Globalfoundries und TSMC: Austausch statt Patentklagen - Auftragsfertiger einigen sich auf Cross-License-Abkommen
Globalfoundries und TSMC haben sich auf ein langjähriges Cross-License-Abkommen geeinigt und damit ihre vorangegangenen Patentstreitigkeiten beigelegt. Inbegriffen sind darin neben vergangenen Patenten auch alle Patente des kommenden Jahrzehnts.
Die beiden Auftragsfertiger Globalfoundries und TSMC haben ihre Patenstreitigkeiten beigelegt. Längere Zeit schwelte zwischen beiden Unternehmen ein Konflikt. Statt sich gegenseitig mit Patentklagen zu bewerfen, wolle man in Zukunft auf mehr Zusammenarbeit setzen.
Dafür verabschiedeten die Globalfoundries und TSMC ein Cross-License-Abkommen. Inbegriffen sind daran alle bisherigen Patente beider Unternehmen sowie auch alle Patente, die in den kommenden zehn Jahren eingereicht werden. Thomas Caulfield, CEO von Globalfoundries, beschreibt das Abkommen als "ein Sieg für die gesamte Halbleiterindustrie".
Ende August dieses Jahres klagte Globalfoundries zunächst gegen TSMC vor fünf Gerichten in den USA sowie auch Deutschland. Dabei ging es um 17 Patente. TSMC ließ das nicht auf sich sitzen. Zu Monatsbeginn folgte die Retourkutsche. Geklagt wurde in Singapur. Dabei handelt es sich um einen von Globalfoundries Fab-Standorten abseits der USA und Deutschland. 25 Patentverletzungen warf TSMC der Konkurrenz vor. Negativ hätten sich die Klagen nicht allein auf die Auftragsfertiger, sondern auch auf deren Kundschaft ausgewirkt. Über den Grund für die nun doch recht schnelle Einigung schweigen beide Unternehmen. Nun, da die Streitigkeiten beigelegt sind, können TSMC sowie Globalfoundries sich wieder voll auf die eigentlichen Kerntätigkeiten konzentrieren.
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Bei TSMC liegt der Fokus aktuell unter anderem auf dem Ausbau der 7nm-Fertigungskapazitäten. Zugleich bringt der Auftragsfertiger sein 5nm-Prozess in Stellung. Für den kommenden Technologieknoten bestellt TSMC wesentlich mehr Kapital ab. Dank der guten Geschäftsergebnisse in den vergangenen Quartalen kann man sich das auch erlauben und die zusätzlichen Milliarden machen sich bezahlt. Wie TSMCs CEO C.C. Wei kürzlich bekanntgab, liegt man bei 5nm im anvisierten Zeitplan. Damit steht der anlaufenden Massenfertigung, die für das zweite Quartal 2020 vorgesehen ist, nichts im Wege.
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Also bspw. In 14/12nm sowie 28nm stehen sie in Konkurrenz.
Grüße!
Doch weniger Konkurrenz bedeutet auch weniger Preiskampf, was einerseits die Preise stabilisieren aber auch deutlich erhöhen könnte.
GFs Entwicklung in Richtung kleinerer Fertigung als 12nm wurde ja abgebrochen