Teufel Cage - Das erste Spieler-Headset der Berliner im Test
Mit dem Cage hat die Berliner Lautsprecherschmiede Teufel nun erstmalig ein für Spieler konzipiertes Headset im Angebot. Erste Prototypen des Cage haben wir schon vor Monaten zu Gesicht bekommen, doch Teufel wollte bei der Entwicklung nichts überstürzen, sondern direkt von Beginn an ein rundum überzeugendes Gerät abliefern. Doch nun ist es soweit: Das Teufel Cage stellt sich unserem Test und muss zeigen, ob es sich im stark umkämpften Markt hervortun kann.
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Teufel hat sich bei der Entwicklung des ersten Spieler-Headsets Zeit gelassen, doch offenbar war dies die richtige Herangehensweise: Das Cage ist nach unseren Tests sehr gelungen. Es kann sich selbst im stark umkämpften Markt und auch gegenüber Mitstreitern etablierter Hersteller behaupten. Die Überzeugungsarbeit des Cage beginnt schon beim Auspacken des Headsets: Der Name "Cage" entstammt der auffälligen und hochwertig anmutenden Aluminium-Aufhängung der Hörer. Die beiden Teile pro Seite wurden sauber aus einem einzelnen Aluminium-Stück gefräst und in Gunmetal-Grau eloxiert - bei der Herstellung ist dies nicht günstig, beim Begutachten wirkt die namensgebende Aufhängung dafür sehr hochwertig und stabil. Das gilt auch für die restlichen Materialien und die Verarbeitung des mit rund 310 Gramm mittelschweren Teufel-Headsets: Der aus optisch wie haptisch angenehmem Kunststoff gefertigte Bügel ist mittels kräftig dimensionierter Schrauben sauber mit der Aufhängung verbunden, mit Federstahl verstärkt und zugleich flexibel und robust. Die Größenverstellung rastet sauber und ist nochmals mit zwei eloxierten Aluminium-Teilen gesichert. Selbst bei mutwilliger Krafteinwirkung wirkt diese bei vielen Headsets unterdimensionierte und damit typische Bruchstelle beim Cage nicht gefährdet. Die sehr angenehme Kunstlederpolsterung fällt am Bügel etwas schmal aus, ist jedoch mit Memory-Foam gefüttert und passt sich sehr gut der Kopfform an. Gleiches gilt auch für die Ohrpolster, die jedoch noch ein wenig Luft an die Ohren dringen lassen und so auch bei sommerlichen Temperaturen für einen guten Tragekomfort sorgen. Auf der anderen Seite dringen auch noch einige Geräusche von innen nach außen und umgekehrt - vollkommen abgeschottet ist man beim Tragen des Cage also trotz geschlossener Bauweise nicht.
Teufel Cage - Vielseitig einsetzbar, am PC mit praktischen Zusatz-Features
Die nicht vollkommen abschottende Isolierung ist jedoch nicht zwangsweise negativ zu sehen, nicht jeder mag das "Taucherglockengefühl" eines wirklich satt abschließenden, geschlossenen Hörers. Zudem ist das Cage auch für den mobilen Einsatz konzipiert - und es ist durchaus nützlich, im alltäglichen Straßenverkehr noch etwas von der Umgebung wahrzunehmen: den lautstark hupenden, heranrasenden LKW beispielsweise. Für den mobilen Einsatz kann das Cage mittels eines beigelegten Klinkenkabels verbunden werden. Dabei kann das Kabel je nach Vorlieben links- oder rechtsseitig des Hörers angeschlossen werden, Gleiches gilt außerdem für das abnehmbare Mikrofon. Ist ein Zuspieler angeschlossen, wählt das Cage die korrekte Polung selbstständig. Zudem lässt sich bei kompatiblen Geräten die am Headset angebrachte Multifunktions-Taste nutzen, um beispielsweise ein Musikstück zu pausieren oder auszuwählen. Des Weiteren befindet sich eine Lautstärkereglung direkt am Headset, die Mikrofonstummschaltung findet sich am Mikrofon.
