Neuer Standard für SD-Karten: 985 MByte pro Sekunde, 128 Terabyte
Mit der Version 7 hat die SD Association einen neuen Standard für SD-Karten vorgestellt. Künftig sind Geschwindigkeiten von bis zu 985 MByte pro Sekunde möglich, die Kapazität steigt auf stolze 128 Terabyte.
Um dem stetigen Ruf nach mehr Geschwindigkeit und Kapazität gerecht zu werden, hat die SD Association einen neuen Standard für SD-Karten formuliert. Version 7 spezifiziert PCI-Express als Schnittstelle und NVMe 1.3 als Protokoll, wie es auch bei schnellen SSDs zum Einsatz kommt. Möglich sind nach der neuen Spezifikation Geschwindigkeiten von 985 MByte in der Sekunde, was knapp einer Verdreifachung des bisher üblichen Standards entspricht.
Deutlich steigen wird damit auch die maximal mögliche Kapazität. Sieht SDXC lediglich eine maximale Größe von 2 Terabyte vor, sollen die kommenden Karten nach SDUC mit bis zu 128 TByte aufwarten. SDUC steht dabei für SD Ultra Capacity, SDXC ist die Abkürzung für SD eXtended Capacity.
Die neuen SD-Karten sollen abwärtskompatibel sein, also auch in bisher erhältliche Slots passen. Nutzen werden die Karten allerdings die zweite Pin-Reihe, die erst mit der UHS-II Schnittstelle eingeführt wurde.
Bisher offen ist, wann Nutzer mit SD-Karten rechnen können, die das nun Mögliche auch nur ansatzweise ausschöpfen. Die meisten derzeit erhältlichen Karten setzen noch auf das UHS-I-Interface, das eine maximale Übertragungsrate von höchstens 104 MByte/s vorsieht. Spitzenmodelle verwenden hingegen UHS II mit einer maximalen Busgeschwindigkeit von 312 MByte/s. SD-Karten mit UHS-III-Interface und maximal 624 MByte/s sind aktuell noch nicht erhältlich.
Es könnte also noch eine Weile dauern, bis der Standard an seine Grenzen kommt. Für Normalsterbliche sind die nun möglichen Geschwindgkeiten und Kapazitäten vermutlich ohnehin noch uninteressant. Die meisten dürften SD-Karten nutzen, um ihren Handyspeicher zu vergrößern. Da reichen meist schon ein paar Dutzend Gigabyte und eine moderate Übertragungsrate. Bei Technik-Enthusiasten, zum Beispiel mit Faible für hochauflösende Videos, sieht das natürlich anders aus.
Quelle: SD Association
Für den Gebrauch im Handy eher vernachlässigbar. Da habe ich in meinem Note 4 eine Samsung Evo SD Karte mit 32GB. Für Fotos schissen, MP3 Musik hören, und selten mal ein Full HD Video aufnehmen, mehr als ausreichend.
In meiner Dashcam im Auto habe ich dieselbe Samsung Evo SD Karte, mit 64GB. Da merkt man die Übertragung von SD Karte auf HDD schon. Wobei der Flaschenhals eher der USB 2.0 Cardreader darstellt.
Beim Lenovo X230T wäre eine schnelle >256GB SD Karte als Backup Volumen gar nicht schlecht. Allerdings ist Windows 10 ziemlich schleckert was das Medium zum Speichern von Backups angeht. Passable Geschwindigkeiten vom integrierten Cardreader verspreche ich mir dabei auch nicht. Und da man Subnotebooks, bzw. Convertible Laptops gerne spazieren trägt, ist ein sicherer fester Halt auch nicht gegeben.
Ich frag mich, in welchen Verfahren 128 TB in die Größe einer SD- oder gar MicroSD-Karte gepresst werden können. Die Verkleinerung des Verfahrens und das Stapeln mehrere Schichten stößt ja auch an seine Grenzen. Sachen wie QLC haben ihre entsprechenden Nachteile.
Ich find das auch nerfig das meine 4tb MicroSD's bisher nirgendwo supported werden. Thihi
Bei SD-Karten sehe ich weniger die sequenziellen Datenraten als das Problem an, sondern die Leistung bei vielen kleinen Dateien.
Und die werden bei SD-Karten ja eher genutzt... (Bilder und Musikdateien aufm Mobilgerät)
Mal sehen. NVMe 1.3 und PCIe klingt schonmal ganz ok...