Hopper H100: Nvidias Datacenter-Flaggschiff in Spielen getestet - mit ernüchterndem Ergebnis
Der chinesische Youtuber Geekerwan hat sich eine Nvidia Hopper H100 zugelegt und die über 30.000 Euro teure Datacenter-Grafikkarte in Spielen getestet. Die Gaming-Leistung lässt dabei aber stark zu wünschen übrig: Spiele können die Rechenleistung nicht sinnvoll nutzen.
Eine Geforce RTX 4090 ist mit ihrem Preis von rund 1.700 Euro bereits alles andere als günstig. Doch wer möchte, der kann auch noch deutlich mehr Geld für eine GPU bezahlen. Konkret bietet Nvidia mit der H100 die Flaggschiff-Datacenter-GPU für einen Preis jenseits von 30.000 Euro an. Auf dem Papier wird dafür einiges geboten: Es gibt im Vergleich zur RTX 4090 zwar "nur" 14.592 statt 16.384 Shader, diese basieren aber auf der Hopper-Architektur und bieten bei FP16-Anwendungen deutlich mehr Leistung. Zudem liegt das Modell beim Speicher deutlich vorne - 80 GB HBM3 bekommt man im Desktop-Markt nirgends.
Nicht für Spiele geeignet
Für exzentrische Spieler mit Grafikspeicher-Fetisch ist Nvidias Hopper H100 aber trotzdem keine gute Wahl. Denn während die Grafikkarte für viele Datacenter-Anwendungen derzeit das Maß aller Dinge ist, ist die Leistung in Spielen enttäuschend. Dafür spricht zumindest ein Test des chinesischen Youtubers Geekerwan, der sich ein entsprechendes Modell zugelegt und in einigen Titeln getestet hat.
Ein erstes Problem war dabei die Kühlung. Die H100 wird zwar auch als PCIe-Variante angebunden, ist aber für eine externe Belüftung in einem Servergehäuse vorgesehen. Ein Lüfter mit 3D-gedrucktem Luftkanal löste das Problem, sodass die Grafikkarte theoretisch bei Volllast laufen konnte. Montiert man nun noch eine zweite Grafikkarte, die die fehlenden Display-Anschlüsse der H100 kompensiert, kann man eigentlich loslegen.
Quelle: Geekerwan
Im 3DMark Time Spy schafft es die H100 gerade mal auf das Niveau der Radeon RX 680M mit 768 RDNA-2-Shadern.
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Das Video von Geekerwan zeigt aber, dass sich der ganze Aufwand nicht wirklich lohnt. Im 3DMark Time Spy erreichte das Modell beispielsweise gerade einmal die Leistung einer Radeon RX 680M, die in einigen APUs verbaut ist. Hintergrund dürften dabei, neben fehlendem Treibersupport, mangelnde Recheneinheiten sein. Die Compute-Leistung des Modells ist zwar hoch, die H100 verfügt aber über deutlich weniger ROPs (Raster Operating Units) und TPCs (Texture Processing Cluster) als beispielsweise eine RTX 4090. Spieler erhalten durch die GPU also keinen Mehrgewinn. Wer mehr Gaming-Leistung haben will, muss deshalb wohl oder übel auf den Release der Geforce RTX 4090 Ti warten.
Quelle: via Videocardz

Das sind reine Rechen-Karten.
Die heißen GPUs und nutzen das gleiche Interface, aber mehr auch nicht.
Das ist als ob man eine CPU für die Grafikausgabe nimmt und sich dann wundert, dass keine Tolle leistung raus kommt. (Keine APU oder iGPU)
Bzgl. PL Verhältnis "natürlich".
Das die Karte überhaupt ein Bild aus gibt.