Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7

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Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7
Quelle: PC Games Hardware

Wer eine Turing-Grafikkarte wie die Geforce RTX 2080 Ti oder Geforce GTX 1660 Ti unter Windows 7 einsetzt, wird nicht immer eine reibungslose Treiberinstallation vollziehen können. Im Geräte-Manager tauchen zwei unbekannte Einträge auf, die auf den Virtual Link zurückzuführen sind. Sorgen müssen sich Nutzer keine machen.

Grundsätzlich können Nvidias Geforce-RTX-Grafikkarten ihre GPUs aktuell nur mit Hilfe von Windows 10 ausfahren. Ausschließlich DirectX 12 unterstützt die Raytracing-Einheiten mit der DXR-API unter DirectX 12. Wer noch auf Windows 7 setzt, bekommt die höhere Rohleistung, lässt aber die Schaltkreise rund ums Raytracing brachliegen. Wem das egal ist, wird unter Windows 7 womöglich festgestellt haben, dass die Geforce RTX 2080 Ti, Geforce RTX 2080, Geforce RTX 2070, Geforce RTX 2060 und neuerdings die Geforce GTX 1660 Ti zwei unbekannte Einträge (PCI-Device und USB-Controller) im Geräte-Manager unter dem Reiter "Andere" hinterlassen. Darauf machte uns ein Leser aufmerksam - uns fiel es nicht auf, weil auf unseren Testrechnern aus Gründen der Aktualität Windows 10 installiert ist.

Windows 7 unterstützt den Virtual Link nicht

Die zwei unbekannten Geräte kommen von dem Virtual-Link-Anschluss, den Nvidia mit der Turing-Generation eingeführt hat. Er stellt eine gemeinsame Entwicklung zahlreicher großer Hersteller und Software-Entwickler dar, um den Betrieb von VR-Brillen in Zukunft zu erleichtern - auch AMD ist dabei. Der Virtual Link nutzt genauso wie Thunderbolt 3 die USB-Typ-C-Buchse, erweitert deren Funktionalität jedoch. Als Basis dient das Extensible Host Controller Interface, kurz xHCI, das die Kommunikation zwischen Betriebssystem und Hardware übernimmt. Nvidia liefert den xHCI-Treiber nicht selbst aus, sondern verlässt sich auf Microsoft. Die Redmonder haben diesen erst ab Windows 8 ins Betriebssystem integriert, wobei ausschließlich Windows 10 den aktualisierten Typ-C-Anschluss kennt. Ohne xHCI-Treiber kann Windows 7 mit dem Virtual Link nichts anfangen und gibt ihn in Form der zwei unbekannten Geräte aus.

Deaktivierung im Geräte-Manager reicht aus

Nutzer einer Turing-Grafikkarte müssen sich deshalb keine Sorgen machen. Sie können die zwei unbekannten Geräte im Manager deaktivieren und müssen lediglich auf die Nutzung des Virtual Links verzichten. Übrigens gibt es aktuell zwar keine Geforce GTX 1660 Ti, die den Anschluss nach außen führt, der Controller ist in der TU116-GPU trotzdem vorhanden, weshalb entsprechende Custom-Designs ebenfalls die unbekannten Geräte anzeigen.

Passend zum Thema: Virtual Link für VR-Brillen: Neuer Verbindungsstandard von Oculus, Valve, AMD, Nvidia und Microsoft

Wer Probleme bei der Geforce-Treiberinstallation unter Windows 7 hat oder eine Turing-Grafikkarte nicht ordnungsgemäß zum Laufen bekommt, sollte den alten Treiber beziehungsweise andere Software-Rückstände mit dem Display Driver Uninstaller (DDU) entfernen und eine neue Installation ausprobieren. Nvidia unterstützt Windows 7 mit seinen GPU-Treibern offiziell, zuletzt erschien die Version 419.35 WHQL.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von olletsag
        AW: Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7

        Es geht imo gar nicht um xHCI unter W7, weil dieser Support unterstützt wird. Der Treiber müsste bei fehlen lediglich in die Bibliothek extrahiert werden.

