Nvidia: Exklusive Infos zu Hybrid SLI, Multi-GPU-Karten und Geforce 9800
Auf der Cebit hatte PCGH die Möglichkeit, ein exklusives Interview mit Jens Neuschäfer von Nvidia zu führen. Themen waren unter anderem Hybrid SLI, Mehrkern-Grafikkarten und Geforce 9800.
Basis unseres Interviews mit Nvidia waren unter anderem Fragen von PCGH-Lesern. Darüber hinaus sind wir auf aktuelle Themen eingegangen, die sich im Laufe des Gesprächs ergeben haben.
PCGH: Wann gibt es Hybrid SLI für Notebooks?
Jens Neuschäfer: Für AMD-basierte Notebooks wird es Hybrid SLI im Mai geben. Bei Intel dauert es etwas länger, hier wird es ab Sommer eine Hybrid-Power-ähnliche Technologie geben. Dann sehen wir weiter.
PCGH: Wird es in Zukunft mehr Multi-GPU Karten geben oder hält Nvidia Single High-End-Chips für die bessere Wahl?
Jens Neuschäfer: Bei jeder neuen Chip-Generation kommt zuerst eine Single-Karte, die am schnellsten ist (Beispiel: 8800 Ultra). Am Ende des Lebenszyklus einer Chip-Generation bringen wir dann eine Dual-Grafikkarte, welche die höchste Leistung bietet. Bis dahin haben wir das Design thermisch und elektrisch so optimiert, dass wir zwei Chips auf ein Board verbauen können.
PCGH: Wann wird es erste Dualcore-Grafikkarten geben? Wird es sie überhaupt geben?
Jens Neuschäfer: Wenn man so will, haben wir ja schon Grafikkarten mit 128 Kernen. GPUs sind ja keine typischen CPU-Designs. Wir können den Kern einfach um neue Shader-Einheiten erweitern und müssen nicht alles duplizieren. 3-4 physische Chips sehe ich nur im Workstation-Markt.
PCGH: Welche Grafikkarten werden Hybrid-Power unterstützen?
Jens Neuschäfer: Hybrid-Power wird bei 9800er-Karten funktionieren. Bei der 9600er-Serie brauchen wir das beispielsweise nicht wirklich, da die Leistungsaufnahme relativ gering ist.
PCGH: Warum macht ihr einen Rückschritt bei der Speicheranbindung? Dadurch können die Karten nicht ihr Potenzial ausspielen.
Jens Neuschäfer: Der Schritt von 384 auf 256 Bit ist ein Kompromiss zwischen Fertigungstechnologie und Performance. Die Chipgröße ist enorm wichtig, und mit steigender Transistorzahlen sind 256 Bit ein guter Kompromiss. Wenn mehr Bandbreite verlangt wird, können wir bei künftigen Generationen wieder eine breitere Anbindung einbauen.