Nvidia: Mehr GPUs für Datacenter und Profisparte statt Gaming [Gerücht]

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Nvidia: mehr Datacenter und Profisparte statt Gaming?
Quelle: Nvidia

Aufgrund einer hohen Nachfrage nach Datacenter- und Profi-GPUs will Nvidia dort nun angeblich verstärkt die für die Geforce-Grafikkarten genutzten AD-GPUs einsetzen. Schlimmstenfalls könnte das die Verfügbarkeit der RTX-4000-Grafikkarten beeinträchtigen.

Finanziell läuft es für Nvidia gerade gut. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen zwar "nur" knapp 7,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, für das laufende Quartal sind die Aussichten aber mehr als rosig. Stolze 11 Milliarden US-Dollar will das Unternehmen verdienen und damit den bisherigen Rekord von 8,3 Milliarden deutlich übertreffen. Grund dafür ist aber nicht die Gaming-Sparte, sondern Datacenter- und Profi-Grafikkarten. Und das könnte angeblich zulasten des Gaming-Markts gehen.

Ein anderer Fokus

Grundlage für diese Annahme ist ein Video des Youtube-Kanals Moore's Law Is Dead, der als Einleitung - 20 Sekunden nach Videobeginn - ein angebliches Zitat eines Nvidia-Mitarbeiters einblendet. Demnach rettet die immense Nachfrage nach KI-Hardware im Moment die Geschäftszahlen, da so die niedrige Nachfrage nach Gaming-Produkten aufgefangen wird.

"Let's be clear, this AI Boom is what's bailing us out right now. We cannot manufacture enough Hopper and A100 to satisfy demand. In fact, we're currently shifting as much AD102, AD103, and AD104 supply as we can to Data Center and Professional Visualization (from Gaming) in response. This is how we're going to make next quarter look good as well despize dismal sales in the gaming sector."

"Um es klar zu sagen: Dieser KI-Boom ist das, was uns im Moment aus der Bredouille bringt. Wir können Hopper und A100 nicht schnell genug herstellen, um die Nachfrage zu befriedigen. Tatsächlich verlagern wir derzeit so viel AD102, AD103 und AD104 wie möglich in die Bereiche Rechenzentren und professionelle Visualisierung (von Gaming), um zu reagieren. Auf diese Weise werden wir das nächste Quartal gut aussehen lassen und die schwachen Verkäufe im Gaming-Sektor kompensieren."

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Demnach übersteigt die Nachfrage nach Hopper- und A100-Grafikkarten für Rechenzentren deutlich die Produktionskapazitäten. Als Notlösung müssen deshalb angeblich die GPUs AD102, AD103 und AD104 herhalten, auf denen auch die RTX-4000-Grafikkarten basieren. Diese will Nvidia offenbar für Profi- und Server-Produkte einsetzen, um so die Nachfrage bedienen zu können.

Passend zum Thema: Nvidia: Umsatzausblick lässt Aktie explodieren - aber nicht wegen Geforce

Eine derartige Verschiebung weckt die Sorge, dass Nvidia das Gaming-Segment künftig vernachlässigen könnte. Schließlich lassen sich für Profi-GPUs deutlich höhere Preise verlangen, sodass ein Verkauf im Gaming-Markt vergleichsweise unattraktiv ist. Selbst falls sich ein Nvidia-Mitarbeiter tatsächlich so geäußert hat, müsste die Verlagerung aber nicht zwangsläufig zu einer Unterversorgung des Grafikkarten-Marktes führen. Schließlich ist die Nachfrage nach Geforce-Grafikkarten derzeit ohnehin gering, und AMD dürfte eine eventuelle Lücke jederzeit bereitwillig füllen. Eine Situation wie vor zwei Jahren ist damit wohl nicht zu befürchten.

