Projekt A6000: Apollo Computing präsentiert "Amiga der nächsten Generation" mit 68080-Chip
Mit dem A6000 bringt das deutsche Unternehmen Apollo Computing das "leistungsstärkste Amiga 68k-kompatible System aller Zeiten" auf den Markt. Äußerlich ein Amiga 600 steckt im Inneren eine Weiterentwicklung des 68080-Chips. Auch an moderne Anschlüsse wurde gedacht.
Zum 40. Jubiläum des Commodore Amiga hat das deutsche Unternehmen Apollo Computing einen Nachfolger im Geiste des Amiga 600 angekündigt: Der A6000 ist eine Art Next-Gen-Amiga-Computer, der auf einem FPGA-basierten 68080-Chip laufen und volle Abwärtskompatibilität bieten soll. Im Gegensatz zu typischen Emulatoren handelt es sich beim A6000 um eine Hardware-Lösung des 68k-Prozessors, welcher eine native Amiga-Erfahrung ermöglichen soll.
Das Herzstück des Systems ist der Apollo-Core AC68080 V4. Dieser Chip simuliert die Funktionalität eines Motorola 680x0-Prozessors, wie er in den originalen Amiga-Modellen verwendet wurde, allerdings mit deutlichen Leistungsverbesserungen. Der 68080-Core soll in Sachen Geschwindigkeit den bis dato schnellsten in einem Amiga verbauten Chip Motorola 68060 übertreffen. Die Architektur integriert ebenfalls eine FPU (Floating Point Unit) für Gleitkomma-Berechnungen und eine MMU (Memory Management Unit) für die Speicherverwaltung.
Die Entwickler legen großen Wert auf die Amiga-Kompatibilität, sodass Classic Amiga-Software und Spiele direkt auf der Hardware laufen sollen. Dies soll durch die Hardware-Rekonstruktion und nicht durch Software-Emulation erreicht werden. Die Hardware ist so konzipiert, dass sie AGA-Chipsätze (Advanced Graphics Architecture) der letzten Amiga-Generation emuliert. Das native Betriebssystem des A6000 ist Apollo OS, welches Amiga OS 3.X-Anwendungen und -Spiele sowie Atari und MacOS-Titel ausführen soll.
Der A6000 ist in einem kompakten Formfaktor gestaltet, der sich am Gehäuse des Amiga 600 orientiert, inklusive funktionsfähiger QWERTY-Tastatur. Er bietet viele Anschlüsse, darunter USB-Ports, Gigabit-Ethernet und Video-Ausgänge wie HDMI. Ein USB-C-Anschluss dient zur Stromversorgung, zwei SD-Karten-Slots ermöglichen das Laden von Software. Die Integration eines ATX-Netzteils ist ebenfalls vorgesehen.
Quelle: Apollo Computing
Spezifikationen des A6000
Der A6000 wird über 2 GB RAM und 12 MB Chip-RAM verfügen und eine 128-GB-Compact-Flash-Speicherkarte mit dem Betriebssystem enthalten. Die erste Charge zum 40. Jubiläum des Commodore Amiga umfasste lediglich 40 Einheiten und war trotz des Preises von knapp 1.000 Euro schnell ausverkauft. Wann die nächste Charge in den Verkauf geht, ist derzeit nicht bekannt.
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Quelle: via Apollo Computing

. Daher die geringe Auflage von 40 Stück anlässlich 40 Jahre Amiga und des deutschen Amiga40-Events, die das Apollo-Team selber vorfinanzieren musste. Infos zu weiteren Batches/der Zukunft sollen am Freitag, 26.09.2025, verlautbart werden.
Das fängt damit an, dass der Autor nicht mal in der Lage ist, den Firmen-Namen korrekt wiederzugeben. Es heißt "Apollo Computer", nicht ComputING! Homepage: https://www.apollo-comput...
