Grafikkarten: Radeon könnten bald deutlich teurer werden
AMD könnte die Vertragspreise für Bundles aus GPU und Grafikspeicher ab dem 3. Quartal 2026 deutlich anheben, heißt es jetzt aus Kreisen der Boardpartner. Von mindestens 10 bis 15 Prozent höheren Preisen ist dabei die Rede.
Laut dem japanischen Portal Gazlog, welches sich auf einen Beitrag in den für gewöhnlich bestens informierten chinesischen Board Channels beruft, könnte AMD die Vertragspreise für Bundles aus GPU und Grafikspeicher im dritten Quartal 2026 um mindestens 10 bis 15 Prozent erhöhen. Einmal mehr ist die durch die hohe Nachfrage aus dem KI-Segment getriebene Speicherkirse der Auslöser.
Über die beiden vorangegangenen Preisrunden hatte PCGH schon Ende Dezember und Mitte Januar ausführlich berichtet. Wer ohnehin ein Grafikkarten-Upgrade plant, findet in unserer großen Grafikkarten-Kaufberatung eine aktuelle Einordnung, welche Modelle sich derzeit lohnen. Im bereits angelaufenen zweiten Halbjahr könnten die Preise für Grafikkarten und Arbeitsspeicher noch einmal deutlich anziehen.
Speicherkosten sollen AMD keine Wahl lassen
Den Ausschlag geben einmal mehr die Kosten für Grafikspeicher, welcher wie sämtlicher DRAM unter den immer weiter steigenden Vertragspreisen leidet. AMD liefert seinen Boardpartnern nämlich Grafikprozessoren und VRAM als gemeinsames Kit, dessen Preis sich an den Spotpreisen für GDDR-Speicher orientiert. Steigen diese, reicht AMD die Mehrkosten an die Boardpartner weiter, welche den Aufschlag dann wiederum an Distributoren und Einzelhandel durchreichen. Bestätigt ist die neue Preisrunde nicht; sowohl der Zeitpunkt als auch die Höhe gelten als vorläufig.
Speicherkosten treiben die Grafikkartenpreise
Die Spotpreise für GDDR6-Speicherbausteine ("ICs") hat sich laut Gazlog seit dem Sommer 2025 von 2,50 auf 7,50 US-Dollar je Gigabyte nahezu verdreifacht. Hinter dem Anstieg stehen Samsung, Micron und SK Hynix, welche die enorme Nachfrage aus dem boomenden KI-Segment dazu nutzen, um immer höhere Vertragspreise aufzurufen und primär die KI-Rechenzentren mit DRAM zu beliefern.
Gaming-Grafikkarten geraten dadurch ins Hintertreffen. Silicon-Motion-Chef Wallace Kou rechnet damit, dass die Speicherpreise auch im zweiten Halbjahr weiter klettern - eine Einschätzung, der sich AMD offenbar anschließt. Schon Ende 2025 hatte das Unternehmen seine Boardpartner über höhere Kit-Preise informiert; die nun kolportierte Erhöhung wäre die nächste Stufe dieser Entwicklung.
Nvidia hält die Preise wohl vorerst noch stabil
Nvidia hat seine Boardpartner bislang nicht über eine neuerliche Preiserhöhung informiert, wie aus demselben Bericht hervorgeht. Damit bleibt der direkte Konkurrent vorerst außen vor, anders als bei der ersten Welle Anfang 2026, als auch sämtliche Geforce-Grafikkarten der Blackwell-Generation teurer wurden.
AIB-Partner und Distributoren warten nach Angaben der Quelle ab und steuern ihre Lagerbestände auf eigene Faust. Für AMD ist die Lage heikel, denn der Preisvorteil von Radeon gegenüber Geforce beruht auch auf dem günstigeren GDDR6-Speicher und eine erneute Preisrunde würde genau diesen Vorsprung schmälern.
Topmodelle mit viel Speicher trifft es am härtesten
Am stärksten dürften Radeon-Grafikkarten mit großem VRAM-Ausbau steigen, weil bei ihnen der Speicheranteil an den Gesamtkosten am höchsten ausfällt. Die Modelle mit einem VRAM von 16 GiB und mehr reagieren entsprechend empfindlich auf jede Verteuerung der Speicherchips.
Welche Folgen die Preisspirale am oberen Ende hat, zeigt ein anderer aktueller Fall: Den Insider-Angaben von Moore's Law Is Dead zufolge gilt eine Radeon RX 9080 XT inzwischen als gestrichen, weil sich teurer GDDR7-Grafikspeicher für ein neues Radeon-Flaggschiff kaum noch rechnen würde.
Die bestehende Radeon RX 9070 XT ("Navi 48 XT") mit16 GiB GDDR6-Grafikspeicher bliebe damit das Topmodell und würde von der nächsten Preisrunde direkt erfasst, so die Spekulationen.
Was Radeon-Käufer in Deutschland erwartet
Die Radeon RX 9070 XT kostet in Deutschland derzeit ab 630 Euro und zählt mit ihren 16 GiB zu den Modellen, welche eine neue Preisrunde wohl zuerst zu spüren bekämen. Doch noch ist kein Grund zur Panik angesagt.
Der angekündigte Aufschlag von 10 bis 15 Prozent bezieht sich auf den Bundle-Preis für die Boardpartner, nicht auf den Endkundenpreis; im Einzelhandel dürfte der Effekt daher kleiner ausfallen, könnte durch zusätzliche Margen der Boardpartner aber auch höher liegen.
Wie hoch der Aufschlag am Ende ausfällt, hängt vom Modell und der Speichermenge ab. Wer ein konkretes Modell im Blick hat, sollte den Kauf nicht zu lange aufschieben - günstiger werden Radeon-Grafikkarten angesichts der anhaltenden Speicherkrise vorerst kaum.
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Quelle: Board Channels via Gazlog via VideoCardz


. Dann Feier mal deine ach so tolle Intel B580
.
Wer kauft die außer PCGHX-Mitglieder?
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Was meine persönlichen Gründe dafür sind das ich Amd nicht mehr kaufe .
Und was jetzt auch die Günde dafür sein mögen das Nvidia zurecht einen Marktanteil von ca. 94% !!!! hat .
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Amd kommt nur noch bei der Anspruchlosen Käuferschicht aus den bekannten Gründen zum Schuß was weniger als ca 6% sind .
Was dann die ewige gebetsmühlenartige Amd Propaganda mit den Mindfactory Verkaufszahlen hier im Forum ins richtige Licht rückt .
Und ich mich als Käufer nicht unbedingt richtig informiert und beraten fühle .
Der durchschnittliche PC Nutzer liest die nicht, sondern nur die allgemeinen Nachrichten. Die taugen aber meist nichts, um sich auf eine Preissteigerung vorzubereiten. Wenn die davon berichten ist es meist zu spät. Und selbst wenn die rechtzeitig davon berichten sollten, schenken dem nur die Beachtung, die sich auch sonst sehr für Hardware interessieren, also die, deren Hobby oder Beruf dieses Thema abdeckt. Hinzu kommt, dass seit Beginn der Pandemie starke Preissteigerungen in fast allen Bereichen eingetreten sind und Berichte über deutliche Preissteigerungen weniger beachtet werden, da sie schon seit Jahren Alltag sind.
Und doch kommst du heute damit um die Ecke.