Atari VCS: Atari zieht der Retro-Konsole den Stecker
Atari hat offiziell das Ende ihrer Retro-Konsole Atari VCS bekannt gegeben. Es werden keine neuen Geräte mehr hergestellt und der noch vorhandene Bestand soll abverkauft werden.
Atari ist einer der bekanntesten Namen der Videospiel-Industrie - und das, obwohl unter dem Label einige Rohrkrepierer auf den Markt geworfen wurden. Zu diesen muss (spätestens) jetzt auch Ataris aktuelle Retro-Konsole, der rund 300 Euro teure Atari VCS, gezählt werden. Wie das Unternehmen offiziell bekannt gibt, werden ab sofort keine neuen Geräte mehr hergestellt. Was noch in den Regalen herumsteht, geht mit einem Rabatt von 20 Prozent an potenzielle Kunden. Von denen scheint es nicht mehr viele zu geben, wenn man sich den Finanzbericht zu der Konsole ansieht.
Der Atari VCS hat keinen Markt mehr
Der Umsatz mit dem Atari VCS lag im vergangenen Jahr, in dem die Konsole endlich gelauncht wurde, bei 2,3 Millionen Euro - 2022 waren es nur noch 200.000 Euro. Teilt man diesen Betrag durch die offizielle Preisempfehlung, kann man sich ausrechnen, dass weniger als 1.000 Konsolen verkauft wurden. Bei diesen Zahlen ist es nur verständlich, dass sich die Produktion nicht mehr lohnt. Zumal Atari insgesamt im letzten Geschäftsjahr einen Reinverlust von 5,3 Millionen Euro verzeichnete und nun vermutlich sparen muss.
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Der Atari VCS hatte von Beginn an einen schweren Stand. Die Konsole konnte bereits 2018 vorbestellt werden, erschien aber erst drei Jahre später. Jetzt, ein gutes Jahr nach dem Release, ist also klar, dass Atari mit der Hardware nicht liefern konnte. Diese macht zwar, was sie soll, kann den hohen Preis aber in keiner Weise rechtfertigen, für den man auch eine Xbox Series S oder eine Nintendo Switch erhalten könnte. Atari möchte aber weitermachen, neue Titel unter ihrem Label veröffentlichen und ihre Marke an Dritte für Spiele oder Hardware lizenzieren. Ein weiteres Interessenfeld sind NFTs - ein zumindest umstrittener Weg für den einstigen Games-Giganten und Hersteller des legendären Atari 2600.
Quelle: Techpowerup

Bei Erscheinen waren dann aber paar Jährchen verflossen und der offizielle Preis (ich backe grundsätzlich nicht) zu hoch, um für meine Zwecke interessant zu sein. Wenn man ihn jetzt aber für billig finden und die Performance für Videos bis 4K ausreichen würde, könnte ich mir dennoch vorstellen, einen als kleine Kiste fürs Wohnzimmer zu holen. 20% Rabatt tun es da aber bei weitem nicht und die Ebay-Preise sind jenseits von Gut und Böse. Wenn ich die Preise sehe, für die sie zuletzt verkauft wurden, würde ich glatt welche kaufen und dort reinstellen, jedoch scheinen die nicht außerhalb der USA zu versenden. (am 12. Dez für 899€ auf Ebay verkauft, im Shop kostet das Bundle 240$)
Ein Freund hatte den 2600, welcher auch als VCS bekannt war, aber nichts mit dem jetzigen Gerät mit Low-Power IoT AMD CPU zu tun hat. Konnte schon damals nichts mit anfangen, da wir schon nen C64 hatte zu dem Zeitpunkt.
Das jetzige Atari hat auch auch nichts mehr mit dem Unternehmen der 70er, 80er und 90er zu tun. Namen sind Schall und Rauch und wechseln gern für mehr oder weniger große Summen die Besitzer.