C1 oder C2: Welches PCH-Stepping nutzen Haswell-Mainboards? Update: Wortman verschiebt PCs wegen Produktmangel

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Special Thilo Bayer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Anfang April hatte Intel angekündigt, das erste Stepping des für Haswell vorgesehenen Platform Controller Hubs Lynx Point durch ein C2-Stepping zu ersetzen. Seitdem ist von Intelseite praktisch nichts zum Thema zu hören und User fragen sich zu Recht, mit welchem Stepping die Sockel-1150-Mainboards nun in den Handel kommen. Wir fassen unsere Erkenntnisse zusammen. Heute mit einem Update.

Update vom 10.05.2013:
Die Kollegen von Channelpartner haben einen interessanten Artikel veröffentlicht. Demnach wird Distributor und Hersteller Wortmann seine Terra-Komplettsysteme aufgrund des USB-3.0.Bugs verschieben. Intel soll erst im Juli fehlerfreie Chipsätze liefern können und so lange will man auch abwarten. Interessant ist die Einschätzung des Sachmangels: Obwohl nur ein "kleiner Teil" der User vom Bug betroffen sein werde, sei der Bug "definitiv" ein Produktmangel, Retouren seien nicht ausgeschlossen. Intel würde die damit verbundenen Kosten und Aufwendungen nicht ersetzen.

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Originalartikel vom 08.05.2013:
Am 4. April bestätigte Intel, was bereits einige Zeit vorher durch das Internet geisterte: Das C1-Stepping des Platform Controller Hubs (PCH) von Lynx Point für Haswell weist einen Fehler im Zusammenspiel zwischen dem S3-Betriebsmodus und USB-3.0-Geräten auf. Konkret sollen Geräte, die über einen USB-3.0-Anschluss mit einem System mit Intel Haswell-Prozessor verbunden sind, nach dem Aufwachen aus dem S3-Energiesparmodus nicht mehr korrekt angesprochen werden können. Programme, die beispielsweise ein PDF oder ein Video von einem solchen Gerät anzeigen wollten, würden dann nur eine weiße Seite zeigen oder die Wiedergabe nicht fortsetzen. Da allerdings kein Datenverlust entsteht und das Problem durch einen Abziehen und Wiedereinstecken des USB-3.0-Gerätes behoben werden kann, sieht Intel darin offenbar keine wesentliche Beeinträchtigung. Trotzdem ist das Problem lästig und das C2-Stepping für die 8er-Serie, das per Product Change Notification Anfang April angekündigt wurde, soll das Problem durch eine Änderung der Metal Layer beheben. Über das C2-Stepping für Haswell haben wir bereits berichtet.

Seit der Ankündigung des neuen Steppings ist echt verdächtig ruhig geworden. Weder von Intel-, noch von Mainboardherstellerseite gibt es dazu klärende Stellungnahmen. Das ist insofern bedenklich, weil das Thema für PCGH-User durchaus wichtig ist. Eine aktuelle Umfrage deutet an, dass rund 40 Prozent der Interessierten auf jeden Fall auf das C2-Stepping warten würden. Aber kommen C1-Stepping-Mainboards überhaupt in den Handel? Und werden diese gesondert gekennzeichnet sein? Darf ich als Kunde Mainboards mit C1-Stepping einfach zurückgeben? Auf alle diese naheliegenden Fragen gibt es von offizieller Seite bisher keine befriedigenden Antworten. Mit Hinweis auf die bis zum 4. Juni bestehende Stillschweigepflicht wollen sich weder Intel, noch die Mainboardhersteller oder auch Onlinehändler zum Thema äußern.

Branchenkenner gehen aber davon aus, dass zum Start von Haswell auf jeden Fall Mainboards mit C1-Stepping im Handel verfügbar sein werden. Ob diese eine entsprechende Kennzeichnung haben werden und wie man das C1- vom C2-Stepping unterscheiden kann, dazu gibt es noch keine gesicherten Infos. Rechtlich gesehen dürfte der USB-3.0-Bug wohl nicht weitreichend genug sein für einen Sachmangel und außerdem ist der Bug im Vorfeld bekannt geworden. Eine Argumentation in Richtung "Unkenntnis eines Sachmangels" dürfte damit wegen §442 BGB ("Die Rechte des Käufers wegen eines Mangels sind ausgeschlossen, wenn er bei Vertragsschluss den Mangel kennt") schwierig werden. Spannend dürfte sein, was passiert, wenn ein Kunde unbedingt ein C2-Stepping-Bord haben wollte, aber hinterher erfährt, dass man ihm ein C1-Stepping-Board geschickt hat.

Wir bleiben für Sie am Ball und würden uns über weitere Fragen von Ihnen in diesem Zusammenhang freuen.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Löschzwerg BIOS-Overclocker(in)
        Nur die Mainboards sind betroffen. Aktuell gibt es nur Boards mit C1 Stepping, die mit C2 Stepping sollen im August langsam auf den Markt kommen.

