Deutsches Start-up will die Spielerfahrung um Gerüche und kompakte Hardware bereichern

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Deutsches Start-up will die Spielerfahrung um Gerüche und kompakte Hardware bereichern
Quelle: Zestum

Mit KI-Analyse und einer kompakten Duft-Hardware will das deutsche Start-up Zestum Gerüche in Spiele und Videos bringen. Die Scentbar gibt Aromen passend zum Bildschirminhalt ab. Eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne stellt die Weichen.

Gerüche gehören bislang nicht zu den klassischen Medien digitaler Unterhaltung. Ein deutsches Start-up möchte das ändern und arbeitet an einer Lösung, die Duftwahrnehmung in Echtzeit mit Bildschirminhalten verknüpft. Das Produkt soll Gerüche für die Immersion digitaler Inhalte ebenso nutzbar machen wie Bild und Ton.

Innovation aus Deutschland

Das junge Unternehmen Zestum entwickelt dafür eine Kombination aus Soft- und Hardware. Herzstück ist eine KI-gestützte Analyse, die laufende Inhalte auf dem Bildschirm auswertet. Die Software erkennt Objekte und Szenarien wie Waldlandschaften oder Feuer und ordnet diese einer passenden Duftkategorie zu. Die Verarbeitung erfolgt lokal auf dem PC und benötigt weniger als eine halbe Sekunde. Dadurch erreicht das System eine Reaktionszeit, die deutlich unterhalb der typischen Atemfrequenz des Menschen liegt und somit eine glaubwürdige Wahrnehmung ermöglichen soll.

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Die Scentbar liefert den Duft

Die dazugehörige Hardware trägt den Namen Scentbar. In dem kompakten Gerät befinden sich sogenannte Pods, die mit speziellen Duftpellets gefüllt sind. Diese bestehen aus einer Mischung aus Parfüm, Ölen und ätherischen Komponenten. Zum Start plant Zestum mehrere Duftserien. Eine Naturreihe umfasst etwa Wald, Regen oder Gras. Eine Rennsport-Kollektion enthält Aromen wie Benzin, verbrannten Gummi oder Asphalt. Ergänzend sind Action-Düfte vorgesehen, etwa Rauch, Betonstaub oder Schießpulver.

Scentbar: Zestum will die Spielerfahrung um Gerüche mittels KI und kompakter Hardware bereichern (1) Quelle: Zestum Scentbar: Zestum will die Spielerfahrung um Gerüche mittels KI und kompakter Hardware bereichern (2) Quelle: Zestum

Anders als klassische Raumdüfte arbeitet die Scentbar ohne Zerstäubung oder Nebelbildung. Stattdessen erzeugen integrierte Ventilatoren einen leichten Luftstrom, der über die Pellets geführt wird und die Gerüche gezielt zum Nutzer transportiert. Die Entwickler orientieren sich damit an der natürlichen Ausbreitung von Duftstoffen über die Luft. Laut Hersteller bleiben die verwendeten Mischungen nicht dauerhaft an Möbeln oder Kleidung haften und sollen sich nach dem Lüften schnell verflüchtigen.

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Zum Marktstart konzentriert sich das Team auf den PC. Unter Windows soll die Software mit Spielen, Streaming-Diensten und Videoplattformen funktionieren. Da die Analyse lokal erfolgt, ist keine Cloud-Verbindung erforderlich. Perspektivisch plant das Team Erweiterungen für Konsolen und Fernseher.

Kickstarter-Kampagne bereits erfolgreich

Die Finanzierung der ersten Produktserie erfolgte über eine Kickstarter-Kampagne, die inzwischen erfolgreich abgeschlossen wurde. Hinter dem Projekt steht ein interdisziplinäres Team aus Studenten und Absolventen der TH Köln und der FH Aachen. Unterstützt wird das Start-up unter anderem durch das Exist-Programm des Bundes sowie durch das Gründungsnetzwerk Gateway der TH Köln.

Langfristig verfolgen die Entwickler eine weiterreichende Vision. Duftkompositionen sollen künftig ähnlich flexibel erzeugt werden wie Farben im RGB-Modell digitaler Displays. Damit könnten Gerüche dynamisch gemischt und an verschiedenste Inhalte angepasst werden.

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Quelle: Zestum (PM), via Kickstarter

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Geruchs-Interaktionen tangieren mich nicht. Es sei denn es sitzt ein Stinktier neben mir.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Geruchs-Interaktionen tangieren mich nicht. Es sei denn es sitzt ein Stinktier neben mir.
      • Von Wired BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von -Loki-
        Gegeben hat es nie etwas. Ich frage mich nur warum?
        Darum is doch offensichtlich!
      • Von -Loki- Freizeitschrauber(in)
        Irgendwie ploppt diese Idee alle paar Jahre mal auf. Gegeben hat es nie etwas. Ich frage mich nur warum?
        Ich kann mir zwar durchaus Anwendungsbeispiele denken wo das gut funktionieren könnte, aber in der breiten Masse doch eher unbrauchbar.
      • Von Unfaced Software-Overclocker(in)
        Nein danke, ich kenne genug Spiele wo man das garantiert nicht will
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Alexibexi hatte sowas auch mal getestet. Das wird wieder nen rohrkrepierer.
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