Intel Haswell: 170,1 MHz Bustakt beim Core i7-4770K, Xeon-Modelle mit OC-Sperre
Intel hatte bereits beim Intel Developer Forum in Peking angekündigt, dass die neue Haswell-Generation für Übertaktungen mehr Spielraum lässt. Während bei Sandy- und Ivy-Bridge die Veränderungen beim Referenztakt noch stark eingeschränkt waren, erhalten die Haswell-Plattformen zwei zusätzliche Teiler.
Auf einer chinesischen Webseite ist nun ein Screenshot eines Haswell-Systems mit Core i7-4770K aufgetaucht, bei dem der Referenztakt 170,1 MHz beträgt. Bei Sockel-1155-Systemen hatte Intel den Nutzern noch starke Einschränkungen zugemutet, indem der Base Clock (BCLK) üblicherweise maximal um etwa 5 bis 7 Prozent verändert werden konnte. Wie es bei den Sandy Bridge-E-Modellen auf Sockel-2011-Basis bereits zu sehen war, spendiert Intel nun den neuen Haswell-Systemen zwei zusätzliche Teiler, was bewirkt, dass der Referenztakt auch mit 125 beziehungsweise mit 167 MHz betrieben werden kann.
Der Referenztakt lässt sich im BIOS einstellen, sofern das Mainboard die zwei zusätzlichen Teiler unterstützt. Bei den entsprechenden K-CPUs sind somit sehr flexible Einstellungen möglich, da der Ringbus unabhängig vom Kerntakt geregelt werden kann. Der größtmögliche Multiplikator für die CPU liegt bei einem BCLK von 100 MHz bei 80, bei einem BCLK von 125 MHz bei 64-fach und bei 167 MHz bei 48-fach. Somit sind theoretische Geschwindigkeiten von bis zu 8 GHz möglich, ohne den BCLK über den PCH zu erhöhen. Der BCLK kann in 1MHz-Schritten über den PCH um bis zu 7 Prozent erhöht werden. Wie viel Übertaktungspotenzial tatsächlich vorhanden ist, um die Systemstabilität zu gewährleisten muss abgewartet werden. Im Screenshot kommt so, durch Nutzung des Teilers für 167 MHz und weiteres leichtes Übertakten, ein Referenztakt von 170,1 MHz zustande.
Interessant ist, ob Intel die Möglichkeit zur Verwendung der beiden zusätzlichen Teiler bei allen Prozessoren freischaltet. Falls das der Fall wäre, könnten die schwächeren Core-i5-Modelle problemlos auf ein höheres Niveau getaktet werden. Dagegen sprechen aber wirtschaftliche Gründe - immerhin wird für die K-Modelle ein Aufpreis fällig, außerdem hat Intel hat beim IDF angekündigt, bestimmte Funktionen nur für ausgewählte Prozessoren freizuschalten. Dazu passt, dass es den Chinesen (der holprigen automatischen Übersetzung zufolge) nicht gelang, mit dem Xeon E3-1280 v3 einen der zusätzlichen Teiler zu nutzen. Die Option sei ausgegraut gewesen, was auch bei anderen verwendeten Z87-Platinen der Fall gewesen sein soll. Genaue Ergebnisse werden unsere Tests mit den neuen Prozessoren zeigen. Welche Mainboards die Teiler für 125 und 167 MHz Referenztakt zur Verfügung stellen, ist noch nicht bekannt, womöglich sind nur Platinen mit Z87-PCH dafür freigegeben. Lesen Sie hierzu auch, worauf Sie sich beim Übertakten von Haswell-Prozessoren einstellen müssen.
Quelle: Chinadiy, Pcgameshardware, Intel

weil 102.5 MHz x 1.66 (CPU-Strap) ~ 170.10 MHz
also ist die reine BCLK erhöhung gar nicht so groß...
Wenn AMD bis mitte nächstes Jahr nichts konkurrenzfähiges bringen sollte, was die pro Mhz-Leistung angeht, werde ich mir meinen ersten Intel kaufen und meinen 1090T in Rente schicken.
Da haben besonders die 4-Modul FX-CPUs gute Karten da man hier den Takt gleich verachtfachen kann.
Ja, bei der ebucht gibt es ab und an auch derartige "Leistungskracher"...
Da haben besonders die 4-Modul FX-CPUs gute Karten da man hier den Takt gleich verachtfachen kann.