurückhaltend und lässt etwas Körper und Volumen vermissen. Doch die Bässe sitzen dafür präzise und straff, verfärben nebenliegende Frequenzen nicht unangenehm und sind frei von lästigem Brummen. Die Mitten gefallen, fallen gegenüber sehr guten und lebendig spielenden Headsets oder Hifi-Kopfhörern aber etwas zurück. Allerdings bietet das Cloud 2 hier deutlich mehr als eine Vielzahl anderer Geräte in dieser Preisklasse. Die Höhen sind detailliert und erlauben eine sehr gute Differenzierung von Klängen; wiederum könnten hier Besitzer von High-End-Geräten etwas Auflösung und Genauigkeit vermissen. In dieser Preisklasse ist das HyperX Cloud 2 aber klanglich kaum zu schlagen. Letzteres wird nochmals von der Verarbeitung, der Ausstattung und dem sehr guten optischen wie haptischen Eindruck unterstrichen, das Headset mit den schwedischen Wurzeln ist sehr gut verarbeitet, setzt auf feine Materialien wie gebürstetes Aluminium, sehr angenehmes Kunstleder und nur wenig auf Plastikteile. Die wirken zudem sehr stabil, wurden mit einer hapitsch angenehmen matten Oberflächenstruktur überzogen und zeigen praktisch keine Abweichungen bei Spaltmaßen, kaum Verarbeitungsrückstände, knarzen und knacken nicht. Auf der Ausstattungsseite kann das HyperX Cloud 2 neben der bereits erwähnten USB-Soundkarte mit Fernbedienung mit einer geplosterten Tragetasche punkten, toll sind außerdem die beiliegenden Velourpolster. Diese lassen sich angenehm leicht austauschen und bieten wie die Kunstlederpolster einen ausgezeichneten Komfort. Positiv zu werten ist außerdem das Mikrofon, welches über eine effektive Rauschunterdrückung verfügt und eine gute Qualität bietet, zudem sehr beweglich ist und sich auf Wunsch abnehmen lässt. Der Doppelklinkenstecker für den Einsatz im Flugzeug ist außerdem eine nette Dreingabe, aber in den meisten Fällen wohl kaum ein Kaufgrund. Unterm Strich zählen das HyperX Cloud 2 und dessen Vorgänger zu den empfehlenswertesten Headsets unter 100 Euro.

BITTE DEN RATGEBER ÜBERARBEITEN
es steht da Februar 2023
wir schreiben aber das Jahr 2024, fast schon 25
mich hat das zuerst irritiert
danke schön
die gehen immer kaputt und den Suport kannst du voll vergessen!?
Astro hat einen astreinen Sound und ist viel langlebiger!?
Das Astro A10 Headset ist wunderbar, ich bin mit der Firma Astro voll zufriede
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Edit: Man kann ja für Kopfhöhrer richtig Geld ausgeben. Zuletzt war ich echt erstaunt über Apple 0,65k für BT Kopfhörer aber ein Traum von Schallisolierung/Overear und Tragekomfort.