[19/09/2014] Den Core i9-9900K halte ich für einen i7 mit neuer, teurer anmutenden i9-Bezeichnung. Der ehemalige i5 ist nun ein i7 mit wegrationalisiertem Hyperthreading (i7-9700K). Darf ich fragen, wieso? Naja, ich könnte wohl auch genauso gut Nvidia fragen, was sie mit der „Ti“-Bezeichnung anstreben – ich vermute, höhere Gewinne aufgrund suggeriertem „größer, besser und luxoriöser“. Abgesehen von der aus meiner Sicht irgendwo zwischen peinlich und bedenklich einzustufenden marktpsychologischen Geschlechtsteilvergrößerung wirkt der i9-9900K aber sehr attraktiv. Der Intel-Achtkerner für den „Mainstream“, der aber wahrscheinlich trotzdem eine Stange Geld kosten dürfte, wird sicherlich der oder zumindest eine der schnellsten und zukunftssichersten Spieler-CPUs, die man 2018 oder auch 2019 kaufen kann. Immer mehr Spiele nutzen acht oder gar mehr Prozesse, um immer größere und komplexere Welten darzustellen. Und der hohe Takt hilft diese auch dann mit mehr als 60 Fps darzustellen, wenn die Spiele-Engines aufgrund der Konsolen größtenteils nur auf 30 Fps ausgelegt wurden und höhere Bildraten sehr viel CPU-Power erfordern (Hallo, Ubisoft...). Die nächste Konsolengeneration wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diesen Trend fortsetzen. Wenn ich also aufrüstwillig wäre, der i9-9900K wäre definitiv sehr spannend für mich. Ich kaufe eigentlich nur recht selten neue CPUs, aber wenn, dann springe ich relativ früh auf einen Hardware-Trend auf. Mein aktueller Prozessor (ein i7-5820K) stammt von Anfang 2015, verfügt indes schon über 6 Kerne und 12 Threads, schnellen DDR4-Speicher und immerhin 4,2 GHz OC-Takt. Der i9-9900K wäre der erste Intel-Prozessor im Mainstream-Bereich, der ein wirklich deutliches Upgrade darstellen würde. (Philipp Reuther)