Online-Handel: Diese Shops übernehmen keine Gratis-Retouren mehr
Obwohl der Onlinehandel durch den Angleich an EU-Normen nicht mehr verpflichtet ist, Versandkosten bei einer Retoure zu übernehmen, ändert sich bei vielen Händlern nichts. Doch einige Händler schauen künftig genauer hin und übernehmen diese zumindest nicht mehr bei häufigen Rücksendungen. Deals.com will herausgefungen haben, welcher Händler seither knausert.
Onlineshops dürfen seit der Angleichung an EU-Regelwerk Rücksendekosten auf den Käufer übertragen. Wie eine Untersuchung von Deals.com herausgefunden haben will, machen von dieser Regelung allerdings nur 15 der 100 meistgenutzten Onlineshops Gebrauch. Darunter sind vor allem Technik- und Elektronikanbieter überproportional stark vertreten. Laut Studie zählen dazu Pearl, Klingel, Limango, Dell, ATU, HP, Druckerzubehoer.de, Hardwareversand, Innova24 und Staples.de.
Die Ergebnisse beruhen auf einer Desktop-Recherche zu Rückversand-Bestimmungen, die Deals.com im Juli 2014 zusammenstellte. Tobias Conrad von Deals.com zufolge habe die Studie gezeigt, dass die Möglichkeit der kostenlosen Rücksendung Onlinehändler für etwa die Hälfte der Deutschen überhaupt erst interessant macht. Inwieweit sich die Ergebnisse mit der Realität beziehungsweise dem Einzelfall decken, bleibt allerdings unklar. So heißt es in den erst im Juni aktualisierten Bestimmungen des laut Studie betroffenen Anbieters Hardwarversand beispielsweise, dass er die Kosten einer Retoure übernimmt.
Shops wie der Elektronikanbieter Conrad, Branchenprimus Amazon und diverse Modehändler hatten bereits in der Vergangenheit angekündigt, dass sie Rücksendungen weiterhin übernehmen. Dabei sind sie dazu seit dem 13. Juni nicht mehr notwendigerweise verpflichtet. Die Regelungen des EU-Verbraucherschutzes erlauben es Onlineshops seither, Versandkosten einer Retoure auf den Kunden abzuwälzen, wenn dieser Ware häufiger zurückschickt. Dazu konstatierte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des IT-Branchenverbands Bitkom, bereits im Juni: "Online-Händler werden bei ihren Kunden künftig genauer hinschauen, und jene Kunden, die regelmäßig oder häufiger Waren zurücksenden, an den Kosten für die Retouren beteiligen."
Quelle: Golem

Ich persönlich bevorzuge immer den günstigsten und vertrauensvollsten Händler. Und da ich mich normalerweise über meine gekauften Produkte informiere, schick ich auch nur selten was zurück. Bei Kleidung allerdings wäre das aber ein NoGo. Denn da ist die Rücksendegefahr einfach zu hoch. Generell würde ich aber dennoch sagen, dass Händler bei denen die Rücksendekosten entfallen mir durchaus kundenfreundlicher erscheinen und daher bevorzugt werden.
Bei Amazon hat sich nicht geändert, unter 40€ zahlt man immer selber. Amazon nimmt da allerdings einen ziemlich fairen Preis und man erhält trotzdem ein Rücksendeetikett.
Die 40€ gab es allerdings schon immer, jetzt ist es aber so das die Kunden theoretisch auch bei über 40€ die Rücksendekosten zahlen müssen. Das nutzen aber nur wenige Händler.
Persönlich finde ich aber gut, dass der Rückversand nicht mehr kostenlos ist, da man so diesen "10 Produkte bestellen, 9 zurückschicken"-Wahn einen Riegel vorgeschoben hat und hätte ich die Artikelbeschreibung richtig gelesen, hätte ich mir zumindest einmal 3,50 ersparen können^^
Naja, bei knapp 300 Millionen Retourenpaketen, die jedes Jahr in Deutschalnd zurückgeschickt werden, sind das allein an den Versandkosten schon über 1 Milliarde Euro, dazu kommt dann noch der Wertverlust und die Arbeit die dahinter steht... Da kann ich es Verstehen, dass es den Unternehmen auch stinkt, wenn sie für die Retoure bezahlen müssen.
Sind doch eh alles Gammelshops...
Gruß