Haken und Ösen
1998 kamen erste Platinen mit AGP in Umlauf. Heute, zehn Jahre später, wurde die Schnittstelle weitgehend von PCI-Express abgelöst. PCGH.de hat in den Archiv gegraben und einen Artikel vom März 1998 gefunden.
Haken und Ösen
Der Haken für den Kunden besteht darin, daß weder Win95 B noch C jemals separat verkauft wurden —sie durften nur in Zusammenhang mit einem neuen Rechner den Besitzer wechseln. Der Grundgedanke von AGP ist dabei, daß der Nutzer lediglich das entsprechende Spiel startet und ohne aufwendige Einstellungen die optischen Schmankerl genießen kann. In der Realität sorgen jedoch einige Ungereimtheiten für Spielehürden. So müssen beispielsweise manche Sockel 7-AGP-Boards der ersten Generation erst durch ein BIOS-Update zum 2X-Modus bekehrt werden. Außerdem kann jeder User (mit Ausnahme mancher Pentium II LX-Besitzer mit Award-BIOS) im Motherboard-BIOS unter der Rubrik "AGP Aperture Size" die Größe des AGP-Speichers manuell festlegen, was gerade nach einem RAM-Ausbau wichtig ist. Da der AGP-Treiber vgartd.vxd durch das Aufkommen neuer Grafik-Chips oftmals Änderungen unterworfen ist, lohnt es sich, diesen regelmäßig beim Motherboard-Hersteller von der Webseite herunterzuladen.
AGP-TÜV
Falls Sie ein AGP-System besitzen und dessen Funktionen prüfen wollen, haben Sie mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Sollte Ihr Grafik-Adapter das Auslagern von Texturen im Hauptspeicher unterstützen,können Sie die Funktionsfähigkeit dieses Features beispielsweise über das DirectX-Panel kontrollieren. Dieses befindet sich im Handgepäck des DirectX-Entwicklerwerkzeugs und liefert unter der Rubrik "DirectDraw" Informationen über den vorhandenen Grafik-Speicher. Liegt der dort angezeigte Wert deutlich über dem lokalen Platinen-RAM, steht AGP-Freuden theoretisch nichts mehr im Wege. Wer weitergehende Informationen über seinen AGP-Turbo haben will, sollte sich das Tool "PciList" der FirmaEntech (www.entechtaiwan.com)aus dem Netz ziehen. Dieses weist die vorhandenen AGP-Modi sowie das Sideband Addressing aus.
