Grafikkarten: Krypto-Crash bringt GPU-Preise zu Fall

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GPU-Preise fallen im Juni weiter und liegen jetzt teils unter der UVP. Anteil daran haben Miner, die ihre Karten infolge des Krypto-Crashes verkaufen.
Quelle: Nvidia

Nachdem der Wert der Ethereum- und Bitcoin-Kryptowährungen um 30 bis 40 Prozent gefallen ist, verkaufen Miner jetzt vermehrt ihre Grafikkarten auf dem Gebrauchtmarkt. Dementsprechend purzeln auch im Juni erneut die Preise, sodass einige GPUs sowohl im Einzelhandel als auch auf Ebay unter der UVP zu bekommen sind.

Bevor dieses Jahr die nächsten GPU-Generationen auf den Markt kommen, darunter Geforce RTX 4000, Radeon RX 7000 oder Arc Alchemist, sind ältere Grafikkarten jetzt für humanere Preise und in vielen Fällen unter der UVP erhältlich. Allgemein ist 2022 bisher das Jahr der immer günstiger werdenden Grafikkarten. Der jüngste Wertverfall der Kryptowährungen Ethereum und Bitcoin in Größenordnungen von 30 bis 40 Prozent jedoch sorgte noch einmal für einen deutlichen Schub, da Miner ihre Grafikkarten nun in Scharen verkaufen.

Diese fluten derweil den Gebrauchtmarkt mit ihren Mining-Karten, was es laut Tom's Hardware schon einmal 2018 gegeben habe. Ein massives Überangebot sorgte dafür, dass AMDs damals beliebte Polaris-Karten RX 570 und RX 580 zu kleinen Preisen erhältlich waren, heißt es. Viele der Miner sind nicht bereit, darauf zu warten, bis sich der Bitcoin erholt und wollen deshalb so schnell wie möglich ihre Ausrüstung loswerden, denn die Rentabilität und der Return of Investment schrumpfen immer weiter mit der Zeit. Tom's Hardware hat dazu eine Marktanalyse erstellt, die Einzelhändler- und Ebay-Preise mit den UVPs der jeweiligen Grafikkarten seit Juni vergleicht.

Grafikkartenpreise liegen derzeit vermehrt unter der UVP

Die Analyse zeigt, dass diverse Grafikkarten preislich nach und nach unter ihre UVP fallen. Vor allem bei AMDs Radeon-RX-6000er-Karten fällt dies besonders auf. Die Ampere-GPUs aus Nvidias oberen Mittelklassensegment halten sich noch hartnäckig, doch bei Ebay müssen sich einige Modelle trotzdem geschlagen geben. Innerhalb von zwei Wochen sind die Preise der Grafikkarten im Einzelhandel um durchschnittlich 2 Prozent gesunken, wie Toms Hardware ausgerechnet hat.

  Offizielle UVP (in USD) Einzelhandel 15. Juni (in USD) Ebay Sofort kaufen (in USD) Durchschnitt Ebay 15. Juni (in USD)
Geforce RTX 3090 Ti 2.000 1.800 1.670 1.672
Geforce RTX 3090 1.500 1.500 890 1.265
Geforce RTX 3080 Ti 1.200 1.000 850 1.000
Geforce RTX 3080 12GB N / A 870 840 936
Geforce RTX 3080 700 770 641 743
Geforce RTX 3070 Ti 600 650 505 619
Geforce RTX 3070 500 560 499 544
Geforce RTX 3060 Ti 400 500 425 470
Geforce RTX 3060 330 400 339 379
Geforce RTX 3050 250 300 285 296
Radeon RX 6950 XT 1.100 1.070 1.200 1.270
Radeon RX 6900 XT 1.000 850 778 774
Radeon RX 6800 XT 650 770 570 637
Radeon RX 6800 580 700 568 575
Radeon RX 6750 XT 550 540 545 560
Radeon RX 6700 XT 480 480 400 410
Radeon RX 6650 XT 400 380 365 372
Radeon RX 6600 XT 380 360 270 309
Radeon RX 6600 330 290 277 274
Radeon RX 6500 XT 200 175 175 159
Radeon RX 6400 160 160 192 170

Bei Ebay sieht das deutlich anders aus. Hier könne von einer durchschnittlichen Reduzierung des Preises um etwa 10 Prozent innerhalb von zwei Wochen gesprochen werden. Tom's Hardware führt aber auch die "Sofort-Kaufen"-Preise bei Ebay auf, für die keine Gebote abgegeben werden müssen und den jeweils niedrigsten Preis darstellen. Diese zwingen letztlich auch die obere Mittelklasse der Ampere-GPUs in die Knie (oder unter die UVP).

