Intel Haswell: Neues C2-Stepping vor dem Kauf nicht erkennbar, CPU-Z gibt Hinweise auf Stepping
Laut einer uns vorliegenden Information einer industrienahen Quelle lassen sich Haswell-Mainboards mit dem neuen C2-Stepping über eine CPU-Z-Info erkennen. Allerdings stehen die Chancen schlecht, dass man schon vor dem Kauf weiß, welches Stepping man erwischt hat. Ab Ende Juli werden C2-Stepping-Mainboards also mit den "alten" Mainboards gemischt und verkauft.
Bereits bei der Veröffentlichung der Haswell-Prozessoren hat Chip-Hersteller Intel seine Partner darauf hingewiesen, dass das C1-Stepping ein Problem mit USB-3.0-Geräten hat, wenn der Rechner in den S3-Energiesparmodus geschickt wird. Nach dem Aufwachen werden diese dann nicht mehr richtig angesprochen und müssen gegebenenfalls neu angeschlossen werden - optional könnte man auch den Computer neu starten, jedoch würde dies den Sinn des Standby-Modus untergraben. Im April kündigte Intel dann eine neue Revision der Serie-8-PCHs an, die diesen Bug beheben sollen.
Nachdem bekannt geworden war, dass das USB-3.0-Problem nicht durch ein Software-Update behebbar ist, haben wir im Forum eine Umfrage gestartet, ob dieses Problem ein K.O-Kriterium für den potenziellen Kauf einer Haswell-CPU ist. Immerhin gut 45 Prozent der 689 Beteiligten bejahten dies. Jedoch birgt das neue C2-Stepping, das bereits Ende Juli auf neuen Mainboards erscheinen soll, keine große Freude für Leute, die sehnsüchtig darauf gewartet haben.
Ein industrienahe Quelle (trotz des naheliegenden Screenshots war es nicht Asus!) hat uns gegenüber mitgeteilt, dass Mainboards mit den neuen Chips nicht gesondert gekennzeichnet werden, sodass man vor der Inbetriebnahme nicht weiß, welches Stepping man in der Hand hält. Die Mainboards werden dann also vorerst gemischt in den Lagern der Vertreiber liegen und die alten Mainboards werden dann nach und nach verschwinden. Jedoch gibt es keine Garantie, irgendwann sicher das neue Stepping zu bekommen. Lediglich der Vermerk der Revision in CPU-Z spuckt diese Information aus. So sollen Haswell-Mainboards ab der Revision 05 mit Intels C2-Stepping-PCHs ausgestattet sein. Vorherige Revisionen wie die 04 sind dann noch C1-Stepping. Kundenfreundlich ist diese Lösung sicher nicht.

EDIT: OK, eine ältere CPU-Z Version zeigt "05", also ist es ein Feature in der neuen CPU-Z Version, dass C2 angezeigt wird.
Aber entgegen der Aussage von MSI steht nicht auf dem Aufkleber auf der Verpackung "C2". Aber super, dass es ein C2 MB ist.
Bei 4,3 GHz und 1,05 V unter 110W
Bei 4,5GHz und 1,11V (+-AVX Standardvoltage) immer noch deutlich unter 115W fürs gesamte System wie im Profil beschrieben .
Nach meinem AMD X6 kann ich über den Verbrauch echt nicht klagen,und auch meine Frau ist ruhiger wenn der nachwuchs Essen statt Stromrechnungen reingewürgt bekommt.
Des weiterem kann man OC schon auf den 60euro Boards betreiben
Zuerst das Wichtigste: Haswell hat bei gleicher Leistung keine höhere Abwärme als Ivy Bridge!!! Dieses Gerücht hält sich leider hartnäckig, beruht aber auf einem Missverständnis. Bei herkömmlichem Code ist Haswell ca 10% schneller und wird nicht wärmer als Ivy Bridge. Aber: Haswell hat etwas, was Ivy Bridge gar nicht hat, nämlich zusätzliche AVX-Rechenwerke. Damit kann Haswell die neuen AVX-Befehle bearbeiten, die Ivy Bridge gar nicht erst beherrscht. Wenn nun diese zusätzlichen AVX-Rechenwerke ausgelastet werden, dann - und nur dann! - erreicht Haswell eine etwas höhere TDP als Ivy Bridge. Aber: Mit AVX optimierter Code ist ca. 70% schneller als herkömmliches Coding! Das bedeutet im Klartext: Mit AVX-Code dreht Haswell so dermaßen die Leistungsschraube auf, dass Ivy Bridge kaum mehr als halb so schnell ist! In diesem Zustand wird er geringfügig (!) wärmer als Ivy Bridge.
Herkömmlicher Code (derzeit also noch fast alles) nutzt keine AVX-Befehle, und damit wird Haswell ausdrücklich nicht wärmer als Ivy Bridge und verbraucht auch keine Mehrleistung. Ganz im Gegenteil: Haswell bringt neue Stromsparmodi für den lastfreien Zustand, in dem sich ein PC den allergrößten Teil der Zeit befindet. In diesem Bereich verbraucht Haswell noch weniger als Ivy Bridge und erzeugt auch weniger Abwärme.
Dann hol Dir mal Deinen ollen Ivy Bridge und komm Dir kühl und stromsparmäßig vor.
Und der Chipsatz-Bug, mein Gott: der bewirkt nur, dass bestimmte (noch nicht mal alle) USB-3.0-Sticks nach dem Aufwachen des PCs aus dem Schlafmodus für ca. 1 Sekunde nicht zugreifbar sind. Normalerweise wirst Du davon gar nichts merken, selbst wenn Du solch USB-Stick einsetzt. Nur wenn Du ein Programm einsetzt, das der Meinung ist, direkt nach dem Aufwachen des PCs sofort auf den Stick zugreifen zu müssen, dann hast Du einen wahrnehmbaren Effekt. Das ist alles lächerlich und keinesfalls ein Grund, keinen Haswell zu kaufen.
Das Gerücht, man müsse solch USB-Stick wegen des Bugs nach dem Aufwachen rausziehen und wieder reinstecken, ist insofern auch Unfug.
Und wie immer diesselben Argumente:
- Haswell wird ja sooooooo heiß
- Haswell verbraucht mehr !!11
- wenig Leistungs+
- ein Bug am Mainboard, den 99,9% der User, die sich darüber aufregen nicht ein einziges Mal bemerken. Die restlichen 0,1% denken einen Meter selbst und speichern halt ihr Zeug, bevor sie in den Ruhezustand gehen *applaus*
Und warum die Leute es mit der WLP auf dem DIE immer noch nicht verstehen ist mir schleierhaft:
Intel hat bemerkt, dass "Overclocking" als Marketing-Argument verdammt geil läuft und jeder Affe nach OC brüllt. Damit Intel sich aber durch ihr Marketing nicht selbst in die Klemme reiten (mehr übertakten = mehr Leistung -> weniger aufrüsten (-> weniger Umsatz); alternativ: Intel müsste schneller neueres und schnelleres Zeug releasen, damit aufgerüstet werden muss (was aber natürlich mit stark erhöhter Kosten bzgl. Entwicklung verbunden ist)), haben sie eine natürliche Limitierung eingebaut (WLP unter der Haube).