Nvidia: Spielen in der dritten Dimension

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Bei einem Treffen mit Nvidia in San Francisco führten uns die Nordkalifornier ein neues Projekt vor, das einmal nichts mit dem Grafikkarten- und Mainboard-Rüstungswettlauf zu tun hat.

3D-Stereoskopie auf Geforce-Grafikkarten Quelle: PC Games Hardware 3D-Stereoskopie auf Geforce-Grafikkarten Das 3D-Kino feiert in den USA derzeit große Erfolge: Auf den IMAX-Leinwänden drängeln sich Streifen wie "U2 3D", "Hannah Montana" und "Beowulf". Nvidia will das dreidimensionale Erlebnis zu den PC-Spielern bringen. Nicht mit einem der wuchtigen 3D-Helme, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts vergeblich nach Kundschaft gesucht haben, sondern mit einem kleinen Treiber-Update, den "GeForce 3D Stereo Drivers".

Die Treiber funktionieren so: Die GPU berechnet zwei Bilder, eins für das linke, eins für das rechte Auge. Mit Hilfe der Z-Koordinaten wird dabei die Tiefenposition der einzelnen Bildelemente bestimmt. Anschließend werden beide Bilder auf den Monitor gebracht - das linke in den geraden, das rechte in den ungeraden Zeilen. Eine passive Polfilter-3D-Brille löst die scheinbar unscharfe Grafik wieder für das linke und rechte Auge auf.

Mit der 3D-Brille bewaffnet staunen wir über ein kleines Demo-Programm, in dem ein Flugzeug durch die Lüfte und dabei durch allerlei Ringe saust. Der 3D-Effekt ist deutlich sichtbar, doch wie sieht es mit "echten" Spielen aus? Wir bekommen nacheinander Age of Empires 3 und Call of Duty 4 zu sehen. In der Tat wirken die Städte in Ensembles Echtzeitstrategiewerk so plastisch wie nie zuvor, selbst im Menü haben wir den Eindruck, mitten in einer mittelalterlichen Stadt zu stehen. Call of Duty 4 hat es aufgrund seiner schnellen Bildwechsel etwas schwieriger, doch beim Blick ins Visier des Scharfschützengewehrs kehrt Ruhe und ein stärkerer 3D-Eindruck ein. Entwickler zukünftiger Spiele können ihre Titel gleich an die neue Technik anpassen, um so eine stärkere Dreidimensionalität zu erzeugen.

Der einzige Haken: Der Monitor muss diese Darstellung auch unterstützen. Bei unserer Vorführung machten das gerade zwei Exemplare von Zalman (Cebit 2008: Neue 3D-Monitore von Zalman). Und: Die offiziellen Treiber sollen nur die 32-Bit-Version von Vista bedienen, XP wird offiziell nicht unterstützt.

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