Nvidia: Lieferschwierigkeiten für Geforce GTX 285 & Co. bis Jahresende
Recherchen bei industrienahen Quellen haben ergeben, dass die Liefersituation für aktuelle Nvidia-Grafikkarten im High-End-Bereich schlecht ist - Besserung ist für 2009 kaum zu erwarten.
Nvidia scheint momentan in einer schlechten Ausgangslage: AMD ist mit seiner DirectX-11-Generation HD 5800 vorgeprescht und hat einige Monate Vorsprung - auch wenn entsprechende Grafikkarten kaum lieferbar sind. Aber es kommt noch dicker: Die Liefersituation für GT200-basierte Grafikkarten wie Geforce GTX 285, GTX 275 und GTX 295 wird nach unseren Informationen täglich schlechter. Im PCGH-Preisvergleich sind aktuell nur noch wenige GTX 285 lieferbar - oftmals nur die teuren Varianten. "Artikel z.Z. nicht lieferbar" heißt es bei vielen Standard-Karten. Auch bei der GTX 275 und der GTX 295 wird die Situation zunehmend angespannter, selbst wenn jetzt noch einige Hersteller oder Shops liefern können. Grund genug für PCGH, bei seinen PCGH-PCs vorerst auf Radeon-Karten umzuschwenken, um überhaupt eine Lieferbarkeit für das Weihnachtsgeschäft zu garantieren.
Über die Gründe der Knappheit von 55nm-GPUs bei Nvidia herrscht Meinungsvielfalt. Einige Webseiten tönen, dass Nvidia den High-End-Grafikkartenmarkt aufgeben will. Nvidia selbst verweigerte auf Nachfrage von PC Games Hardware jegliche Aussage. Es steht zu vermuten, dass Nvidia - wie im Übrigen auch andere Komponenten- und PC-Hersteller - die Nachfrage angesichts der Wirtschaftskrise zu gering eingeschätzt haben. Entsprechende Planungen finden wesentlich früher statt als die eigentliche Auslieferung. Vermutlich haben sich im Frühjahr und Sommer eher die Pessimisten bei Nvidia durchgesetzt, die eine konservative Planung befürworteten. Dafür spricht die anläßlich der Quartalszahlenbekanntgabe angekündigte Verringerung des Inventarbestands von rund 90 auf 30 Tage Vorratshaltung.
Außerdem will Nvidia bekanntlich die 40nm-Produktion ankurbeln, entsprechende Grafikkarten sind auch ab kommender Woche zu erwarten. Allerdings spielen Geforce G210 (zum Test) und GT 220 eher im Einsteigerbereich eine Rolle. Und Fermi-basierte Grafikkarten (ebenfalls mit 40nm-Prozess) sind frühestens Ende des Jahres ein Thema. Bis dahin ergibt sich eine unschöne Lücke in Nvidias Grafikkarten-Portfolio, denn nur die GTX 260 scheint keine Lieferschwierigkeiten zu haben. Bis zum Launch der Fermi-Karten hat Nvidia also vermutlich ein Angebotsproblem für Grafikkarten ab 200 Euro.

Wenn wir immer den Nachfolger abwarten würden, gäbe es auf dieser Welt keinen Fortschritt...
Wäre doch blöd heute ein Auto zu kaufen, was 100 PS hat und 8 Liter verbraucht wenn man weiß, morgen kommt die verbesserte Version mit 120 PS und nur 6 Liter Verbrauch.
Das in 10 Jahren es vielleicht eine 200 PS Version mit nur 3 Liter Verbrauch gibt interessiert da nicht so.
bye
Spinal
Wenn wir immer den Nachfolger abwarten würden, gäbe es auf dieser Welt keinen Fortschritt...
Gegenüber heise online wies Nvidia die Gerüchte zurück und erklärte, dass die Nachfrage derzeit die in Krisenzeiten produzierten Bestände übersteige.
Auch Boardpartner des Chipherstellers konnten ein Auslaufen der Produktion der genannten GeForce-Karten auf Nachfrage ebenfalls nicht bestätigen.
heise online - Nvidia räumt Lieferengpässe bei High-End-Chips ein
wir schweifen vom Thema ab, hab schon gestern ne Verwarnung wegen Spam bekommen