Die volle Feature-Packung gibt es indes nur, wenn das Cage per USB am PC angeschlossen und die zugehörige Software installiert wurde. Nun leuchten die an den Hörern angebrachten Teufel-Logos mit einem kräftigen Rot, zudem kümmert sich der integrierte C-Media-Audiochip um die Klangwandlung. Dieser unterstützt eine maximale Bit- und Abtastrate von 96 KHz bei 24 Bit und ergänzt eine ganze Reihe Features, die sich so oder in ähnlicher Form auch bei Soundkarten finden. Neben einem regulären Lautstärke- sowie Balance-Regler verfügt die Software des Cage außerdem über einen gut funktionierenden Equalizer, mit dem der Klang des Headsets umfangreich den eigenen Wünschen angepasst werden kann. Es stehen außerdem einige Voreinstellungen unter anderem für "Rock", "Dance", "Jazz" oder "Klassik", die jedoch ziemlich kräftig ausfallen und den Sound sehr stark beeinflussen. Sie können jedoch auch selbst Profile anlegen und speichern. Darüber hinaus gibt es mit Xear Dynamic Bass zudem eine weitere, auf den Tiefton beschränkte Möglichkeit, den Klang zu beeinflussen. Hier kann der Basspegel angehoben, die Frequenz der Verstärkung festgelegt und beispielsweise auf 150 Hz fixiert werden, um den Kickbass zu betonen, ohne dabei den Oberbass zu stark hervorzuheben - was beispielsweise tiefe Männerstimmen verfärben und diese zum Grollen bringen würde.
Zudem unterstützt das Cage einige Klangverbesserungen, darunter etwa Xear Audio Brilliant, einer Creatives Crystalizer ähnelnden Funktion zum Verbessern von stark komprimierten Audio-Dateien. Mittels Voice Clarity kann des Weiteren eine Stimmverbesserung zugeschaltet werden, praktisch beispielsweise, wenn das Gegenüber beim Chatten ein eher schlechtes Mikrofon benutzt und schwer zu verstehen ist. Das Mikrofon des Cage indes ist nicht nur sehr gut und nimmt Stimmen sehr natürlich auf, sondern verfügt über die Software zudem über eine Lautstärkereglung, Rauschunterdrückung sowie eine Monitor-Funktion. Eher in den Bereich "Spielerei" fällt die Stimmmodulation via Xear Magic Voice, mit der Sie Ihre Stimme wahlweise "dämonische Qualitäten" verleihen, wie Duffy Duck schnattern lassen oder das Geschlecht wechseln können - wenn Sie denn so wollen. Das Mikrofon lässt sich indes sowohl zum Spielen oder Chatten, als auch zum Telefonieren nutzen, wenn am Cage zusätzlich des USB-Anschlusses ein Smartphone via Klinke verbunden wurde. Mittels eines kleinen Auswahlschalters am Headset kann der jeweilige Eingang gewählt werden, das Mikrofon kann zudem mit einem direkt am Hals angebrachten, haptischen Schalter stumm- oder aktiv geschaltet werden.
Teufel Cage - Die klanglichen Qualitäten
Soweit so gut, doch alle noch so nützlichen Funktionen wären kaum von Bedeutung, wenn das Headset nicht gut klingen würde - und an dieser Stelle kann das Teufel Cage wirklich überzeugen: Der Sound der 40-mm-Treiber ist sehr ausgewogen, das Klangbild wird nicht durch zu deutliche Betonungen gestört, die Bässe sprechen flott an und werden angenehm knackig und straff in die Gehörgänge befördert - das Cage ist kein Bassbomber. Zudem ist die Auflösung und Detailabbildung erfreulich hoch, auch feine Details lassen sich gut wahrnehmen, zudem ist die Räumlichkeit des Cage für einen geschlossenen Hörer mehr als ordentlich. Diese Ausgewogenheit macht aus dem Cage einen echten Allrounder, der auch bei der Musikwiedergabe überzeugen kann und selbst anspruchsvolle Audio-Fans zufriedenstellt. Die Treiber des Cage haben indes noch einige Reserven, Bassfreunde können den Tiefton also problemlos kräftig anheben. Ist das Cage per USB angebunden, lässt sich zudem virtueller 7.1-Surround-Sound via Xear Surround Headphone zuschalten, was in den meisten Titeln sehr gut funktioniert und durchaus ein Plus an Immersion bringen kann. Die sehr gute Ortung geht indes eher auf den hohen Detailgrad des Headsets zurück. Wer mag, kann außerdem einen Stereo-Upmix via Xear Surround Max nutzten und so ein 2.0-Signal auf die virtuellen 7.1-Kanäle hochrechnen lassen - wobei dies natürlich mit gewissen Nebeneffekten daherkommt und eine höhere Räumlichkeit nur suggeriert, die jedoch nicht wirklich gegeben ist. Auch mobil betrieben kann das Cage überzeugen, die 32 Ohm Widerstand leistenden Treiber lassen sich mit einem guten Zuspieler problemlos antreiben, die geschlossene Bauweise sorgt für einen hohen Wirkungsgrad, zudem ist die Isolierung gut genug, um auch laute Musik nicht zu stark nach außen dringen zu lassen und stört somit das Umfeld nicht über Gebühr.
