Computex 2020 noch nicht abgesagt, aber in ernster Gefahr
Die Computex ist noch nicht abgesagt, aber in ernster Gefahr. Die Republik China (Taiwan) hat ein strenges Einreiseverbot verhängt, das nur wenige Ausnahmen bildet - und das bis auf Weiteres. Das könnte für die Computex zum ernsten Problem werden.
Während die E3 im Juni abgesagt wurde, hält die Computex (Plan: 2. bis 6.6.) bislang an der Ausrichtung der Messe fest. Das könnte aber nun zunehmend problematisch werden, da die Republic of China (Taiwan) eine Einreisesperre verhängt hat - und das ohne zeitliche Begrenzung. Wer keinen Pass aus Taiwan hat, darf nicht mehr in das Land einreisen. Wer einreisen muss, wird automatisch in eine 14-tägige Quarantäne gesteckt. Ausgenommen sind nur ARC-Inhaber (permanent Wohnhafte ohne Pass), Diplomaten und Geschäftsreisende mit Sondergenehmigung. Letztere zielen vor allem auf Personal, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Der Einreisestopp startet am 19. März und derzeit sieht man eigentlich nur wenige Chancen für eine reguläre Ausrichtung der Computex. Sollte der Einreisestopp bis Juni wieder aufgehoben sein, wird viel auch davon abhängen, ob die Hersteller willens sind, ihr Personal auf die Messe zu schicken, die traditionell auf dem Messegelände und in umliegenden Hotels stattfindet. Zumal die Vorbereitungen schon ab April starten.
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Die Computex ist vornehmlich eine Fachbesuchermesse und die meisten Teilnehmer sind in Auftrag eines Arbeitgebers vor Ort. Wenn der Personal auf internationale Großveranstaltungen schickt und sich die die Angestellten etwas einfangen, ist das nicht nur gesundheitlich, sondern auch rechtlich zu bewerten - insbesondere in Ländern mit teils oder vollständig privatwirtschaftlich organisiertem Gesundheitssystem. Entsprechend wird man Vorsicht walten lassen. Entsprechend ist bei vielen Arbeitgebern die Agenda, dass man Kontakte nach außen soweit es geht vermeidet. Aus Bayern weiß man mittlerweile, dass ein geschäftlicher Austausch reicht, um das Virus im großen Stil einzuschleppen.
Derzeit scheint es trotz der zögerlichen Haltung der Computex-Veranstalter wohl eher keine Messe zu geben. Wer buchen will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man zwar potenziell die Messetickets erstattet bekommt, nicht aber die Anreise und die Unterkunft. Hier braucht man die passende Reiserücktrittsversicherung, die den Fall abdeckt, oder bleibt auf den Kosten sitzen. Gleiches gilt für die Gamescom, die ebenfalls bislang stattfinden soll. Ende August ist das vielleicht sogar realistisch, aber sollt es zu Absagen kommen, trägt man die Reise und Unterkunft in der Regel selbst.