Quelle: Moore's Law Is Dead (Youtube) via 3D Center

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Bärenmarke
        In dem du behauptest Nvidia hat mit Cuda eine Monopolstellung und dem ist nicht so, du hast oben doch selbst geschrieben, dass die Programme in Python geschrieben werden...
        Ehh, das sind 2 sehr unterschiedliche Ebenen der Implementierung.
        Python nutzt CUDA um das Training auf der GPU zum Laufen zu bekommen.

        Python als Ganzes hat unter der Haube viele andere Sprachen, die weitaus effizienter sind.
        Zitat von Bärenmarke
        Eine Monopolstellung wäre, wenn Cuda notwendig wäre und dem ist doch nicht so.
        Ich schrieb DE FACTO Monopol.
        Klar, du kannst das auch mittlerweile auf ausgewählten AMD Karten mittels ROCm betreiben. Oder auf der CPU.
        Aber das ist ungefähr so wie wenn es ab morgen nur mehr die Wahl zwischen VW und Lada auf dem Automarkt gibt.
        Lada ist theoretisch auch ein Auto, aber den kaufst du eher nur, wenn du keinen VW bekommen kannst. (Und das sage ich als jemand der VW abgrundtief verabscheut, schon lange vor dem Dieselskandal)
        Zitat von Bärenmarke
        Es müssen doch nur AMD und intel schauen, dass der Code auf ihren GPUs auch optimal dann umgesetzt wird durch ihren Softwarestack.
        Aber vielleicht reden wir auch aneinander vorbei.
        Naja, 10, bzw. 16 Jahre Rückstand sind nicht von heute auf morgen aus dem Weg. AMD hat ja nicht einmal eine weitgreifende Unterstützung der eigenen Chips am laufen. Aber wie gesagt, ich erwarte mir da in der Tat sehr bald ein gewisses "Ausgrenzen" Nvidias von den Big Playern. So wie Apple und Amazon mittlerweile auch lieber eigene CPUs fertigen.
        Zitat von Bärenmarke
        Ich denke das wird ein Punkt sein der zumindest AMD mit ihrem Open Source Ansatz sehr entgegenkommt, wie das bei intel ausschaut weiß ich nicht. Aber aktuell sehe ich die mit ihrem Rückstand auch noch nicht wirklich als Konkurrenz zu AMD und Nvidia in dem Bereich.
        Hmm, da wäre ich mir nur begrenzt sicher. Open Source heißt je nach Lizenz in der Regel auch, dass Google und Co. ihre "Secret Sauce" offenlegen müssten.
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Bärenmarke
        In dem du behauptest Nvidia hat mit Cuda eine Monopolstellung und dem ist nicht so, du hast oben doch selbst geschrieben, dass die Programme in Python geschrieben werden...
        Ehh, das sind 2 sehr unterschiedliche Ebenen der Implementierung.
        Python nutzt CUDA um das Training auf der GPU zum Laufen zu bekommen.

