Switch XXL: Lenovo Legion Go mit AMDs Ryzen Z1 Extreme kostet 799 Euro und kann Augmented Reality [Update]

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Lenovo Legion Go
Quelle: Lenovo / Windowsreport

Der für einen Handheld-PC fast schon riesige Lenovo Legion Go ist im Grunde eine Switch XXL mit einem 8,8 Zoll großen Touch-LCD und abnehmbaren Controllern. Im Hinblick auf die Hardware greift Lenovo ganz oben ins Regal für Handheld-PCs und vertraut dabei auf eine insbesondere für portable PC-Spielkonsolen optimierte Zen-4-APU.

Originalmeldung vom 29.08.2023:

Der für einen Handheld-PC fast schon riesige Lenovo Legion Go ist im Grunde eine Art "Switch XXL" mit einem 8,8 Zoll großen Touch-LCD-Display und zwei abnehmbaren Controllern. Im Hinblick auf die Hardware greift Lenovo ganz oben ins Regal für Handheld-PCs und vertraut dabei auf eine insbesondere für solche portable Spielkonsolen optimierte Zen-4-APU, den AMD Ryzen Z1 Extreme. Diese weitreichenden Informationen stammen von Windows Report.

Touch-IPS mit 2.560 x 1.600 Pixeln und 144 Hz auf 8,8 Zoll

Das Herzstück des Lenovo Legion Go bildet der 8,8 Zoll große IPS-Touchscreen, wobei man in solchen Fällen wohl bereits von einem Tablet sprechen kann, welches durch zwei annehmbare Controller ("Legion Gamepad Controls") zum Handheld-PC umfunktioniert wird. Selbstverständlich steckt einiges mehr dahinter.

Lenovo Legion Go Quelle: Lenovo / Windowsreport Lenovo Legion Go Das IPS-Display löst mit hohen 2.560 × 1.600 Bildpunkten auf und bietet eine Bildwiederholraten von ebenso hohen 144 Hz inklusive VRR ("Variable Refresh Rate") gegen das ziemlich unschöne "Screen Tearing". Auch die weiteren Eckdaten des Bildschirms lesen sich durchaus ambitioniert, so soll beispielsweise eine Spitzenhelligkeit von 500 cd/m erreicht werden.

Ryzen Z1 Extreme und 16 GiByte LPDDR5X mit 7.500 MT/s

Angetrieben wird der Lenovo Legion Go von einem Ryzen Z1 Extreme, wie er auch im Asus ROG Ally zum Einsatz kommt. Damit setzen jetzt zwei große Hersteller auf die derzeit schnellste Handheld-APU, welche neben 8 Zen-4-Prozessorkernen mit SMT und den daraus resultierenden 16 Threads auf eine Radeon 780M zurückgreift.

AMD Ryzen Z1 Extreme Quelle: AMD (Screenshot: PCGH) AMD Ryzen Z1 Extreme

Radeon 780M mit 768 RDNA-3-Shadereinheiten

Neben dem bis zu 5,1 GHz schnellen CPU-Part kommen 12 Compute Units mit insgesamt 768 RDNA-3-Shadereinheiten und einer Taktfrequenz von bis zu 2,7 GHz zum Einsatz. Als Basis dient die Phoneix-APU Ryzen 7 7840U, welche ganz speziell für Handheld-PCs optimiert wurde und über eine breitere cTDP-Einstufung von 9 bis 30 anstatt von 15 bis 30 Watt verfügt. Die Handheld-APUs besitzen keine AI-Engine.

Lenovo Legion Go Quelle: Lenovo / Windowsreport Lenovo Legion Go Quelle: Lenovo / Windowsreport

Neben dem bereits erwähnten AMD Ryzen Z1 Extreme soll das Legion Go auf 16 GiByte LPDDR5X-7500 sowie eine mittels PCIe 4.0 x4 angebundene NVMe-SSD im M.2-Steckplatz mit wahlweise 256 GiByte, 512 GiByte oder 1 TiByte Speicherplatz verfügen. Der Akku besitzt eine Kapazität von 49,2 Wattstunden. Die "geleakten" Pressemitteilung von Lenovo verrät außerdem, dass der Hersteller ein leises Kühlkonzept mit geringer Geräuschentwicklung realisiert haben möchte.

Lenovo Legion Go Quelle: Lenovo / Windowsreport Lenovo Legion Go

Lenovo Legion Go + Lenovo Legion Glasses = AR-Gaming

Der Lenovo Legion Go wird mit der ebenfalls bislang noch nicht offiziell vorgestellten AR-Brille "Lenovo Legion Glasses" kompatibel sein, welche als Teil der Gaming-Serie Legion speziell auf den Handheld-PC zugeschnitten sein soll. Die AR-Brille soll mit einer Auflösung von 1.920 × 1.080 Bildpunkten pro Auge und 60 Hz arbeiten.

Lenovo Legion Glasses Quelle: Lenovo / Windowsreport Lenovo Legion Glasses Über ein 1,2 Meter langes Kabel nach USB-C werden die Legion Glasses mit dem Legion Go verbunden, während die beiden Controller unabhängig von der portablen Windows-Spielkonsole genutzt werden können. Die Lenovo Legion Glasses mit ihren zwei Micro-LED-Display soll separat erhältlich sein und 499 Euro kosten.

Ab 799 Euro mit 3 Monaten Xbox Game Pass Ultimate

Wie Windows Report erfahren haben möchte, sollen der Lenovo Legio Go und die Legion Glasses auf der vom 1. bis 5. September in Berlin gastierenden IFA 2023 vorgestellt werden und etwas später in den Handel kommen. Werkseitig wird Windows 11 mit drei Monaten Xbox Game Pass Ultimate mitgeliefert. Die Basisversion wird demnach mit 799 Euro zu Buche schlagen.

Im Oktober im Handel

Die aus der offiziellen Pressemitteilung von Lenovo stammenden Informationen solle auf ein Release im Oktober dieses Jahres hinweisen. Die Fotos aus dem Dokument von Lenovo wirken ebenfalls authentisch. Erste offizielle Informationen seitens Lenovo sollen auf der IFA 2023 folgen.

Lenovo stellt Legion Go offiziell vor

Wie bereits zuvor erwartet, hat Lenovo seinen Handheld-PC Legion Go im Rahmen der IFA 2023 offiziell vorgestellt und die schon zuvor publik gewordenen Spezifikationen noch einmal bestätigt.

Der Lenovo Legion Go startet hierzulande im November zu einem Preis von 799 Euro, während die Legion Glasses bereits im Oktober für 499 Euro an den Start gehen.

Weitere Informationen liefert die offizielle Pressemitteilung sowie das soeben freigegebene YouTube-Video.

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Quelle: Lenovo via Windows Report

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    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von nTc21 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von csabinho
        Batocera? Das klingt eher nach einem kleinen Emulationshandheld...
        Und gerade die haben ja auch quasi nie Windows, sondern wenn überhaupt was anderes als Linux, dann Android...
        Dann beschäftige dich mal mit Batocera. Als Basis läuft natürlich Linux, wie auch bei SteamOS etc und mit voller Proton unterstützung.
      • Von nTc21 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von csabinho
        Batocera? Das klingt eher nach einem kleinen Emulationshandheld...
        Und gerade die haben ja auch quasi nie Windows, sondern wenn überhaupt was anderes als Linux, dann Android...
        Dann beschäftige dich mal mit Batocera. Als Basis läuft natürlich Linux, wie auch bei SteamOS etc und mit voller Proton unterstützung.
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Zitat von Schnitzelnator
        Das tolle an Linuxdistributionen ist ja, dass z.B. Lenovo einfach ein Lenovo-Repository hinzufügen könnte, um SteamOS zu patchen wo es nötig wäre. Das ist einfach nur eine URL mit einem Namenskürzel.
        Aber vermutlich wäre es extrem selten nötig, an SteamOS etwas zu verändern, damit es auf dem Lenovo-Gerät einwandfrei läuft.
        Täusch Dich da mal nicht. Das soll ja nicht irgendwie laufen, sondern auf den Niveau einer Konsole. Es hat seine Gründe warum viele Leute bei Apple sind. Das Geheimnis ist nicht MacOS, sondern das MacOS auf die handvoll Systeme, die Apple bietet, angepasst ist. Für andere Gerätschaften interessiert sich Apple nicht. Genauso ist das mit SteamOS und dem Steam Deck. Ob Valve in Zukunft auch noch für andere Systeme Support bietet, müssen wir abwarten.

