Ebay: Vermehrt gefälschte GTX 1050 Ti-Grafikkarten im Umlauf

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eBay: Vermehrt gefälschte GTX 1050 Ti-Grafikkarten im Umlauf (1)
Quelle: ebay

Auf Ebay finden sich derzeit vermehrt Fälschungen der Nvidia Pascal-Einsteiger-Grafikkarte Geforce GTX 1050 Ti. Wie schon bei vorangegangenen Fakes handelt es sich wieder einmal um alte Fermi-Grafikkarten, die mittels BIOS-Modifikation und falschem Label zu aktuellen Grafikkarten umetikettiert wurden.

Auch wenn die Preise für Grafikkarten derzeit fallen, sollte man sich einmal mehr vor besonders günstigen Schnäppchen, die über Ebay vertrieben werden, in Acht nehmen. Wurden in den vergangenen Jahren vor allem Fälschungen der Geforce GTX 960 und GTX 1060 auf der Auktionsplattform angeboten, machen sich dort derzeit auch vermehrt gefälschte Geforce GTX 1050 Ti-Grafikkarten breit. Danke an PCGHX-User Mahay für den Hinweis.

Spottpreise und merkwürdige Spezifikationen entlarven Fälschungen

Angeboten werden die Fälschungen, wie auch schon in vorangegangenen Fällen, von Händlern aus Fernost. Die Preise rangieren zumeist zwischen 40 bis 60 Euro und liegen damit deutlich unter den marktüblichen Angeboten echter Geforce GTX 1050 Ti-Grafikkarten. Doch nicht nur am Spottpreis sind die Fälschungen zu erkennen.

Sieht man einmal von der gegenüber vorangegangener Fakes gleichgebliebenen Kühlung ab, lassen sich weitere Anhaltspunkte erspähen, die an der Echtheit zweifeln lassen. Verräterisch sind etwa die Anschlüsse. Von dem vorhandenen VGA-Anschluss hat sich Nvidia schon vor Jahren verabschiedet, während der auf den Bildern gut versteckte SLI-Anschluss gar nicht erst vorhanden sein dürfte. Begleitet wird die merkwürdige Ausstattung von ebenso kuriosen Spezifikationen. Der angegebene GPU-Takt von 783 MHz liegt deutlich unter den Referenz-Vorgaben von Nvidia. Zudem wird maximal DirectX 11 unterstützt. Als Schnittstelle wird PCI-Express 2.0 angegeben und die maximal unterstützte Auflösung liege bei 2.048 x 1.024 Pixeln.

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Wie schon zahlreiche Testkäufe gezeigt haben, verbergen sich hinter den Fälschungen vornehmlich alte Fermi-Grafikkarten und seltener auch Kepler-Modelle von Nvidia, die mittels BIOS-Mod und falschem Label zu einer aktuellen Nvidia-Grafikkarte umetikettiert werden. Mitunter gehen die Händler auch so stümperhaft vor, dass sich die Grafikkarten-Modelle, die sich in Wahrheit hinter der Fälschung verbergen, in den Spezifikationen ausfindig machen lassen. In diesem Beispiel wird als Speicher "GTS450" angegeben. Dabei handelt es sich um ein unter Fälschern beliebtes Fermi-Modell, das bereits 2014 als GTX 660 und GTX 650 auch deutschen Händlern untergejubelt wurde.