Ebenfalls lesenswert: Radeon und Geforce: Wie sieht die aktuelle "Preisübertreibung" aus?

Auch lesenswert: Grafikkarte kaufen: Bei Geforce RTX 3080 Ti & RTX 3090 Ti purzeln die Preise

Es soll sogar Verkäufer geben, die sechs Geforce-RTX-3080-Karten in einer Box für 2.500 US-Dollar verkaufen. Damit würde eine der Karten etwa lediglich 417 US-Dollar kosten, ein Schnäppchen also. Hierbei handelt es sich allerdings um ein Extrembeispiel für das, was es in den kommenden Wochen auf dem GPU-Markt zu erwarten gibt. Spannend wird auch zu sehen sein, wie sich Intels erste Desktop-Lösung, die Arc A380 im Markt positionieren wird, die bereits in China erschienen ist.

Quelle: Tom's Hardware

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    • Kommentare (97)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Zumindest innerhalb Europas werden Mining-Karten oft sogar mit reduzierten Spannungen und Takraten bei optimale Effizienz betrieben und unterliegen somit pro Betriebsstunde einem geringeren Verschleiß als Gaming-Hardware. Natürlich kommt bei 168 Stunden Mining pro Woche trotzdem mehr zusammen als bei 36 Stunden Gaming. Allerdings sind zwölf Monate bei zwei- bis vierfachen Verschleiß eben auch nur 24 bis 28 Monate effektiv und das ist bei einem Produkt, dass normalerweise über 10 Jahre genutzt werden kann, vernachlässigbar. Da Miner selbst bei entsprechenden Kursen mit teils fünf Jahre alter oder noch antikerer Hardware arbeiten, kann von drohendem Ausfall bei einer 3090 Ti aus einem Mining-Rig wohl keine Rede sein. Wie Pokerclock angemerkt hat, sind die Lüfter als mechanisches Teil ein Problem und Wärmeleitmittel kann man nach "mehreren Jahren" Betrieb auch mal prüfen, aber die Elektronik sollte das mitmachen.

        Umgekehrt sollte man natürlich allgemein keine Gebraucht-Hardware kaufen, wenn man für 10 Prozent Aufpreis Neuware bekommen kann. Bei den üblicheren 30-50 Prozent Nachlass sieht die Welt schon ganz anders aus.
        Es geht schon los mit den billigen und defekten MINING KARTEN und das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zudem sehe ich nicht ein , das ich die Miner damit unterstütze ihre gebrauchten Karten zu Kaufen!

        Die sind im grossen umfang mitschuld an den Modpreisen und der schlechten verfügbarkeit
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Zumindest innerhalb Europas werden Mining-Karten oft sogar mit reduzierten Spannungen und Takraten bei optimale Effizienz betrieben und unterliegen somit pro Betriebsstunde einem geringeren Verschleiß als Gaming-Hardware. Natürlich kommt bei 168 Stunden Mining pro Woche trotzdem mehr zusammen als bei 36 Stunden Gaming. Allerdings sind zwölf Monate bei zwei- bis vierfachen Verschleiß eben auch nur 24 bis 28 Monate effektiv und das ist bei einem Produkt, dass normalerweise über 10 Jahre genutzt werden kann, vernachlässigbar. Da Miner selbst bei entsprechenden Kursen mit teils fünf Jahre alter oder noch antikerer Hardware arbeiten, kann von drohendem Ausfall bei einer 3090 Ti aus einem Mining-Rig wohl keine Rede sein. Wie Pokerclock angemerkt hat, sind die Lüfter als mechanisches Teil ein Problem und Wärmeleitmittel kann man nach "mehreren Jahren" Betrieb auch mal prüfen, aber die Elektronik sollte das mitmachen.