        Python als Ganzes hat unter der Haube viele andere Sprachen, die weitaus effizienter sind.
        Zitat von Bärenmarke
        Eine Monopolstellung wäre, wenn Cuda notwendig wäre und dem ist doch nicht so.
        Ich schrieb DE FACTO Monopol.
        Klar, du kannst das auch mittlerweile auf ausgewählten AMD Karten mittels ROCm betreiben. Oder auf der CPU.
        Aber das ist ungefähr so wie wenn es ab morgen nur mehr die Wahl zwischen VW und Lada auf dem Automarkt gibt.
        Lada ist theoretisch auch ein Auto, aber den kaufst du eher nur, wenn du keinen VW bekommen kannst. (Und das sage ich als jemand der VW abgrundtief verabscheut, schon lange vor dem Dieselskandal)
        Zitat von Bärenmarke
        Es müssen doch nur AMD und intel schauen, dass der Code auf ihren GPUs auch optimal dann umgesetzt wird durch ihren Softwarestack.
        Aber vielleicht reden wir auch aneinander vorbei.
        Naja, 10, bzw. 16 Jahre Rückstand sind nicht von heute auf morgen aus dem Weg. AMD hat ja nicht einmal eine weitgreifende Unterstützung der eigenen Chips am laufen. Aber wie gesagt, ich erwarte mir da in der Tat sehr bald ein gewisses "Ausgrenzen" Nvidias von den Big Playern. So wie Apple und Amazon mittlerweile auch lieber eigene CPUs fertigen.
        Zitat von Bärenmarke
        Ich denke das wird ein Punkt sein der zumindest AMD mit ihrem Open Source Ansatz sehr entgegenkommt, wie das bei intel ausschaut weiß ich nicht. Aber aktuell sehe ich die mit ihrem Rückstand auch noch nicht wirklich als Konkurrenz zu AMD und Nvidia in dem Bereich.
        Hmm, da wäre ich mir nur begrenzt sicher. Open Source heißt je nach Lizenz in der Regel auch, dass Google und Co. ihre "Secret Sauce" offenlegen müssten.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von sterreich
        ???
        Wo widerspreche ich mir selbst?
        In dem du behauptest Nvidia hat mit Cuda eine Monopolstellung und dem ist nicht so, du hast oben doch selbst geschrieben, dass die Programme in Python geschrieben werden...
        Eine Monopolstellung wäre, wenn Cuda notwendig wäre und dem ist doch nicht so.
        Es müssen doch nur AMD und intel schauen, dass der Code auf ihren GPUs auch optimal dann umgesetzt wird durch ihren Softwarestack.
        Aber vielleicht reden wir auch aneinander vorbei.

        Zitat von sterreich
        Was den Blackbox-Punkt angeht: Idealerweise hab ich so wenig Abstraktionsebenen wie möglich und so viel Kontrolle wie möglich. Heißt Google bspw. wird versuchen den eigenen Code direkt in Instruktionen umzuwandeln, während man sich derzeit nocht auf CUDA verlassen muss, in dass man weder Einblick noch Einfluss hat.
        Ich denke das wird ein Punkt sein der zumindest AMD mit ihrem Open Source Ansatz sehr entgegenkommt, wie das bei intel ausschaut weiß ich nicht. Aber aktuell sehe ich die mit ihrem Rückstand auch noch nicht wirklich als Konkurrenz zu AMD und Nvidia in dem Bereich.
        Sie hätten eigentlich ihre FPGAs mehr pushen müssen, so wie das Xilinx gemacht hat.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Schlimmstenfalls könnte das die Verfügbarkeit der RTX-4000-Grafikkarten beeinträchtigen.
        Was nicht verkauft wird, kann man schlecht beeinträchtigen.
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Bärenmarke
        Damit widersprichst du dir doch selbst, da die Projekte ja in Python geschrieben werden und Pytorch und co nutzen und CUDA die Schnittstelle zu der GPU ist bildlich gesprochen. Daher ist CUDA an der Stelle ja kein Sellingpoint, wenn die anderen Hersteller das mit ihrer SW auch gut hinkriegen. Genau das war mein Punkt
        Zumal so Hersteller wie Microsoft und Google sich da ja nur ungerne abhängig machen.
        ???
        Wo widerspreche ich mir selbst?

        ML Modelle benötigen idR einen Haufen Speicher und Computepower und laufen entsprechend gut auf GPUs.
        Von wem gab es die letzten 15 Jahre GPUs? Nvidia und AMD.
        Wie wollen die "anderen Hersteller" das auch "hinkriegen" wenn es bisher niemand anderen gab?
        Nvidia hatte eben die Vorraussicht, sich in dem Segment zu etablieren und kam den Forschern mit eigenen APIs entgegen und sich dann teilweise schon in die Frameworks gesetzt.

        Stell es dir eventuell so vor (stark runtergebrochen natürlich): die Unreal Engine ist pytorch, das Spiel ist ein entsprechendes Modell/Projekt, die CUDA-Unterstützung ist direkt eingebackene Drawcalls, RT, Optimierung...
        Heißt ich muss als Entwickler nur die Library importieren und CUDA nimmt mir eine Tonne Arbeit ab.