Teufel Cage - Fazit
Quelle: PC Games Hardware
Teufel Cage - PCGH-Award 07/2017
Die lange Entwicklungszeit hat sich offenbar ausgezahlt: Das Cage ist ein sehr überzeugendes Headset geworden und kann in vielen Situationen und Anwendungsgebieten gefallen. Das Design ist schick und durchdacht, die Bedienung ausgeklügelt und praktisch. Das Cage ist sauber verarbeitet und stabil, die Materialien sind hochwertig. Dazu ist der Sound sehr ansprechend, sowohl hochauflösend als auch ausgewogen und kann dank der vielen Features recht umfangreich angepasst werden. Das erste Spieler-Headset von Teufel kann sich auch gegenüber der Konkurrenz behaupten und verdient sich im Test (PCGH 07/2017) die Leistungsnote 1,73 sowie den PCGH-Top-Produkt-Award. Laut Teufel soll Cage das ab Juli erhältliche Cage etwa 170 Euro kosten; es kann indes ab heute, dem 30. Mai 2017 auf der Teufel-Homepage vorbestellt werden - zum Preorder-Preis von 149,99,- Euro. Für beide Preise erhalten Sie mit dem sehr gut klingenden, stabilen und vielseitigen Cage einen fairen Gegenwert.

Komische war auch erst 5 Wochen lieferzeit und bupp 2. Tag war es da !
Das sie auch anders können haben sie mir mit dem Teufel E450 Digital bewiesen aber Headsets no werde es mal mit dem Byerdynamic MMX300 2nd Generatrion versuchen das am 1sep kommen soll.
Kp wie die die ganzen awards mit diesem Cage abgeräumt haben.
Aber Lautsprecher von Teufel dann eher doch nicht. Mainstreambassbomber. Ich hatte die MK 40 II....naja die gehen wenigstens bei Ebay gut^^.
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Und selbst hier gehts vieeellll besser....CSMusiksysteme GmbH | DALI Spektor 6 - Stuckpreis | Hifi
Welten...aber n anderes Thema.
Mehr aber auch nicht.
Die neueren Produkte habe ich zwar noch nicht gehört, aber beispielsweise die Ultima Serie kenne ich ganz gut.
Sie sind günstig, klingen nach viel Bumm (keinesfalls schlecht aber weit ab von meinem Geschmack) und sind ganz ok was die Verarbeitung angeht.
Aber für die 500€ die die Ultima kosten, wüsste ich ein Dutzend Kandidaten, die ich mir eher ins Haus holen würde.
(Klanglich sehr nah an der günstigeren Heco Victa Serie).
Aber eben genau das was Teufel liefert, ist das was ich mit Gaming Headsets verbinde, könnte ihnen also gut stehen.
Zur Verarbeitung ganz OK ? Die Boxen haben mich dank Aktion 409€ inkl. Versand gekostet ein Witz für die Qualität der Materialien und Verarbeitung .Klanglich wirst du in dem Preisbereich ebenfalls kaum eine auch nur ähnlich gut klingende und dazu so gut aussehende Box finden .Hätte das für diesen Preis für nicht möglich gehalten .
Mehr aber auch nicht.
Die neueren Produkte habe ich zwar noch nicht gehört, aber beispielsweise die Ultima Serie kenne ich ganz gut.
Sie sind günstig, klingen nach viel Bumm (keinesfalls schlecht aber weit ab von meinem Geschmack) und sind ganz ok was die Verarbeitung angeht.
Aber für die 500€ die die Ultima kosten, wüsste ich ein Dutzend Kandidaten, die ich mir eher ins Haus holen würde.
(Klanglich sehr nah an der günstigeren Heco Victa Serie).
Aber eben genau das was Teufel liefert, ist das was ich mit Gaming Headsets verbinde, könnte ihnen also gut stehen.