Nvidia CMP 50HX: Krypto-Mining-Karte mit ungeahnten Gaming-Schwächen
Zu den Hochzeiten des Krypto-Booms hat Nvidia mit der CMP 50HX eine dedizierte Mining-GPU vorgestellt. Zumindest theoretisch sollte diese bei Spielen mit einer RTX 2080 Ti mithalten können, doch davon ist man wegen einer technischen Limitierung weit entfernt.
Vor etwas mehr als zwei Jahren hat Nvidia im Zuge des Krypto-Booms dedizierte Mining-Grafikkarten vorgestellt, die unter dem "CMP"-Banner - kurz für "Crypto Mining Processors" - firmieren. Eine davon ist die CMP 50HX, deren technisches Datenblatt auf ein Performance-Niveau leicht unterhalb der RTX 2080 Ti hindeutete: Ausgestattet mit einem TU102-Chip mit 3.584 CUDA-Kernen, 10 GiB GDDR6-Speicher mit 320-Bit-Interface sowie einem Boost-Takt von bis zu 1.545 MHz sollte sich die GPU auch zum Spielen eignen - sollte man meinen. Dass dem nicht so ist, hat nun der Youtube-Kanal Sfdx Show festgestellt, der die Nvidia CMP 50HX einigen Benchmarks unterzogen hat.
Bevor die CMP 50HX aber wie eine gewöhnliche Grafikkarte zum Laufen gebracht werden kann, müssen einige Vorkehrungen getroffen werden. CMP-Karten werden grundsätzlich mit eigenem BIOS ausgestattet, zudem gibt es keine offiziellen Gaming-Treiber für solche Karten. Entsprechend musste der Youtuber hier einen älteren Treiber modifizieren, der vom Windows-System erst gar nicht überprüft und verifiziert wird. Zudem fehlt der CMP 50HX ein Displayanschluss, um auch eine Anzeige ausspielen zu können - stattdessen wird die Grafikkarte in der Regel als virtuelle oder sekundäre GPU genutzt.
Den Widrigkeiten zum Trotz gelang es Sfdx Show, die CMP 50HX regulär zum Laufen zu bringen und in einzelnen Spielen wie Counter-Strike: Global Offensive zu testen, die bestenfalls nur bedingt flüssig liefen. Auch in einem Furmark-Parcours konnte die Krypto-GPU bei Full-HD-Auflösung und abgeschaltetem MSAA durchschnittlich 30 FPS aufbringen und so einen Wert von 1.868 Punkten erzielen. Zum Vergleich: Die eingangs erwähnte RTX 2080 Ti kommt hier etwa auf den siebenfachen Wert.
Als Hauptgrund für die in der Praxis schlechten Gaming-Ergebnisse wird die Beschränkung auf nur 4 PCIe-Lanes angeführt. Auch Versuche, diesen Umstand mithilfe neuer Komponenten zu beheben, führte zu keinem Erfolg - es scheint, als ob Nvidia alle weiteren Lanes von vornherein komplett deaktiviert hat. Zu den Gründen lässt sich nur spekulieren, doch gilt es als wahrscheinlich, dass Nvidia hiermit verhindern will, dass Karten wie die CMP 50HX in irgendeiner Form als Gaming- und Mining-Hybrid genutzt werden kann. Der derzeitige Preis von rund 150 Euro auf Portalen wie Aliexpress würde solche GPUs schließlich zu einer preisstarken Alternative zu gängigen RTX-GPUs erheben.
Quelle: Profesional Review via Videocardz


...hatte Anfang des Jahres ein Problem mit meiner RTX3080 10 Gb. Irgendwelche Leitungsprobleme haben dazu geführt, dass meine GraKa nur mit PCIe 4x2 angesprochen wurde, statt PCIe 4x16 wie es sich gehört... (Habe danach an der GraKa rumgewackelt und schon ging es.)
Wisst ihr, was ich davon gemerkt habe in zugegeben älteren Games, die ich damals gezockt habe (The Witcher 3, Fallout 3)? GARNICHTS! Höchstens die Ladezeiten haben sich erhöht. Es müssen andere Beschränkungen vorhanden sein, denn solange der Speicher ausreicht, muss die GraKa auch nichts nachladen.