        Umgekehrt sollte man natürlich allgemein keine Gebraucht-Hardware kaufen, wenn man für 10 Prozent Aufpreis Neuware bekommen kann. Bei den üblicheren 30-50 Prozent Nachlass sieht die Welt schon ganz anders aus.
        Es geht schon los mit den billigen und defekten MINING KARTEN und das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zudem sehe ich nicht ein , das ich die Miner damit unterstütze ihre gebrauchten Karten zu Kaufen!

        Die sind im grossen umfang mitschuld an den Modpreisen und der schlechten verfügbarkeit
      • Von Prozessorarchitektur Lötkolbengott/-göttin
        Was Lüfter angeht kann ich es bestätigen diese können verschleißen
        Selbst im idle Betrieb können die über Jahre ohne Reinigung mal ausfallen dafür braucht es nicht dauerlast
        Aber vom betrieb alleine ist mir noch keine gpu defekt gegangen eher war es imemr überhitzung wegen Kühler Verstaubung und Lüfter stillstand oder eigene Blödheit Kurzschluss an Monitorausgänge.
        Darum schließe ich keine monitor mehr mit Strom an im betrieb.

        kaufen würde ichn mining opfer aber dennoch nicht die sollen ruhig auf den kosten sitzen bleiben
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von plusminus
        Also das Cpu,s und Gpu,s ewig unter Vollast laufen können , und dabei kein Wirklicher Verschleiß entsteht , wie du das oben selbst sagst ist gelinde gesagt Dumm . ( zb. Elektromigration )

        Und das eine Miner Karte genauso lange läuft wie eine gleichwertige nagelneue Karte ist noch Dümmer.
        Deine Minerkarten Karten haben wohl weder zb. Kondensatoren , Spanungswandler usw......

        Mal ganz davon abgesehen kann ich bei ner neuen Karte davon ausgehen , das diese nicht misshandelt wurde , und ich die volle Garantie habe , für ca. nen Huni mehr !?!

        Man Man
        Zumindest innerhalb Europas werden Mining-Karten oft sogar mit reduzierten Spannungen und Takraten bei optimale Effizienz betrieben und unterliegen somit pro Betriebsstunde einem geringeren Verschleiß als Gaming-Hardware. Natürlich kommt bei 168 Stunden Mining pro Woche trotzdem mehr zusammen als bei 36 Stunden Gaming. Allerdings sind zwölf Monate bei zwei- bis vierfachen Verschleiß eben auch nur 24 bis 28 Monate effektiv und das ist bei einem Produkt, dass normalerweise über 10 Jahre genutzt werden kann, vernachlässigbar. Da Miner selbst bei entsprechenden Kursen mit teils fünf Jahre alter oder noch antikerer Hardware arbeiten, kann von drohendem Ausfall bei einer 3090 Ti aus einem Mining-Rig wohl keine Rede sein. Wie Pokerclock angemerkt hat, sind die Lüfter als mechanisches Teil ein Problem und Wärmeleitmittel kann man nach "mehreren Jahren" Betrieb auch mal prüfen, aber die Elektronik sollte das mitmachen.

        Umgekehrt sollte man natürlich allgemein keine Gebraucht-Hardware kaufen, wenn man für 10 Prozent Aufpreis Neuware bekommen kann. Bei den üblicheren 30-50 Prozent Nachlass sieht die Welt schon ganz anders aus.
      • Von Thunderburne Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Es ist Sommer schwingt den Hintern nach draußen für 3 Monate und schaut euch dann den Markt an !
      • Von sonny1606
        Rx6000/rtx3000 er GPU's sind nun auch schon bald 2 Jahre auf dem Markt und werden quasi immer noch für UVP Preise +-10% verkauft. Und das bei sehr hohen uvp. Wenn ich da an die gtx1000er Serie denke, habe damal eine gtx1070 im Lade neu 1 Jahr nach Release für 280€ gekauft. Das nenne ich Preise im Fall.
        Wenn der Markt so weitergeht wird es bei den jüngeren Gamern vielleicht viele geben die das PC gaming an den Nagel hängen werden. Nicht jeder 18 jährige kann sich so ein teures hobby leisten.
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