130 Grafikkarten im Mega-Benchmark-Test: Zukunft
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130 Grafikkarten im Mega-Benchmark-Test: Zukunft

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130 Grafikkarten im Mega-Benchmark-Test - Auf der dritten Artikelseite kehren wir in die Gegenwart zurück und schließen den Artikel ab.

130 Grafikkarten im Test: Alternative Realität

Willkommen zurück in der Gegenwart! Treue PCGH-Leser wissen, dass ein Leistungsindex nur so gut ist wie seine Zutaten, weshalb wir immer großen Aufwand bei der Zubereitung betreiben. Vergleicht man den Index mit den alten, frisch getesteten Spielen, ergeben sich Detail-Unterschiede bei der Grafikkarten-Platzierung. Das ist ganz normal und passiert auch beim isolierten Blick auf einzelne Index-Spiele. Nehmen wir beispielsweise Assassin's Creed Valhalla, entsteht der Eindruck, Nvidia habe seit Jahren geschlafen. Blickt man stattdessen auf Desperados 3, fragt man sich, warum die AMD-Chips mit steigender Auflösung einknicken, als verfügten sie über zu wenig Speicher. Es ist ganz normal, dass die verschiedenen Engines unterschiedliche Schwerpunkte legen. Sie haben schließlich auch Ihren ganz eigenen Geschmack.

Welche Vorlieben die vier Testspiele dieses Retro-Specials ungefähr haben, wussten wir aus der Vergangenheit. Damals standen jedoch andere Architekturen im Fokus der Treiber-Entwickler, Windows 10 war noch nicht am Markt und ein Prozessor-Limit spielte in den bewusst grafiklastigen Szenen und Einstellungen keine Rolle. All das ist beim neuerlichen Rundumschlag anders, sodass wir trotz vieler Probemessungen zum Start nicht wussten, wie die Staffelung von unten bis oben am Ende aussehen würde. Falls Sie die Balkenflut bereits betrachtet haben, wissen Sie's: Betrachtet man die aktuellen Grafikkarten-Modelle, ergeben sich teils andere Platzierungen als in topmodernen Spielen.

Das ist keineswegs schlimm, sondern liefert interessante Erkenntnisse, gerade für Retro-Fans. Die gute Nachricht zuerst: Die aktuellen Architekturen haben erwartungsgemäß kein Problem damit, Direct-X-11-Spiele bis ins Jahr 2013 hinein darzustellen. Generell sollte ein DX11-Modus, wie ihn Hunderte von Spielen bieten, die Eintrittskarte für eine problemlose Spiele-Session sein. Das venerable Direct X 9, welches vor nicht allzu langer Zeit aussah, als würde es niemals aussterben, ist eine andere Geschichte, hier gibt es immer wieder Problemchen, welche sich aber meist durch kleinere Eingriffe beseitigen lassen - die jeweiligen Fans-Sites im Internet helfen.

Doch zurück zu den Einzelwerten. Besonders auffällig sind sowohl der 3D Mark als auch Bioshock Infinite. Der 3DM-Fire-Strike-Test skaliert, dem relativ hohen Alter und der geringen Detaildichte zum Trotz, hervorragend mit Grafikleistung; ein Prozessor-Limit ist kein Thema. Mit diesen Eigenschaften unterstreicht es eine Beobachtung rund um die aktuellen GPU-Architekturen: Ist hoher Durchsatz bei niedrigen Pixelmengen gefragt, trumpft RDNA 2 auf. Die AMD-Architektur kann in diesen Fällen die meisten Daten im Infinity-L3-Cache vorhalten und die sehr hoch taktenden Rechenwerke erledigen den Rest. Wie bereits erwähnt, tickt Ampere anders. Hier bedeuten mehr oder "schwerere" Pixel eine relativ bessere Leistung. Bei wenigen, einfachen Bildpunkten läuft die Shader-Pipeline leer. Das gilt für alle RTX-30-Chips, die Stärke in hohen Auflösungen kommt bei den Transferraten-starken Modellen Geforce RTX 3080 (Ti) und RTX 3090 jedoch besonders zum Tragen.

Der zweite Sonderfall ist Bioshock Infinite. Das Spiel basiert auf einer modifizierten Unreal Engine 3 und skaliert (wie die Engine-Version 4 jetzt) aufgrund der vielen Shader-Effekte stark mit Rechenleistung. Die Geforce-Macher und Epic arbeiten seit langer Zeit eng zusammen, sodass viele Nvidia-Technologien Einzug in den Grafikmotor halten - beispielsweise Physx. Das bei Radeon-Grafikkarten früher einsetzende Prozessor-Limit verwundert daher nicht unbedingt. Und auch wenn die prozentuale Differenz gegenüber Geforce-GPUs mit rund 27 Prozent sehr deutlich ist: Die Ergebnisse langsamerer Grafikkarten (= GPU-Limit) zeigen, dass hier nur ein Overhead am Wirken ist und nicht etwa ein Problem bei der Grafik-Abarbeitung. Nvidia Titan V: Sie besitzen dieses Goldstück oder eine der anderen vermissten Grafikkarten? Wir würden sie uns gerne ausleihen und bezahlen mit PCGH-Goodies. Quelle: Nvidia Nvidia Titan V: Sie besitzen dieses Goldstück oder eine der anderen vermissten Grafikkarten? Wir würden sie uns gerne ausleihen und bezahlen mit PCGH-Goodies.

