Asus Mars II im Test: Kühlung, Lautstärke, Verbrauch & OC

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Asus Mars II, das sind 2,5 Kilogramm Kampfgewicht, drei Slots Breite, drei 8-Pol-Stromstecker, theoretisch 525 Watt Leistungsaufnahme und zwei GF110-GPUs im SLI. Wir testen ein Exemplar der auf 999 Stück limitierten Enthusiasten-Grafikkarte.

Asus Mars II: Spezifikation Quelle: PC Games Hardware Asus Mars II: Spezifikation Asus Mars II im Test: Platine und Kühlung
Zwei GTX-580-Grafikkarten im SLI-Betrieb verbrauchen unter Spielelast etwa 450 Watt – zu viel, um diese Leistung innerhalb einer 300-Watt-Spezifikation unterzubringen. Doch wie schon bei der Ares kümmert Asus die PCIe-Spezifikation nur wenig: Die Mars II durchbricht gleich mehrere Grenzen, um ihrer Hardware die Entfaltung zu ermöglichen. Die 29,5 Zentimeter lange Platine der Mars II beherbergt satte drei 8-Pol-Strombuchsen, die ihr jeweils 150 Watt einflößen können. Zusammen mit dem PEG-Slot (75 Watt Spitzenleistung) darf die Mars II im Rahmen ihrer eigenen Spezifikation bis zu 525 Watt aufnehmen. Direkt neben den Stromeingängen sitzt außerdem ein roter Knopf, welcher bei Betätigung den "Panikmodus" aktiviert: 100 Prozent PWM-Drehkraft für beide Lüfter, wenn es mal heiß hergeht.

Asus Mars II im Benchmark-Test (6) Quelle: PC Games Hardware Asus Mars II im Benchmark-Test (6) Auf dem übergroßen Custom-PCB (Höhe: 12 cm) sitzen nicht nur die beiden GF110-Grafikchips, umringt von 6 x 128 MiB pro Platinenseite, sondern auch die 21-phasige Spannungsversorgung. Letztere ist bitter nötig, um den gigantischen Stromfluss zu bewältigen. Besonders leistungsfähige Kondensatoren von NEC/Tokin und die schon fast obligatorischen Solid-Drosseln stellen sicher, dass die Bauteile schnell, zuverlässig und ohne Störgeräusche mit der geforderten Spannung versorgt werden. Entfernen Sie die Backplate, welche Stabilität und Schutz der Platine gewährleistet, offenbaren sich an der Oberseite weitere Details, die an Extrem-Übertakter gerichtet sind. Schließen Sie die dort platzierten Kontakte, etwa mit Leitlack, lassen sich nicht nur die Schutzmechanismen (Überhitzung/-spannung) abschalten, sondern auch die RAM- und PLL-Spannungen anheben. Wir raten an dieser Stelle davon ab – nicht nur, weil dadurch die dreijährige Garantie erlischt.

Asus Mars II im Benchmark-Test (7) Quelle: PC Games Hardware Asus Mars II im Benchmark-Test (7) Das im wahrsten Sinne des Wortes herausragendste Merkmal der Mars II ist ihre Kühlung. Wie von der "Direct Cu II"-Reihe bekannt, ist auch das auf der Mars II verwendete Modell drei Slots (5,1 cm) hoch. Damit die beiden 120-Millimeter-Lüfter ordentlich zirkulieren können, sind mindestens vier Slots im Gehäuse fällig. Unter den großen Lüftern sitzen zwei unterschiedlich geformte Kühlblöcke mit engstehenden Lamellen sowie jeweils vier 6-Millimeter-Heatpipes. Letztere nehmen direkten Kontakt mit den Heatspreadern der GPUs auf – daher die Bezeichnung "direct cu" (Cu = Kupfer) –, einer bedeckt auch den Nvidia-Brückenchip. Sowohl der Grafikspeicher als auch die VRM-Phalanx liegen blank. Eine Nummer kleiner sorgt das DCII-Design sowohl auf der GTX 580 Matrix Platinum, GTX 580 Direct Cu II sowie der GTX 570 Direct Cu II für Bestwerte bei Temperatur und Lautheit.

Warnung an alle Interessenten: Die Mars II ist insgesamt 31,5 Zentimeter lang und damit eine der bis dato längsten Grafikkarten! Die Abwärme landet fast vollständig im Gehäuse, was gute Belüftung mehr als nur ratsam macht.

