Hochwasser-PC aus Ahrweiler: der8auer wirft in Teil 2 einen genaueren Blick auf die Komponenten
Im zweiten Teil der Videoreihe zum Zuschauer-PC aus Ahrweiler wirft Roman "der8auer" Hartung einen genaueren Blick auf die verbliebenen Komponenten.
Roman "der8auer" Hartung hilft einem Zuschauer aus dem vom Hochwasser geplagten Ahrweiler bei der Rettung seines Gaming-PCs. Ging es im ersten Teil der Video-Reihe zunächst einmal um die Grundreinigung des Rechners, wird im nun veröffentlichten zweiten Teil ein genauerer Blick auf die verbliebenen Komponenten geworfen, die nicht direkt aussortiert wurden. Auch werden die ersten neuen Komponenten zusammengebaut, eine schlechte Nachricht hat der8auer allerdings im Schlepptau.
Die betrifft die zuvor verbaute Radeon RX 6900 XT, die zumindest unmittelbar nicht mehr brauchbar ist, wobei offenbleibt, ob mit ausreichendem Aufwand eventuell doch noch etwas bei dieser Komponente hätte gerettet werden können. Eingedrungenes Wasser oder Verschmutzung sind allerdings nicht der Auslöser. Einzig die Backplate wies Korrosion auf. Dafür sorgte womöglich ein Transportschaden oder grober Umgang bei der Bergung des Rechners für einen Riss im PCB der Grafikkarte, der wiederum für einen Kurzschluss sorgt.
Dementsprechend gibt es hier ebenso Ersatz und eine Radeon RX 6800 XT aus dem eigenen Hardware-Fundus von Hartung. Auch der Arbeitsspeicher wird ohne weiteres erstmal nicht weiterverwendet, bleibt aber funktionsfähig. Hintergrund ist hier, dass die Heatspreader mangels Wärmeleitpads erstmal nicht wieder zusammengesetzt werden. Immerhin gibt es Ersatz von Corsair mit einem 32 GiByte DDR4-3200 Vengeance RGB Pro SL-Speicher-Kit.
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Zum finalen Zusammenbau des neuen Systems kommt es in dem Video derweil noch nicht. Erst später im Zuge eines Corsair 7000D-Reviews wird der dann allerdings aus fast vollständig neuen Komponenten bestehende Rechner in Gänze zu sehen sein.
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Wenn man einfach nur zur CNC rübergeht, dann sinkt zum einen der Aufwand und zum anderen wird er auch noch filmbar, sodass sich das ganze als Youtuber trotzdem lohnt.
Allerdings habe ich persönlich große Zweifel, dass der Riss als solcher das einzige oder auch nur das Hauptproblem ist. Wenn die Stromversorgung nicht gerade als kompletter, ungeteilter Layer ausgeführt ist, sollte an der Stelle nicht einmal Strom vorhanden sein, den man auf die (immer flächigen) Masse-Layer kurzschließen könnte. Und in verbautem Zustand hat der Vorsatz auch wenig Seitenführung; Belastungen in Längsrichtung hätte er nach Beginn des Bruches kaum noch ausgehalten. Es steht also zu befürchte, dass die Karte extremen seitlichen Belastungen ausgelassen war und die Engstelle am Fortsatz nur als einziger Punkt komplett durchgebrochen ist, während auch zahlreiche Leiterbahnen im PCI-E-Verbinder Risse haben. Dazu kommt die hohe Wahrscheinlichkeit von Korrosions- und Verschmutzungsproblemen unter den BGA-Bauteilen, in den Display-Anschlüssen und diversen weiteren Stellen, an denen stromführende Kontakte nur hunderstel Millimeter neben Masse liegen.
Wenn das gröbere Mainboard nicht mehr geht, würde ich es von der empfindlicheren Grafikkarte auch nicht mehr erwarten. Trotzdem schade, dass Roman es gar nicht erst versucht – als Extrem-OCler weiß er ja eigentlich, wie man eine alte Karte sauber in noch verwendbare Teile (z.B. für Frankensteins) und zu entsorgende Teile (hier nur 0,5 cm² PCB) zerlegt, ohne dass es an der Schnittkante zu Problemen kommt. Ich vermute mal, da war es für ihn einfacher, Asus zum Sponsoring zu überreden (vielleicht haben die auch noch eine Spende draufgelegt, damit es kein reines Corsair-Werbevideo wird), als weiter rumzubasteln. Wenn man solche arbeiten Video-konform aufzieht, verschlingt das schnell viele Stunden, inklusive Vorbereitung und Tests auch mal mehr als einen Tag, und als (teil-)kommerzieller Kanalbetreiber muss man dann auch mal sehen, ob sich das rechnet, wenn die Karte ohnehin mit 80 prozentiger Wahrscheinlichkeit weitere tödliche Defekte hat, das sorgsam erarbeitete Material also mangels postivem Ergebnis direkt in die Tonne weiterwandert.
