Nvidia versichert: 64-Bit-Computing bleibt Bestandteil der Strategie
Nvidia bekräftigt sein Engagement für 64-Bit-Floating-Point-Computing und zerstreut Bedenken aus der HPC-Gemeinschaft. Auf dem kommenden GTC 2026 sollen zusätzliche FP64-Verbesserungen vorgestellt werden.
Die jüngste "Supercomputing Conference" (SC 25) liegt zwar schon einige Wochen hinter uns, doch sorgt die im US-amerikanischen St. Louis abgehaltene Konferenz noch immer für Diskussionen. Wie das Portal HPCWire berichtet, warf der Informatik- und Mathematik-Professor Jack Dongarra Nvidia vor, das Interesse an 64-Bit-Berechnung zu verlieren.
Blackwell als Auslöser der Kritik
Die Kritik findet ihren Ursprung dem Bericht zufolge in der aktuellen Blackwell-Architektur. Als Nvidia diese Anfang 2024 präsentierte, sorgte das HPCWire für Verwirrung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft.
- Die FP64-Tensor-Core-Leistung sank nämlich von 67 Teraflops bei der Hopper-Generation auf (je nach SKU) 30 bis 37 Teraflops. Diese Reduzierung wurde laut HPCWire von vielen Forschern als strategischer Rückzug aus dem HPC-Markt zugunsten von KI-Inferenz interpretiert.
- Noch komplizierter wurde die Lage, als Nvidia später Blackwell-Ultra-Beschleuniger ankündigte, die den Platz für FP64-Einheiten weiter reduzieren, um die 4-Bit-Floating-Point-Performance für KI-Inferenz zu steigern. Für viele schien dies der Beweis, dass Nvidia nur noch auf KI und nicht auf wissenschaftliches Computing setzt.
Im Interview mit HPCWire hielt Dion Harris, Senior Director für HPC und AI Hyperscale Infrastructure Solutions bei Nvidia, nun dagegen:
Wenn wir uns unsere Plattform ansehen, halten wir FP64 auf jeden Fall weiterhin für eine entscheidende Anforderung - denn um all diese beeindruckenden KI-Modelle zu erstellen, braucht man eine eine verlässliche Referenz, die oft auf einer Kernsimulation basiert. Diese dient dann dazu, viele dieser anderen Prozesse zu trainieren oder zumindest daran zu validieren. Daher erkennen wir an, dass FP64 absolut zentral ist.
Verbesserungen sollen in diesem Kontext immerhin unterwegs sein, wie Harris weiter betont. Man sei "definitiv dabei, zusätzliche Kapazitäten in zukünftigen Generationen" freizuschalten - genaue Details verriet der Nvidia-Mitarbeiter allerdings nicht. Diese sollen wohl zur GTC 2026 folgen, die vom 16. bis 19. März in San José abgehalten wird.


na dann ist doch ALLES in Butter
na dann ist doch ALLES in Butter
Natives fp64 wird wohl kurz über lang aussterben