Gerade Laien laufen Gefahr, auf die gefälschten Grafikkarten reinzufallen. Problematisch ist vor allem, dass Ebay offenbar nur wenig unternimmt, um die Fälschungen aus dem Verkehr zu ziehen. Mitunter lässt die Plattform sogar Anzeigen zu, die die Fakes weit oben in den Suchergebnissen anpreisen. Kunden, die auf die Angebote hereingefallen sind, wurde bisweilen nur wenig geholfen. Wie ein Testkauf von den Kollegen der c't im vorangegangenen Jahr zeigte, halfen Ebay- und Paypal-Käuferschutz nicht. Erst als die Presseabteilungen eingeschaltet wurden, zeigte sich Regung. Zum Ausschluss der Händler kam es allerdings nicht.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von maGic Software-Overclocker(in)
        Das Fake 1050ti ist immernoch aktuell.
        Ich habe derzeitig kaputte Grafikkartenmarkt gestöbert und da taucht mehre mit dubiose Preis auf (sogar Preis ist gestiegen, lol)
      • Von maGic Software-Overclocker(in)
        Das Fake 1050ti ist immernoch aktuell.
        Ich habe derzeitig kaputte Grafikkartenmarkt gestöbert und da taucht mehre mit dubiose Preis auf (sogar Preis ist gestiegen, lol)
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Allerdings hat sich eBay gegenüber den Nutzern der Plattform (sowohl Käufern als auch Verkäufern) selbst verpflichtet, betrügerischen Aktivitäten sowohl proaktiv zu begegnen als auch auf Meldung selbiger zu reagieren.

        Das wiederum geschieht auch, aber allzu viele Kapazität scheint eBay dafür nicht aufzubringen; das Ganze fällt aus Nutzersicht oftmals in die Kategorie "Feigenblatt" - wobei man natürlich von außen nicht einschätzen kann, was seitens eBay bereits aussortiert wird, bevor wir es überhaupt zu sehen bekommen.

        Und es wird auch nur über eBay funktionieren. Jeder hier kann sich ungefähr vorstellen, wie der freundliche deutsche Polizeibeamte aus seiner Uniform schaut, wenn man HappyHarmonyDeals52, gewerblicher Händler mit Sitz in der Tamtaramtamtam Road 247 in Dangyang (VRC) wegen - sagen wir mal - des Verkaufs gefälschter Grafikkarten anzeigt.

        Haftungsausschluss: Ähnlichkeiten mit tatsächlich lebenden Personen, Unternehmen, Orten und Ereignissen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
      • Von Rotkaeppchen
        Zitat von heizfeld
        Wenn betrügerische gescäfte abgewickelt werden macht man ja auch nicht den vermieter des ladenlokals verantwortlich
        Doch, wenn ein Vermieter nicht auf eindeutige Hinweise für Straftaten reagiert. Wenn Du als Vermieter Waffen in den von Dir vermieteten Objekten findest, MUSST Du auch reagieren. Amazon bekommt genug Hinweise von betrogenen Kunden. Und ob Amazon nur der "Vermieter" ist, wie sie es selber gerne darstellen oder etwas mehr, müssen Gerichte entscheiden.
      • Von heizfeld Schraubenverwechsler(in)
        Wenn betrügerische gescäfte abgewickelt werden macht man ja auch nicht den vermieter des ladenlokals verantwortlich
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        AW: Ebay: Vermehrt gefälschte GTX 1050 Ti-Grafikkarten im Umlauf

        Zitat von JackA$$
        Da diese Masche jetzt schon jahrelang so betrieben wird, verstehe Ich Ebay in keinster weise, nichts dagegen zu unternehmen.
        Nun ja, diese Händler drücken brav ihre Provisionen für verkaufte Fälschungen ab, was eBay sicherlich nicht unangenehm ist. Und wenn es Beschwerden gibt, wird die Transaktion ohne viel Aufwand und Kosten annulliert - während selbst stichprobenartige Kontrollen durchaus Aufwand und Kosten verursachen würden.

        Hinzu kommt, dass Grafikkartenhersteller ihrerseits anscheinend nicht so hinterher sind, den Verkauf von Fälschungen anzumahnen. Dabei ist die Berechnung vermutlich die, dass solche Angebote den Sekundärmarkt in Verruf bringen und betrogene Käufer ohnehin beim nächsten Mal gesichert originale Ware zum höheren Preis kaufen.

        Wenn man Ahnung hat, fällt man auf solche Angebote nicht rein und kann immer noch dann und wann ein Schnäppchen machen, aber es nervt trotzdem, sich dafür durch zugemüllte Listen wühlen zu müssen.
      Direkt zum Diskussionsende
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