Strom sparen bei Gaming-PCs: DLSS und Framelimit
Mit einem Framelimit und dazugeschaltetem Upscaler lässt sich einiges an Strom sparen. Wir geben Aufschluss darüber und enden mit einem abschließendem Fazit.
In diesem Artikel
Am meisten sparen: Framelimit mit DLSS
Viel mehr Strom sparen wir aber, wenn wir zusätzlich zum Framelimit eine Upscaling-Technologie dazuschalten, sofern das Spiel sie unterstützt. Nvidias Technik nennt sich DLSS, von AMD gibt es FSR in den Versionen 1.0 und 2.0. Bei Intel-GPUs nennt sich diese Technik XeSS. Das Prinzip kurz erklärt: Es wird eine niedrigere Auflösung gerendert und mit einem Algorithmus wieder hochskaliert. Das mindert die Grafiklast, aber erfordert natürlich einen Kompromiss in der Grafikqualität, der sich jedoch lohnen kann. DLSS und FSR 2.0 sind jeweils die besten Upscaling-Techniken, da sie KI-basiert arbeiten. Diese Upscaling-Techniken müssen aber jeweils vom Spiel unterstützt werden. Ist das nicht der Fall, erwähnen wir hier der Vollständigkeit noch die treiberseitigen Upscaling-Methoden, AMDs RSR und Nvidias NIS. Aber diese schärfen oft nur das hochskalierte Bild etwas nach, sodass es oft besser ist, gleich im Grafikmenü des Spiels einfach die Auflösung zu reduzieren. Das ist aber wirklich das letzte Mittel der Wahl, noch bevor wir Grafikdetails reduzieren.
Quelle: PC Games Hardware
DLSS ist im Grafikmenü des Spiels zu finden.
Viele Spiele unterstützen bereits DLSS, FSR oder auch beides. Wir zeigen an unserem Beispiel mit Cyberpunk 2077 und der RTX 3080, dass sich zusammen mit einem Framelimit am besten Strom sparen lässt. Eigentlich ist DLSS dafür gedacht, die Leistungseinbußen von Raytracing zu kompensieren, um damit wieder auf spielbare Fps zu kommen. Man kann den Spieß aber auch umdrehen und mit einem Framelimit die freigewordene Grafiklast senken.
Zu unserem Framelimit von 35 Fps in Cyberpunk 2077 schalten wir DLSS hinzu. Es ist etwas eigenes Herumprobieren gefragt, mit welcher Stufe man welchen Kompromiss aus reduzierter Grafikqualität und eingesparter Grafiklast eingeht. Wir versuchen es mit der DLSS-Stufe "Performance" in Cyberpunk 2077 und belassen unser schon im Treiber eingestelltes Framelimit auf 35. Im Vergleich zur unlimitierten Szene ohne DLSS haben wir hier über die Hälfte Strom eingespart! Das ist schon amtlich. Wer also mit kleinen Grafikeinbußen leben kann, wird mit einem deutlich sparsamer laufenden Rechner belohnt!
Quelle: PC Games Hardware
Mit einem Framelimit und DLSS Performance sparen wir bei der RTX 3080 satte 160 Watt an Leistungsaufnahme.
Fazit: Ein Framelimit lohnt sich fast immer
Um hier zum Schluss noch einmal zu veranschaulichen, dass sich ein Framelimit lohnt, haben wir die Vor- und Nachteile der jeweiligen Szenarien noch einmal zusammengefasst: Bei unlimitiertem Gameplay haben wir maximale Fps. Im Gegensatz dazu steht natürlich der Stromverbrauch. Da die Fps nicht limitiert sind, schwanken diese je nach grafischer Last im Spiel und könnten für einen minimal ungleichmäßigen Bildfluss sorgen.
| Kein Framelimit | Framelimit | Framelimit & DLSS |
|---|---|---|
| + maximale Fps | + weniger Verbrauch | + viel weniger Verbrauch |
| - schwankende Fps | + konstante Fps | + konstante Fps |
| - maximaler Verbauch | - weniger Fps | - schlechtere Grafik |
Mit einem Fps-Limit haben wir schon mal weniger Verbrauch und konstante Fps, das haben wir deutlich am Graphen verfolgen können. Unsere Stromspar-Kombo aus Fps-Limit und aktiviertem DLSS sorgt für deutlich weniger Verbrauch, auch hier bleiben die Fps konstant. Durch das DLSS-Verfahren haben wir grafisch ein paar Einbußen, die den Kompromiss aber wert sein können.
Ansonsten geben wir noch ein paar kleine Tipps mit auf die Stromspar-Reise: Die Grafikkarte im Rechner ist natürlich der Hauptfresser, aber es gibt noch weitere kleine Details, die auf Dauer den Kohl fett machen. Schaffen Sie den Standby-Modus ab, schalten Sie die Steckerleiste aus und dimmen Sie den Bildschirm. Letzteres ist ohnehin gesünder für die Augen. Etwas komplexer, aber auch durchaus wertvoll ist das Undervolting der Grafikkarte, welches wir in einem separaten Beitrag erklären werden.

kurze Frage zu diesen Video.
Ich habe ein AW3427DWF Monitor (mit 165 Hz unter DP 1.4)!
Es wird geraten bei jeden Spiel VSync + G-Sync an zu haben! Bei den Spiel: "Hitman 3 "funktioniert das aber nicht!
Dort ist VSync voreingestellt auf: Ein gestellt und eben DLSS auf: Aus! Also geht der Tipp das man beides auf ein stellt schon mal nicht!
Zumindestens bei mir oder mache ich irgendwas falsch???
Das komisch ist wenn ich bei den Reiter DLSS-Frame-Erzeuger auf Ein stelle wird das VSync ausgegraut und automatisch auf Aus getsellt aber die Adaptive Supersampling-Technik bleibt auf DLSS und wird nicht ausgegraut oder geht auf: Aus. Ist denn dann DLSS trotzdem noch aktiv (auch dann wenn ich die DLSS-Frame-Erzeugung auf Aus stelle)?
Danke für eure Hilfe und entschuldigt bitte, die späte Nachfrage! Nicht auf die Uhrzeit bezogen (sondern eher aufs Jahr!)
Man stelle im RTSS ein 6-fps Limit mit Hotkey o.ä. ein, so dass man i.d.R. in den niedrigsten Powerstate kommt für kurze afk-Sessions oder auch Matchmaking-Time! Strom sparen müsste mal bei der Softwareentwicklung besser beachtet werden. Da gehen für eine Stunde Spiel ich sag mal bis zu 5 Minuten Matchmakinggewartezeit bei aktiviertem Blingbling und maximaler Grakkaauslastung drauf. Oder in Spielen, wo man z.B. Texte in statischer Szene liest, aber die Hardware wird voll ausgelastet.
Damit müssten sich Hardware- und Spieleredakteure mal auseinandersetzen, dass sich da mal mehr Bewusstsein entwickelt!
Und btw. noch meine Faustregel mit der ich gute Erfahrungen bzgl. Tearing, Inputlag und Smoothness hatte:
Ohne Free/G-Sync: Cap bei ungefähr 5% mehr fps als Bildwiderholfrequenz oder einem ganzzahligen Teiler davon (63 bei 60Hz, 76 oder 152 bei 144Hz), VSync aus, wenn man n 144Hz Display hat.
Mit Free/G-Sync: fps Cap einen Frame unter Bildwiederholfrequenz, also 59 bei 60Hz, 74 bei 75Hz und 143 bei 144Hz. Vsync braucht man auch hier nicht.