Razer Anzu: Konkurrent zu Apple Glasses kommt im April - schon jetzt im Test
Der für Peripheriegeräte bekannte Hersteller Razer kommt Apple zuvor und hat eine AR-Brille namens Anzu im Angebot. Was bietet die Datenbrille?
Seit Jahren wird spekuliert, dass Apple eine Datenbrille auf den Markt bringen könnte. Die Apple Glasses könnten tatsächlich irgendwann erhältlich sein, doch offiziell hält sich Apple bedeckt. Andere Gehversuche, wie die Google Glasses, sind mittlerweile eingestellt beziehungsweise sollen nur noch für Firmenkunden angeboten werden. Hintergrund sind Datenschutzbedenken. Razer hingegen hat den mutigen Schritt gewagt und bringt die smarte Brille Anzu zum Preis von 210 Euro ab April auf den Markt. Die Kollegen von Golem konnten bereits ein Exemplar testen.
Was bietet die smarte Brille Razer Anzu?
Im Auslieferungszustand hat die Razer Anzu klare Gläser verbaut, die 35 Prozent des blauen Lichtes herausfiltern sollen. Mit diesem integrierten Blaulichtfilter sollen auch längere Sitzungen vor dem Monitor weniger anstrengend für die Augen sein. Wer möchte, kann die Brillengläser aber auch gegen Gläser mit UV-A- und UV-B-Filter tauschen, die so 99 Prozent der UV-Strahlen blockieren und die polarisiert sind. Alle Wechselgläser sind im Lieferumfang der Razer Anzu enthalten und können für 40 Euro als Ersatzteil bestellt werden. Es können auch medizinisch notwendige Korrekturlinsen in die Razer Anzu eingebaut werden. Hierzu gibt es 15 Prozent Rabatt für alle Nutzer einer Anzu, wenn man diese Brillengläser beim Online-Shop Lensabl kauft.
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Die Steuerung von Anrufen und der Musikwiedergabe findet über eine Touch-Leiste am Brillenbügel statt. So lässt sich etwa ein Anruf eines via Bluetooth gekoppelten Smartphones oder PCs annehmen oder die Musikwiedergabe via Wischgeste am Bügel steuern. Im Bügel integriert sind zudem ein Mikrofon und Lautsprecher. Wenn man die Bügel aufklappt, ertönt eine Sprachassistentin. Der Klang stammt von 16-mm-Treibern, die auf beiden Seiten verbaut sind und die Ohren im Gegensatz zu einem Headset freihalten. Die Klangqualität bezeichnen die Kollegen von Golem als gut, auch wenn manche In-Ear- und Over-Ear-Kopfhörer einen druckvolleren Klang offerieren. Zudem sind Außengeräusche bei den Lautsprechern der Razer Anzu wahrnehmbar, ein Umstand, der bei herkömmlichen Kopfhörern mit ANC-Funktion nicht mehr zutrifft. Laut Razer sei bewusst auf das Open-Ear-Konzept gesetzt worden, damit im Homeoffice arbeitende Menschen beispielsweise die Türklingel hören können.
Sprachqualität und Sinnfrage der Razer Anzu
Die Razer Anzu ist - laut Hersteller - vor allem für Leute gedacht, die im Homeoffice arbeiten und eben kein Headset tragen wollen. So soll die smarte Brille für weniger angestrengte Augen sorgen - mit den eingebauten Lautsprechern und dem Mikrofon wird ein Headset überflüssig, so verspricht es der Hersteller. Im Praxistest von Golem zeigt sich, dass der Blaulichtfilter deutlich sichtbar ist. Zwar stimmt die Aussage, dass dies weniger anstrengend für die Augen ist, doch bieten Windows 10 und MacOS längst selbst eingebaute Blaulichtfilter an, die die gleiche Aufgabe erfüllen.
Warum sollte man also eine mit 50 Gramm im Vergleich zu herkömmlichen Brillen schwere smarte Brille aufsetzen? Laut Razer soll die Anzu auch ein Headset ersetzen können. Beim Klang muss man aber damit leben, dass man die Umgebungsgeräusche mitbekommt. Immerhin lässt sich der Ton über eine Smartphone-App noch etwas den eigenen Wünschen anpassen. Das verbaute Mikrofon enttäuscht im Test. So bemängelten alle Gesprächspartner eine schlechte Sprachqualität, wenn man nur über die Razer Anzu ein Online-Meeting führt.
