Nvidia: GPU-basierte KI kann Next-Gen-Chips entwickeln

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Nvidia Hopper.
Quelle: Nvidia

Nvidia ist eines der führenden Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Wichtige Technologien, die darauf basieren und viele Spieler betreffen, sind Deep Learning Super Sampling (DLSS) sowie KI-beschleunigtes Denoising. Nvidia hat allerdings auch anderweitige Verwendung für KI-Techniken gefunden und möchte diese nach Aussage des eigenen Chief Scientists auch für weitere Chipentwicklung nutzen.

Nvidia möchte die Nutzung seiner künstlichen Intelligenz im Themenfeld der Chipentwicklung ausweiten. Die einfachste Implementierung von KI ist die Nutzung existierender Design-Tools. Dabei kann beispielsweise nachgesehen werden, wie viel Leistung eine GPU an welcher Stelle aufnimmt und dementsprechend durch KI vorausgesagt werden, wie groß der IR-Drop ist. Mit konventionellen Möglichkeiten dauert ein solcher Test ca. drei Stunden und ist wesentlich aufwendiger. Im KI-Modell dauert der Vorgang drei Sekunden bzw. 18 Minuten, wenn das Training für die Merkmalsextraktion mitgerechnet wird. Die Ergebnisse beider Methoden sind gut vergleichbar, doch die KI-Lösung ist wesentlich schneller.

Für die Entwicklung neuer Grafikarchitekturen oder sonstiger Chips sieht Nvidias Chief Scientist William Dally den Nutzen von KI ebenfalls gegeben. So könne damit parasitäres Verhalten prognostiziert werden. Darunter verstehe man ungewollte Elemente, die beim Komponenten- bzw. Chipdesign auftreten und für Inkompatibilitäten und sonstige Probleme sorgen. Durch die KI-Nutzung soll damit die Anzahl der Arbeitsschritte reduziert werden, was für eine effektivere Verwendung der Mannstunden der Entwickler sorgen könne. Auch das Layout lasse sich mithilfe von KI verbessern. Durch die eingegebenen Parameter kann das System die Entwickler warnen, wenn es zu Problemen kommen sollte und ihnen damit ebenfalls Zeit ersparen.

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Der interessanteste Nutzungsfall scheint jedoch die Zellenmigration zu sein. Diese beschreibe den Wechsel eines Fertigungsprozesses auf einen kleineren Node. Die einzelnen Zellen sind Volladdierer, Und- bzw. Oder-Gates. Davon soll es Tausende Zellen geben, die alle unter Berücksichtigung hochkomplexer Designregeln neu entworfen werden müssen. Dabei könne KI brillieren und diese nacheinander anwenden, um Designfehlern, die Menschen passieren, vorzubeugen und einen problemlosen Node-Wechsel zu gewährleisten.

Quelle: PC Gamer

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        Nvidia-GPU-basierte KI liest mit und betrachtet kritische Nvidia-GPU-basierte KI-Kommentare kritisch. Standorte wurden trianguliert. Thermonukleare Gegenmaßnahmen werden eingeleitet.

      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        Nvidia-GPU-basierte KI liest mit und betrachtet kritische Nvidia-GPU-basierte KI-Kommentare kritisch. Standorte wurden trianguliert. Thermonukleare Gegenmaßnahmen werden eingeleitet.

      • Von Standeck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von T-MAXX
        Die Gefahr bei einer KI besteht darin das sie irgendwann selbstständig andere Wege gehen kann und somit den Menschen dominiert. Filme wie Terminator werden dann Realität und sind dann nicht mehr nur ein Filmgenuss aus dem TV Sessel zu betrachten. Und den Stecker kann man dann auch nicht mehr so einfach ziehen.
        Eine KI wird in Zukunft wahrscheinlich unfassbar intelligent sein aber keinen Funken Bewusstsein haben. Bewusstsein ist was komplett anderes als Intelligenz. Das einzige Problem wird wohl sein dass die KI Lösungen findet die funktionieren aber ein Mensch nicht mehr kapieren wird.
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        Zitat von Khabarak
        Die große Frage ist für mich:
        Was für einen Vorteil bringt die KI im Vergleich zu Programmen, die gut formulierten Design Rules folgen und die Einhaltung auch überwachen?
        Wann parasitäre Effekte entstehen und wo es eine zu hohe Wärmekonzentration geben könnte, ist jetzt nicht unbedingt neues Wissen.
        Geschwindigkeit.
        Zitat von Khabarak
        Ich sehe da eher eine weitere Möglichkeit einer Fehlerquelle.
        Wenn man beim Training nicht gut aufpasst, kann die KI was anderes lernen, als sie soll.
        Dann bekommt man zwar Ergebnisse, allerdings kann man sich auf selbige nicht verlassen und muss den gleichen Test nochmal machen - diesmal aber manuell.
        Leider weiß man nie genau, ob man die KI gut trainiert hat. In diesem Fall werden dann "manuelle" Tests wegfallen und man bemerkt Fehler im Training erst, wenn die ersten Chips aus der Fabrik zum Testen kommen.
        Das sind potentiell sehr teure Fehler.
        Kann man pauschal nicht sagen, es hängt wie immer davon ab wie du das ganze nutzt und was die Ziele sind. Und so wie es im oben verlinkten Artikel beschrieben steht geht es nicht um 100% Genauigkeit sondern Problemstellen zu identifizieren, welche die KI wohl hinreichend genau macht. Ich gehe davon aus man sortiert erstmal die groben Fehler raus und später wird dann mit normalen Tools das Endergebnis validiert. Der Zeitgewinn dafür dürfte trotzdem immens sein.
        Zusätzlich werden solche Tools nicht unvalidiert eingesetzt. Man weiß also in welchen Situationen die KI Probleme hat und kann entsprechende Maßnahmen treffen.
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        KI Chipdesign wird Normalität werden, einfach wegen der Komplexität der Anforderung

        Bei der 4 Minuten Marke im Video sollte es Klick machen
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von TheGermanEngineer
        Lesen wir aus dem Artikel etwas anderes heraus? Es geht um eine Analyse des Chipdesigns auf mögliche Probleme und Inkompatibilitäten. Das sollte sich deterministisch berechnen lassen, ab wann das ein kritischer Faktor ist. AI kann diesen Schritt beschleunigen, indem es solch kritische Muster erlernt und in Designs erkennen kann. Jedoch immer mit einer gewissen nicht bestimmbaren Fehlerquote, die aber hinreichend klein für den Zweck ist.
        Letzten Endes muss die AI aber mit dem aktuellen Stand der Dinge trainiert werden, sie kann nicht von sich aus Probleme erkennen, die es zuvor nie gegeben hat. So funktioniert das nicht.
        Aber wer weiß, was in den letzten Jahres so alles hinter verschlossenen Türen bei NVIDIA passiert ist.

        Ja, aber weil mein Real-Name drunter steht werde ich die hier nicht öffentlich stellen, sorry.
        Die große Frage ist für mich:
        Was für einen Vorteil bringt die KI im Vergleich zu Programmen, die gut formulierten Design Rules folgen und die Einhaltung auch überwachen?
        Wann parasitäre Effekte entstehen und wo es eine zu hohe Wärmekonzentration geben könnte, ist jetzt nicht unbedingt neues Wissen.

        Ich sehe da eher eine weitere Möglichkeit einer Fehlerquelle.
        Wenn man beim Training nicht gut aufpasst, kann die KI was anderes lernen, als sie soll.
        Dann bekommt man zwar Ergebnisse, allerdings kann man sich auf selbige nicht verlassen und muss den gleichen Test nochmal machen - diesmal aber manuell.
        Leider weiß man nie genau, ob man die KI gut trainiert hat. In diesem Fall werden dann "manuelle" Tests wegfallen und man bemerkt Fehler im Training erst, wenn die ersten Chips aus der Fabrik zum Testen kommen.
        Das sind potentiell sehr teure Fehler.
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