Nvidia übt Kritik an Intels Larrabee und AMDs RV770 sowie Fusion
Einige Zeit war es relativ still in der Marketing-Fehde zwischen Nvidia und Intel, doch nun lässt der kalifornische Grafikspezialist den nächsten Kracher vom Stapel und kritisiert in einem Aufwasch Intel und AMD/ATI.
Während eines Vortrags im Nvidia-Firmensitz in Sunnyvale, Kalifornien hat John Mottram - Nvidias Chef-Entwickler des GT200-Chips - gegenüber den Kollegen von pcpro.co.uk erneut scharfe Kritik gegenüber Intels kommender Larrabee-Architektur geäußert. "Sie (Intel, Anm. d. Red.) haben zwar in den letzten fünf Wochen einige technische Details offengelegt, aber auch wenn sie Larrabee so darstellen, als wäre es ein grundlegend besserer Ansatz, ist dies nicht so. (...) Man spricht über Skalierung, ignoriert aber die Speicher-Bandbreite. Sie lassen es zwar gut klingen, aber wir sagen: Ihr habt da ein halbes Dutzend Dinge gar nicht bedacht."
Auch gegen AMDs RV770-Grafikchip gibt es neue Kritik von Nvidias Seite. "ATI hatte den Vorteil, die Nvidia-Produkte schon eine lange Zeit vor Augen zu haben und zu wissen, gegen was sie kämpfen, während Nvidia diesen Vorteil nicht hatte.", so Mottram. Des Weiteren sagt er voraus, dass AMD es noch bedauern werde, seinen Fokus nur auf die reine Grafikleistung gelegt und dabei die Allzweck-Fähigkeiten seiner Chips vernachlässigt zu haben. "ATI hat keine Anstrengungen auf Technologien wie Physix oder Cuda verwendet, aber wir glauben, dass die Kunden auch auf solche Dinge Wert legen."
Auch an der Fusion-Plattform, die CPU und GPU auf einem Die vereint, lässt Mottram kein gutes Haar. "Diese beiden Komponenten auf demselben Die zu vereinen bringt nicht sehr viel. Es ist ja nicht so, als gäbe es hier einen Engpass und jeder Quadratmillimeter, der zum Die hinzukommt, ist ein sehr teurer."
Quelle: Nvidia
Nvidia hat scharfe Kritik an Intel und AMD/Ati geäußert. (Bild: Nvidia)
