Markt-Analyse: Markenloyalität bei AMD angeblich sinkend
Aus einer Analyse der Daten der Webseite PC Part Picker leitet man aktuell ab, dass die Markenloyalität bei AMD schwindet. Gerade die ist aber bei AMD wichtig, solange zum Beispiel im CPU-Segment kein Produkt gegen die Intel-Performance-Modelle bereitsteht. Fraglich bleibt aber auch, ob die Zahlen nicht etwas überbewertet werden.
AMD-Nutzer gelten in der Regel auch als besonders loyal. Doch diese Loyalität schwindet, wenn man den Daten von PC Part Picker glaubt. Die Analyse beruht auf 25.780 Systemen, die in den letzten 31 Monaten gebaut wurden. Die Preise der Systeme lagen dabei zwischen 450 und 5.000 US-Dollar, also in einem weiten Preisbereich.
Schaut man sich nun die Daten an, so entschieden sich 19 Prozent der PC-Bauer für eine AMD-CPU. Das ist verständlich, denn hier herrscht seit geraumer Zeit Stillstand und die Prozessoren von AMD sind denen von Intel im Moment kaum noch ebenbürtig. Gerade im Performance-Bereich ist der Kauf einer AMD-CPU nur mit Markenloyalität zu begründen. Folglich ist es auch nicht verwunderlich, wenn die Durchschnittskosten von AMD-Bauten mit 967 USD deutlich unter denen von Intel-Bauten mit 1.570 USD liegen. Nicht nur sind AMD-Systeme preislich attraktiver, sie werden in der Regel auch von eher preisbewussteren Personen gekauft.
Geht man etwas weiter in die Tiefe, so wird man sehen, dass AMD-Prozessorkäufer früher eine hohe Markentreue hatten, denn sie kauften in 55 Prozent der Fälle eine Radeon. Bei Intel sind es nur 19 Prozent. Doch diese 55 Prozent sind nach PC Part Picker in den letzten sechs Monaten gesunken. Und nicht nur das, in den letzten sechs Monaten wurden auch nur noch 11 Prozent aller Systeme auf AMD-CPU-Basis gebaut und davon entschieden sich 4 Prozent weniger zur Verwendung einer Radeon. Daraus wird nun geschlossen, dass die allgemeine Loyalität der AMD-Unterstützer nachlässt.
Ob man das bereits als Loyalitätsverlust deuten kann, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Dass kaum noch Systeme auf AMD-Basis gebaut werden, ist vollkommen logisch. Selbst der größte AMD-Fan weiß, dass die Prozessoren derzeit für Spiele-PCs kaum zu empfehlen sind und in eine tote Plattform zu investieren, ist mehr als fahrlässig - schließlich steht AM4 und Ryzen vor der Tür. Der Blick auf die Grafikkarten ist da etwas interessanter. Allerdings stellt sich die Frage, ob man 4 Prozent nicht überbewertet. Richtig ist, dass AMD wenige neue Karten im fraglichen Zeitraum brachte. Richtig ist auch, dass das für Markenloyalisten keine Rolle spielt.
Quelle: PC Part Picker via Parsec

Kann ich nur zustimmen, da ich selbst das beste Beispiel bin. Seit Jahren läuft meine Radeon HD7970 zuverlässig und ich wollte sie durch eine schöne Vega ersetzen. Auch einem Ryzen wäre ich nicht abgeneigt, weil ich AMD als Konkurrent zu den "üblichen Verdächtigen" pushen will, aber....
Dieses mal geht meine Kohle nun doch an Team Grün. Ich hab mir durch eine Aktion in einem Laden bei dem die "nicht-ganz-Blöden" einkaufen und mit einem recht ordentlichen Cash-Back einen wunderschönen Gsync-Monitor erstanden. Ne 1080er On-Top wird in der nächsten Zeit natürlich folgen.
Naja ein bisschen weh tuts mir schon für AMD. Jetzt haben sich die Jungs so sehr bemüht mit Vega und ich hätte es gerne honoriert.
Als markentreuer Ex-DDR-Bürger warte ich jetzt schon 26 Jahre auf den neuer Trabbi-da kann ich bei AMD auch mal ein halbes Jahr aushalten,um zu schauen ,was rumkommt!
Gruß Yojinbo
p.s. nicht privat, aber eben geschäftlich
AMDs Hauptproblem war, sich damals auf ihrem K8 auszuruhen. Dann kam Intel mit dem Core 2 und AMD hatte nichts zu kontern und dazu noch fast 6 Mrd. $ für ATi rausgeschmissen.^^
Das Geld hätte man frühzeitig in die Forschung stecken sollen und nicht in einen Grafikspezialisten, der in keinerlei Konkurrenzverhältnis stand.
Den Stiefel hat sich AMD also weitestgehend selber zugebunden.