PCGH Exklusiv: Quadro FX 4600 versus Geforce 8800

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Würden Sie 1.500 Euro für eine Grafikkarte ausgeben? Wir untersuchen nachfolgend, was Nvidias Workstation-Karte Quadro FX 4600 unter der Kühlerhaube hat.

Quadro FX 4600 vs. Geforce 8800 GTS/640: Gleiches PCB, dezent anderer Kühler. (Bild: PCGH) Quadro FX 4600 vs. Geforce 8800 GTS/640: Gleiches PCB, dezent anderer Kühler. (Bild: PCGH) Laut unserem Preisvergleich handelt es sich bei der Quadro FX 4600 um ein Geforce-8800-GTX-Derivat. Dazu gehören 768 MiByte GDDR3-Speicher, angebunden an 384 Bit. Weitere Informationen sparen sich die meisten Shops; Geizhals übernimmt einfach die sonstigen Daten von der GTX.

Auf der Suche nach der GPU
Wie unsere Bilder bescheinigen, ähnelt die Quadro FX 4600 sehr der Geforce 8800 GTS auf G80-Basis. Der Kühler ist in Sachen Form gleich, auch das PCB ist mit der Desktop-Karte identisch. Das beinhaltet auch die Tatsache, dass die Karte nur über einen Stromanschluss verfügt. Everest meldet einen G80GL-Grafikprozessor, ein 384 Bit breites Speicherinterface und insgesamt 768 MiByte VRAM. Soweit gleichen die Innereien einer Geforce 8800 GTX. Doch dazu passen die angegebenen 96 Shader-ALUs und 24 "Pixel Pipelines" (Textureinheiten) nicht. Eine GTX bringt es auf 128 ALUs - mit 96 Einheiten arbeitet die alte G80-GTS. Die Taktung der Quadro entspricht ebenfalls mehr der GTS als der GTX: 504/1.188/702 MHz melden diverse Tools (GTS: 513/1.188/792 MHz; GTX: 576/1.350/900 MHz).

Quadro FX 4600 vs. Geforce 8800 GTX und 8800 GTS/640: Die GTX überragt alle. (Bild: PCGH) Quadro FX 4600 vs. Geforce 8800 GTX und 8800 GTS/640: Die GTX überragt alle. (Bild: PCGH)

Wir messen mit dem 3D Mark 06 nach. Vergleichswerte liefern eine 8800 GTX und eine GTS (640 MiByte), welche wir beide auf das Niveau der Quadro FX 4600 untertakten. Schon der bandbreitenhungrige Single-Texturing-Test spricht eine klare Sprache: Die Quadro und GTX verfügen beide über 6 Gigatexel/s Füllrate, die GTS nur über fünf. Das entspricht etwa der Differenz an Speicherbandbreite. Der nach TMU-Leistung verlangende Multi-Texturing-Test ist auf der GTX am schnellsten. Der Shaderbenchmark nicht: Hier sind Quadro und GTX auf demselben Niveau und beide weit vor der GTS, was 128 Shader-ALUs bei der Quadro vermuten lässt. Bisher ging man davon aus, dass Nvidia die Textureinheiten nicht getrennt von den ALUs deaktivieren kann. Die Leistungsdaten lassen aber auf eine Geforce 8 mit 128 ALUs, 24 TMUs und 384 Bit schließen - die Quadro FX 4600 ist also ein GTX-GTS-Hybrid auf einem GTS-PCB. Die letzte Möglichkeit ist, dass die Treiber einen Streich spielen und doch 32 TMUs aktiv sind.

Quadro FX 4600 vs. Geforce 8800 GTS/640: Gleiches PCB, dezent anderer Kühler. (Bild: PCGH) Quadro FX 4600 vs. Geforce 8800 GTS/640: Gleiches PCB, dezent anderer Kühler. (Bild: PCGH)

Leistungsmessung
Zum Abschluss testen wir die 1.500 Euro teure Karte mit dem Riva Tuner. Lüftersteuerung und Taktregler funktionieren tadellos und das Übertaktungsergebnis lässt so manche GTX alt aussehen: 648/1.008 MHz (GPU/VRAM) entlocken wir der Karte stabil im 3D Mark 06. Mit dem getesteten offiziellen Quadro-Treiber 162.65 WHQL ist das separate Übertakten der Shader-Einheiten noch nicht möglich. Der Riva Tuner meldet jedoch 1.566 MHz.

Ein großes Special zum Thema "Server vs. Desktop", das auch dieses Thema ausführlicher behandelt, finden Sie in der kommenden PCGH 04/2008.

Bildergalerie

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