Asus Mars II im Test: Leistungsaufnahme und Lautheit
Nachdem sowohl die Mars als auch die Ares alle bestehenden Watt-Rekorde hinter sich ließen, lautet die spannende Frage: Ist die Mars II nicht nur die schnellste Grafikkarte der Welt, sondern auch die stromhungrigste? Sie ist es. Die Leistungsaufnahme beim Nichtstun (Windows-Desktop) beträgt hohe 77 Watt, obwohl sich die Karte ordnungsgemäß in den P12-Powerstate begibt. Spielen Sie Battlefield: Bad Company 2, muss das Netzteil satte 449 Watt durch die drei Stromkabel und den PEG-Slot schleusen. Das ist zweifelsohne enorm viel, der Verbrauch steht jedoch in einem vertretbaren Verhältnis zur Leistung – solange die Dual-GPU-Konkurrenz in Form der Geforce GTX 590 und Radeon HD 6990 das Maß sind. Die Mars II erzielt in BFBC2 24 Prozent mehr Fps als die GTX 590 und "verbraucht" dabei 31 Prozent mehr Strom. Im Vergleich mit AMDs HD 6990 sieht die Bilanz nicht mehr so rosig aus: Bei einem Fps-Vorsprung von 17 Prozent ist die Mars II 37 Prozent durstiger.

Wo viel Strom fließt, wird normalerweise auch eine beträchtliche Menge an Wärme frei. Im Leerlauf säuseln beide Lüfter mit 25 Prozent ihrer PWM-Drehkraft, resultierend in sehr guten 0,4 Sone (Charakteristik: Surren). Beim Spielen, in unserem Test wieder Bad Company 2, drehen sie schlimmstenfalls mit 65 Prozent Drehstärke und erzeugen dabei 4,4 Sone. Das ist nur etwas lauter als die Geforce GTX 590 und GTX 580 – die Triple-Slot-Kühlfläche macht sich positiv bemerkbar. Im PCGH VGA Tool (Basis: Furmark) stößt der Kühler an seine Grenzen: Da die Mars II ohne Power-Containment-Drossel arbeitet, sind 13,3 Sone bei 100 Prozent Lüfterstärke zu verzeichnen. Die erste GPU bleibt dabei knapp unter 100 Grad Celsius, während die zweite bei etwa 85 Grad stagniert.

Lautstärke Asus Mars II GTX 590 HD 6990 @ 450W* HD 6990 @ 375W* HD 6970 * GTX 580
Leerlauf 0,4 Sone 2,0 Sone 1,9 Sone 1,9 Sone 0,5 Sone 0,8 Sone
Battlefield: Bad Company 2 4,4 Sone 3,7 Sone 10,2 Sone 10,2 Sone 4,8 Sone 3,4 Sone
Maximallast 13,3 Sone 5,6 Sone 14,5 Sone 10,2 Sone 11,0 Sone 5,9 Sone
Leistungsaufnahme            
Leerlauf 77 Watt 54 Watt 42 Watt 42 Watt 22 Watt 33 Watt
Battlefield: Bad Company 2 449 Watt 343 Watt 374 Watt 328 Watt 186 Watt 221 Watt
Maximallast 666 Watt 444 Watt 506 Watt 376 Watt 218 Watt 312 Watt
Temperatur GPU            
Leerlauf 35 °C 38 °C 48 °C 48 °C 45 °C 39 °C
Battlefield: Bad Company 2 78 °C 84 °C 86 °C 86 °C 81 °C 85 °C
Maximallast 93 °C 87 °C 90 °C 86 °C 90 °C 87 °C

*Powertune auf Standard

Asus Mars II im Test: Overclocking
Unser Testmuster der Mars II verfügt über eine GPU-VID von 1,05 Volt (pro Kern), die Spannung lässt sich sowohl per Asus GPU Tweak als auch per Nvidia Inspector nur bis 1,075 Volt anheben. Mit Standardspannung scheitert die SLI-Karte bereits an der 850-MHz-Marke, 840 MHz arbeiten Crysis-stabil. Mit der (geringen) Maximalspannung ist nicht an 900 MHz zu denken, unser Sample verkraftet knapp 880 MHz, bevor es nach einigen Minuten abstürzt. Auch der Speicher ist relativ unwillig, schon mit 2.150 MHz sind erste Grafikfehler zu verzeichnen. Auf 880/1.760/2.100 MHz (+13/5 Prozent) übertaktet, steigt die Spieleleistung um fast zehn Prozent. Am Rande des Machbaren gebaut, verwundert das geringe Overclocking-Potenzial nicht.

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  1. Seite 1 Asus Mars II im Test: Einleitung & Spezifikation
  2. Seite 2 Asus Mars II im Test: Kühlung, Lautstärke, Verbrauch & OC
  3. Seite 3 Asus Mars II im Test: Battlefield: Bad Company 2 (DX11)
  4. Seite 4 Asus Mars II im Test: Crysis Warhead (DX10)
  5. Seite 5 Asus Mars II im Test: Dirt 3 (DX11)
  6. Seite 6 Asus Mars II im Test: Dragon Age 2 (DX11)
  7. Seite 7 Asus Mars II im Test: Mass Effect 2 (DX9 + SGSSAA)
  8. Seite 8 Asus Mars II im Test: Metro 2033 (DX11)
  9. Seite 9 Asus Mars II im Test: Starcraft 2 (DX9)
  10. Seite 10 Asus Mars II im Test: WoW Cataclysm (DX11)
  11. Seite 11 Asus Mars II im Test: Benchmarks mit Downsampling & SGSSAA
  12. Seite 12 Asus Mars II im Test: Fazit
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