Radeon HD 4870 X2 im PCGH-Benchmark-Test

0
Test Raffael Vötter Marc Sauter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

AMD bläst erneut zum Angriff auf Nvidias Geforce-GTX-200-Serie. Diesmal ist das Flaggschiff GTX 280 der erklärte Feind. Wir verraten in unserem ersten Test, ob das Unterfangen "Performancekrone" gelingt.

AMDs Launchpolitik mutet derzeit seltsam an. Schon zur Einführung der Radeon HD 4850 gestattete man der Presse anfangs nur Tests in Häppchenform: Benchmarks ja, Informationen zur Architektur nein. Dasselbe Spiel wiederholt sich mit der 4870 X2. Wir dürfen Ihnen eine Hand voll Benchmarks und Eindrücke liefern, Details zur Architektur bleiben tabu. Das hält uns aber nicht davon ab, die Ergebnisse zu deuten.

Radeon HD 4870 X2: die Kraft der zwei Her(t)zen
Radeon HD 4870 X2 im PCGH-Benchmark-Test
Radeon HD 4870 X2 im PCGH-Benchmark-Test Auf der Radeon HD 4870 X2 verheiraten die Grafikspezialisten zwei RV770-Chips, die über die Multi-GPU-Technologie Crossfire X kooperieren. Vermutlich haben Sie sich schon gefragt, warum sowohl AMD als auch Nvidia immer wieder diesen Weg gehen. Der Grund ist ein ökonomischer: Es ist deutlich kostensparender, einen kleinen Grafikchip zu entwickeln und zu fertigen. Jeder zusätzliche Transistor erfordert Know-how und kostet Fläche auf dem Wafer. Zudem steigt mit der Größe der GPU auch die Wahrscheinlichkeit eines Defekts. Während Nvidia mit dem Transistormonster GT200 das Risiko in Kauf nahm, setzen die finanziell angeschlagenen Kanadier wieder auf die Leistungsskalierung durch mehrere Chips. Altmeister 3dfx ging mit der Voodoo-5-Serie vor acht Jahren einen ähnlichen Weg. Heutzutage bedeuten mehrere GPUs aber nicht zwangsläufig, dass die Spieleleistung ansteigt.

Radeon HD 4870 X2 im PCGH-Benchmark-Test Das RV770-Duo auf der HD 4870 X2 nennt AMD "R700", in Anlehnung an frühere High-End-Chips. Zur Kommunikation der GPUs sitzt wie bei der HD 3870 X2 ein Brückenchip der Firma PLX zwischen ihnen. Der neue Chip (PEX86BB-AA50BC F) ist PCI-Express-2.0-kompatibel, was den höchstmöglichen Datendurchsatz gewährleistet.

Radeon HD 4870 X2 im PCGH-Benchmark-Test Die Platine misst 27 Zentimeter, was der Länge einer Geforce GTX 280 entspricht. Darauf thront ein ebenso langer Kühler, der fast das ganze PCB abdeckt. Diesmal setzt AMD bei beiden GPUs auf kupferne Kühlblöcke, während der 3870 X2 für eine GPU noch Aluminium genügte. Bedenkt man die 160 Watt TDP der HD 4870, lässt sich erahnen, dass dies bitter nötig ist, um die X2 stabil zu betreiben. Der PLX-Chip verbraucht weniger als ein Watt, weshalb nur ein Wärmeleitpad den Kontakt zum Kühler herstellt. Die gesamte Konstruktion wiegt 1.080 Gramm.

Die Taktung entspricht genau der der HD 4870: Beide GPUs werden mit 750 MHz betrieben, der GDDR5-VRAM arbeitet mit 1.800 MHz. Diesmal sitzen 16 Chips à 128 MiByte auf der Platine, woraus eine Gesamtkapazität von 2.048 MiByte resultiert. Richtig gelesen, zwei Gigabyte Videospeicher. Jeder Chip kann frei über 1.024 MiByte verfügen - die Gerüchte über einen einheitlichen Speicherpool sind falsch.

0
  1. Seite 1 Radeon HD 4870 X2 im PCGH-Benchmark-Test
  2. Seite 2 HD 4870 X2: Tests und Unterbau
  3. Seite 3 HD 4870 X2: 3DMark Vantage
  4. Seite 4 HD 4870 X2: 3DMark 06
  5. Seite 5 HD 4870 X2: Crysis
  6. Seite 6 HD 4870 X2: TES 4: Oblivion
  7. Seite 7 HD 4870 X2: Need for Speed Carbon
  8. Seite 8 HD 4870 X2: Call of Juarez
  9. Seite 9 HD 4870 X2: UT3 mit CFAA
  10. Seite 10 HD 4870 X2: Mikroruckeln
  11. Seite 11 HD 4870 X2: Stromverbrauch und Lautstärke
  12. Seite 12 HD 4870 X2: Fazit
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk