LattePanda Alpha 864s: Mini-Gaming-PC dank Einplatinencomputer mit GTX 1650
Die LattePanda-Boards des chinesischen Herstellers DFRobot sollen sich von anderen Vertretern der Einplatinencomputer auf ARM-Basis vor allem durch vollwertige Windows-Kompatibilität dank x86-CPU abheben. Mit angestöpselter Grafik-Power lässt sich damit auch ein überaus platzsparendes Gaming-System für den kleineren Anspruch schaffen.
Im Gegensatz zu anderen Einplatinencomputer wie Arduino, Raspberry Pi und Co. setzt Hersteller DFRobot für seine Modelle nicht auf eine ARM-CPU, sondern im Fall des LattePanda Alpha 864s auf den mobilen Zweikernprozessor Intel Core m3-8100y mit vier Threads und bis zu 3,4 GHz Boost-Takt. Hinzu kommen 8 GiByte LPDDR3-RAM und 64 GiByte eMMC als Festspeicher sowie diverse übliche Schnittstellen à la USB 3.0 und M.2 (M Key) via PCIe x4.
Quelle: DFRobot
LattePanda Alpha Product Photo
Letzteres ermöglicht mittels Adapter auch den Betrieb einer Grafikkarte, wie der auf Einplatinencomputer und Retro-Gaming spezialisierte YouTube-Kanal "ETA PRIME" anhand eines Videos demonstriert. Unter Zuhilfenahme eines Pico-Netzteils für die zusätzliche Stromversorgung kann so zum Beispiel eine Zotac Gaming GeForce GTX 1650 OC genutzt werden, die von den Abmessungen zwar schlussendlich größer ausfällt als der eigentliche PC, aber dementsprechend auch für genügend Rechenleistung abseits von Intels iGPU sorgt, um grafisch aufwendigere Spiele zu zocken.
Wie das Video aufzeigt, schlägt sich der hier verwendete LattePanda Alpha in älterer Revision mit dem etwas leistungsschwächeren Core m3-7y30 bereits ganz gut und kann etwas betagtere Titel wie The Elder Scrolls 5: Skyrim oder GTA 5 durchaus gut flüssig darstellen, obgleich neben der CPU im Zweifelsfall natürlich auch die begrenzte PCI-E-Anbindung limitiert.
Mit 115 x 78 x 14 Millimetern fällt der Einplatinencomputer dabei aber auch deutlich kleiner aus als die sonst für kleine Gaming-PCs geläufigen Mini-ITX-Mainboards. Wer nun mit einem entsprechenden Mini-Gaming-PC auf Basis eines Einplatinencomputers in Alternative zu Mini-ITX liebäugelt, sollte allerdings auch das entsprechende Kleingeld parat haben: DFRobot ruft für den LattePanda Alpha 864s mit vorinstalliertem Windows 10 Pro 449 US-Dollar zuzüglich Versand auf oder 409 US-Dollar ohne Betriebssystem. Die Grafikkarte ist selbstredend extra zu erwerben.

Zum Zocken würde ich mir da lieber ein "klassisches" mini-itx System bauen.
- Die CPU hat eine TDP von 5W und nur 2 Kerne
- wenn man eine Graka verbaut, dann kann man eine gute SSD vergessen
Ist also für wenige interessant. Am besten noch als Einplatinencomputer zu gebrauchen, ohne Graka. Gamer sollten sich eher einen billigen Laptop, mit dedizierter GPU kaufen, das dürfte die bessere Wahl sein. Selbst die gurkigen 15W CPUs sind echte Raketen, gegen das Teil und 16-32GB RAM sowie eine normale SSD tun ihr übriges. Mit normaler Graka bricht der Verbrauch dieses Systems dann endgültig durch die Decke. Wirklich kompakt ist diese Konstruktion auch nicht (Graka sei Dank). Mit den Piconetzteilen holt man sich ordentlich Ärger ins Haus (eigene Erfahrung).
Hast du mal etwas von HDPlex probiert?
Zum Thema
Bevor ich auf so einer Basis ein Minisystem baue, kann ich besser ein ITX Board mit ITX GPU (die 2070 gab es min nur 169mm) und einem DC DC Netzteil auf dem 24PIN ATX Stecker zusammen bauen. Einen in der TDP begrenzten 3700X, dazu die 2070 etwas in der TDP begrenzen und tada, super kompaktes Gaming System ist möglich und das mit vie Leistung!