        Nur allein W10 unterstützt UCSI und dieser Support fehlt, xHCI Controller werden wie o. a. aufgeführt unterstützt. Also ein Treiberproblem, oder fehlender Support unter W7. Warum weisst man eine Schnittstelle aus die nicht vorhanden ist? Irgendwie scheint es dort drunter und drüber zu gehen und Microsoft kann es nicht besser.
      • Von olletsag
        AW: Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7

        Es geht imo gar nicht um xHCI unter W7, weil dieser Support unterstützt wird. Der Treiber müsste bei fehlen lediglich in die Bibliothek extrahiert werden.

        Nur allein W10 unterstützt UCSI und dieser Support fehlt, xHCI Controller werden wie o. a. aufgeführt unterstützt. Also ein Treiberproblem, oder fehlender Support unter W7. Warum weisst man eine Schnittstelle aus die nicht vorhanden ist? Irgendwie scheint es dort drunter und drüber zu gehen und Microsoft kann es nicht besser.
      • Von FanboyOfMySelf Software-Overclocker(in)
        AW: Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7

        Obwohl die kein USB C/VirtualLink Ausgang hat ^^
        Denke mal alle Turing Chips haben theoretisch einen USB C Ausgang und er wurde nicht deaktiviert sondern der Ausgang fehlt lediglich.
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        AW: Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7

        Bei ner gtx 1660 (ohne Ti) gibbet den Eintrag auch:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Win 7 x64 prof mit 425.31-desktop-win8-win7-64bit-international-whql
      • Von belle Volt-Modder(in)
        AW: Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7

        Ich muss eben kurz vom Thema abdriften, es hat aber mit Windows 7 und neueren Grafikkarten zu tun:

        Zitat
        DirectX® 12 on Windows®7 for supported game titles
        Habe ich irgendetwas verpasst?

        Radeon™ Software Adrenalin 2019 Edition 19.3.2 Release Notes | AMD

        Zitat von empy
        Schön wäre es ja. Wofür bräuchten wir dann überhaupt noch Windows?
        Zitat von interessierterUser
        Immer mehr Spiele setzen auf Vulkan, wer braucht dafür WIN 10?
        Deswegen? DirectX 12 ist einen Schritt voraus.
        Cryengine: Crytek zeigt Raytracing auf Radeon Vega 56 - Golem.de
      • Von blade0479 Komplett-PC-Käufer(in)
        AW: Nvidia Turing: Zwei unbekannte Geräte im Geräte-Manager unter Windows 7

        Zitat von PCGH_Torsten
        Im Falle der XHCI-Unterstützung müsste die Erkennung auf Windows-7-Systemen mit USB-3.1-Controller eigentlich ebenfalls funktionieren. Für eine Prüfung muss ich mangels Turing zu Hause respektive Win 7 auf Arbeit an Raff verweisen, aber Hardware-Enthusiasten mit Windows-10-Abneigung dürften von der Situation gegebenenfalls gar nichts bemerkt haben. Nur wer ein altes Haswell- oder FX-Systeme mit einer Turing-GPU aufgerüstet hat, rüstet damit auch auf XHCI auf. Aber wer so alte Hardware nutzt, kauft vermutlich nicht in der Preisklasse einer RTX 2070 und gehörte deswege lange nicht zur Turing-Zielgruppe.
        Kann mich nur wiederholen,

        Z390 AORUS MASTER
        Windows 10 64bit 1809 aktuellster Patch Stand
        1660ti von PNY

        bei mir taucht auch das PCI-Device als unknown Device auf ..
        lässt sich weder verhindern noch mit aktuellsten NV Treibern installieren.
      Direkt zum Diskussionsende
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