130 Grafikkarten im Test: Fortsetzung folgt

Bei der neuerlichen Inventur des PCGH-Bestands offenbarten sich kleine Lücken. Uns fehlen exakt drei (Single-GPU-)Grafikkarten auf dem Weg zur Glückseligkeit:

  • Nvidia Titan RTX
  • Nvidia Titan V
  • Nvidia Titan Black

Dieses illustre Trio besuchte unser Testlabor jeweils nur wenige Wochen, anschließende Dauerleihstellungen blieben leider aus. Warum wir Sie damit behelligen? Nach dem Test ist vor dem Test! Wir stecken bereits in den Vorbereitungen für die Fortsetzung dieses Artikels und hoffen dabei auf die tatkräftige Unterstützung unserer Community. Der Plan lautet, eine zeitlose Rangliste mit stetig weiteren Modellen anzufertigen. Leser, die eine der gesuchten Grafikkarten besitzen und testweise entbehren können, werden angemessen gefeiert. Gerne nehmen wir auch weitere Vorschläge bezüglich Nischen-/OEM-Modellen an. Tatsächlich haben sich bereits treue Leser der PCGH Print gemeldet. welche kürzlich den originalen Test von 120 Grafikkarten enthielt: Unser Dank geht an Christopher, welcher uns mit einer Nvidia Geforce GTX 660 Ti aushilft, sowie Detlef, der uns eine AMD Radeon HD 7870 XT Boost zur Verfügung stellt. Selbstverständlich sollen diese Mühen nicht umsonst sein, wir zeigen uns mit je einem PCGH-Abo erkenntlich.

Abschließend möchten wir Sie erneut dazu einladen, die riesige Datenmenge ganz in Ruhe zu betrachten. Möglicherweise bekommen auch Sie nun Lust auf einen der getesteten PC-Klassiker! Und wo landen Ihre letzten Grafikkarten im großen Vergleich? Diskutieren Sie mit, schwelgen Sie in Erinnerungen, denn das war der Plan.

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Im Grunde naheliegend - im wahrsten Sinne, wenn wir im Büro sitzen. Für was hat man denn ein gut gepflegtes "Was macht ihr mit den ganzen Karten?"-Archiv? Allein die Zeit ...

        MfG
        Raff
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Im Grunde naheliegend - im wahrsten Sinne, wenn wir im Büro sitzen. Für was hat man denn ein gut gepflegtes "Was macht ihr mit den ganzen Karten?"-Archiv? Allein die Zeit ...

        MfG
        Raff
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Auf so ne bekloppte Idee muss man erstmal kommen

        Respekt für den Aufwand. War nett anzugucken die Listen.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Locuza
        Bioshock Infinite verwendet nur CPU-PhysX, wie hundert andere Spiele auch, wie z.B. The Witcher 3.
        Darüber hinaus hatte AMD einen Kooperationsdeal mit Irrational Games für die PC-Optimierungen bei Bioshock Infinite.
        Entsprechend habe ich meine Vorbehalte, was diese Erklärung angeht.
        Der AMD-Deal kann aber nicht oberflächlich wegfegen, was in der Unreal Engine schlummert. Es ist landläufig bekannt, dass Sweenys und Jensens Truppen gerne und lange "koalieren". Interessant finde ich, dass es bei der UE5 anders auszusehen scheint, da ist vieles durch In-house-Lösungen ersetzt worden (und diverse Nvidia-Module nun im Legacy-Bereich). Davon ab: U. a. im Video ist auch der Overhead ein Thema, welcher (zufällig?) bei der Unreal Engine unter DX11 lange ein Thema war.

        Danke für den Tweet!

        Zitat von gaussmath
        Ne, schreibe hautptsächlich mit Richard. Alex is always busy... ^^
        Und, was sagt er? Ich hab leider nix gesehen, dabei ist das keine Konkurrenz für das DF-Tagesgeschäft. So oft wie wir die fleißigen Foundristen covern, fände ich es anders herum schon mal cool.

        MfG
        Raff
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Sylwester mit der XT@h2o scheint auch ganz schön Angst zu haben.
        (läuft den Stockwerten ganz schön davon)
        Im Firestrike 64k !!!
        TS = genügsame 24,4k
        TSE = fast 11,5k
      • Von DaHell63 Volt-Modder(in)
        Zitat von FetterKasten
        Von der Leistung her sind die AMDs ein gutes Stück besser, sieht man ja auch im 3D Mark.
        Schon mal daran gedacht, daß die AMD Karten garnicht schneller sind....sondern einfach nur Angst haben?
        Es sieht auf jeden Fall alles nach Flucht aus....so wie die RX 6800 der RTX 3070 wegrennt .

        Beide mit einem aktuellen WIN11.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ne im Ernst. Laßt Benchmarks einfach das sein was sie sind... Benchmarks.

        Danke an das unermüdliche Team von PCGH. Innerhalb von kurzer Zeit der nächste gewaltige Vergleich
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