Weiters: Wenn man sich die Projekt- bzw. Firmen-Homepage mal angesehen hätte, wüsste man, dass die 68080-CPU mit dem SAGA-Chipset, MMX und 3D weder Hirngespinst noch Vaporware ist - die existieren schon Jahre, z. B. in der Form des Vampire 4 Standalone (abgekürzt V4SA) - und ohne Zweifel, DASS sie funktionieren und hochgradig, nahezu 100%, kompatibel sind. Unschärfen sind wohl dadurch entstanden, dass Dinge reverse-engineered und moderne Schnittstellen wie z. B. HDMI angebunden werden mussten.
Das einzige, was kommen "soll" und tatsächlich noch nicht existiert, ist eine MMU - die aber, wenn ich richtig informiert bin, die Ur-CPU gar nicht hatte und für die alten Games eh nie eine Rolle gespielt hat - sondern für sowas wie Amiga-Linux oder OpenBSD gebraucht wird.
Außerdem soll noch die ApolloFloppy-Funktion kommen, ein .adf von SD-Karte beim Einschalten dem System als echtes Floppy-Drive zu präsentieren.
Die USB-Schnittstellen sind aktuell übrigens keine universellen für beliebige Geräte sondern zweckgebunden, um Maus und Gamepads anzuschließen und das für das System so umzusetzen, als wäre es DB9-Hardware.
Über die Aufwertung der USB-Schnittstellen wurde schon diskutiert, aber da sollte man sich vorerst nicht drauf verlassen - das ist ein Hobby-Projekt von Leuten die im Leben stehen und der/ihrer Amiga-Zeit und besseren, effizienteren Designs nachtrauern - die sind da was ihre Mission-Goals betrifft üblicherweise sehr klar und abgegrenzt.
Der A6000 ist eine Re-Interpretation des V4SA mit einem neuem Board mit nötigen I/O-Anpassungen für das Case plus Keyboard, mehr USB und einen zweiten SD-Slot sowie mehr RAM. War ursprünglich nur für das Team intern und ein paar Super-Fans gedacht, aber mit mehr Nachfrage als erwartet
Ich empfehle ansonsten den Discord vom Apollo-Team für einen direkten Austausch/direkte Informationen.
Da kann man ja fast wie der Held der Steine zitieren...
"wer das kauft ist dumm."
Wobei ich es nicht ganz so sehe. Es gibt Emulatoren oder für 300€ einen echten Amiga, den ich persönlich bevorzugen würde, da dass halt das original ist und nicht ein neues Gefrickel.
Er hat wesentlich mehr Leistung als ein A4000 und wenn du dir anschaust, für wieviel Geld ein A4000 bei Ebay den Besitzer wechselt, ist das für den Preis gar nicht dumm, zumal das Gerät auch noch neu ist. Einziges Manko wäre für mich der fehlende Ziffernblock.
Für die Nostalgiker: auf der Kiste läuft dann auch mit Sicherheit Alien Breed 3D II TKG in voller Pracht nativ oder die neue 1:1 Arcade-Umsetzung von Out Run vernünftig, ohne dass man da in zusätzliche Hardware inverstieren muss.
So richtig interessant wird er, wenn neue Software dafür kommt. Neue Amiga Games, Remakes und Umsetzungen erscheinen ja nach wie vor genug.
Aber auch schön zu sehen, dass Apollo noch existiert. Mein A4000 wurde damals von nem Apollo-Turbo befeuert.
- Das würde mich am Meisten interessieren.
Selbst die Software damals war nicht "Amiga-Kompatibel", wenn man versucht hat, eine alte Software für Kickstarter 1.3 auf nem neueren 3.1'er laufen zu lassen.
1000€ für Retro-Charme nur ohne echtes Retro. Also ich weiß nicht.
Zeigt aber mal mehr, das man offensichtlich mit dem Retro Markt jede Menge Geld scheffeln kann. Jeder versucht aktuell auf der Amiga Nostalgiewelle mitzureiten. Und das es Leute mit zu viel Geld gibt.
Interessantes Bastel Projekt. Und ich würds auch gern mal ausprobieren. Aber mehr auch nicht, leider....