        Wenn Du SteamOS auf einem 0815-PC installierst, erwarte ich dabei deutlich mehr Probleme als mit Ubuntu und Co. Von Windows ganz zu schweigen. Auch wenn Valve anders als andere nicht alles mutwillig zunagelt: SteamOS ist momentan lediglich die Systemsoftware des Steam Decks. Nicht mehr und nicht weniger.
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Das tolle an Linuxdistributionen ist ja, dass z.B. Lenovo einfach ein Lenovo-Repository hinzufügen könnte, um SteamOS zu patchen wo es nötig wäre. Das ist einfach nur eine URL mit einem Namenskürzel.
        Aber vermutlich wäre es extrem selten nötig, an SteamOS etwas zu verändern, damit es auf dem Lenovo-Gerät einwandfrei läuft.
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Zitat von csabinho
        So viel kostet Windows nicht wenn man es in Massen kauft, wenn man sich Laptops anschaut bei denen es eine Variante mit und eine ohne Windows gibt...
        hat man bei Dell und Co. meistens 100 Euro Unterschied. Bei Windows zahlst Du. Im Falle eines Handhelds muss man sich natürlich fragen: Wofür?

        Windows mobile ist Geschichte. Windows 11 unterstützt offiziell nicht einmal Bildschirme, die kleiner als 9" sind.
        Zitat von Schnitzelnator
        Aus meiner Sicht wäre es im Jahr 2023 angemessen, auch eine Version mit SteamOS rauszubringen.
        Da muss man fairerweise sagen, dass das ohne Support durch Valve keine Alternative für ein Unternehmen wie Lenovo ist.
      • Von csabinho Kabelverknoter(in)
        Zitat von Schnitzelnator
        Da stimme ich zu, aber ich glaube, der Begriff dreht sich aktuell gerade herum. Es ist immer mehr so, dass manche AAA-Titel nicht Linuxtauglich sind, weil andere Games vormachen, dass es absolut kein Problem wäre, Linux auch zu supporten.
        Vermutlich eine Frage von Monaten oder wenigen Jahren, dass dieses Problem in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr als Nachteil des Betriebssystems, sondern als Schwäche des Spiels gewertet wird. Und ich denke auch, dass der Hochmut mancher Publisher sie richtig auf den Boden der Tatsachen zurückholen wird. Denn oft ist nur der Name der Spielreihe AAA, und an World of Warcraft usw. hat man ja gesehen, dass es sich irgendwann rächt, wenn man nur noch melkt.
        Larian hat es ja vorgemacht und wenn es noch ein paar Studios nachmachen, werden die alten Publisher auch ganz schnell unnötig und ersetzt.

        Aus meiner Sicht wäre es im Jahr 2023 angemessen, auch eine Version mit SteamOS rauszubringen.
        Linuxtaugliches Anticheat existiert, wie Battlebit beweist. Es ist allerdings noch nicht wirklich weit verbreitet...
        Und die Firmen mit Launchern scheren sich einfach 0 um Linux. Das sieht man daran, dass sie ständig irgendwelche Änderungen machen, die die Kompatibilität zerstören und die dann mit dem nächsten Minor Release von Proton behoben werden.
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