        Hier eine etwas genauere Beschreibung des Problems:
        Hardware- und Nachrichten-Links des 5. Juni 2013 | 3DCenter.org

        Zitat
        Es ist noch die Intel-Erklärung zum "USB 3.0 Bug" von Haswell nachzureichen: Danach handelt es sich um keinen generellen Bug, vielmehr mag der USB-Controller der Haswell Mainboard-Chipsätze schlicht einen einzelnen anderen USB-Controller nicht, welcher ausschließlich auf diversen USB 3.0 Sticks verbaut wurde. Sobald beide USB-Controller zusammentreffen und ein Haswell-basierter Computer aus seinem Schlafmodus erwachen soll, kann es – als einzige Auswirkung – passieren, daß der USB-Stick neu erkannt wird anstatt wie regulär als schon im System angemeldet gilt. Dies würde sich durch die Windows-Meldung eines neu erkannten Wechseldatenträgers bemerkbar machen, einzelne Programme (genannt wurde der Adobe Reader) könnten auch bei einer vor dem Schlafmodus auf dem USB-Stick geöffneten Datei eine Fehlermeldung ausgeben. Ein Datenverlust droht aber nicht – weswegen Intel auch die Mainboard-Chipsätze in ihrem "fehlerhaften" C1-Stepping verkauft, ein gefixtes C2-Stepping wird es dann im August geben. Ein echter Fehler scheint das ganze allerdings nicht zu sein, noch dazu wo die Auswirkungen minimal und alle größeren Datenträger wie externe Festplatten sowieso nicht betroffen sind.
        Für mich persönlich hat das Problem eigentlich keinerlei Relevanz. Ich nutze den S3 Mode nicht bzw. sehr selten und wenn dann hängt am Rechner sicherlich kein USB-Stick an einem Port ^^
      • Von Löschzwerg BIOS-Overclocker(in)
        Nur die Mainboards sind betroffen. Aktuell gibt es nur Boards mit C1 Stepping, die mit C2 Stepping sollen im August langsam auf den Markt kommen.

        Hier eine etwas genauere Beschreibung des Problems:
        Hardware- und Nachrichten-Links des 5. Juni 2013 | 3DCenter.org

        Zitat
        Es ist noch die Intel-Erklärung zum "USB 3.0 Bug" von Haswell nachzureichen: Danach handelt es sich um keinen generellen Bug, vielmehr mag der USB-Controller der Haswell Mainboard-Chipsätze schlicht einen einzelnen anderen USB-Controller nicht, welcher ausschließlich auf diversen USB 3.0 Sticks verbaut wurde. Sobald beide USB-Controller zusammentreffen und ein Haswell-basierter Computer aus seinem Schlafmodus erwachen soll, kann es – als einzige Auswirkung – passieren, daß der USB-Stick neu erkannt wird anstatt wie regulär als schon im System angemeldet gilt. Dies würde sich durch die Windows-Meldung eines neu erkannten Wechseldatenträgers bemerkbar machen, einzelne Programme (genannt wurde der Adobe Reader) könnten auch bei einer vor dem Schlafmodus auf dem USB-Stick geöffneten Datei eine Fehlermeldung ausgeben. Ein Datenverlust droht aber nicht – weswegen Intel auch die Mainboard-Chipsätze in ihrem "fehlerhaften" C1-Stepping verkauft, ein gefixtes C2-Stepping wird es dann im August geben. Ein echter Fehler scheint das ganze allerdings nicht zu sein, noch dazu wo die Auswirkungen minimal und alle größeren Datenträger wie externe Festplatten sowieso nicht betroffen sind.
        Für mich persönlich hat das Problem eigentlich keinerlei Relevanz. Ich nutze den S3 Mode nicht bzw. sehr selten und wenn dann hängt am Rechner sicherlich kein USB-Stick an einem Port ^^
      • Von supergamer250 Schraubenverwechsler(in)
        Wie erkennt man die fehlerfreien Mainboards? Ich möchte gerne wenn ein C2 kaufen. Das Problem liegt nur an den Mainboards nicht an den Prozessoren oder?
      • Von SAINT-MAURICE Freizeitschrauber(in)
        Zitat von XD-User
        "Intel würde die damit verbundenen Kosten und Aufwendungen nicht ersetzen."

        Ich finde schon das sie das sollten, ist ja schließlich auch ihr Fehler... das Geld hätten sie ja.
        Käme aber auf Kosten der Nutzer, da Intel die Kosten der fehlerhaften Chipsätze weitergeben wird.
        Da der Fehler nur die wenigsten betreffen wird, ist Intels Lösung der Weg, um den Schaden aller Beteiligten zu minimieren.
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        "Intel würde die damit verbundenen Kosten und Aufwendungen nicht ersetzen."

        Ich finde schon das sie das sollten, ist ja schließlich auch ihr Fehler... das Geld hätten sie ja.
      • Von Jeanboy Volt-Modder(in)
        Ich nutze eh nie die Energiesparfunktion Gibt wirklich Schlimmeres
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