CES 2019: Das haben AMD, Intel und Nvidia gezeigt

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Quelle: PC Games Hardware

Sie haben das Gefühl, einige wichtige News der CES 2019 von AMD, Intel oder Nvidia verpasst zu haben? Kein Problem, wir fassen alle wichtigen Neuheiten rund um CPUs, Grafikkarten und Displays für Sie zusammen.

Auf der Nvidia-Keynote hat CEO Jensen Huang das GPU-Portfolio um die RTX 2060 ergänzt (PCGH-Test der Geforce RTX 2060). Die Leistung soll in etwa der GTX 1070 Ti entsprechen, wenn auch der Speicher mit nur 6 GiB Video RAM etwas geringer ausfällt. Dafür soll sie auch nur 350 Dollar kosten. Ebenfalls zu erwarten waren RTX-Grafikchips für Notebooks. Über 40 neue Modelle von nahezu allen bekannten Herstellern soll es mit den drei Turing-Chips geben. Die TV-großen BFGD-Monitore, also Big Format Game Displays mit 65-Zoll-Diagonale, hat Nvidia schon zur letzten CES vorgestellt. Nun soll das erste Modell auf den Markt kommen. Der HP Omen Emperium 65 soll läppische 4.000 Euro aufwärts kosten.

Vollkommen überraschend hingegen ist Nvidias Ankündigung, Freesync zu unterstützen. Wir dachten, eher friert die Hölle zu, bevor Freesync auf Nvidia-Grafikkarten möglich sein wird. Ausgewählte Freesync-Monitore, die den Qualitätsansprüchen von Nvidia genügen, sollen das Label "G-Sync Compatible" erhalten, welche die dynamische Bildwiederholrate mit Nvidia-GPU unterstützen werden.

AMD hingegen war auf der CES eine große Wundertüte. Bis auf die neue Ryzen-3000-Generation der Desktop-GPUs und eine neue Ryzen-Mobile-Generation war im Vorfeld absolut nichts über die Neuheiten von AMD bekannt. Auf der Keynote überraschte AMD-CEO Lisa Su dann mit einer Gaming-Grafikkarte der in sieben Nanometer gefertigten Vega -20-GPU. Sie soll Radeon VII heißen, schon im nächsten Monat erscheinen und in Sachen Leistung mit der RTX 2080 konkurrieren können. Im Interview erzählte Su uns außerdem, dass AMD durchaus bereits an Raytracing arbeitet.

Intel hat auf seiner CES-2019-Keynote die Gerüchte rund um Prozessoren ohne aktive iGPU bestätigt. Den Anfang machen fünf CPUs, angeführt vom Core i9-9900KF. Darunter befindet sich auch der erste Vierkerner der Coffee-Lake-S-Refresh-Familie - der Core i3-9350KF weist als Desktop-i3 einen Turbo auf. Neu ist zudem der Core i5-9400(F) als günstigster Sechskerner aus der aktuellen Reihe.

Unter den zahlreichen neuen RTX-Notebooks sind zwei Modelle besonders interessant, da es sich um innovative Gaming-Convertibles handelt. Acer präsentiert das Predator Triton 900 mit drehbarem Display, sodass sich der dicke 17-Zöller auch als Tablet verwenden lässt. Asus zeigt einen relativ dünnen 17-Zöller mit abnehmbarer Tastatureinheit, so wie man es bereits vom Microsoft Surface her kennt, nur eben als größeres und leistungsfähigeres Gaming-Convertible. Das Ganze tauft Asus dann "Mothership".

Was Displays angeht, war die CES 2019 ein Füllhorn an neuen Modellen aber auch Technologien. Samsung etwa hat ausgewählten Medien im First-Look-Event die Micro-LED-Technologie vorgestellt. Während die bislang verwendete QLED-Technik aus LCDs mit Hintergrundlicht besteht, handelt es sich bei Micro-LEDs um selbstleuchtende Pixel, wie auch bei OLED-Displays. Der entscheidende Vorteil: Dadurch wird ein absoluter Schwarzwert, also quasi ein unendlicher Kontrast, erreicht. Wann Samsung erste Micro-LED-TVs oder gar -Monitore auf den Markt bringt, ist noch vollkommen offen.

Was Monitore angeht, so bietet Samsung eine Neuauflage des exotisch breiten 32:9-Modells. Das neue Display ist nun hochauflösender 1.440p statt 1.080p. Statt zwei 27-Zöllern in Full HD entspricht das neue Modell nun zwei ebensolchen in WQHD. Einen interessanten Standfuß hingegen bietet ein neuer Büro-Monitor, der sich als besonders platzsparend auf Schreibtischen erweist.

Zwei Hardware-Hersteller zeigen auf der CES ihre ersten Monitore. Gigabyte ist eigentlich für Mainboards oder Notebooks bekannt, präsentiert nun aber seinen ersten Monitor mit IPS-Panel und WQHD, 144 Hz sowie Freesync. Das Modell hat ein etwas ungewöhnliches aber recht gut funktionierendes Feature: Und zwar sind im Rand Mikrofone installiert, die Nebengeräusche, wie etwa Tastaturgeklapper oder Hintergrundmusik, herausfiltern, damit das Headset-Mikro lediglich die Sprache überträgt. Razer wäre nicht Razer, wenn der erste Monitor nicht ganz in Schwarz mit einem extravaganten Design und RGB-Beleuchtung ausgestattet wäre. Auch hier handelt es sich um einen 27-Zöller mit WQHD-Auflösung und 144 Hz.

MSI trumpft hingegen im neuen 34-Zöller mit einer Sprachsteuerung auf, welche beispielsweise die Helligkeit reguliert. Eine kleine Webcam, wie etwa bei Notebook-Displays, soll das Display einschalten, wenn sie ein Gesicht erkennt.

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