        Dass Microsoft, Google und Co. gerne aus dieser Abhängigkeit rauswollen, nun da sie ihre eigene Hardware anpeilen und Kohle riechen, darauf will ich ja hinaus.
        Zitat von Bärenmarke
        Mit FPGAs kann man da auch sehr viel machen!
        Auf FPGAs wird es langfristig auch rauslaufen. So wie GPUs ja entstanden sind, weil sie Grafik effizienter berechnen konnten als CPUs. Mittlerweile kannst du auf CPUs auch Crysis spielen. Allerdings schlägt ein 64 Kerne nicht einmal eine 3050/6500
        Bisher hat es sich (großteils) eben nicht gerechnet, spezialisierte ML-FPGAs zu entwickeln. Da kauft man lieber 2-3 Karten mehr für den Cluster zu einem Bruchteil des Preises.
        Zitat von Bärenmarke
        Du hast doch oben geschrieben die Projekte werden in Python geschrieben und über Pytorch umgesetzt? Bezüglich Tensorflow hab ich letztens irgendwo gelesen, dass das schon outdatet wäre und kaum einer mehr benutzt?
        Das ist eher eine Glaubensgeschichte wie iOS vs. Android.

        Was den Blackbox-Punkt angeht: Idealerweise hab ich so wenig Abstraktionsebenen wie möglich und so viel Kontrolle wie möglich. Heißt Google bspw. wird versuchen den eigenen Code direkt in Instruktionen umzuwandeln, während man sich derzeit nocht auf CUDA verlassen muss, in dass man weder Einblick noch Einfluss hat.
      • Von Bobhais Software-Overclocker(in)
        Zitat von QIX
        Na klasse, war abzusehen. Bei den kommenden Generationen gibt es dann nur noch eine "Volks-Grafikkarte" aus der Resteverwertung "for the gamers"
        Halte ich für reichlich unwahrscheinlich, zumal das nur auf einem Gerücht basiert. Natürlich wird Nvidia primär die Sparte bedienen, mit der sie momentan am Meisten Geld verdienen, allerdings können sie es sich auch nicht leisten 1/3 des Umsatzes zu ignorieren.
        Zitat von COReduct
        Diese ganzen Marketinggimmicks wie DLLS, RT etc. die nvidia in der letzten Zeit so aggressiv vermarktet sind ja letztlich nur ein Versuch alten Wein in neuen Schläuchen zu unverschämten Mondpreisen zu verkaufen...
        Inhaltlich halt falsch. DLSS, FG ,RT und letzteres Pathtracing sind in dem Sinne Neuerungen, da alte Hardware gar nicht in der Lage war das flüssig darzustellen.
        Sie verkaufen tolle Technologie zu Marktpreisen, sparen beim Speicher dort wo AMD bei Features, Effizienz unterlegen ist.

        Kann ich nichts verwerfliches erkennen. Aber man möchte sich halt aufregen.
        Zitat von oeia
        Soll heißen, ohne NIVIDA wären auch die heutigen AMD Karten günstiger.
        Ganz bestimmt.
        Zitat von oeia
        Der „Grüne Spielverderber“ kann gehen. Ich bin kein Fanboy - habe selber alles NVIDIA GPUs in meinen Rechnern.
        Naja, du verstehst offenbar einfache Marktmechanismen nicht und glaubst an die Samariterhaftigkeit von AMD.
        Solche alternativen Erklärungen tauchen vor allem in Nvidia Threads auf und leiern ihr alternatives Verständnis des GPU Marktes rauf und runter.

        Du glaubst doch nicht allen ernstes AMD hätte ihre 24GB RX 7900XTX ohne Nvidia Konkurrenz für 999 Dollar vermarktet?
      Direkt zum Diskussionsende
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