[Update 2] Gefälschte GTX 660 und GTX 650 im deutschen Handel: Vorsicht beim Kauf
Die Kollegen von Heise berichten aktuell über gefälschte Grafikkarten des Typs Geforce GTX 660 sowie GTX 650, die sich im deutschen Einzelhandel befinden. Tatsächlich handelt es sich dabei um geflashte Modelle mit beschnittener GF106-GPU (Fermi), wie man sie beispielsweise bei der GT 440 OEM findet. Der Leistungsunterschied beträgt einige 100 Prozent.
Quelle: kosatec.de
Gefälschte Geforce GTX 660
Update 2 vom 29.08.14:
Mittlerweile hat auch Point of View eingelenkt und gegenüber Heise verlauten lassen, den Vorfall sowohl intern als auch in Bezug auf den chinesischen Zulieferer zu untersuchen. Die verbliebenden Exemplare bei Kosatec wurden zu diesem Zweck zurückgeordert, wobei man mit sämtlichen Einzelhändlern zusammenarbeiten wolle, um die gefälschten Grafikkarten zu erstatten.
"First, we are working to get the remaining cards at Kosatec to be sent to our office in NL, so we can check them here. Kosatec has already received the return instructions.
Second, we are investigating the matter to understand what happened, both internally and at the factory in China where the cards were produced.
Third, we are working with Kosatec and will work with any retailer/etailer who have the cards, to recall from the market any products that don't meet correct specifications."
Update vom 29.08.14:
Mittlerweile hat Kosatek eine Stellungnahme zu den Geschehnissen veröffentlicht, welche die Unschuld des deutschen Händlers bekräftigen. Man kann die Rechnungen sämtlicher Chargen mit den zutreffenden Produktnummern vorweisen, deren Echtheit Heise bereits bestätigt hat.
"Die KOSATEC Computer GmbH erfuhr am Dienstag, den 26. August 2014 von den in Umlauf gebrachten gefälschten Grafikkarten vom Typ GTX 650 und GTX 660. Sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls haben wir die betreffenden Karten aus dem Sortiment genommen um eine weitere Verbreitung der Ware zu verhindern. Des Weiteren haben wir umfassende Nachforschungen eingeleitet, um zur Aufklärung des Vorfalls beizutragen.
Wir versichern hiermit ausdrücklich, dass wir zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von einer Manipulation der Ware hatten oder uns ein dahingehender Verdacht bekannt war. Zudem können wir lückenlos nachweisen, dass wir die betroffenen Artikel in insgesamt vier Chargen vom 2. bis 18. Juli 2014 direkt beim Nvidia-zertifizierten Hersteller "Point of View" bezogen haben, mit dem wir seit 2008 zusammenarbeiten.
Wir bitten alle Kunden, die betreffende Grafikkarten bei uns gekauft haben, sich zwecks Rückerstattung des Kaufpreises mit unserer Serviceabteilung in Verbindung zu setzen."
Die Rechnungen verweisen derweil auf den niederländischen Nvidia-Partner Point of View, der die Schuld weiterhin von sich weist. Man selbst habe die gefälschten Grafikkarten aus China bezogen, weshalb es offen bleibt, wer sich für diese verantwortlich zeigt. Dass die offensichtliche Fälschung dort aber nicht aufgefallen war, spricht schon Bände.
Originalartikel vom 27.08.14:
Wer eine Low-End-Grafikkarte aus dem Hause Nvidia erstehen möchte, für den kommt womöglich auch eine Geforce GTX 650 oder GTX 660 in Frage, sofern ein gutes Angebot vorliegt (ist dies nicht der Fall, dürfte eine GT 730 mit GK208 oder GTX 750 (TI) ohnehin interessanter sein). Dort ist aktuell hohe Vorsicht geboten, da sich einige Fälschungen in Umlauf befinden. Offenbar über den Großhändler Kosatec sind Grafikkarten mit den Modellbezeichnungen "GTX660 4096MB Nvidia Bulk" sowie "GTX650 4096MB Nvidia Bulk" in den deutschen Handel gelangt, die auch von weiteren Einzelhändlern und Onlineshops vertrieben werden.
Heise hat eines der vermeintlichen GTX-660-Exemplare für stolze 164 Euro erworben und festgestellt, dass dort eine GF106-GPU auf dem PCB saß. Mit 144 Shadereinheiten und nur 17 GB/s langsamem DDR3-Videospeicher entspricht die erworbene Grafikkarte in der Realität beispielsweise einer GT 440 in der OEM-Version. Eigentlich müsste ein GK106 mit 960 ALUs sowie 144 GB/s schnellem GDDR5-Speicher zum Einsatz kommen. Mit den üblichen Auslese-Tools, wie GPU-Z, lässt sich der Betrug nur bedingt aufdecken: Das BIOS wurde geflasht, sodass sich die Grafikkarte als GTX 650/660 meldet. Lediglich ein Hersteller wird nicht mehr angegeben, sodass man hier stutzig werden sollte. Gewissheit gibt ein Benchmark-Durchlauf, Futuremark bietet zum Beispiel kostenlose Demo-Versionen seiner 3DMark-Benchmarks an.
Wer die gefälschten Geforces nun tatsächlich in Umlauf gebracht hat, ist noch ungeklärt. Heise hat verschiedene Hersteller und Einzelhändler, die scheinbar in dieser Situation verwickelt sind, angeschrieben. Natürlich wird der schwarze Peter immer wieder weitergereicht, wohingegen sich Nvidia nicht dazu äußerte. Anhand der übermittelten Produktnummern dürfte man dort allerdings Recherchen im Hintergrund anstellen, wirklich kundenfreundlich ist dieses schweigsame Verhalten aber nicht. Betroffene Käufer sollten sich an den Vertreiber wenden und auf einen Austausch bestehen.

der Verkäufer war aber selbst sehr einsichtig und wusste es scheinbar selbst nicht, wie gesagt ...
moin moin, ich hab eben einen Verkäufer von einer gefälschten 660 gefunden (privat) und der hat es scheinbar auch nicht gewusst. Ich hab ihn eben mal nach nem gpu-z screenshot gefragt, kann ich ja dann evtl mal hier rein posten
edit: er schreibt nochmal kosatec an, ob die die karte zurück nehmen, ich bin mal gespannt was die schreiben
Haben die Käufer (egal ob Fertig-PC oder nur Kartenkauf) jetzt nicht einen Rechtsanspruch auf die Lieferung einer richtigen GTX660 Karte?
Ich finde, POV wirkt nicht gerade seriös im Händeln dieses "Falls"...
habe mir die bewertungen auch mal durchgelesen
echt geil BF3 auf ultra geht nicht usw
http://www.amazon.de/gp/product/B00ILVF84I/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=
Auf Ebay wurden auch 3 Fertig PCs von einem Chemnitzer Händler gefunden.
GTX660-4GB | eBay
Laut Angaben wurden dort ca. 370 Geräte verkauft mit der Grafikkarten Hardware Fälschung.
Der Händler wurde informiert .