Razer Anzu kommt im April für 210 Euro
Die Razer Anzu soll eine Laufzeit von mindestens fünf Stunden haben. Aufgeladen wird die smarte Brille via USB-Kabel, welches über zwei Kontakte an jedem Bügel befestigt wird. Wenn man die Brille zuklappt, schaltet sich die Brille automatisch aus und kann nicht mehr genutzt werden. Ob sich die Razer Anzu wirklich für die eigene Situation im Homeoffice eignet, kann jeder ab April herausfinden, da dann der offizielle Verkauf direkt im Online-Shop von Razer startet. Natürlich kann man die Razer Anzu auch für andere Einsatzszenarien nutzen. Egal, wie man zur smarten Brille steht, Razer hat sich Gedanken gemacht und ist mit ihrer Brille schneller dran als etwa Apple.
Ebenfalls lesenswert: Apple plant AR-Brille und Konkurrenz für Oculus, HTC Vive & Co.
Sammlung zur smarten Brille Razer Anzu:
- Razer hat die smarte Brille Anzu vorgestellt, die ab April auf den Markt kommen wird.
- Über Touchgesten an den Brillenbügeln kann etwa ein Anruf angenommen oder die Audiowiedergabe eines via Bluetooth gekoppelten Smartphones oder PCs gesteuert werden.
- Zudem ertönt aus den integrierten Lautsprechern ein Sprachassistent.
- Die Brillengläser lassen sich auswechseln.
- Für einen Preis von rund 210 Euro wird die Razer Anzu exklusiv im Online-Shop bei Razer vertrieben.
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Mag sein das es im kommen ist.
Aber flächendeckend verstehe ich z.B unter Nutzung der Smartphones, Fernseher, Notebooks, usw.
Ich würde das z.B. mit Videocalls vergleichen. Gibt es in den ersten Anfängen seit 50 Jahren, fester Bestandteil in der Industrie seit ich sag mal 15 Jahren und flächendeckende Nutzung wie Smartphones erst seit 1 Jahr durch Corona.
Ansonsten allgemein zu VR, AR und 3D.
3D hat sich meiner Meinung nach nicht durchgesetzt, weil der Aufwand im Vergleich zum Vorteil für die meisten nicht gerechnet hat.
Durch VR hingegen hat man Möglichkeiten die es zuvor nicht gab. Der Immersionseffekt ist sehr viel größer und gleichzeitig kann man mit der VR Welt auch interagieren. Die Möglichkeit sich vor dem ersten Spatenstich durch seine millionenschwere Villa zu bewegen und zu sagen das man hier noch ein Fenster haben will oder das Fenster ohne Brüstung usw. ist für den Kunden ein Erlebnis und für die Planer ein Werkzeug um besseres Feedback zu erhalten. Die meisten Bauherren sind unerfahren und können Größenverhältnisse nicht abschätzen, besonders wenn man sich eine Villa baut. Die haben keine Idee wie riesig ein Raum von 10x10 wirkt.
Bezüglich AR, das ist in z.B. bei Autos bereits mehr oder weniger stark verbreitet. Viele Autos kommen mittlerweile mit einem HUD und das zählt streng genommen als AR und wenn ich mir z.B. das HUD von der neuen A oder S Klasse angucke, dann ist das erstmal unglaublich und für die Zukunft auch nicht mehr weg zu denken. Alleine das die Wegbeschreibung vom Navi so auf die Scheibe projeziert wird, dass der Pfeil deckungsgleich mit der Straße ist und man genau sieht ich welche Spur man sich einreihen muss oder abbiegen muss, kennt man sonst nur von Spielen.
Ich weiß von ein paar Maschinenbauunternehmen, dass die z.B. VR für Schulungen nutzen um sich Maschinen in VR anzugucken und wir arbeiten mit verschiedenen Architekturbüros zusammen, die bei größeren Projekten mit VR arbeiten um Entwürfe für Kunden zu visualisieren. Die können sich dann Raumweise durch das Gebäude teleportieren.
Mag sein das es im kommen ist.
Aber flächendeckend verstehe ich z.B unter Nutzung der Smartphones, Fernseher, Notebooks, usw.
Denke wird wieder eine Totgeburt.
Ich weiß von ein paar Maschinenbauunternehmen, dass die z.B. VR für Schulungen nutzen um sich Maschinen in VR anzugucken und wir arbeiten mit verschiedenen Architekturbüros zusammen, die bei größeren Projekten mit VR arbeiten um Entwürfe für Kunden zu visualisieren. Die können sich dann Raumweise durch das Gebäude teleportieren.