Grafikkarten: Radeon-RX-6000-Durchschnittspreis erstmals unter UVP
In 3D Centers neuester Analyse der Grafikkartenpreise in Deutschland und Österreich stellte sich heraus, dass der durchschnittliche Straßenpreis von RDNA2-GPUs erstmals unter dem Listenpreis (UVP) liegt, und das um acht Prozent. Die GPUs der Geforce-RTX-30er-Serie bewegen sich ebenfalls stark Richtung UVP.
Die Preisübertreibung im Grafikkartensegment scheint nun endlich ein Ende gefunden zu haben - vorerst zumindest bei Grafikkarten von AMDs RDNA2-GPUs. Denn solche liegen in Deutschland und Österreich nach aktuellen Angaben von 3dcenter.org im Schnitt mit 8 Prozent unter dem Listenpreis. Auch die Verfügbarkeit der im Jahr 2021 schwer zu bekommenden Radeon RX 6800 XT soll deutlich besser geworden sein, sodass diese für einen immer akzeptableren Preis erhältlich ist.
Die ersten Grafikkarten preislich unter UVP zu haben
Auch Nvidias Ampere-Karten fallen weiter und liegen im Durchschnitt nur noch mit 2 Prozent knapp über der UVP. Das ist ein Rückgang von vier Prozent gegenüber Ende Mai. Allzu lange sollte es allerdings bei den Geforce-RTX-30er-Karten nicht mehr dauern, bis ihnen das gleiche Schicksal wie AMDs RDNA2-GPUs ereilt. Diese Preissenkungen kommen nicht ohne Grund, sondern hängen maßgeblich mit den neuesten Ereignissen auf dem Kryptomarkt zusammen. Ethereum-Mining ist aufgrund des Wertverfalls der Kryptowährung derzeit nicht rentabel, weshalb viele Miner ihr Mining-Equipment in Form von GPUs loswerden möchten und somit das Angebot auf dem Gebrauchtmarkt erweitern.
Passend dazu: Grafikkarten: Krypto-Crash bringt GPU-Preise zu Fall
Laut 3dcenter.org könnte sich der Preisverfall in der nächsten Zeit etwas verlangsamen, da der schlechte Euro/Dollar-Wechselkurs für europäische Händler einen Preisaufschlag von etwa 15 Prozent ausmache, was folgerichtig auf die Kunden abgewälzt werden muss. Zu den Grafikkarten, die aktuell schon unter dem Listenpreis zu haben sind, zählen die Radeon RX 6500 XT, 6600 und 6900 XT sowie aufseiten Nvidias die Geforce RTX 3090 Ti und 3080 Ti.
Auch lesenswert: Monitor, SSD, NAS, RAM, Laptop: Bis zu 75% Rabatt bei der NBB Black Week
Preisübertreibungen im zweistelligen Prozentbereich lassen sich nur noch bei Nvidias Einsteigermodellen, der Geforce RTX 3050 und 3050 Ti, finden sowie auch bei der Geforce RTX 3060, während sich AMDs Grafikkarten mittlerweile von diesem Phänomen verabschiedet haben. Spannend wird zu sehen sein, wie sich die Preise entwickeln werden, sobald mit RDNA3 und Ada/Lovelace die nächsten Architekturen von AMD und Nvidia und damit auch neue Produkte konkret sind.
Quelle: 3dcenter.org

Das sind normale Schwankungen. Die Karte ist übrigens schon wieder ab 959€ verfügbar mittels Amazon.
Eine 6900 XT bekommst du ab ca. 950/960€. Je nach Herstellervariante auch mehr. War nie anders.
Man braucht nur auf die Mindstar-Angebote schauen. Im Schnitt geht vielleicht die Hälfte des Kontingents weg, während es vor einigen Monaten in unter einer Stunde ausverkauft gewesen wäre. Und an einer Marktsättigung kann es auch nicht liegen, wenn man sich die Steam-Statistiken ansieht. Die erste Current-Gen Karte (Notebooks nicht mitgerechnet) in Form der 3060 liegt auf Platz 9.
Nach wie vor ist die 1060 auf dem 1. Platz und die beste AMD GPU auf Platz 15 ist die RX580, 5 mal so verbreitet wie das erste 6000er Modell in Form der 6600 XT
Nvidia Karten verkaufen sich dabei etwas besser und sind wertstabiler (Fanboys zahlen halt gerne Markenaufschlag)