Kann man sinnvoll mit Wasserkühlung kombinieren.^^
In diesem Fall konnte der Kurzschluß der Bruchkannte beseitigt werden, aber ...
Vor allem haben die Leute viel mehr verloren und ein Gaming PC steht eher ganz unten wenn nicht sogar gar nicht auf der Problemliste.
Für mich genug anlas "der8auer" Artikel zukünftig zu meiden.
Allerdings habe ich persönlich große Zweifel, dass der Riss als solcher das einzige oder auch nur das Hauptproblem ist. Wenn die Stromversorgung nicht gerade als kompletter, ungeteilter Layer ausgeführt ist, sollte an der Stelle nicht einmal Strom vorhanden sein, den man auf die (immer flächigen) Masse-Layer kurzschließen könnte. Und in verbautem Zustand hat der Vorsatz auch wenig Seitenführung; Belastungen in Längsrichtung hätte er nach Beginn des Bruches kaum noch ausgehalten. Es steht also zu befürchte, dass die Karte extremen seitlichen Belastungen ausgelassen war und die Engstelle am Fortsatz nur als einziger Punkt komplett durchgebrochen ist, während auch zahlreiche Leiterbahnen im PCI-E-Verbinder Risse haben. Dazu kommt die hohe Wahrscheinlichkeit von Korrosions- und Verschmutzungsproblemen unter den BGA-Bauteilen, in den Display-Anschlüssen und diversen weiteren Stellen, an denen stromführende Kontakte nur hunderstel Millimeter neben Masse liegen.
Genau weiß ich es bei dem Modell sowieso nicht, eher von älteren bewußt extra zerstörten Grafikkarten
Ich hab mal aus "Roman's" Video das spezielle Detail separat vergrößert, so das man die Leiterbahnführungen in der Reflexion erkennen kann.
Die Nase als solches, ist auch nicht das Problem, sondern der Ansatz und der Riß geht entweder knapp dran entlang, aber wohl tatsächlich gerade so durch die Leiterbahnen, bzw. Masseflächen der "Layer".
Die zwei sich hervorhebenden Durchkontaktierungen erlauben hier eine konkrete Analyse zur bestehenden Ausdehnung der Leiterbahnen, bzw. Leiterflächen.
Im vierten Bild sieht man direkt knapp über den blanken ersten PCI-E Kontakten, gezählt von der Arretiernase; eine weiße Stelle.
Sowas habe ich auch schon selbst gesehen und hier hat sich herausgestellt, das dem "Selbstbauer" beim Einsetzen der Grafikkarte ein schwerwiegender Fehler unterlief.
Wie oft üblich, zuerst auf der Seite der Arretiernase eingesetzt und dann langsam in den PCI-E-Slot hineingedrückt, sollte kein Problem darstellen.
Der "Kunde" hatte jedoch das ganze mit stehenden PC durchgeführt und vergessen, vorher die Schrauben am PC-Gehäuse, zum befestigen der I/O-Grafikkartenblende, zu entfernen.
Mit akrobatischem Geschick, der so lala eingesteckten Grafikkarte, hat er diese einseitig angehoben und zur Seite (nach unten) gedrückt, um die Schrauben mit einem Schraubendreher heraus zudrehen.
Die 1.3 Kilo schwere Grafikkarte hatte zwar keine angerissene, jedoch verbogene Arretiernase, aber auch einen Defekt nach der Prozedur, sowie die selbige weiße Stelle.
Ich weiß es nur, weil er mir das exakt so vorgeführt hat.
Die Karte könnte man noch 5 oder 10 mal reinigen, wenn die das nächste Mal unter Volllast das PCB erwärmt wollt ihr alle nicht im Raum sein, jede Wette.